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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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13. Oktober 2015

Aktinische Keratosen: Schnelle und langfristige Minimierung des Progressionrisikos

Neben seit langem etablierten Substanzen sowie der photodynamischen Therapie sind hierzulande zur Behandlung von Patienten mit aktinischen Keratosen weitere Therapeutika zugelassen worden, darunter ein Gel − Ingenolmebutat (Picato®) − das durch seine kurze Anwendungsdauer von 2-3 Tagen besticht. In der neuen europäischen Therapieleitlinie* wird Ingenolmebutat zur Behandlung bei Einzelläsionen erwähnt und bei multiplen Läsionen und Feldkanzerisierung stark empfohlen.

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Aktinische Keratosen − schuppende oder keratotische Maculae, Papeln oder Plaques auf gerötetem Grund − gelten als frühe Form des Plattenepithelkarzinoms der Haut. Fast jeder 80-Jährige habe eine aktinische Keratose und das Lebenszeitrisiko für heute geborene sei 100%, so Prof. Thomas Dirschka, Wuppertal. „Sie haben jetzt eine Dauerkarte für die Praxis“, klärt der Referent seine Patienten auf, denn der Verlauf der Erkrankung ist chronisch und es besteht Bedarf an regelmäßigen und wiederholten Behandlungen.

Laut Prof. Carola Berking, München, liegt die Progredienz aktinischer Keratosen in ein invasives Plattenepithelkarzinom bei bis zu 16% aller Patienten und bei über 20 Läsionen sogar bei über 20%. Dabei ist die direkte Invasion proliferierender atypischer Keratozyten aus den basalen Schichten der Epidermis die häufigste Ursache für die Progredienz einer aktinischen Keratose in ein invasives Plattenepithelkarzinom. Ein erheblicher Teil entsteht aber auch auf klassischem Weg durch schrittweise Progression. Daher sind alle Läsionen unabhängig vom Ausmaß der Neoplasie in der Epidermis als potentiell invasiv zu betrachten (1). Bislang ist das Proliferationsverhalten der einzelnen Läsionen nicht vorhersehbar. Umso wichtiger, rechtzeitig zu intervenieren. Dabei ist Sonnenschutz für alle Patienten obligatorisch. Die Chronizität der Erkrankung erfordere zudem wiederholte Behandlungen des Felds, um die Anzahl aufkommender Läsionen zu verringern, so Dirschka.

Er präsentierte Studiendaten zu Ingenolmebutat, das bei Patienten mit aktinischen Keratosen nach 1 Jahr eine Läsionsreduktion von durchschnittlich 87% erzielte. Die Resultate zeigten eine vollständige Abheilung bei 87,2% der Patienten mit Läsionen an Gesicht und Kopfhaut und bei 86,8% mit Läsionen an Stamm und Extremitäten. Die durchschnittliche Anzahl wiederaufgetretener Läsionen lag bei 0-1 (2). Dirschka betonte, dass ca. 45% der Patienten auch nach 12 Monaten noch zu 100% läsionsfrei waren. Berman et al. (3) verdeutlichten, dass die Feldbehandlung mit Ingenolmebutat 0,015% nach einer Kryotherapie gut vertragen wurde und es zu einer signifikant größeren Abheilung von Läsionen (versus Vehikel) kam. Nach Kryotherapie plus Ingenolmebutat traten zudem seltener neue Läsionen auf. Die FIELD-Studie REPEAT bestätigte, dass sowohl die initiale Feldtherapie mit Ingenolmebutat als auch die wiederholte Anwendung bei noch vorhandenen bzw. neu auftretenden Läsionen hoch wirksam sind und es bei einer weiteren Behandlung zu keinem Wirkverlust kam (4).

„Aufgrund der kurzen Behandlungsdauer von 2 bis 3 Tagen kann von einer überlegenen Therapieadhärenz gegenüber anderen topischen Interventionen ausgegangen werden, was ein weiteres Argument für den Einsatz von Ingenolmebutat liefert,“ so Dirschka abschließend über die aktuelle S3-Leitlinie* (5)

*Evidenz- und Konsensus-basierte S3-Leitlinie der International League of Dermatological Societies (ILDS) und des European Dermatology Forum (EDF)

Werner Zwick
Satellitensymposium „Läsionsgerichtete Therapie aktinischer Keratosen - Noch zeitgemäß oder obsolet?“, 11.09.2015, München; Veranstalter: Leo Pharma
Literatur:

(1) Férnandez-Figueras MT et al. J Eur Acad Dermatol Venerol 2015;29:991-997.
(2) Lebwohl M et al. N Engl J Med 2013;366(1): 1010-1019.
(3) Berman B et al. J Drugs Dermatol 2014;13(6): 741-747.
(4) Garbe C et al. WCCS Congress, Edinburgh, Scotland, September 3-6, 2014, e-poster 191.
(5) Werner et al. http://www.euroderm.org

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