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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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23. Juli 2016

Komplexe Therapieentscheidungen beim Kolorektalkarzinom

Mittlerweile steht zur Behandlung des Kolorektalkarzinoms eine Vielfalt von Therapieoptionen zur Verfügung. „Die Zeiten ändern sich“, führte Giuseppe Aprile, Udine/Italien, aus. „1986, vor gerade einmal 30 Jahren, gab es mit 5-FU genau eine medikamentöse Therapie. Im Jahr 2016 sind es nun wenigstens 12 wirksame Medikationen. Kriterien für die Therapieentscheidung werden in der Regel aus den klinischen Studien, vor allem den Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten, entnommen.
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Zu beachten sind zusätzlich histopathologische Überlegungen, Tumorbiologie, Patientencharakteristika, vorangegangene Therapien und, nicht zu vergessen, der Patientenwunsch und das mit dem Patienten besprochene Ziel der Behandlung. Ein weiteres Kriterium, das gerade in den Vordergrund der Diskussion rückt, ist die rechts- versus linksseitige Lokalität des Primärtumors und die damit verbundene mögliche Auswirkung auf Prognose und Therapie.

In der Sequenz liegt der Schlüssel zum Erreichen des Therapieziels

Erwägungen für die Erstlinientherapie betreffen typischerweise das Erreichen hoher Ansprechraten. Wichtig sei es aber, den strategischen Wert der Erstlinientherapie in der Sequenz zu erkennen, um dem Patienten weitere Therapielinien zu ermöglichen, bemerkte Aprile. Nach einer Erstlinientherapie mit Bevacizumab sind drei antiangiogene Substanzen in der Zweitlinie einsetzbar: Bevacizumab, Aflibercept und Ramucirumab. Für seine Therapieentscheidung zieht Aprile die Länge des progressionsfreien Überlebens (PFS) nach Erstlinientherapie heran. Bei Erreichen eines Erstlinien-PFS von über 9,4 Monaten, ein cut-off laut Ergebnissen der NO16966-Studie (1), könne in der Zweitlinie mit Bevacizumab weiterbehandelt oder zu Aflibercept gewechselt werden. Bei einem PFS kleiner 9,4 Monate komme nur der Wechsel zu Aflibercept in Frage, da in diesem Fall mit einem breiteren Wirkmechanismus eher ein Therapieerfolg zu erreichen sei. Zur Anwendung eines EGFR-gerichteten Antikörpers bemerkte Aprile, dass diese nach Bevacizumab-Therapie eine reduzierte Aktivität aufweisen, wie jüngst in der COMETS-Studie bestätigt wurde (2), und daher nicht an dieser Stelle eingesetzt werden sollten.

Wird die Therapie mit einem anti-EGFR-Antikörper begonnen, so kann in der Zweitlinie Bevacizumab oder Aflibercept eingesetzt werden. Die Therapieentscheidung trifft Aprile aufgrund des Wirkmechanismus: Präklinische Daten zeigen, dass ein Ausweich-Signalweg zur Anti-EGFR-Therapie über die Produktion des VEGFR1-Liganden führt, welcher an VEGF-A und PIGF bindet. Daher sei die Bindung von VEGFR-1-Ligand durch Aflibercept die sinnvollere Therapieoption. Für Ramucirumab fehle in diesem Setting zudem die Evidenz, da es ausschließlich bei Patienten mit Bevacizumab-Vortherapie untersucht wurde.

Demnächst wird auch die rechts- bzw. linksseitige Lokalisation des Primärtumors in die Therapieentscheidung zu integrieren sein. Retrospektive Daten, die gerade beim ASCO 2016 präsentiert wurden, deuten darauf hin, dass die rechte Lokalisation des Primärtumors ein negativer prädiktiver Marker für die anti-EGFR-Behandlung ist, erklärte Dr. Teresa Macarulla, Barcelona/Spanien.

(1) Van Cutsem E et al. J Clin Oncol 2012; 30: 3499-3506
(2) Cascinu S et al. J Clin Oncol 2016, 34 (suppl4s): abstr 632
Sanofi
 
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