Samstag, 15. Mai 2021
Navigation öffnen
Infos für Patienten
30. April 2020

Darmkrebs-Vorsorge kann jederzeit wieder anlaufen

Darmkrebs-Vorsorge kann jederzeit wieder anlaufen
Alex / Fotolia.com
In Österreich dürfen in den Praxen der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte alle Routine-, Kontroll-, Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen wieder vorgenommen werden. Wir sollten dem Beispiel folgen. Die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte in Deutschland sind auch in Zeiten von Corona bestens für die Vermeidung von Infektionsrisiken gerüstet.
„Mit der schrittweisen Öffnung der Schulen sollte auch die schrittweise Normalisierung in der ambulanten Versorgung eingeleitet werden“, fordert Dr. Albert Beyer vom Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. „Schon jetzt springen die Magen-Darm-Ärzte bei endoskopischen Untersuchungen in die Bresche, wenn die Notfallkapazitäten der Klinik-Ambulanzen erschöpft sind oder Kliniken den ambulanten Betrieb überhaupt eingestellt haben. Wichtig ist es jetzt, dass die Darmspiegelung zur Vorsorge gegen Darmkrebs wieder anläuft. Der Krebs wartet nicht. Je eher Krebsvorstufen oder Krebsherde entdeckt werden, desto besser für die Betroffenen.“

Derzeit können niedergelassene Magen-Darm-Ärzte nur eingeschränkt arbeiten, weil die Vorgaben des Robert Koch-Instituts planbare Untersuchungen untersagen. Das betrifft auch die Vorsorge-Koloskopien. In den Praxen von Magen-Darm-Ärzte gelten allerdings von je her sehr hohe Anforderungen an alle hygienischen Erfordernisse, um die Übertragung von Krankheitserregern aller Art zu unterbinden. Die Infektion durch Coronaviren verbreitet sich aktuell zum Teil als Krankenhausinfektion, so dass auch unter Sicherheitsaspekten planbare ambulante Endoskopien zeitnah wiederaufgenommen werden sollten.

Dringende diagnostische Endoskopien führen die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte unverändert durch. Hier bestehen durch die Corona-Pandemie keine Einschränkungen. Das bedeutet, dass bei entsprechender Indikation auch Tumoren frühzeitig erkannt und Tumorpatienten unverändert zeitnah der weiteren Therapie zugeführt werden. Auch die onkologische Versorgung und Nachsorge erfolgt ohne Einschränkungen.
„Die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte haben sich auf die aktuelle Gefahrenlage eingestellt“, betont Dr. Beyer. „Grundlage unserer Arbeit sind die Empfehlungen der europäischen Fachgesellschaft für Endoskopie, die auch von der Fachgesellschaft der Verdauungsmediziner unterstützt werden. Unter strikter Einhaltung hygienischer Voraussetzungen und sorgsamer Einhaltung von besonderen Schutzmaßnahmen sind endoskopische Untersuchungen auch in Corona-Zeiten möglich. Wir sind bereit. Wir warten nur auf die Starterlaubnis.“

Bundesverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.


Das könnte Sie auch interessieren
Primäre Studienendpunkte: Gesamtüberleben oder progressionsfreies Überleben - gibt es einen Goldstandard?

Anerkanntes Ziel einer Therapie von Krebspatienten ist die Verbesserung des Überlebens und der Lebensqualität. Historisch gesehen gilt die Gesamtüberlebenszeit (OS = overall survival) als der wichtigste primäre klinische Endpunkt einer Studie. Doch das Gesamtüberleben als primärer Studienendpunkt unterliegt nicht zuletzt aufgrund der Fortschritte, die in letzten Jahren in der Krebstherapie erzielt wurden,...

Internetplattform „Stärker gegen Krebs“: noch informativer, übersichtlicher und komfortabler
Internetplattform+%E2%80%9ESt%C3%A4rker+gegen+Krebs%E2%80%9C%3A+noch+informativer%2C+%C3%BCbersichtlicher+und+komfortabler
© undrey / Fotolia.com

Ziel des im letzten Jahr gestarteten Portals „Stärker gegen Krebs“ ist es, krebskranke Menschen und ihre Angehörigen über ergänzende, qualitativ gesicherte Hilfsmaßnahmen zu informieren – kompakt, übersichtlich und wohnortnah mit konkreten Expertenkontakten. Nach einer technischen und inhaltlichen Optimierung werden Betroffene nun noch komfortabler durch die bisher...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Darmkrebs-Vorsorge kann jederzeit wieder anlaufen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.