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JOURNAL ONKOLOGIE
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Inhaltsverzeichnis
Erschienen am:
12.03.2007
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Titelthema
Primär systemische Therapie (PST) beim Mammakarzinom
In der Behandlung des Mammakarzinoms hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Wandel vollzogen. Nicht nur die Zurücknahme der operativen Radikalität, auch der vermehrte Einsatz adjuvanter endokriner und/oder zytostatischer Therapien ist eine Konsequenz der veränderten Auffassung beim Mammakarzinom als Systemerkrankung und nicht als ein lokales Geschehen. So wurde die adjuvante Therapie in den frühen 70er Jahren fest in die Mammakarzinombehandlung integriert und zeigte einen Wechsel zum multimodalen Therapieansatz. In Metaanalysen der Early Breast Cancer Trialists’ Collaborative Group konnte der Wert dieses Paradigmenwechsels durch die signifikante Reduktion des Rezidiv- und Mortalitätsrisikos bei mehreren Tausend in randomisierten Studien behandelten Patientinnen gezeigt werden (1,2,3). Etwa gleichzeitig wurden erste Protokolle zur primären systemischen Therapie (PST) durchgeführt, die zunächst aber nur die inoperablen Tumore einbezogen. Das Erreichen einer Reduktion des Tumorvolumens führte zum Umdenken bezüglich des bis dahin rein palliativen therapeutischen Ansatzes in diesem Patientenkollektiv (4). Erste Erfolge bei inflammatorischen Mammakarzinomen wurden berichtet (5). Es folgte eine schrittweise Ausweitung der Indikation und die PST wurde die Therapie der Wahl für lokal fortgeschrittene und inflammatorische Mammakarzinomstadien (6,7). Inzwischen wird sie auch bei operablen Tumorstadien durchgeführt und in klinischen Studien weiter geprüft (31,32).
Neues zur endokrinen Therapie des Mammakarzinoms mit Aromatasehemmern
Das Rezidivrisiko beim Mammakarzinom bleibt trotz durchgeführter Operation und adjuvanter Therapie bestehen. Es konnte gezeigt werden, dass der adjuvante Einsatz von Aromatasehemmern bei Patientinnen mit hormonrezeptorpositivem Mammakarzinom gegen­über der Therapie mit Tamoxifen von Vorteil ist. Die Daten der MA.17-Studie zur erweiterten Adjuvanz zeigen, dass der Einsatz von Letrozol bei postmenopausalen nodalpositiven Patientinnen gegenüber Tamoxifen überlegen ist und als Behandlungsoption bei Patientinnen nach Tamoxifentherapie in Betracht gezogen werden kann. Die derzeit verfügbaren Daten aus Studien, die den Switch von Tamoxifen auf einen Aromatasehemmer untersuchen, zeigen, dass beide Substanzen Anastrozol und Exemestan das Rezidivrisiko senken. Für die Sequenz Tamoxifen-Exemestan konnte in der adjustierten Analyse ein Überlebensvorteil nachgewiesen werden. Die Daten aus der BIG-1-98 werden da­rüber Aufschluss geben, ob die Up-Front-Therapie mit Letrozol der Sequenztherapie mit Tamoxifen-Letrozol bzw. Letrozol-Tamoxifen überlegen ist. Die FACE-Studie soll die beiden nichtsteoidalen Aromatasehemmer in der Up-Front-Therapie vergleichen. Neue Empfehlungen zum Einsatz der Aromatasehemmer in der adjuvanten endokrinen Therapie sind von der Konsensus Konferenz in St. Gallen im März 2007 zu erwarten.
Brustkrebsfrüherkennung in Deutschland Einstellung, Wissen und Versorgungssituation von Frauen
Obwohl epidemiologische Daten im internationalen Vergleich eindeutig belegten, dass Brustkrebs in Deutschland zu spät entdeckt wird, hatte die Brustkrebsfrüherkennung – von einigen wenigen Experten abgesehen – bis vor einigen Jahren keine „Lobby“, nicht unter den wissenschaftlich tätigen Ärztinnen und Ärzten, nicht unter den medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften und nicht in der Gesundheitspolitik. Zwar wurde in der Öffentlichkeit auch auf die Bedeutung der Früherkennung hingewiesen, aber die Kommunikationskonzepte waren meistens falsch angelegt. Informationsveranstaltungen und Informationsmaterialien richteten sich vorwiegend an Brustkrebspatientinnen, bei denen auch ein Part der Früherkennung gewidmet war. Brustkrebsfrüherkennungskonzepte können nur dann erfolgreich sein, wenn sie sich an die wichtigste Zielgruppe richten, an gesunde Frauen. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Qualitätssicherung von Früherkennungsmaßnahmen (Mammographie-Screening nach EU-Leitlinien): der Anteil der falsch positiven und falsch negativen Befunde soll so gering wie möglich sein. Für die Kommunikation bedeutet dies: Nutzen und Risiken von Früherkennungsmaßnahmen müssen Frauen klar kommuniziert werden, damit die angesprochenen Frauen selbst entscheiden können, ob sie die Angebote wahrnehmen möchten oder nicht.
 
Kongressbericht
Bevacizumab in der First-Line-Therapie des fortgeschrittenen NSCLC: Auf dem Weg zum neuen Therapiestandard
Der Angiogenese-Hemmer Bevacizumab (Avastin®)entwickelt sich auch beim fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) ohne Plattenepithel-Histologie zum Therapiestandard. So das Fazit der Studie E4599 der Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG), die beim DGHO-Jahreskongress in Leipzig (1) präsentiert wurde. In der randomisierten Phase-III-Studie mit chemotherapeutisch nicht vorbehandelten NSCLC-Patienten im Tumorstadium IIIB/IV konnte durch Zugabe von Bevacizumab zu Paclitaxel und Carboplatin erstmals das Gesamtüberleben signifikant auf über ein Jahr verlängert werden. In der großen internationalen SAiL (Safety of Avastin in Lung)Studie sollen nun weitere Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit von Bevacizumab erhoben werden.
 
Pharmabericht
RICOVER-60-Studie setzt einen neuen Therapiestandard
Die Kombination einer 2-wöchentlich applizierten Chemotherapie mit dem CD20-Antikörper Rituximab verlängert sowohl das 3-Jahres-Gesamtüberleben als auch das krankheitsfreie Überleben von Lymphompatienten im Vergleich zur langjährigen Standardtherapie deutlich. Zugleich verkürzt sich die Dauer und verringern sich die Nebenwirkungen der belastenden Chemotherapie. Dies hat jetzt die weltweit größte Untersuchung bei diesen Patienten, die deutsche RICOVER-60-Studie ergeben. Sie wurde beim Jahrestreffen der American Society of Hematology (ASH) in Orlando, Florida, vorgestellt. Die neue Kombination aus 6 Zyklen Chemotherapie alle 14 Tage (CHOP-14) mit 8 Zyklen Rituximab als Goldstandard für Patienten mit malignen (aggressiven) Lymphomen bietet die bisher höchste Aussicht auf Heilung.
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