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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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14. Juni 2015

EHA 2015: Polycythaemia vera: Ruxolitinib auch nach mindestens 80 Wochen wirksam und gut verträglich

Der JAK1/2-Inhibitor Ruxolitinib (Jakavi®) ist bei der Polycythaemia vera einer herkömmlichen Therapie überlegen, wie die ersten Ergebnisse der RESPONSE-Studie gezeigt haben. Beim 20. Kongress der European Hematology Association (EHA) in Wien wurden die 80-Wochen-Daten der Studie präsentiert, die eine deutliche Besserung von Symptomatik und Lebensqualität belegen.

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Primärer Endpunkt von RESPONSE, in der die Patienten randomisiert entweder Ruxolitinib (zweimal 10 mg/d) oder die beste sonst verfügbare Therapie erhalten hatten, war eine Kombination aus der Kontrolle des Hämatokrits und einer Reduktion des Milzvolumens um mindestens 35%, berichtete Jean-Jacques Kiladjian, Paris. Diesen Endpunkt hatten 22,7% der Patienten in der Verum-, aber nur 0,9% in der Kontrollgruppe erreicht (Odds Ratio 28,64; p < 0,0001). Bei den einzelnen Komponenten des primären Endpunkts war die Überlegenheit des JAK-Inhibitors noch ausgeprägter: 40% der Patienten im Ruxolitinib-Arm, aber nur 0,9% derer im Kontrollarm erzielten eine mindestens 35%ige Verkleinerung der Milz, der Hämatokrit konnte bei 60% versus 20% der Patienten kontrolliert werden. 84,5% der Patienten im Verumarm nahmen nach mindestens 80 Wochen (median 111 Wochen) noch Ruxolitinib ein, in der Kontrollgruppe wurde kein einziger Patient mehr mit der ursprünglich eingesetzten Therapie behandelt. Von den 98 Patienten, die nach 32 Wochen noch mit Ruxolitinib behandelt wurden, benötigten 89,8% bis zur 80. Woche keine Phlebotomie.

Die Behandlung mit Ruxolitinib verbesserte Symptome und Lebensqualität, gemessen mit dem EORTC QLQ-C30-Fragebogen, deutlich und anhaltend in sämtlichen Domänen, während sie unter der Kontrollbehandlung bestenfalls gleich blieben, in vielen Fällen sich sogar verschlechterten.

Ruxolitinib, so Kiladjian, ist bei der Polycythaemia vera mit anhaltenden Verbesserungen bei guter Verträglichkeit assoziiert und stellt eine wichtige Verbesserung in der Behandlung dieser Patienten dar, deren Zustand sich mit herkömmlichen Therapien nicht ausreichend verbessern lässt.

 
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