Sonntag, 22. Oktober 2017
Benutzername
Passwort
Registrieren
Passwort vergessen?

Home
e-journal
Der Aktuelle Fall
CME online
News
Gesundheitspolitik
Fachgesellschaften
Therapiealgorithmen
Videos
Veranstaltungen
Broschüren


Suche
Archiv
Buchbestellung
Newsletter
Probe-Abo
Impressum


journalmed.de


Anzeige:
 
 

JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
25. Juli 2012

Studie: Kürzere Titration bei Durchbruchschmerzen mit Fentanyl-Buccaltablette machbar

Bis zu 95% der Tumorpatienten mit chronischen Schmerzen werden trotz stabiler Opioid-Dauermedikation täglich von attackenartig auftretenden Durchbruchschmerzen geplagt. Dieses Problem ist durch zusätzliche, kurzwirksame Opioide nicht zu lösen, da diese zu spät und zu lang wirken.

Anzeige:
 
 

Maßgeschneidert für Durchbruchschmerzen  sind sehr schnell und kurz wirksame Opioide (ROO)*, wie Fentanyl-Buccaltabletten (Effentora®), deren Effekt bereits nach 5-10 Minuten einsetzt und nicht länger als 1-2 Stunden anhält. Die Behandlung ist mit der niedrigsten Wirkstärke von 100 µg zu beginnen. Bei nicht ausreichender Schmerzlinderung ist die Dosis jeweils bei der nächsten Attacke zu erhöhen, bis eine zufriedenstellende Schmerzreduktion erreicht wird. Eine aktuelle Phase-IV-Studie mit Effentora® zeigt einen Weg auf, diese für Arzt und Patient schwierige Titrationsphase abzukürzen.

Wie Dr. Andrew Davies, Guildford/UK, zusammenfasste, zeigt die Studie, dass es möglich ist, auf die erste Titrationsstufe von 100 µg zu verzichten und gleich mit 200 µg einzusteigen, wodurch sich schneller ein Behandlungserfolg einstellt. Eine erfolgreiche Dosis erreichten in der Studie 75,2% der Patienten, die mit 100 µg begonnen hatten, im Vergleich zu 81,4% der Patienten mit einer Startdosis von 200 µg. Somit waren beide Titrationswege in Bezug auf das Erreichen der erfolgreichen Dosis gleich wirkungsvoll. Die erfolgreiche Dosis war in der Studie folgendermaßen definiert: Dosis, mit der eine effektive Analgesie innerhalb von 30 Minuten mit minimalen Nebeneffekten bei 2 konsekutiven Episoden von Durchbruchschmerzen erreicht wird. Bei der überwiegenden Mehrheit der Patienten wurden 200 µg (39,6%) oder  400 µg (26,9%) als erfolgreiche Dosis identifiziert.

Die Titration ist erforderlich, um eine adäquate Analgesie bei minimalen Nebeneffekten zu erreichen, erklärte Davies. Der Weg dorthin erfordert von Arzt und Patient allerdings etwas Geduld. „Lässt man die erste Titrationsstufe aus, kann man das  gewünschte Ziel schneller erreichen“, so Davies. „Und wir wissen jetzt, dass es bei den meisten Patienten gerechtfertigt ist, mit 200 µg Effentora® einzusteigen“, so Davies.

Erste Phase-IV-Studie mit Effentora®

An der ersten europäischen, multizentrischen Phase-IV-Studie zum Einsatz von Fentanyl-Buccaltabletten bei Durchbruchschmerzen waren 135 Zentren in sieben europäischen Ländern beteiligt. Eingeschlossen wurden 330 überwiegend ambulante Patienten im Alter von mindestens 18 Jahren mit einer histologisch gesicherten Krebsdiagnose und stabil mit Opioiden (Äquivalent von mindestens 60 mg Morphin oral pro Tag) kontrollierten Dauerschmerzen. Bis zu 4 Episoden von Durchbruchsschmerzen durften pro Tag auftreten. Eine Gruppe von 156 Patienten begann die Titration mit 100 µg, die übrigen 174 Patienten starteten mit 200 µg. In die Behandlungsphase, die über 8 Episoden lief, traten 281 Patienten ein, die komplette Studie schlossen 218 Patienten ab.

Hohe Zufriedenheit und gute Verträglichkeit

Beide Titrationswege erwiesen sich nicht nur als gleich effektiv, was das Erreichen einer erfolgreichen Dosis betrifft, sondern auch als gleich gut verträglich. Wie Prof. Sebastiano Mercadante, Palermo, ausführte, nahmen Lebensqualität und Zufriedenheit mit der Therapie in der Phase-IV-Studie unter der Behandlung mit Effentora® insgesamt zu. Mit den Fentanyl-Buccaltabletten waren die Patienten deutlich zufriedener als mit ihrer Vortherapie. Über 80% der Patienten fanden Effentora® leicht und angenehm anzuwenden.

In der Häufigkeit und Art von Nebenwirkungen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Gruppen. Ob Opioid-typische Nebeneffekte der Dauermedikation oder den Fentanyl-Buccaltabletten zugeordnet werden können, war nicht differenzierbar. Von Interesse ist jedoch, dass nur jeweils 1,8% der Patienten lokale Nebeneffekte wie bukkale Schwellung und Rötung angaben. 

Individuelles Assessment erforderlich

„Ob ein Patient Durchbruchschmerzen hat, lässt sich nur durch detaillierte Befragung herausfinden“, betonte Dr. Paolo Marchettini, Mailand. Abzugrenzen sind diese Schmerzattacken von persistierenden Schmerzen oder end-of-dose-Schmerzen, die Ausdruck einer insuffizienten Dauermedikation sind, und von akuten Schmerzen anderer Ursache. Durchbruchschmerzen treten bei den meisten Patienten 2-4 mal täglich auf und dauern weniger als eine Stunde.

Durch Erhöhung der Dosis der Dauer-Analgesie mit langwirksamen Opioiden ließe sich diesem Problem nur um den Preis einer inakzeptablen Steigerung von Nebenwirkungen begegnen. Diese Option scheidet deshalb aus. Kurzwirksame Opioide, z.B. nicht retardiertes Morphin, beginnen nach frühestens 30 Minuten zu wirken, wenn manche Attacke schon von selbst wieder abgeklungen ist. Der Effekt kurzwirksamer Opioide hält außerdem mit 4-6 Stunden zu lange an, was ein unnötiges Risiko für Nebenwirkungen mit sich bringt. „Deshalb sind auch kurzwirksame Opioide ungeeignet für die Behandlung von Durchbruchschmerzen“, betonte Marchettini. Die einzig sinnvolle Therapie-Option bieten schnell wirksamen Opioide (ROO) wie Effentora®.

*Rapid Onset Opioids

Quelle: Symposium „Cancer Pain Management in Real-life cancer Patients“; 15th World Congress of Pain Clinicians (WSPC), Veranstalter Teva, Granada, 28. Juni 2012
 
Zurück
Zurück
E-Mail
Email
Drucken
Drucken
Zum Bewerten bitte anmelden!
STICHWÖRTER:



Anzeige:
 
 
Anzeige:
 
 
 
 
Themen
NET
CML
Nutzen Sie auch die Inhalte von journalmed.de, um sich zu Informieren.
Mediadaten
Hilfe
Copyright © 2014 rs media GmbH. All rights reserved.
Kontakt
Datenschutz
AGB
Fakten über Krebs