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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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10. Februar 2017 Seite 1/2

Checkpoint-Inhibitoren bei Kopf-Hals-Tumoren – Status quo und Ausblick

Interview mit Prof. Dr. med. Ulrich Keilholz, Charité Berlin.

Checkpoint-Inhibitoren sind bei verschiedenen Tumorentitäten gut wirksam und versprechen bei Respondern eine langanhaltende Wirksamkeit – so auch bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren. Über den Status quo und Ausblicke auf neue Therapieoptionen sprach Prof. Dr. Ulrich Keilholz von der Charité Berlin mit JOURNAL ONKOLOGIE.
Prof. Dr. med. Ulrich Keilholz
JOURNAL ONKOLOGIE: Die Immuntherapie mit Checkpoint-Inhibitoren ist ein großer Hoffnungsträger in der Therapie zahlreicher Tumoren, so auch bei den Kopf-Hals-Tumoren. Was ist Status quo?

Keilholz:
Ist die Rede von der Immuntherapie, so sind alle begeistert. Das führt zu Überschwang, den man wieder etwas auf den Boden bringen muss. Ganz klar ist: Checkpoint-Inhibitoren sind bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren wirksam. Ich nenne sie die 5. Therapiemodalität neben Operation, Strahlentherapie, Chemotherapie und zielgerichteter Therapie.

Die Krux ist, dass wir nicht wissen, welche Patienten von der Immuntherapie wirklich profitieren. Wir haben reife Studiendaten nur aus späten Therapielinien. Bei diesen Studien handelt es sich um die CheckMate -141-Studie mit Nivolumab und die KEYNOTE-012-Studie mit Pembrolizumab, in denen Patienten mit rezidivierten/metastasierten Kopf-Hals-Tumoren, die auf Platin-haltige Chemotherapie nicht mehr angesprochen haben, in der Zweitlinie mit dem jeweiligen Anti-PD-1-Antikörper behandelt wurden. In der CheckMate -141-Studie wurde Nivolumab randomisiert mit der Best-Investigators-Choice verglichen. Zur Auswahl standen eine Cetuximab-Monotherapie, die aber selten durchgeführt wurde, sowie Methotrexat oder Docetaxel. Das mediane Überleben der Patienten im Nivolumab-Arm war signifikant besser als im Vergleichsarm mit einer Überlebensrate von 36,6% nach 12 Monaten versus 16,6%. Die einarmige KEYNOTE-012-Studie kam zu dem gleichen Ergebnis mit einer medianen 1-Jahres-Überlebensrate von 37%. In diesem Patientenkollektiv mit der starken Vorbehandlung war die formale Ansprechrate (ORR) mit unter 20% jedoch enttäuschend. Ähnliches sehen wir bei anderen Tumorerkrankungen, wie etwa beim Lungen- oder Magenkarzinom. Die Ansprechrate ist nicht sehr hoch, aber trotzdem besteht ein Überlebensvorteil, da Patienten, bei denen die Immuntherapie wirkt, langfristig profitieren. Jetzt stellen sich natürlich die spannenden Fragen: Ist das Ansprechen besser in den frühen Therapielinien? Oder ist ein einzelner Anti-PD-1-Antikörper nicht effektiv genug?

Im Moment laufen Studien in der Erstlinie, in der die Standard-Erstlinientherapie (Chemotherapie plus Cetuximab) mit Checkpoint-Inhibitoren verglichen wird. Die Standard-Erstlinientherapie ist mit erheblichen Toxizitäten verbunden, allerdings werden damit hohe Remissionsraten von etwa 40% erzielt, und die Remissionen werden schnell induziert.
 
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