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Medizin

27. Februar 2020 HCC: App-assistiertes Tumorboard

In der systemischen Therapie des fortgeschrittenen HCC hat sich viel bewegt. Sowohl in der Erst- als auch in der Zweitlinientherapie stehen seit einiger Zeit mehrere Optionen zur Verfügung. Auf einem Symposium im Rahmen des Deutschen Krebskongresses (DKK) in Berlin erläuterten Experten anhand von aktuellen Fallbeispielen, nach welchen Kriterien die Therapiewahl erfolgt. Unterstützung bot eine neue App zum HCC, zu deren wissenschaftlichem Beirat die Referenten gehören.
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Nachdem Sorafenib beim fortgeschrittenen HCC fast 10 Jahre lang die alleinige systemischen Therapie in der Erstlinie war, konnte sich mit der Zulassung des Multikinase-Inhibitors Lenvatinib erstmals eine gleichwertige Therapieoption in der Praxis etablieren. In der REFLECT-Studie war Lenvatinib im Vergleich mit Sorafenib hinsichtlich des Gesamtüberlebens (OS) nicht unterlegen (13,6 vs. 12,3 Monate; HR=0,92). Hinsichtlich des progressionsfreien Überlebens, der Zeit bis zur Progression und der Ansprechrate zeigte sich mit Lenvatinib gegenüber Sorafenib eine statistisch signifikante Überlegenheit (1). In der Zweitlinie sind Regorafenib, Cabozantinib, Sorafenib und Ramucirumab zugelassen. Der Stellenwert lokoregionärer Verfahren wie der transarteriellen Chemoembolisation (TACE) und der Selektiven Internen Radiotherapie (SIRT) hat sich dadurch verändert.

App enthält Informationen zum Therapiemanagement

Je größer das Therapiespektrum, desto wichtiger ist die Wahl der geeigneten Behandlungsstrategie. Prof. Arndt Vogel, Hannover, Prof. Ali Canbay, Bochum, und Prof. Peter R. Galle, Mainz, demonstrierten dies an eigenen Fällen. Unterstützend nutzten sie dabei die neue HCC-App von Onkowissen, die neben einem leitliniengerechten Therapiealgorithmus umfassende Informationen zu den einzelnen Therapieverfahren und zum Therapiemanagement bereithält. In der Diskussion mit dem Publikum zeigte sich, dass in der individuellen Situation verschiedene Wege möglich sind und dass ein gutes Nebenwirkungsmanagement viel zum Therapieerfolg beitragen kann. Neben evidenzbasiertem Wissen spielt die Erfahrung der Behandler eine große Rolle. Mit einer multimodalen Therapie sei es heute möglich, Patienten „über Jahre hinweg stabil zu halten“, so Prof. Canbay. „Wir haben mittlerweile optimale Bedingungen, um die Lebensqualität und das OS deutlich zu verbessern.“

Anne Krampe-Scheidler

Quelle: Onkowissen.de, Eisai & MSD präsentieren Launch HCC App auf dem Deutschen Krebskongress, Berlin, 20.2.2020

Literatur:

(1) Kudo M. et al. Lancet. 2018, Vol. 391, S. 1163-1173.


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