Donnerstag, 22. August 2019
Navigation öffnen
Anzeige:
Fachinformation

JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel

21. Februar 2014 Matrix Metalloproteinase-7 möglicher Biomarker für Ansprechen auf Gemcitabin

ASCO GI 2014 - Pankreaskarzinom

Auch die Mehrzahl der Patienten mit primär resektablem Pankreaskarzinom rezidivieren. Nach kurativ intendierter Operation liegt die 5-Jahresüberlebensrate bei ca. 10%, die durch eine adjuvante Therapie mit Gemcitabin auf 20% erhöht werden kann. Möglicherweise in die Matrix Metalloproteinase-7 (MMP-7) ein geeigneter Biomarker, mit dem sich das Ansprechen auf Gemcitabin vorhersagen lässt.

Anzeige:

Mit dem Proximity Ligation Assay (PLA), einer Kombination aus einem ELISA-Test mit einer Signalverstärkung durch eine Polymerasekettenreaktion, untersuchten Gregory M. Heestand und seine Arbeitsgruppe aus San Diego 42 Serumproben von Pankreaskarzinompatienten aus der RTOG 9704 Studie. In dieser randomisierten Phase-III-Studie waren 451 Patienten adjuvant entweder mit einer 5-FU- oder Gemcitabin-basierten Radiochemotherapie behandelt worden. Mit dem PLA wurden 52 Biomarker auf ihre Korrelation mit dem Gesamtüberleben aller Patienten und der Patienten in der 5-FU- und der Gemcitabin-Gruppe untersucht. In einer multivariaten Analyse erwiesen sich CA 19-9 und CEA bei allen Patienten und bei den Patienten aus der 5-FU-Gruppe als prädiktiver Faktor. In der Gemcitabin-Gruppe war CA 19-9 ebenfalls ein signifikant prädiktiver Faktor, nicht jedoch CEA. Das Interessante in der Gemcitabin-Gruppe war, dass sich bei diesen Patienten das Ansprechen auf Gemcitabin auch über die MMP-7-Level vorhersagen ließ. Patienten mit niedrigen MMP-7-Level hatten ein signifikant besseres Gesamtüberleben (OS) und krankheitsfreies Überleben (DFS) als Patienten mit hohen MMP-7-Level (OS: HR=1,37, p=0,0001, DFS: HR=1,19; p<0,0001), während in der 5-FU-Gruppe MMP-7 kein diskriminierender Faktor war – ihr DFS und OS war unabhängig vom MMP-7-Level.

as

Abstract #176. Oral Presentation


Das könnte Sie auch interessieren

Die P4-Medizin – Krebstherapie der Zukunft?

Die P4-Medizin – Krebstherapie der Zukunft?
© Fotolia / psdesign1

Die Versorgung von krebskranken Menschen befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Die Entwicklung neuer diagnostischer Methoden und individueller Therapien verändert die onkologische Medizin, wie wir sie bisher kennen. Das jüngst gewonnene Wissen über den Krebs und seine molekularbiologische Vielfalt verlangt nach neuen Antworten. In dem vom amerikanischen Biomediziner Leroy Hood geprägten Konzept der P4-Medizin wird die mögliche Krebstherapie der Zukunft...

Dem hellen Hautkrebs keine Chance

Mit Einführung des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings Mitte 2008 sind die Zahlen der diagnostizierten Fälle sprunghaft angestiegen: Pro Jahr wird hierzulande bei inzwischen rund 18.000 Menschen schwarzer und bei mehr als 140.000 Menschen heller Hautkrebs neu festgestellt. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ist die Erkrankung "Hautkrebs"zwar für mehr als die Hälfte der Befragten ein besorgniserregendes Thema, doch...

Biologie der Tumore besser verstehen, Fortschritte auch bei eher seltenen Krebserkrankungen

Fortschritte wurden in den vergangenen Jahren vor allem beim Brustkrebs, Darm- und Lungenkrebs und insbesondere bei den Lymphomen gemacht. Nun richtet sich das Augenmerk der Forscher verstärkt auf seltenere Tumore. Auch bei diesen mehren sich Berichte über Therapiefortschritte. Ein Paradebeispiel ist das maligne Melanom, der schwarze Hautkrebs. Das wurde bei dem diesjährigen weltgrößten Krebskongress in Chicago, dem ASCO, deutlich. "Wir stehen damit vor einer...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Matrix Metalloproteinase-7 möglicher Biomarker für Ansprechen auf Gemcitabin"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


ASCO 2019
  • Metastasiertes klarzelliges RCC: Frontline-Therapie mit Pembrolizumab + Axitinib verbessert Überleben gegenüber Sunitinib auch bei intermediärem/ungünstigem Risikoprofil und Tumoren mit sarkomatoiden Anteilen
  • Erhaltungstherapie mit Pembrolizumab nach einer Erstlinienchemotherapie verzögert Progress beim metastasierten Urothelkarzinom
  • Fortgeschrittenes Magenkarzinom und AEG: Pembrolizumab ist Standard-Chemotherapie nicht unterlegen bei besserer Verträglichkeit
  • Ermutigende Ergebnisse mit Pembrolizumab in der Zweitlinientherapie des fortgeschrittenen HCC
  • 5-Jahres-Daten der KEYNOTE-001 Studie bestätigen langanhaltenden Überlebensvorteil durch Pembrolizumab beim fortgeschrittenen NSCLC
  • Pembrolizumab + Chemotherapie firstline bei metastasiertem nicht-plattenepithelialen NSCLC: Medianes OS, PFS und PFS2 nahezu verdoppelt
  • Fortgeschrittenes Endometriumkarzinom: Kombination Pembrolizumab + Lenvatinib wird in Phase-III-Studie getestet
  • Metastasiertes Melanom: Immunbedingte Nebenwirkungen unter Pembrolizumab assoziiert mit längerem rezidivfreien Überleben
  • Pembrolizumab + Platin-basierte Chemotherapie oder Pembrolizumab als Monotherapie erfolgreich in der Erstlinie bei rezidivierenden/metastasierenden Kopf-Hals-Tumoren