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JOURNAL ONKOLOGIE – Artikel
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15. Dezember 2014

Mammakarzinom: nab-Paclitaxel bietet flexible Therapieentscheidung in der täglichen Routine

Taxane zählen zu den aktivsten Einzelsubstanzen in der Therapie des metastasierten Mammakarzinoms. Das an Albumin gebundene nab-Paclitaxel zeigte unter Studienbedingungen bei Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs im Vergleich zu konventionellem Taxan ein besseres klinisches Ergebnis bei insgesamt besserer Verträglichkeit (1). Dies bestätigt jetzt auch die retrospektive Analyse einer italienischen multizentrischen Kohorten-Studie für die "real life"-Situation im klinischen Alltag (2).

Auf dem diesjährigen ESMO wurde als Poster Ergebnisse einer Analyse von 150 Frauen mit metastasiertem Brustkrebs präsentiert, die an 8 italienischen Instituten zwischen Februar 2011 und März 2013 mit nab-Paclitaxel behandelt wurden. Sie erhielten nach Entscheidung des behandelnden Arztes nab-Paclitaxel entweder 3-wöchentlich in einer Dosierung von 260 mg/m2 (n=85) oder 125 mg/m2 wöchentlich (n=65) bis zur Krankheitsprogression, nicht mehr tolerierbarer Nebenwirkungen, oder wenn die Patientinnen keine Weiterbehandlung mehr wünschten.

Bei frühzeitigem Einsatz noch effektiver


Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 18 Monaten (6-30 Monate) belief sich das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) auf 7,8 Monate (3-23+ Monate) in der Gesamtpopulation. In der Subgruppe, die nab-Paclitaxel als Zweitlinientherapie erhalten hatten, war das PFS mit 12,9 Monaten (6-18+ Monate) deutlich länger als in der Subgruppe der Patientinnen, die nab-Paclitaxel als 3. oder noch spätere Therapielinie bekamen (4,8 Monate). Das Gesamtüberleben war zum Zeitpunkt der Auswertung (cut-off Februar 2014) noch nicht erreicht.

Sowohl mit dem 3-wöchentlichen als auch mit dem wöchentlichen Schema erreichten die Patientinnen vielversprechende Ansprechraten (ORR: q3w: 55,2%; qw: 38,4%; Gesamtpopulation: 48,0%) und Krankheitsstabilisierungen (SD=Stable disease: q3w: 30,5%; qw: 38,4%; Gesamtpopulation: 38,4%). Die klinische Benefit-Rate (CR + PR + SD) belief sich auf 85,8% unter dem 3-wöchentlichen und 76,9% unter dem wöchentlichen Schema (Gesamtpopulation: 82,0%).

Einfach und sicher zu handhaben

Die Nebenwirkungen unter nab-Paclitaxel waren akzeptabel und gut zu behandeln, und entsprechend gut war die Compliance der Patientinnen unter der ambulanten Langzeittherapie. Eine sensorische Neuropathie von Grad 3 (keine Grad 4) trat bei 15,3% der Patientinnen auf, unter dem 3-wöchentlichen Schema bei 17,6%, unter dem wöchentlichen Schema bei 12,3%. Die mediane Zeit bis zum Rückgang der Neuropathie ≤ Grad 2 betrug 19 Tage (13-28 Tage).

Eine Alopezie von Grad 3 war auffallend häufiger unter dem 3-wöchentlichen Schema als unter dem wöchentlichen Schema (q3w: 89,0% vs. qw: 4,60%). Eine Alopezie von Grad 1 und 2 hatten alle Patientinnen in der q3w-Kohorte.

Fazit für die Praxis

Alle Patientinnen in dieser Studie hatten mehrfache Therapielinien erhalten und waren nicht in kontrollierten Studien eingeschlossen. Sie präsentieren somit das Patientinnenkollektiv in der klinischen Routine und unterstützen die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf den klinischen Alltag.

Die retrospektive Analyse hat außerdem den größeren Benefit einer Secondline-Therapie mit nab-Paclitaxel gezeigt, wie dies auch unter Studienbedingungen der Fall war. Die vergleichbaren Ergebnisse, die mit dem 3-wöchentlichen und dem wöchentlichen Schema erzielt werden können, bieten dem behandelnden Arzt mehr Flexibilität in der Therapieentscheidung und die Möglichkeit, individueller auf die klinische Situation und die Bedürfnisse der Patientinnen eingehen zu können, so die Schlussfolgerung der Autoren.

as

Literaturhinweise:
(1) Gradishar WJ et al. J Clin Oncol. 2005; 23(31):7794-7803.
(2) Palumbo R. et al. ESMO 2014; Poster 372P.

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