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JOURNAL ONKOLOGIE – NEWS
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05. April 2016

Pathologie: Forschungsprojekt HYPMED zur besseren Brustkrebserkennung

An keiner anderen Krebsart sterben in Deutschland mehr Frauen als an Brustkrebs. Erkrankte Frauen entdecken die Tumoren zwar oft selbst, aber meist erst dann, wenn sie schon relativ groß sind. Durch eine frühe Entdeckung kleiner, noch nicht fühlbarer Tumoren könnten allein in Deutschland mehrere tausend Menschenleben im Jahr gerettet werden. Die Europäische Union fördert vor diesem Hintergrund ein Projekt, in dem eine neue Diagnosetechnik für das Erkennen von Mammkarzinomen entwickelt und getestet werden soll. Das Gerhard-Domagk-Institut für Pathologie (GDI) der Universität Münster ist an diesem internationalen Projekt mit dem Kurztitel HYPMED – er steht für „Digital Hybrid Breast PET/MRI for Enhanced Diagnosis of Breast Cancer“ – beteiligt.

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Die Herangehensweise wird zwei bildgebende Verfahren aus der Medizin verbinden – die Magnetresonanztomographie (MRT) und die Positronenemissionstomographie (PET). Durch die MRT können Gewebe und Organe mithilfe von starken Magnetfeldern und magnetischen Wechselfeldern sichtbar gemacht und unterschieden werden; bei der PET werden schwach radioaktive Kontrastmittel verabreicht, um die Stoffwechselaktivität von Organen und Geweben abzubilden. Neun Forschungseinrichtungen sowie Industriepartner aus Deutschland, Frankreich, Österreich und den Niederlanden sind an dem Projekt beteiligt, mit dem das Hybridgerät von den Grundlagen bis zum klinischen Test entwickelt werden soll. Später soll das Gerät nicht nur zur möglichst frühen Brustkrebsdiagnose, sondern auch für die Früherkennung anderer Krankheiten – etwa Prostatakrebs – genutzt werden.

Was mithilfe der bildgebenden Verfahren sichtbar gemacht wird, muss allerdings auch interpretiert werden – und hier kommt die Pathologie ins Spiel. Mit Geweben und ihren krankhaften Veränderungen kennt sich niemand besser aus als die Vertreter dieser Fachdisziplin. „Wir werden hier am GDI einen Abgleich der radiologischen Bilder mit dem histologischen Befund, also der Probenuntersuchung, vornehmen und hierbei ein besonderes Augenmerk nicht nur auf die Tumorzellen selbst richten, sondern auch auf das umgebende Tumormikromilieu. Die Bedeutung der Entzündungs- und der Fresszellen für die Tumorbiologie werden gerade erst nach und nach verstanden“, erläutert Prof. Dr. Wardelmann, Direktorin des Institutes.

Harmlos oder nicht? In der täglichen Fallkonferenz bespricht und bewertet das Team des Instituts für Pathologie (r.: Direktorin Prof. Eva Wardelmann) neu eingegangene, schwierig einzuordnende Gewebeproben (Foto: H. Dornhege)

Harmlos oder nicht? In der täglichen Fallkonferenz bespricht und bewertet das Team des Instituts für Pathologie (r.: Direktorin Prof. Eva Wardelmann) neu eingegangene, schwierig einzuordnende Gewebeproben (Foto: H. Dornhege)



Zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Dr. Daniela Hungermann möchte die Pathologin einen sogenannten Immunoscore entwickeln, der dann mit der PET-MRT-Bildgebung zusammenspielt. „Den zweiten Teil des Arbeitspaketes koordiniert Prof. Edgar Dahl in Aachen, der im dortigen Pathologie-Institut an den gleichen Proben deren epigenetische Signatur charakterisiert“, so die Expertin weiter. Für die am GDI durchgeführten Untersuchungen erhält das Institut rund 107.000 Euro Fördermittel.
HYPMED wird im Horizont-2020-Programm der Europäischen Union mit insgesamt sechs Millionen Euro unterstützt. Zuvor wurde es von den Gutachtern, die über die Förderzusage entschieden, in sämtlichen Bereichen mit maximaler Punktzahl bewertet. Der offizielle Startschuss fiel zum Jahresbeginn; das Projekt läuft zunächst über vier Jahre.

Universitätsklinikum Münster
 
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