Dienstag, 17. September 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

26. Juli 2019 Abirateron von der WHO als unverzichtbares Arzneimittel beim mCRPC eingestuft

Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) hat Abirateronacetat (ZYTIGA®) für die Behandlung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC) in die aktualisierte Version ihrer Liste der unverzichtbaren Arzneimittel aufgenommen (1, 2).
Überlebensraten ausschlaggebend für die WHO
 
Im Bereich Onkologie wurden neben Abirateron 11 weitere Wirkstoffe für die Behandlung unterschiedlicher Tumorentitäten aufgenommen – etwa das multiple Myelom, Lungenkarzinome, Melanome und Leukämien. Ausschlaggebend waren die für diese Medikamente gezeigten Überlebensraten in der jeweiligen Indikation (1). Die WHO fasste ihre Entscheidung wie folgt zusammen*: „Unter den neuen Krebstherapien, die in den letzten Jahren eingeführt wurden, gibt es nur einige, die durch ihren therapeutischen Mehrwert für Patienten als unverzichtbar eingestuft werden können.“
 
WHO-Liste für Priorisierung von Therapien
 
Die WHO überarbeitet ihre evidenzbasierte Liste regelmäßig und passt sie somit an die sich verändernden globalen gesundheitlichen Herausforderungen und Patientenbedürfnisse an. Die Liste soll weltweit von Entscheidungsträgern der jeweiligen Gesundheitssysteme genutzt werden, um Therapien in ihrer vollumfänglichen Verfügbarkeit und Erschwinglichkeit zu priorisieren (1).
 
Bereits mehr als 15 Wirkstoffe von Janssen auf der WHO-Liste
 
Janssen ist bereits mit mehr als 15 Wirkstoffen auf der Liste der unverzichtbaren Arzneimittel vertreten. Neben dem Neuroleptikum HALDOL® (Haloperidol†) gehören unter anderem die Krebsmedikamente CAELYX® (pegyliertes liposomales Doxorubicin‡) zur Behandlung des Mammakarzinoms, Kaposi-Sarkoms und multiplen Myeloms sowie der Proteasom-Inhibitor VELCADE® (Bortezomib) zur Behandlung des multiplen Myeloms zu den gelisteten Substanzen (2). Abirateron ist ein oraler Androgenbiosynthese-Inhibitor, der in Kombination mit Prednison/Prednisolon unter anderem für die Erstlinientherapie des nicht oder mild symptomatischen mCRPC** zugelassen ist (3).
 
*Diese Übersetzung wurde nicht von der WHO angefertigt. Die WHO ist nicht für den Inhalt oder die Genauigkeit der Übersetzung verantwortlich. Die ursprüngliche englische Ausführung ist die bindende und authentische.

**ZYTIGA® ist u.a. indiziert mit Prednison oder Prednisolon zur Behandlung des mCRPC bei erwachsenen Männern mit asymptomatischem oder mild symptomatischem Verlauf der Erkrankung nach Versagen der Androgenentzugstherapie, bei denen eine Chemotherapie noch nicht klinisch indiziert ist sowie zur Behandlung des mCRPC bei erwachsenen Männern, deren Erkrankung während oder nach einer Docetaxel-haltigen Chemotherapie progredient ist (3).

Quelle: Janssen

Literatur:

(1) Presseinformation der WHO. Abrufbar unter: https://www.who.int/news-room/detail/09-07-2019-who-updates-global-guidance-on-medicines-and-diagnostic-tests-to-address-health-challenges-prioritize-highly-effective-therapeutics-and-improve-affordable-access. Letzter Zugriff: 19.07.2019.
(2) World Health Organization (WHO) Model List of Essential Medicines. 21st List 2019. Abrufbar unter: https://apps.who.int/iris/bitstream/handle/10665/325771/WHO-MVP-EMP-IAU-2019.06-eng.pdf?sequence=1&isAllowed=y. Letzter Zugriff: 19.07.2019.
(3) Aktuelle Fachinformation ZYTIGA®

 


Das könnte Sie auch interessieren

Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten

Gesundheitsversorgung auf dem Land – weite Wege, lange Wartezeiten
Krebsinformationsdienst, DKFZ

Eine repräsentative Umfrage* vom Dezember 2017 hat gezeigt: Die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen weist aus Sicht vieler Befragter Defizite auf. Bemängelt wurden lange Wartezeiten auf Arzttermine, weite Wege und weniger Informationsmöglichkeiten. Auch für Krebspatienten und ihre Angehörigen kann diese Situation belastend sein. Der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums ersetzt keinen Arzttermin, er bietet aber Antworten auf...

World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung

World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung
© DKMS gemeinnützige Gesellschaft mbH

in diesem Jahr liegt der Fokus des jährlichen World Blood Cancer Day (WBCD) am 28. Mai auf nachhaltiger Bildung rund um das Thema Blutkrebs. Darüber hinaus wird gemeinsam mit Helfern, Gruppen und Organisationen weltweit im Rahmen des jährlichen Aufmerksamkeitstags Solidarität mit Patienten demonstriert. Die DKMS appelliert: Macht alle mit! Jeder kann sich am WBCD beteiligen und so den Kampf gegen Blutkrebs voranbringen.

Was verstehen Ärzte unter „Therapielinien“?

Die Behandlung von Krebs richtet sich nach Art und Stadium der Erkrankung sowie dem individuellen Befinden des Patienten. Neben der Operation und der Strahlentherapie ist die medikamentöse Therapie eine wichtige Option. Wann welche Maßnahmen zum Einsatz kommen sollten, wird in ärztlichen Leitlinien festgehalten. Welche Medikamente zu welchem Zeitpunkt am wirksamsten und verträglichsten sind, wird zuvor in klinischen Studien untersucht. Basierend auf den Ergebnissen...

Gebärmutterhalskrebs verhindern

Gebärmutterhalskrebs verhindern
© farland9 / Fotolia.com

Gebärmutterhalskrebs kann durch eine Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) ausgelöst werden. Papillomviren sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren, mit denen sich rund 80 Prozent der Frauen in Deutschland im Laufe ihres Lebens infizieren. In der Regel erkennt das Immunsystem die Infektion, so dass diese meistens innerhalb von zirka 24 Monaten unbemerkt ausheilt. Ein Interview mit Prof. Dr. med. Gerd-Henrik Griesser, Facharzt für Pathologie in Köln,...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Abirateron von der WHO als unverzichtbares Arzneimittel beim mCRPC eingestuft"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.