Freitag, 5. Juni 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Medizin

06. September 2013 AOK: Mehr Krebspatienten in Spezialzentren behandeln

Trotz sinkender Sterblichkeitsraten bleibt Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Spezialisierte Tumorzentren sollten ausgebaut werden, sagt die AOK.

Anzeige:

Die Versorgung von Krebspatienten in Tumorzentren kann nach Auffassung der AOK Rheinland/Hamburg in Deutschland noch deutlich verbessert werden. Aus dem Onkologie-Report 2013 der Krankenkasse geht hervor, dass in Nordrhein-Westfalen und Hamburg lediglich bei Brustkrebs das Gros der Erkrankten (80%) in einem zertifizierten Zentrum behandelt wurden. Bei anderen Krebsarten wie Lungen- oder Prostatakrebs waren es nur rund ein Fünftel der Patienten, bei Darmkrebs ein Drittel. "Dieser niedrige Anteil dürfte auch bundesweit ein Problem darstellen", sagte Günter Wältermann, Vorstandschef der Landes-AOK am Donnerstag in Berlin. Konkrete Zahlen dazu wurden nicht genannt.

"Die Versorgung in Brustzentren führt dazu, dass die Brustkrebssterblichkeit gesenkt werden kann", sagte Prof. Ulrike Nitz, Chefärztin des Brustzentrums Niederrhein. Die Tumorzentren seien eine Art Schrittmacher für die Behandlung onkologischer Erkrankungen, so Wältermann.

Die derzeitige Aufstellung habe allen Erfolgen zum Trotz auch Fehler: So gebe es noch zu wenig ambulante Behandlungsangebote und Vernetzung mit der - oft jahrelangen - Nachsorge und Weiterbehandlung durch niedergelassene Ärzte. Auch fehle es an einer einheitlichen Zertifizierung durch unabhängige Experten, sagte Nitz. "Im Augenblick ist das für einen Patienten in mancher Klinik wie in einer Autowerkstatt, da hängen auch zig Zertifikate an der Wand und niemand weiß, was sie bedeuten."

Die Wahl des richtigen, spezialisierten Krankenhauses sei jedoch entscheidend, ergänzte Landes-AOK-Vorstandsmitglied Matthias Mohrmann: "Die Überlebensrate mit einem Ovarialkarzinom liegt nach fünf Jahren bei durchschnittlich 40%, in einzelnen Kliniken aber bei bis zu 60%."


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?

Diagnose Krebs: Wer hilft bei hoher psychischer Belastung?
© Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum

„Sie haben Krebs“ – kaum ein Betroffener wird diesen Satz je vergessen. Von jetzt auf gleich gerät das Leben aus den Fugen. Fragen, Ängste, Traurigkeit, Wut – alles wirbelt durcheinander. Auch die Zeit der Behandlung bis hin zur Nachsorge bringt Belastungen mit sich, die Betroffene an ihre Grenzen bringen können. Nimmt die psychische Belastung überhand oder dauert sie lange an, kann psychotherapeutische Hilfe sinnvoll sein. Der...

Brustkrebsmonat: Antihormonelle Therapie mit Nebenwirkungen

Brustkrebsmonat: Antihormonelle Therapie mit Nebenwirkungen
© LIGHTFIELD STUDIOS - stock.adobe.com

Etwa zwei Drittel aller bösartigen Brusttumore wachsen hormonabhängig. Weibliche Hormone wie das Östrogen lösen in den Tumorzellen einen Wachstumsreiz aus. Um das zu verhindern und das Rückfallrisiko zu senken, erhalten viele Brustkrebspatientinnen nach einer Operation zur Entfernung des Tumors über mehrere Jahre eine antihormonelle Therapie. Experten stufen die Begleiterscheinungen der Therapie zwar als weniger gravierend als bei einer Chemotherapie ein, viele...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"AOK: Mehr Krebspatienten in Spezialzentren behandeln"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO20 Virtual
  • Immuntherapie mit Pembrolizumab setzt sich bei verschiedenen onkologischen Indikationen weiter durch
  • mSCLC: Patienten profitieren bereits in der Erstlinie von der Ergänzung der Chemotherapie mit Pembrolizumab
  • mRCC-Erstlinientherapie: Kombination Pembrolizumab + Axitinib toppt Sunitinib auch im Langzeitverlauf
  • mRCC: Pembrolizumab + Lenvatinib zeigen vielversprechende Anti-Tumoraktivität nach Versagen einer Checkpoint-Inhibition
  • KEYNOTE-054-Studie: Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verbessert beim Melanom auch im verlängerten Follow-up das RFS
  • MSI-H CRC: Pembrolizumab verdoppelt PFS im Vergleich zur Chemotherapie
  • Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Trend zu besserem Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei höherer PD-L1-Expression
  • r/r cHL: Pembrolizumab auf dem Weg zum Therapiestandard nach autoSCT sowie für Patienten, die keine autoSCT erhalten können
  • mCRPC: Pembrolizumab in Kombination mit Enzalutamid nach Enzalutamid-Resistenz wirksam und sicher
  • r/m HNSCC: Erstlinienbehandlung mit Pembrolizumab mono und in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie verlängert PFS2

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden