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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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21. Februar 2014

ASCO GI 2014 - Neuroendokrine Tumoren

Gut differenzierte NET: Vielversprechende Phase-II-Ergebnisse mit dem CAPTEM-Chemotherapieregime

In der Interimsanalyse einer prospektiven Phase-II-Studie konnte bei Patienten mit mäßig und gut differenzierter metastasierter neuroendokriner Tumoren (NETs), die auf Sandostatin nicht mehr ansprachen, mit dem CAPTEM-Regime (Capecitabin gefolgt von Temozolomid) eine hohe Ansprech- und Krankheitsstabilisierungsrate erzielt werden.

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Gut differenzierte neuroendokrine Tumore (ki-67<20%) wachsen langsam und sind in der Regel Chemotherapie-resistent. Mit Sandostatin lassen sich Ansprechraten (RR) von <10% und 50% Krankheitsstabilisierungsraten (SD) erzielen; mit den TKIs (Everolimus und Sunitinib) liegen die RR ebenfalls <10%, die SD-Rate bei ca. 60%. Somit besteht ein hoher Bedarf an neuen Therapieoptionen bei gut differenzierten NETs, sagte Dr. Robert L Fine, der die Interimsresultate präsentierte.

Rationale für den Einsatz von CAPTEM ist die Abhängigkeit der DNA-alkylierenden Substanz Temozolomid von DNA-Reparaturmechanismen. Eines der bekannten Reparatursysteme ist der MMR (mammalian missmatch repair), der für die Resistenz gegen Temozolomid verantwortlich ist. 5-Fluorouracil hemmt die Thymidylat-Synthase und verringert die Konzentration des Nukleosids Thymidin, eine der wichtigsten Nukleinbasen in der DNA. Über diesen Weg wird die MMR-Aktivität gehemmt und gleichzeitig die Zytotoxizität von Temozolomid erhöht. Retrospektive, vielversprechende Ergebnisse zur Wirksamkeit von CAPTEM lagen bereits vor, berichtete Fine. In der einarmigen, prospektiven Phase-II-Studie wurden die Daten von 28 der 38 geplanten Patienten mit moderat und gut differenziertem metastasierten neuroendokrinen Tumoren (ki-67 ≤20%) ausgewertet (12 mit Karzinoid-Tumoren, 11 PNET, 3 Hypophysentumoren, 2 medulläres Schilddrüsenkarzinom). Alle Patienten waren progredient nach einer Therapie mit 60 mg Sandostatin LAR. Primäres Ziel der Studie war die Ansprechrate (RR basierend auf RECIST 1.0), sekundäre Ziele PFS, OS (ab Beginn der Therapie) und die Toxizitätsevaluation.

Die Patienten erhielten Capecitabin 1500 mg/m2/Tag an d1-14 und Temozolomid 150-200 mg/m2/Tag an d10-14, gefolgt von 2 Wochen Pause in einem 28-Tage-Zyklus.

Das ORR betrug 43% (11% CR, 32% PR), die SD-Rate 54%. Dies entspricht einem klinischen Benefit von 97%. Signifikante Ansprechraten wurden auch bei Karzinoid-Tumoren (42% RR, 58% SD) und Patienten mit Hypophysentumoren (100% RR, 2 von 3 CR) beobachtet.

Das mediane PFS für alle Subtypen ist länger als 22 Monate. 18/28 Patienten (68%) sind inzwischen progredient, 12 von 28 waren zum Zeitpunkt der Interimsanalyse gestorben. Die Daten zum Gesamtüberleben (OS) sind noch nicht reif für die Auswertung, es liegt inzwischen bei über 29,1 Monaten.

Die häufigsten Toxizitäten waren Lymphopenie (Grad 3: 29%, Grad 4: 6%), Neutropenie (Grad 3: 6%), Thrombozytopenie (3% Grad 3), Hyperglykämie (jeweils 3% Grad 3 und Grad 4), Diarrhoe (3% Grad 3). Opportunistische Infektionen oder Todesfälle durch CAPTEM waren nicht aufgetreten, nur ein Patient benötigte Wachstumsfaktoren.

Abstract #179. Oral Presentation

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