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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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28. August 2013

Hautkrebskongress: Was bringt Komplementäre oder Alternative Medizin?

Ein großer Teil der Patienten mit Tumorerkrankungen nutzt auch komplementäre und /oder alternative medizinische Verfahren (KAM). "Dies ist aus onkologischer Sicht ein zweischneidiges Schwert", warnt Dr. med. Jutta Hübner, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Prävention und integrative Medizin in der Onkologie (PRIO). "Patienten, die sich für eine alternative Therapie entscheiden, können durch eine Verzögerung oder das Auslassen gesicherter und sinnvoller onkologischer Therapiemöglichkeiten oder auch palliativmedizinischer Konzepte Nachteile erleiden."

Wissenschaftliche Evidenz für Komplementärmedizin ist per definitionem gering, für die Alternativmedizin fehlt sie. Neben der Hoffnung auf positive Effekte im Sinne einer verbesserten Symptomkontrolle gibt es Risiken in Form von Neben- und Wechselwirkungen, aber auch psychosoziale Belastung der Kranken. Nebenwirkungen erhöhen die Symptomlast der Patienten, Wechselwirkungen gefährden den Erfolg der onkologischen Therapie.

Patienten, die sich mit der Frage "Doktor, was kann ich selber tun?" an ihren Arzt wenden, wollen selbst aktiv an der Behandlung beteiligt sein. In diesem Willen zu einem Bündnis zwischen Patient und Arzt liege eine große Chance für eine erfolgreiche Behandlung, die sinnvoll genutzt werden kann: "Patienten wollen mitarbeiten. Hierauf richtig einzugehen erhöht Patientencompliance und damit letztendlich auch den Therapieerfolg", so Dr. Hübner. Damit wäre die erforderliche und von der Mehrzahl der Betroffenen gewünschte Integration der Komplementärmedizin in die Onkologie möglich: "Wird dieses wichtige Motiv, sich selber aktiv für eine Gesundung einzusetzen, zu einem Teil der Patienten-Arzt-Kommunikation, so fördert dies die partizipative Entscheidungsfindung."

Als Argument für KAM wird häufig der Patientenwunsch genannt und tatsächlich kann bei umfassender Aufklärung die Patientenautonomie gefördert werden. Allerdings sei zu bedenken, dass manche alternative Verfahren angesichts fehlender Evidenz einen Glauben des Patienten an die Therapie und die Behandler verlangen, die klassischen paternalistischen Mustern folgen, so Dr. Hübner: "KAM ist ein  wachsender Markt. Angebote sind vielfach vom direkten Interesse am Geld des Patienten oder vom Wettbewerbsvorteil gegenüber konkurrierenden Institutionen getrieben."

Die aktuelle Diskussion zur sogenannten "Integrativen Onkologie", inwiefern Patienten von Komplementärer oder Alternativer Medizin profitieren können, sowie weitere neue wissenschaftliche Erkenntnisse,  Entwicklungen und Behandlungsmethoden in der Dermatologischen Onkologie gibt es auf dem 23. Deutschen Hautkrebskongress vom 26. bis 28. September 2013 in Essen. Die Tagung wird von der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) und der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG) veranstaltet und es werden rund 600 Experten erwartet.
Weitere Informationen sowie das Tagungsprogramm gibt es unter www.ado-kongress.de.

Quelle: ADO
 
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