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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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21. November 2011

Adäquate Kontrolle des Therapieverlaufs und Praxiserfahrungen mit Cabazitaxel

In Deutschland ist das Prostatakarzinom mit etwa 58.000 Neuerkrankungen jährlich die häufigste Krebserkrankung des Mannes. Auf dem diesjährigen DGU-Kongress in Hamburg wurde besonderes Augenmerk auf den Stellenwert von Testosteron und PSA (Prostata-spezifisches Antigen) im Serum als Parameter des Therapieerfolges unter LHRH-Analoga bei Patienten mit fortgeschrittenem Prostatakarzinom gelegt.
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Der Testosteron-Wert im Serum gibt Auskunft über den Kastrationseffekt eines Medikaments, während der PSA-Wert nur indirekt über den Therapieerfolg Aufschluss gibt, da er das Ansprechen des Tumors auf die „Kastration“ wiedergibt. Dr. Alwin Weber, Michelstadt, erklärte in einem Satellitensymposium, dass eine adäquate Messung beider Parameter von Nöten sei, um eine patientengerechte Nachsorge und Therapie zu ermöglichen, um unnötige Untersuchungen zu vermeiden und um eine qualitätsgesicherte standardisierte Dokumentation betreiben zu können.

Cabazitaxel in der Secondline

Mittel der Wahl beim fortgeschrittenen kastrastionsrefraktären Prostatakarzinom (mCRPC) ist Docetaxel. Doch trotz eines Überlebensvorteils durch Docetaxel in der Firstline-Chemotherapie werden die Patienten in der Regel progredient. Nach Progress unter Docetaxel ist Cabazitaxel für die Secondline-Behandlung zugelassen. „Cabazitaxel konnte in der zulassungsrelevanten Studie das Überleben der CRPC-Patienten nach Progress unter Docetaxel signifikant verlängern. Dennoch wird es leider in den Kliniken noch nicht standardmäßig eingesetzt“, wie Dr. Jörg Klier, Köln, von seinen Praxiserfahrungen zu berichten wusste. „Viele Ärzte behandeln trotz Progress mit Docetaxel weiter,“ so Klier. Er stellte Daten der Phase-III-Studie TROPIC vor, in der Patienten mit mCRPC mit Progress oder nach einer Docetaxel-basierten Behandlung entweder Cabazitaxel 25 mg/m2 q3w plus Prednison über 10 Zyklen (n=378) oder Mitoxantron 12 mg/m2 q3w plus Prednison über 10 Zyklen (n=377) erhielten [1]. Dabei kam es unter Cabazitaxel zu einer 30%igen relativen Reduktion des Mortalitätsrisikos gegenüber Mitoxantron. Das Gesamtüberleben wurde signifikant auf 15,1 Monate verlängert (vs. 12,7 Monate).

Es kam in der TROPIC-Studie unter Cabazitaxel/Prednison häufiger zu unerwünschten nicht-hämatologischen Nebenwirkungen als unter Mitoxantron/Prednison: Diarrhoe (47% vs. 11%, alle Grade), Fatigue (37% vs. 27%, alle Grade) und Übelkeit (34% vs. 23%, alle Grade). Die häufigsten chemotherapiebedingten Nebenwirkungen Grad 3/4 (≥ 5%) waren: Neutropenie, Leukopenie, Anämie, febrile Neutropenie, Diarrhoe, Fatigue und Asthenie. Dr. Burkhard Otremba, Oldenburg, sagte, dass diese Nebenwirkungen von Cabazitaxel bekannt und behandelbar seien. Er empfahl, 30 Minuten vor der Cabazitaxel-Infusion folgende i.v.-Prämedikation zu geben: Ein Antihistaminikum (z.B. Dexchlorpheniramin 5 mg oder Diphenhydramin 25 mg), ein Corticosteroid (z.B. Dexamethason 8 mg), einen H2-Antagonist (z.B. Ranitidin 50 mg) und eine antiemetische Prophylaxe (oral oder i.v.). Eine Befragung von Tumorpatienten ergab, dass Fatigue die größte Beeinträchtigung im Alltag darstellte, so Otremba weiter. Daher rate er den behandelnden Ärzten, die Patienten ausführlich über die Nebenwirkungen aufzuklären und proaktiv zu behandeln. Des Weiteren sollten die Ärzte bei der entsprechenden Patientenauswahl für eine Behandlung mit Cabazitaxel besonders bei älteren Patienten auf Begleiterkrankungen achten.

sr

Literatur:
1. de Bono JS, et al. For the TROPIC investigators. Lancet 2010: 376(9747): 1147-1154.

Satellitensymposium „Behandlung des metastasierten Prostatakarzinoms in der Praxis – verlängertes Therapiekontinuum bietet neue Chancen“, 15.09.2011, DGU, Hamburg

Veranstalter: Sanofi aventis
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