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Medizin

05. Juni 2019 Apalutamid + ADT verlängert rPFS und OS beim mCSPC

Auf dem ASCO wurden erste Ergebnisse der randomisierten, doppelblinden Phase-III-Studie TITAN vorgestellt, denen zufolge der next-generation Androgenrezeptor-Inhibitor Apalutamid im Vergleich zu Placebo bei Patienten mit metastasiertem kastrationssensitiven Prostatakarzinom (mCSPC) jeweils zusätzlich zu einer kontinuierlichen Androgendeprivationstherapie (ADT) das radiographische progressionsfreie Überleben (rPFS) sowie das Gesamtüberleben (OS) signifikant verlängert. Das Sicherheitsprofil von Apalutamid erwies sich dabei als tolerabel.
In dieser Studie erhielten 525 Patienten Apalutamid (240 mg/d) und 527 Placebo. Nach einem medianen Follow-up von 22,6 Monaten waren 66% der Apalutamid-behandelten und 46% der Patienten, die Placebo erhielten, noch unter Behandlung. Apalutamid verbesserte das rPFS signifikant (HR=0,48; 95%-KI 0,39-0,60; p<0,0001) mit einer 52%igen Reduktion des Risikos für Tod oder radiographische Progression. Der Benefit war über alle beobachteten Subgruppen konsistent.

Das mediane rPFS wurde in der Apalutamid-Gruppe nicht erreicht und betrug 22,1 Monate in der Placebo-Gruppe. Apalutamid verbesserte darüber hinaus auch das OS signifikant (HR=0,67; 95%-KI 0,51-0,89; p=0,0053) mit einer 33%igen Reduktion des Risikos zu versterben. Das mediane OS war in beiden Armen noch nicht erreicht. Die Zeit bis zum Beginn einer zytotoxischen Chemotherapie war signifikant verbessert unter Apalutamid-Behandlung (HR=0,39; 95%-KI 0,27-0,56; p<0,0001). Basierend auf diesen Ergebnissen empfahl das unabhängige Monitoring-Komitee, die Studie zu entblinden, um ein Crossover für alle Placebo-Patienten zu ermöglichen. Die Raten an unerwünschten Ereignissen (AEs) von Grad 3/4 waren vergleichbar (42% Apalutamid, 41% Placebo) und Therapieunterbrechungen, die den AEs geschuldet waren, waren selten (8% Apalutamid, 5% Placebo).

(übers. v. sk)
 

Quelle: ASCO 2019

Literatur:

Chi KN et al., ASCO 2019, #5006


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