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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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10. April 2012

Lebensperspektiven dank Angiogenesehemmung

Der Angiogenesehemmer Bevacizumab kann die Überlebenszeit bzw. die progressionsfreie Zeit von Tumorpatienten in der metastasierten Situation deutlich verlängern. Die Patienten gewinnen durch die Therapie eine weitestgehend beschwerdefreie Zeit, in der sie ihr Leben nahezu beschwerdefrei verbringen können. Dies bestätigen Patientinnen und Patienten unabhängig von der zugrundeliegenden Tumorerkrankung.
Einige Patientinnen mit metastasiertem Mammakarzinom und ohne HER2-Überexpression erhalten Bevacizumab bereits seit über drei Jahren, erläuterte PD Dr. med. Sherko Kümmel, Essen. Sie vertragen die Behandlung gut, befinden sich in einer stabilen Krankheitssituation und können trotz der Metastasierung ihr Leben nach den individuellen Bedürfnissen gestalten. Das, so Kümmel, ist Lebensqualität für unsere Patientinnen. Dass die Erkrankung nicht oder nur langsam fortschreitet, hilft ihnen nicht nur physisch, weil sie weniger oder keine krankheitsbedingten Beschwerden haben, sondern auch psychisch. Dank der guten Verträglichkeit von Bevacizumab treten schwerere Nebenwirkungen fast nicht auf. Das ist in der palliativen Therapiesituation essentiell und ein wichtiger Fortschritt. Und, so Kümmel, es motiviert auch das Behandlungsteam, wenn „wir sehen, dass wir den Patientinnen lebenswerte Zeit schenken können.“

Lebenswerte Überlebenszeit durch Bevacizumab

Die Patientenvertreterin Ursula Goldmann-Posch, Vorstandsmitglied der Selbsthilfeorganisation mamazone e.V., die selbst an Brustkrebs erkrankte, bestätigt dies. Nach der Diagnose ‚Krebs‘, so Goldmann-Posch, liegt kein Stein mehr auf dem anderen. ‚Mamazone‘ fordert „mutige Ärzte“ (Goldmann-Posch), die sich für zielgerichtete, auf die Patientin zugeschnittene, nebenwirkungsarme Therapien einsetzen, um den Patientinnen möglichst viel krankheitsfreie Zeit bis zum nächsten Rückfall zu geben.

Die Angiogenesehemmung ist ein wirksames und gut verträgliches Therapieprinzip, bestätigt auch Professor Ralf Hofheinz, Mannheim, aus eigener klinischer Erfahrung bei Patienten mit metastasiertem Kolonkarzinom. Grundlage ist das innovative Wirkprinzip: Durch die Blockade des angiogenen Wachstumsfaktors VEGF (vascular endothelial growth factor) reduziert Bevacizumab die Nährstoff- und Sauerstoffversorgung des Tumors, die dieser zum Wachstum benötigt.

Chemotherapie plus Bevacizumab ist hoch effektiv

Die Kombination aus Chemotherapie plus Bevacizumab ist so wirksam, dass sich dadurch verschiedene Möglichkeiten für die Praxis ergeben: Um die Wirksamkeit der Therapie zu erhöhen, kann Bevacizumab zusätzlich zur Chemotherapie bei vergleichbarer Verträglichkeit gegeben werden. Auf der anderen Seite kann Bevacizumab zur Verbesserung der Verträglichkeit, bei gleichbleibender Wirksamkeit ein Zytostatikum einer Polychemotherapie ersetzen, berichtete Hofheinz. Die Behandlung kann damit individuell an die Patienten angepasst werden, so dass beispielsweise auch ältere Patienten oder solche mit Komorbiditäten eine optimal wirksame Therapie bei geringeren Nebenwirkungen erhalten können.
 
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