Sonntag, 26. Mai 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

25. November 2015 ALL: Europäische Kommission erteilt Zulassung für Blinatumomab

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für BLINCYTO® (Blinatumomab) zur Behandlung von Erwachsenen mit Philadelphia-Chromosom negativer (Ph-), rezidivierter oder refraktärer B-Vorläufer akuter lymphatischer Leukämie (ALL) erhalten. Die Marktzulassung von Blinatumomab basiert auf den Ergebnissen der zwei Phase-II-Studien ’211 und ’206. In der Zulassungsstudie ’211 erreichten 42,9% der Patienten eine komplette Remission (CR) oder eine komplette Remission mit einer partiellen hämatologischen Erholung (CRh*) bei Monotherapie mit Blinatumomab.

Die schwerwiegendsten unerwünschten Ereignisse, die während der Behandlung mit Blinatumomab im Rahmen der Zulassungsstudie ’211 auftraten, waren: Infektionen, neurologische Ereignisse, Neutropenie/febrile Neutropenie, Zytokinfreisetzungs-Syndrom und Tumorlyse-Syndrom.

„Wir haben Blinatumomab bei der ALL, der bisher aggressivsten B-Zell-Malignität, die wir kennen, getestet und haben eine klinisch signifikante Remissionsrate beobachtet“, sagt Prof. Max Topp, Leiter der Hämatologie an der Medizinischen Klinik II des Universitätsklinikums Würzburg. „Dies ist ein wichtiger Fortschritt für Patienten mit rezidivierter oder refraktärer ALL.“

„Die Prognose für erwachsene Patienten mit ALL, die nicht auf eine Behandlung ansprachen oder einen Rückfall erlitten, ist sehr schlecht und Blinatumomab stellt für diese Patienten nun eine neue Therapieoption dar“, so Prof. Topp weiter. „Es ist wichtig für Ärzte und Patienten, weitere Behandlungsoptionen für diese akute Form der Leukämie zu haben.“

Die Genehmigung durch die Europäische Kommission erfolgte nach einem zentralen Zulassungsverfahren und gilt für die 28 EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen, Island und Liechtenstein als Mitglieder des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR).

Quelle: Amgen


Das könnte Sie auch interessieren

World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung

World Blood Cancer Day 2017: Mehr Lebenschancen durch nachhaltige Aufklärung
© DKMS gemeinnützige Gesellschaft mbH

in diesem Jahr liegt der Fokus des jährlichen World Blood Cancer Day (WBCD) am 28. Mai auf nachhaltiger Bildung rund um das Thema Blutkrebs. Darüber hinaus wird gemeinsam mit Helfern, Gruppen und Organisationen weltweit im Rahmen des jährlichen Aufmerksamkeitstags Solidarität mit Patienten demonstriert. Die DKMS appelliert: Macht alle mit! Jeder kann sich am WBCD beteiligen und so den Kampf gegen Blutkrebs voranbringen.

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs

Forschung für besseren Schutz vor Gebärmutterhalskrebs
© Petry

Humane Papillomviren, kurz HPV, sind die häufigsten sexuell übertragenen Viren der Welt. Einige Virentypen können Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und andere Krebsarten verursachen. Wissenschaftler kooperieren jetzt in einer neuen Studie, um ein HPV-Typ-spezifisches Modell für den Krankheitsverlauf von HPV-Infektionen zu entwickeln. Dazu werden klinische Daten aus großen populationsbasierten Studien der Frauenklinik Wolfsburg in Zusammenarbeit mit einer...

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung

Darmkrebspatienten benötigen spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung
© Fotolia / cryonoid_media

Mit einem Pressegespräch am 19. April in Berlin nimmt EuropaColon Deutschland e. V. seine Tätigkeit als spezialisierte Anlaufstelle und Interessenvertretung von Darmkrebspatienten auf. Der neu gegründete Verein ist die deutsche Tochter der seit zwölf Jahren europaweit aktiven Patientenorganisation EuropaColon, die in 24 Ländern Europas Menschen mit Darmkrebs unterstützt und gegenüber der Gesundheitspolitik für deren Interessen eintritt. Der Verein soll Anlaufstelle...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"ALL: Europäische Kommission erteilt Zulassung für Blinatumomab"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.