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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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01. Juli 2015

Highlights vom ASCO und Überblick zu hämatologischen Krankheitsbildern

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Traditionell berichtet JOURNAL ONKOLOGIE in der Juni-Ausgabe von der Jahrestagung der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Onkologie, kurz ASCO. Erwartungsgemäß wurde in diesem Jahr eine Vielzahl neuer Studienergebnisse zum Einsatz von Immun-Checkpoint-Inhibitoren und anderen Immuntherapeutika berichtet, die sehr wichtig für die zukünftige Praxis sein werden. Der erste therapeutisch nutzbare Checkpoint war der CTLA-4-Rezeptor, der ein hemmendes Signal vermittelt, um eine Überreaktion des Immunsystems zu verhindern. Durch Expression der CTLA-4-Liganden PD-L1 und PD-L2 nutzen viele Tumoren dieses Prinzip aus, um eine Immunantwort zu unterdrücken. Noch wirksamer - und dazu noch besser verträglich - scheinen Inhibitoren des zweiten wichtigen Checkpoints, des PD-1-Rezeptors, zu sein. Während CTLA-4 die Interaktion zwischen T-Zelle und Antigen-präsentierenden, dendritischen Zellen beeinflusst, hemmt PD-1 (programmed death-1) die Wechselwirkung von T-Lymphozyten mit Tumorzellen.

Mit Nivolumab, Pembrolizumab stehen aktuell zwei PD-1-Blocker und mit MPDL3280A ein PD-L1-Blocker im Rampenlicht. So konnte z.B. die aktuell auf dem ASCO vorgestellte CheckMATE-067 Melanom-Studie eindrucksvoll zeigen, dass die Kombination von Ipilimumab und Nivolumab insbesondere für Tumoren mit PD-L1-Expression < 5% hoch wirksam ist. Für Tumoren mit PD-L1-Expression ≥ 5% war die Kombinationsbehandlung nicht effektiver als die Monotherapie mit Nivolumab. Ermutigende Ergebnisse für den Einsatz von Nivolumab wurden ebenfalls für Patienten mit NSCLC - insbesondere aber auch für Plattenepithelkarzinome der Lunge - und mit hepatozellulärem Karzinom berichtet. Beim kolorektalen Karzinom scheint eine genetische Instabilität ein zuverlässiger Biomarker für den erfolgreichen Einsatz von Pembrolizumab zu sein. Weitere richtungsweisende Daten wurden für den Einsatz des anti-CD20-Antikörpers Obinutuzumab beim refraktären indolenten NHL berichtet sowie die Kombination von Dabrafenib mit Trametinib bei Patienten mit BRAF-mutiertem Melanom.

Die aktuelle Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE widmet sich neben dem ASCO ausführlich verschiedenen wichtigen hämatologischen Krankheitsbildern. Highlights dieser Ausgabe sind die Übersichten von Dr. Gökbuget zur Therapie der akuten lymphatischen Leukämie und von Dr. Seiler zum follikulären und Mantelzell-Lymphom. Abgerundet wird der Schwerpunkt mit einem Interview mit Prof. Wendtner zur Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie, bei der im letzten Quartal zwei neue Substanzen zugelassen wurden.


Eine spannende und anregende Lektüre wünscht Ihnen

Ihr
Jörg Trojan
Universitätsklinikum Frankfurt

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