Samstag, 14. Dezember 2019
Navigation öffnen

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

13. Dezember 2018 FARKOR identifiziert familiäres Darmkrebsrisiko

Um bei jungen Erwachsenen unter 50 Jahren ein familiär erhöhtes Darmkrebsrisiko frühzeitig zu identifizieren, wurde in Bayern das Projekt FARKOR (Vorsorge bei familiärem Risiko für das kolorektale Karzinom) gestartet.
Anzeige:
Fachinformation
Unter allen Krebsarten ist das kolorektale Karzinom nach dem Lungenkarzinom die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Jedes Jahr erkranken 61.000 Menschen in Deutschland. Vorsorgeuntersuchungen stehen gesetzlich Versicherten i.d.R. erst ab 50 Jahren zur Verfügung. Daher wird Darmkrebs in der Altersgruppe 25 bis 49 Jahren oft erst im fortgeschrittenen Stadium festgestellt. Da Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen entsteht, die 10 bis 15 Jahre benötigen, um zu entarten, ließe sich diese Krebsart durch Vorsorge verhindern, erläuterte Dr. Christa Maar vom Vorstand der Felix Burda Stiftung.

Das Projekt FARKOR startete am 1. Oktober 2018 und ist auf 3 Jahre angelegt. Die Teilnehmer, gesetzlich Versicherte im Alter von 25 bis 49 Jahren, erhalten eine kostenfreie Familienanamnese sowie bei vorliegendem Risiko die Möglichkeit zum Stuhltest bzw. einer Darmspiegelung.

Das Ziel ist es, durch die Erhebung der Familienanamnese im jungen Erwachsenenalter früh diejenigen zu identifizieren, die aufgrund von Darmkrebserkrankungen in der Familie möglicherweise eine Veranlagung für die Entwicklung von Darmtumoren haben und daher früher als solche ohne diese Veranlagung an Früherkennungsmaßnahmen teilnehmen sollten.

Red.


Das könnte Sie auch interessieren

Kinderwunsch und Krebs

Kinderwunsch und Krebs
© Photographee.eu / fotolia.com

Möchte ich eine Familie gründen oder noch weitere Kinder haben? Mit dieser Frage müssen sich junge Krebspatientinnen und -patienten vor einer Krebstherapie – also unmittelbar nach der Diagnose – auseinandersetzen. Denn die Behandlung, die ihnen hilft, den Krebs zu besiegen, beeinträchtigt häufig gleichzeitig die Fruchtbarkeit. Auch wenn die Zeit drängt, ist es wichtig, sich vor Behandlungsbeginn mit diesem wichtigen Thema zu befassen.

Krebstherapie gestern, heute, morgen: Entwicklungen in der Onkologie

Krebs gilt heute als Volkskrankheit: Bei Frauen stieg die Zahl der jährlich auftretenden Neuerkrankungen seit 1980 um 35 Prozent, bei Männern sogar um 80 Prozent an. Dass die krebsbedingte Sterberate dennoch im gleichen Zeitraum zurückging, ist u. a. Verdienst der modernen Forschung: In allen Bereichen der Krebsmedizin – von der Grundlagenforschung bis hin zur strukturierten Nachsorge der Patienten – haben sich enorme Erfolge eingestellt. Dies war jedoch ein weiter...

Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet

Studie zu Online-Programm zur Stressreduktion ausgezeichnet
© Andrey Popov / fotolia.com

Der Reinhold-Schwarz-Förderpreis für Psychoonkologie 2018 wurde an die Psychologin Astrid Grossert-Leugger, Basel, verliehen. Die Preisträgerin erhielt die mit 2.500 € dotierte Auszeichnung für ihre Arbeit zum Thema „Web-Based Stress Management for Newly Diagnosed Patients with Cancer (STREAM): A Randomized, Wait‐List Controlled Intervention Study“. Die Preisverleihung erfolgte auf der 17. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Psychoonkologie...

Krebsblogger geben Einblick in ihre persönliche Krankheitsgeschichte

Krebsblogger geben Einblick in ihre persönliche Krankheitsgeschichte
© TIMDAVIDCOLLECTION - stock.adobe.com

11 Krebsblogger folgten der Einladung des forschenden Pharmaunternehmens Janssen in die Deutschlandzentrale nach Neuss, um sich beim 3. gemeinsamen Workshop auszutauschen und ihre Geschichte zu erzählen. Sie sehen sich selbst als Kämpfer gegen Krebs und „Mut-Anker“ für andere. Janssen, die Pharmasparte des Gesundheitskonzerns Johnson & Johnson, unterstützt dieses Engagement. 2018 und 2019 fanden bereits ein erster und ein zweiter Blogger-Workshop statt.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"FARKOR identifiziert familiäres Darmkrebsrisiko"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASH 2019
  • Erhöhte Knochendichte ist ein ungünstiger prognostischer Faktor bei aggressiver systemischer Mastozytose
  • Neue ITP-Leitlinien der ASH unterstreichen die Bedeutung von Thrombopoetinrezeptor-Agonisten für die Zweitlinientherapie der ITP
  • Registerdaten aus dem klinischen Alltag zur CAR-T-Zell-Therapie bei DLBCL-Patienten
  • CML: Real-world-Daten zeigen besseres zytogenetisches und molekulares Ansprechen durch Zweitgenerations-TKI
  • Polycythaemia Vera: Post-hoc-Analyse des Langzeitansprechens auf Ruxolitinib
  • Transfusionspflichtige Myelodysplastische Syndrome: Ansprechen auf Eisenchelation geht im klinischen Alltag mit Überlebensverbesserung einher
  • Fortgeschrittene systemische Mastozytose: Verhältnis von RNA- und DNA-basierten quantitativen KIT D816V-Mutationsanalysen prognostisch relevant
  • Ruxolitinib moduliert Mikroenvironment des Knochenmarks bei der Myelofibrose
  • CML: TIGER-Studie bestätigt tiefes und anhaltendes molekulares Ansprechen unter Nilotinib-basierter Therapie
  • Sichelzellanämie: Reduktion schmerzhafter vaso-okklusiver Krisen verringert Organschädigungen und verbessert Lebensqualität