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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. September 2011

Pankreatische NET und GIST: Die Rolle von Sunitinib

Seltene Tumoren sind Tumorerkrankungen mit einer Häufigkeit von weniger als 50 pro 100.000 Neuerkrankungen pro Einwohner. Hierzu zählen gastrointestinale Stromatumoren (GIST) und pankreatische neuroendokrine Tumoren (pNET). Über die Rolle von Sunitinib in der Therapie dieser seltenen Tumoren berichteten Dr. Ulrich-Frank Pape, Berlin, und Dr. Marcus Schlemmer, München, auf einem Fachpresseworkshop von Pfizer Oncology im Rahmen des WCIGC in Barcelona.
Fortschritte in der Tumor-Genomforschung und -Diagnostik und neue Erkenntnisse in der Pathophysiologie führen zu einer Neudefinition verschiedener Tumorerkrankungen oder zur Subtypisierung ehemals großer Tumorentitäten. Ein gutes Beispiel ist das Lungenkarzinom: Durch die Identifizierung des ALK-positiven NSCLC bietet sich für diese kleine Patientengruppe eine neue effektive Therapiestrategie. Seltene Tumoren werden uns in Zukunft also immer öfter begegnen.

Pankreatische neuroendokrine Tumoren

Pankreatische NET (pNET) stellen unter den neuroendokrinen Tumoren eine besondere Gruppe dar, erläuterte Dr. Pape. Diese Tumoren, die im endokrinen Gewebe des Pankreas entstehen, sind die häufigste Subgruppe der NET und werden oft erst viele Jahre nach Auftreten der ersten Symptome diagnostiziert. Mit der Zulassung von Sunitinib für die Behandlung von Erwachsenen mit nicht resezierbaren und/oder metastasierten gut differenzierten pNET mit Krankheitsprogression im November 2010 stehe seit langem wieder eine neue Therapieoption zur Verfügung, sagte Pape. In der Phase-III-Studie SUN 1111, in die 171 pNET-Patienten eingeschlossen waren, konnte mit Sunitinib die Zeit bis zur Progression im Vergleich zu Plazebo mehr als verdoppelt werden (10,4 vs. 5,5 Monate). Die Tumoransprechrate lag mit Sunitinib bei 9,3%, während in der Plazebogruppe kein Patient ein objektives Ansprechen gezeigt hatte. Das Gesamtüberleben war ebenfalls länger. Die Patienten erhielten täglich 37,5 mg Sunitinib oder Plazebo bis zur Progression. Die Studiendaten belegen außerdem, dass unter Sunitinib die Lebensqualität im Vergleich zu Plazebo erhalten blieb. Aufgrund der Langzeitgabe ist die Lebensqualität ein wichtiger Faktor für die Akzeptanz der Therapie, so Pape.

Gastrointestinale Stromatumoren

Gastrointestinale Stromatumoren (GIST) sind Sarkome, die ihren Ursprung im Bindegewebe des Magen-Darm-Traktes haben. Charakterisiert sind sie durch die Expression des Oberflächenmoleküls CD117 (c-Kit). Da GIST kaum Symptome hervorrufen, weisen zum Zeitpunkt der Diagnose etwa ein Drittel der Patienten bereits Metastasen auf. In diesem Stadium ist eine Heilung in der Regel nicht mehr möglich. Durch zielgerichtete Substanzen wie Sunitinib oder Imatinib kann jedoch ein deutlich längeres Überleben als noch vor wenigen Jahren erreicht werden und dies bei guter Lebensqualität.

Dr. Schlemmer wies auf die Bedeutung der Mutationsanalyse hin, da Patienten in Abhängigkeit der Exonmutation individuell behandelt werden müssen. Bei der c-kit Exon-9-Mutation ist von vornherein eine höhere Dosis von Imatinib 800 mg/Tag in der Erstlinie angezeigt, bei Progress ein Wechsel auf Sunitinib. Bei c-kit Exon-11-Mutation wird mit Imatinib 400 mg/Tag begonnen und bei Progress zunächst auf 800 mg/Tag erhöht. Ist der Patient weiterhin progredient, so wird Sunitinib als Zweitlinientherapie eingesetzt.

Sunitinib ist bei GIST die einzige zugelassene Therapieoption nach Imatinib-Resistenz oder Unverträglichkeit. In der Phase-III-Zulassungsstudie verlängerte Sunitinib signifikant die Zeit bis zum Progress im Vergleich zu Plazebo, auch das Gesamtüberleben war signifikant verlängert.

Die Treatment-Use-Studie mit mehr als 1.100 Patienten bestätigte die Ergebnisse der Zulassungsstudie bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit. Das Gesamtüberleben entsprach mit median 75 Wochen nahezu exakt dem in der Zulassungsstudie. Nebenwirkungen traten leichtgradig oder moderat (Grad 1-2) auf, waren reversibel und mit einem supportiven Management beherrschbar. Außerdem zeigte sich in dieser Studie auch, dass Patienten mit einem guten Performance Status stärker von Sunitinib profitieren als Patienten mit einem schlechten Performance Status.

as

Pressegespräch „Seltene Tumoren zielgerichtet therapieren: Sunitinib bei pankreatischen NET (pNET) und GIST“. Barcelona, 23. Juni 2011
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