Mittwoch, 21. April 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Piqray
Piqray
Medizin
18. Februar 2015

TRIBE-Studie: Überlebensvorteil mit Triple-Chemotherapie plus Bevacizumab beim mCRC

Patienten mit metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC), die als Erstlinientherapie Bevacizumab plus FOLFOXIRI erhalten, haben ein signifikant verbessertes Gesamtüberleben (OS) als jene Patienten, die mit Bevacizumab und der Standardchemotherapie FOLFIRI behandelt werden. Nach dem Ergebnis des Updates der italienischen Phase-III-Studie TRIBE reduziert die Kombination Bevacizumab/FOLFOXIRI das Mortalitätsrisiko um etwa 20% und verdoppelt die 5-Jahresüberlebensrate im Vergleich zu Bevacizumab/FOLFIRI.

Anzeige:
Digital Gesamt 2021
Digital Gesamt 2021

In die TRIBE-Studie wurden 508 Patienten mit mCRC eingeschlossen, die in 2 Arme randomisiert wurden. Bei etwa 80% der Patienten waren die Metastasen nicht mehr auf die Leber begrenzt. In beiden Therapiearmen wurden jeweils 12 Zyklen des jeweiligen Regimes appliziert (Bevacizumab/FOLFOXIRI oder Bevacizumab/FOLFIRI) gefolgt von einer Erhaltungstherapie mit 5-FU plus Bevacizumab bis zur Krankheitsprogression. 15% der Patienten im Bevacizumab/FOLFOXIRI-Arm und 12% der Patienten im Bevacizumab/FOLFIRI-Arm waren sekundär resektabel.

Nach einem medianen Follow-up von 32,2 Monaten wurden bereits ein verbessertes progressionsfreies Überleben (PFS) und eine höhere Ansprechrate im Bevacizumab/FOLFOXIRI-Arm beobachtet, berichtete Chiara Cremolini aus Pisa/Italien. In der aktuellen Analyse nach einem medianen Follow-up von 48,1 Monaten war auch das OS im Bevacizumab/FOLFOXIRI-Arm signifikant verbessert (29,8 vs. 25,8 Monate; HR=0,80). Der Vorteil schien mit der Zeit zuzunehmen, sagte Cremolini. Ein größerer Anteil von Patienten war noch nach 3, 4 und 5 Jahren im Bevacizumab/FOLFOXIRI-Arm am Leben (40 vs. 34,5%; 27,3 vs. 22,9% und 24,9 vs. 12,4%).

Patienten, die mit dem FOLFOXIRI-Regime behandelt wurden, hatten häufiger Diarrhoen und eine Anämie, jedoch war die Rate schwerwiegender Nebenwirkungen in beiden Armen vergleichbar. Basierend auf diesen Ergebnissen stellt die intensivere Chemotherapie mit FOLFOXIRI + Bevacizumab eine neue Option für die Therapie von Patienten mit mCRC dar, sagte Cremolini abschließend. Zu berücksichtigen ist, dass die Mehrzahl der Patienten bei Studieneinschluss asymptomatisch war und Patienten über 75 Jahre nicht in die Studie aufgenommen wurden.

as

Literaturhinweis:

(1) Cremolini C. ASCO GI 2015. Abstract #657

Quelle: ASCO GI 2015


Anzeige:
Kyprolis
Das könnte Sie auch interessieren
Deutsche Krebshilfe fördert kooperatives interdisziplinäres Netzwerk für onkologische Sport- und Bewegungstherapie in der Region Frankfurt/Rhein-Main
Deutsche+Krebshilfe+f%C3%B6rdert+kooperatives+interdisziplin%C3%A4res+Netzwerk+f%C3%BCr+onkologische+Sport-+und+Bewegungstherapie+in+der+Region+Frankfurt%2FRhein-Main
© oneinchpunch / Fotolia.com

Körperliche Bewegung und Sport haben vielfältige positive Wirkungen, wenn sie begleitend zu einer Krebstherapie eingesetzt werden. Therapiebedingte Nebenwirkungen, das bei nahezu allen Patienten beobachteten Müdigkeits-Syndrom (Fatigue), sowie subjektive Belastungen der Therapie und der Erkrankung werden durch regelmäßige körperliche Bewegung wesentlich erleichtert. Dennoch gibt es derzeit noch keine...

Wacken & DKMS: Gemeinsam gegen Blutkrebs
Wacken+%26+DKMS%3A+Gemeinsam+gegen+Blutkrebs
© DKMS gemeinnützige GmbH

Die DKMS ist zum vierten Mal mit einer Registrierungsaktion Teil des Wacken Open Air Festivals (W:O:A). Vom 3. bis zum 5. August 2017 können sich Besucher nicht nur über die lebensrettende Arbeit der internationalen gemeinnützigen Organisation informieren sondern sich auch als potenzielle Spender aufnehmen lassen. Parallel sind die Unterstützerinnen der Initiative „Wacken hilft“ mit viel Herzblut im Einsatz und verkaufen im Ort selbst...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"TRIBE-Studie: Überlebensvorteil mit Triple-Chemotherapie plus Bevacizumab beim mCRC"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.