Freitag, 24. Februar 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
06. Dezember 2016

CLL: Obinutuzumab zur Therapie von indolenten Lymphomen

Obinutuzumab (Gazyvaro®) zur Therapie von Chronischer Lymphatischer Leukämie (CLL) stand im Fokus eines Symposiums zur Lymphomtherapie anlässlich der DGHO-Jahrestagung. Der Anti-CD20-Antikörper wird auch bei anderen B-Zell-Lymphomen geprüft. Für die Therapie des Follikulären Lymphoms ist er bereits zugelassen.
Anzeige:
 
 
In einer aktuellen Analyse der minimalen Resterkrankung (MRD) im Rahmen der CLL11-Studie zeigte sich, dass die Therapie mit Obinutuzumab und Chlorambucil der Chemo-Immuntherapie mit Rituximab/Chlorambucil oder Chlorambucil alleine überlegen ist. MRD-Negativität am Ende der Induktion erwies sich als unabhängiger Prognosefaktor für ein verlängertes progressionsfreies Überleben (PFS) und Gesamtüberleben (OS).

„Das Verständnis der Biologie hat die Therapie der CLL revolutioniert“, sagte PD Dr. Barbara Eichhorst, Köln, zu Beginn ihres Vortrags. Aufgrund der CLL11-Studiendaten sei der Typ-II-Anti-CD20-Antikörper als Standard in der Therapie von Patienten mit CLL etabliert und wird in den aktuellen Leitlinien der European Society for Medical Oncology (ESMO) empfohlen. Das PFS kann mit der Kombination Obinutuzumab/Chlorambucil nahezu verdoppelt und die Zeit bis zum nächsten Therapiebeginn auf rund 4 Jahre verlängert werden (1, 2).

Der Fc-Anteil des Antikörpers ist durch Glykoengineering modifiziert. Das bewirkt eine stärkere Bindung an Fc-Rezeptoren auf Immun-Effektorzellen wie natürliche Killerzellen, Makrophagen und Monozyten. Die Modifikation unterstützt also die Beseitigung der Leukämiezellen.

Seit Augst 2015 wird in der CLL14-Studie die Wirksamkeit von Obinutuzumab im Rahmen einer schonenderen Behandlungsstrategie ohne Chemotherapie untersucht (3). Das Ziel der internationalen multizentrischen Phase-III-Studie ist eine langfristige Krankheitskontrolle bei guter Verträglichkeit. Geprüft werden Wirksamkeit und Verträglichkeit von Obinutuzumab und dem Bcl-2-Hemmer Venetoclax im Vergleich zum Standard Obinutuzumab plus Chlorambucil bei nicht vorbehandelten oder rezidivierten bzw. refraktären Patienten.

Es gibt bereits erste Daten zur Sicherheit: Nach 6 Zyklen Obinutuzumab/Venetoclax gefolgt von 6 weiteren Zyklen Venetoclax traten keine Nebenwirkungen auf, die eine Unterbrechung oder Modifikation der Studienmedikation erforderten. Die Daten stammen von 12 nicht vorbehandelten Patienten mit Komorbiditäten, die median 75 Jahre alt waren.


Therapie des Follikulären Lymphoms

Kürzlich wurde Obinutuzumab in Kombination mit Bendamustin auch zur Therapie von vorbehandelten Patienten mit FL zugelassen (s. JOURNAL ONKOLOGIE 6/2016; S. 511). Das Ergebnis der Zulassungsstudie war eine Verdopplung des PFS. Außerdem konnte ein Vorteil beim OS dokumentiert werden.
 
(mm)
Symposium „Lymphomtherapie heute: Einordnung neuer Therapieoptionen“, DGHO-Kongress, 14.10.2016, Leipzig; Veranstalter: Roche
Literatur:
(1) Goede V et al. ASH 2015; Abstract S642.
(2) Ritgen M et al. EHA 2016; Abstract S428.
(3) Flinn I et al. ASH 2014; Abstract 4687.
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
Anzeige:
 
 
Anzeige:
Zur Fachinformation
 
 
 
Themen
CUP
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs