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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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06. Dezember 2016

Polycythaemia vera: Effektive Blutbildkontrolle durch JAK1/2-Inhibitor

Hauptmerkmale der Polycythaemia vera sind ein erhöhter Hämatokrit sowie häufig auch eine Leuko- und Thrombozytose. Durch herkömmliche Therapien wie Aderlass und Hydroxyharnstoff kann das Blutbild oft nicht ausreichend kontrolliert werden. Der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib ist für Patienten, die resistent oder intolerant gegenüber Hydroxyharnstoff sind, den bisherigen Optionen signifikant überlegen, wie bei einem Pressegespräch von Novartis anlässlich der DGHO-Jahrestagung in Leipzig betont wurde.
Hauptmerkmale der Polycythaemia vera sind eine erhöhte Viskosität des Blutes und damit ein erhöhtes Thromboembolie-Risiko. Die Symptome der Polycythaemia vera lassen sich in konstitutionelle und allgemeine Symptome (Fatigue, Pruritus, Nachtschweiß, Knochenschmerzen, Kachexie, Fieber und Splenomegalie), mikrovaskuläre (Erythromelalgie, Kopfschmerzen, Schwindel, Sehstörungen, Parästhesie und transiente Ischämien) und makrovaskuläre Komplikationen (arterielle und venöse Gefäßverschlüsse) unterteilen.

Das Mortalitätsrisiko hängt stark vom Hämatokrit ab, so Prof. Christoph Scheid, Köln: Liegt er über 45%, so ist das Mortalitätsrisiko ungefähr viermal höher als bei niedrigeren Werten. Hauptziele der Therapie sind daher
- eine Reduktion des Risikos für thromboembolische Ereignisse durch Senkung des Hämatokrits auf unter 45% und
- eine Reduktion der Leukozyten, weil Zahlen von 11 x 109/l hier einen unabhängigen Risikofaktor für Thrombosen darstellen.

Weitere Ziele sind die Beseitigung oder Linderung von Symptomen, die die Lebensqualität beeinträchtigen und die Verlängerung der Lebenserwartung, indem man besonders bei jüngeren Patienten Spätkomplikationen, eine Myelofibrose oder die Progression zu einem myelodysplastischen Syndrom oder einer akuten myeloischen Leukämie verhindert.

Die Therapieempfehlungen zur Polycythaemia vera sehen zunächst eine Aderlass-Behandlung plus Gabe von Acetylsalicylsäure und als nächsten Schritt (bei ungenügendem Ansprechen) die Gabe von Hydroxyharnstoff vor. Diese Behandlungsoptionen haben ihre Grenzen, so Scheid: Die klassische Methode der Phlebotomie kann bei häufig wiederholter Anwendung zu Eisenmangel führen und außerdem können Leukozyten und Thrombozyten damit nicht kontrolliert werden. Die Behandlung mit Hydroxyharnstoff muss sorgfältig überwacht werden, um eventuell auftretende Unverträglichkeiten wie Übelkeit oder Hautveränderungen rechtzeitig zu erkennen und diesen gegenzusteuern.

Sind Aderlass und Hydroxyharnstoff nicht wirksam oder verträgt der Patient diese Behandlung nicht, so stellt der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib den Standard in der Zweitlinientherapie der Polycythaemia vera dar. Ruxolitinib wirkt unabhängig vom Mutationsstatus des JAK2-Gens. Eine Mutation im JAK2-Gen kommt bei Polycythaemia vera-Patienten häufig vor und geht mit unkontrollierter Zellproliferation einher.

In der Phase-III-Studie RESPONSE-2 war der Hämatokrit bei 62% der Patienten im Ruxolitinib-, aber nur bei 19% im Kontrollarm mit bester verfügbarer sonstiger Therapie nach 28 Wochen unter Kontrolle. Im Ruxolitinib-Arm wiesen 23% der Patienten ein vollständig normalisiertes Blutbild auf, verglichen mit 5,3% im Kontrollarm.

Ruxolitinib, so Scheid, ist vor allem in der Zweitlinie bei Patienten, die auf Hydroxyurea nicht angesprochen haben oder es nicht vertragen, und bei solchen Patienten, die eine Splenomegalie und persistierende Symptome aufweisen, aus der Behandlung der Polycythaemia vera nicht mehr wegzudenken. Ruxolitinib ist gut verträglich und kann als Dauertherapie gegeben werden: In der RESPONSE-2-Studie gab es kaum Patienten, die die Therapie abbrachen.


Mit freundlicher Unterstützung der Novartis Pharma GmbH
(jg)
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