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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

01. August 2013 Ovarialkarzinom: Pazopanib-Erhaltungstherapie verbessert PFS

49th ASCO Annual Meeting 2013 - Ovarialkarzinom

Das progressionsfreie Überleben von Frauen mit Ovarialkarzinom wird durch eine Erhaltungstherapie mit Pazopanib signifikant verlängert. Zu diesem Ergebnis kommt die mit Spannung erwartete AGO-OVAR-16-Studie, deren Daten Andreas DuBois, Essen, vorstellte.

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In die randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelblinde Phase-III-Studie AGO-OVAR-16 wurden 940 Patientinnen mit Ovarialkarzinom FIGO II-IV nach Operation und Standarderstlinientherapie eingeschlossen, die zum Zeitpunkt der Randomisierung in die Studie nicht progredient waren. Ausgeschlossen waren Frauen mit Tumorrest > 2 cm, Patientinnen, die eine sofortige Zweitlinientherapie benötigten oder die zuvor eine anti-VEGF-Therapie erhalten hatten. Zwischen dem Zeitpunkt der Diagnose und dem Zeitpunkt der Randomisierung lagen im Median 7 Monate.

Pazopanib wurde in einer Dosis von 800 mg täglich bis zu 24 Monate lang verabreicht. Primärer Endpunkt war das progressionsfreie Überleben (PFS) nach RECIST-Kriterien (Investigator Assessment), sekundäre Endpunkte waren das Gesamtüberleben und die Verträglichkeit.

Die Patientinnen im Pazopanib-Arm (n=472) lebten median 5,6 Monate länger ohne Krankheitsprogression als die Patientinnen im Placebo-Arm (n=468) (medianes PFS 17,9 Monate vs. 12,3 Monate; HR=0,766; p=0,0021). Die Überlebensdaten sind wegen der kurzen Nachbeobachtungszeit noch nicht aussagekräftig. In der ersten Interimsanalyse nach einer medianen Beobachtungszeit von 24,3 Monaten bestand im Gesamtüberleben kein Unterschied.

Substanzspezifische Nebenwirkungen von Pazopanib waren Bluthochdruck (31 vs. 6%), Anstieg der Leberenzyme (9 vs. < 1%), Neutropenie (10 vs. 2%) und Diarrhoe (8 vs. 1%).
 

Abb. 1: Medianes progressionsfreies Überleben unter Pazopanib-Erhaltungstherapie im Vergleich zu Placebo.
 

Die Verlängerung des PFS mit Pazopanib-Erhaltungstherapie ist vergleichbar mit der PFS-Verbesserung durch eine Erhaltungstherapie mit Bevacizumab. Jedoch handelte es sich in der AGO-OVAR-16-Studie um eine andere Studienpopulation, betonte DuBois. In den Studien GOG218 und ICON.7 hatten die Patientinnen in der Erstlinientherapie bereits Bevacizumab in Kombination mit Standardchemotherapie erhalten und nach Abschluss der Chemotherapie wurde die Bevacizumab-Behandlung weiter geführt. Bei AGO-OVAR 16 wurde erstmals eine reine Erhaltungstherapie untersucht, so DuBois.

In der "Highlight of the day"-Session, in der die AGO-OVAR-16-Studie diskutiert wurde, wies Gini F. Fleming, Chicago, darauf hin, dass die Folgetherapien nach Auftreten einer Progression die Ergebnisse zum Gesamtüberleben beeinflussen können. Als eine zukünftige Aufgabe nannte er, die Patientinnen zu identifizieren, die von einer Targeted Therapie einen Überlebensvorteil haben.

as

ASCO 2013 Abstr. # LBA5503


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