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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. Dezember 2018 FARKOR identifiziert familiäres Darmkrebsrisiko

Um bei jungen Erwachsenen unter 50 Jahren ein familiär erhöhtes Darmkrebsrisiko frühzeitig zu identifizieren, wurde in Bayern das Projekt FARKOR (Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom) gestartet.
Unter allen Krebsarten ist das kolorektale Karzinom nach dem Lungenkarzinom die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr erkranken 61.000 Menschen in Deutschland. Vorsorgeuntersuchungen stehen gesetzlich Versicherten i.d.R. erst ab 50 Jahren zur Verfügung. Daher wird Darmkrebs in der Altersgruppe 25 bis 49 Jahren oft erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Da Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen entsteht, die 10 bis 15 Jahre benötigen, um zu entarten, ließe sich diese Krebsart durch Vorsorge verhindern, erläuterte Dr. Christa Maar vom Vorstand der Felix Burda Stiftung.

Das Projekt FARKOR startete am 1. Oktober 2018 und ist auf 3 Jahre angelegt. Die Teilnehmer, gesetzlich Versicherte im Alter von 25 bis 49 Jahren, erhalten eine kostenfreie Familienanamnese sowie bei vorliegendem Risiko die Möglichkeit zum Stuhltest bzw. einer Darmspiegelung.

Das Ziel ist es, durch die Erhebung der Familienanamnese im jungen Erwachsenenalter früh diejenigen zu identifizieren, die aufgrund von Darmkrebserkrankungen in der Familie möglicherweise eine Veranlagung für die Entwicklung von Darmtumoren haben und daher früher als solche ohne diese Veranlagung an Früherkennungsmaßnahmen teilnehmen sollten.

Red.


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