Mittwoch, 5. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

Medizin

12. September 2019 Versorgung nach Akuttherapie: Untersuchung der Leistungen von krebskranken Kindern und Jugendlichen

Erneut werden mehrere Projekte des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) im Bereich Versorgungsforschung vom Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert. Für 2 von UKE-Wissenschaftlern geleitete Projekte erhält das UKE mehr als 1,2 Millionen Euro. An 5 weiteren geförderten Projekten ist das UKE als Konsortialpartner beteiligt.
Anzeige:
Mit der Situation von Familien mit einem krebskranken Kind oder Jugendlichem befasst sich das neue Projekt „FamKi-onko-V“ von Prof. Dr. Corinna Bergelt, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie. Ziel ist es, die Versorgungssituation und die Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen von krebskranken Kindern und Jugendlichen und ihren Angehörigen nach Abschluss der Akuttherapie zu untersuchen. „Wir wollen untersuchen, welche Hilfen die Familien tatsächlich benötigen, und erwarten von dem Projekt erstmals systematische Erkenntnisse zu den Belastungen, Anliegen und Bedürfnissen der betroffenen Kinder, Jugendlichen und deren Eltern“, erläutert Bergelt. Das Projekt läuft 3 Jahre und wird mit knapp 400.000 Euro gefördert; Kooperationspartner im UKE sind die Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie sowie das Institut für Medizinische Biometrie und Epidemiologie.

Optimierte Behandlungsstrukturen für erwachsene Autismus-Patienten entwickeln

Das zweite vom Innovationsfonds geförderte Projekt befasst sich mit Autismus-Spektrum-Störungen (ASS) im Erwachsenenalter. „ASS tritt vor allem im Kindes- und Jugendalter auf, und die Versorgungsstrukturen orientieren sich hierzulande auch eher an dieser Patientengruppe“, erklärt Prof. Dr. Holger Schulz, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie. In dem mit 825.450 Euro geförderten Projekt „Versorgungs- und Bedarfsanalyse zur barrierefreien Teilhabe an Diagnostik und Therapie von Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störung“ (BarrierefreiASS) werden in den kommenden 3 Jahren hemmende und fördernde Aspekte der Versorgung analysiert. Darüber hinaus soll ein Modellkonzept mit optimierten Behandlungsstrukturen entwickelt und evaluiert werden. Beteiligt sind verschiedene weitere UKE-Einrichtungen sowie die Universitätsklinik Köln.

Versorgungsforschung im UKE

Die Versorgungsforschung gehört zu den Forschungsschwerpunkten des UKE, die Aktivitäten werden vom Zentrum für Versorgungsforschung (CHCR – Center for Health Care Research) koordiniert. Aufgabe des CHCR ist es, bestehende Kompetenzen der Versorgungsforschung am UKE und an der Universität Hamburg zu bündeln und entsprechende Projekte in verschiedenen Versorgungsbereichen zu fördern und zu unterstützen. Weitere Infos: www.uke.de/chcr

Bundesweit unterstützt der Innovationsfonds in der aktuellen Förderwelle 59 Forschungsprojekte im Bereich Versorgungsforschung. Eine Entscheidung über die Anträge im Bereich Versorgungsformen steht noch aus. Aus Mitteln des Innovationsfonds werden Versorgungsforschungsprojekte, die auf einen Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der bestehenden Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung ausgerichtet sind, und neue Versorgungsformen, die über die bisherige Regelversorgung hinausgehen, gefördert.

Quelle: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?

Seltene Krebsarten – Stiefkind der Krebsforschung?
© Darren Baker / Fotolia.com

Eine seltene Krebsart bringt nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte an ihre Grenzen. Dabei sind seltene Krebsarten gar nicht so selten wie die Bezeichnung vermuten lässt. Rund 100.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an einer solchen Krebserkrankung. Im aktuellen Monatsthema stellt das ONKO-Internetportal die wichtigsten seltenen Krebsarten, die damit verbundenen Herausforderungen bei der Therapie sowie Initiativen für betroffene Patienten vor.

Vierter Welt-Pankreaskrebstag: „Lila Leuchten“ sensibilisiert für eine unterschätzte Erkrankung

Vierter Welt-Pankreaskrebstag: „Lila Leuchten“ sensibilisiert für eine unterschätzte Erkrankung
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Am 16. November 2017 findet zum vierten Mal der Welt-Pankreaskrebstag statt. An diesem Tag erstrahlen weltweit zahlreiche Sehenswürdig-keiten in Lila, der offiziellen Farbe des Welt-Pankreaskrebstages – von der Semperoper in Dresden bis zum Rickmer Rickmers Museumsschiff im Hamburger Hafen. Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit über die Erkrankung aufzuklären, sich mit den Betroffenen zu solidarisieren und den Patienten und deren Angehörigen Mut zu machen. In...

Bayern gegen Leukämie – Gemeinsamer landesweiter Aktionstag für Typisierung am 25. Mai 2018

Bayern gegen Leukämie – Gemeinsamer landesweiter Aktionstag für Typisierung am 25. Mai 2018
© RFBSIP / Fotolia.com

Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Robert Koch-Institut Berlin rund 11.000 Menschen neu an Leukämie. Mit einer Stammzellspende können sie gerettet werden, jedoch gibt es für jeden zehnten Patienten noch immer keinen passenden Spender. Deshalb sind am 25. Mai alle Bayern aufgerufen, sich als Stammzellspender gegen Leukämie typisieren zu lassen. Die DAK-Gesundheit in Bayern unterstützt gemeinsam mit zahlreichen Partnern die nach Angaben der Stiftung Aktion...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Versorgung nach Akuttherapie: Untersuchung der Leistungen von krebskranken Kindern und Jugendlichen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO20 Virtual
  • Immuntherapie mit Pembrolizumab setzt sich bei verschiedenen onkologischen Indikationen weiter durch
  • mSCLC: Patienten profitieren bereits in der Erstlinie von der Ergänzung der Chemotherapie mit Pembrolizumab
  • mRCC-Erstlinientherapie: Kombination Pembrolizumab + Axitinib toppt Sunitinib auch im Langzeitverlauf
  • mRCC: Pembrolizumab + Lenvatinib zeigen vielversprechende Anti-Tumoraktivität nach Versagen einer Checkpoint-Inhibition
  • KEYNOTE-054-Studie: Adjuvante Therapie mit Pembrolizumab verbessert beim Melanom auch im verlängerten Follow-up das RFS
  • MSI-H CRC: Pembrolizumab verdoppelt PFS im Vergleich zur Chemotherapie
  • Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Trend zu besserem Ansprechen auf Pembrolizumab-Monotherapie bei höherer PD-L1-Expression
  • r/r cHL: Pembrolizumab auf dem Weg zum Therapiestandard nach autoSCT sowie für Patienten, die keine autoSCT erhalten können
  • mCRPC: Pembrolizumab in Kombination mit Enzalutamid nach Enzalutamid-Resistenz wirksam und sicher
  • r/m HNSCC: Erstlinienbehandlung mit Pembrolizumab mono und in Kombination mit Platin-basierter Chemotherapie verlängert PFS2

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden