Journal Onkologie

Aktuelles

Apotheken sollen flexibler öffnen können. Bisher sind sie zur ständigen Dienstbereitschaft mit Befreiungen verpflichtet, woraus feste Zeiten resultieren - etwa werktags von 8.00 bis 18.30 Uhr. Künftig soll gelten, „dass die Dienstbereitschaft an einem Tag oder mehreren Tagen in der Zeit von Montag bis Freitag für jeweils bis zu sechs Stunden während der ortsüblichen Geschäftszeiten aufrechterhalten bleibt.“ Das sieht eine Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums vor, die am 10. Juli in den Bundesrat kommt. Im Ergebnis könnten Apotheken deutlich freier als bisher festlegen, wann sie öffnen, heißt es zur Erläuterung. Dies erlaube auch einen deutlich flexibleren Personaleinsatz. Bei voller Nutzung der künftigen Möglichkeiten könnten die Wochenöffnungszeiten um rund 25,5 Stunden reduziert werden.
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Angesicht der besonders für alte Menschen riskanten Hitze hat die Stiftung Patientenschutz die Politik in Bund und Ländern zu mehr Investitionen in Pflegeheimen aufgefordert. „Wieder leiden viele der 800.000 Pflegeheimbewohner:innen unter den extremen Temperaturen“, kritisierte Stiftungsvorstand Eugen Brysch. „Bestandsbauten müssen endlich den klimatischen Bedingungen angepasst werden.“ Bei Neubauten dürfe es nicht wärmer als 25 Grad in den Räumen werden, forderte er.
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EHA 2026
EHA 2026

CLL: 3-Jahres-Daten der Beobachtungsstudie NAOS: Acalabrutinib 1L und ≥2L

Die Ergebnisse aus der bisher größten europäischen und französischen Beobachtungsstudie NAOS zur Behandlung von Patient:innen mit CLL in der Erstlinie (1L) sowie nach 2 oder mehr Vortherapien (≥2L) bei refraktärer/rezidivierender (rr) Erkrankung mit dem Bruton-Tyrosinkinase (BTKi) Acalabrutinib unterstützen die Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien (RCT). Die Ergebnisse von NAOS mit einem Follow-up von 3 Jahren wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-kongress präsentiert [1].
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Mammakarzinom
DGS 2026

Das HER2-positive Mammakarzinom leitlinienkonform und evidenzbasiert behandeln

Die Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem (HER2+) Mammakarzinom wird sowohl in frühen als auch in fortgeschrittenen Stadien zunehmend differenzierter auf die Erkrankten zugeschnitten. Etablierte Standards wie das Antibody-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Emtansin (T-DM1) und die duale HER2-Blockade mit Pertuzumab und Trastuzumab gehören auch in einer sich rasch weiter entwickelnden Therapielandschaft zu den derzeitigen therapeutischen Standards.
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Malignes Melanom
Blick mit der Lupe auf ein auffälliges Muttermal am Rücken eines Mannes

Anti-PD-1-Antikörper + Lenvatinib beim fortgeschrittenen Melanom

Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICI) sowie BRAF- und MEK-Inhibitoren stellen aktuell den Therapiestandard für Patient:innen mit fortgeschrittenem Melanom dar [1-3]. Insbesondere die Behandlung mit ICI kann zu langanhaltendem und dauerhaftem Therapieansprechen führen. Allerdings entwickeln 40-50% der Patient:innen mit fortgeschrittenem Melanom unter anti-PD-1-basierter Immun-Checkpoint-Inhibition eine Krankheitsprogression. Die Kombination des Anti-PD-1-Antikörpers Pembrolizumab mit dem Multikinase-Inhibitor Lenvatinib zeigte in der Phase-II-Studie LEAP-004 klinische Aktivität im anti-PD-1-refraktären Setting. Ergänzend liefern aktuelle Real-World-Daten aus einer multizentrischen Analyse der Dermatologic Cooperative Oncology Group (DeCOG) wichtige Informationen zur Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser Kombination im klinischen Alltag. Der vorliegende Beitrag fasst die aktuelle Evidenz zusammen und ordnet den möglichen Stellenwert der Kombination aus Anti-PD-1-Antikörper + Lenvatinib in der Therapiesequenz des fortgeschrittenen Melanoms ein.
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Hämatologie
Diffus-großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) - 3d-Darstellung
Ambition 2030 – Gemeinsam die Heilungschancen verbessern

DLBCL: Ein Positionspapier zur Optimierung von Patientenversorgung, Therapiesequenzen und Strukturen

Ambition 2030 ist eine multidisziplinäre Initiative deutscher Expert:innen, mit dem Ziel, die Überlebens- und Heilungschancen von Patient:innen mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in Deutschland bis zum Jahr 2030 nachhaltig zu verbessern. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl innovativer Immun- und Zelltherapien rücken Fragen der optimalen Patient:innenauswahl, der Therapiesequenz sowie der strukturellen Umsetzung zunehmend in den Fokus. Im Mittelpunkt der Initiative steht die systematische Identifikation bestehender Versorgungslücken entlang des gesamten Behandlungspfades. Darauf aufbauend werden konkrete und praxisnahe Maßnahmen – in enger Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Fachgesellschaften, Gesundheitsinstitutionen und weiteren relevanten Stakeholdern – entwickelt. Die Vision: Patient:innen eine Heilung zu ermöglichen, bei gleichzeitig bestmöglicher Lebensqualität und einer Minimierung langfristiger Nebenwirkungen. Die vorliegende Publikation fasst die Empfehlungen der Expert:innen und mögliche Initiativen zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgung sowie Überlebens- und Heilungschancen für Patient:innen mit DLBCL in Deutschland zusammen. Darüber hinaus soll das Positionspapier einen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen leisten und Impulse für eine koordinierte Implementierung innovativer Therapieoptionen im deutschen Gesundheitssystem geben.
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Dermatologische Tumoren
Ein Dermatologe und eine Dermatologin analysieren am Computer ein auffälliges Muttermal eines Patienten

Ex-vivo konfokale Mikroskopie und KI: Intraoperative Schnittranddiagnostik bei Hauttumoren

Seit Jahren steigt die weltweite Inzidenz von Hautkrebs kontinuierlich, während in Deutschland insbesondere in ländlichen Regionen ein zunehmender Mangel an Dermatolog:innen besteht. Vor diesem Hintergrund wächst der Bedarf an effizienten und zuverlässigen diagnostischen Methoden. Moderne bildgebende Verfahren gewinnen hierbei vermehrt an Bedeutung. Die ex-vivo konfokale Laserscanmikroskopie (ex-vivo KLM) ist eine innovative Methode, die eine präzise Untersuchung frisch exzidierten Gewebes innerhalb weniger Minuten ermöglicht und somit eine vielversprechende Ergänzung zur konventionellen Histologie darstellt. Aktuelle Forschungsansätze fokussieren sich auf eine künstliche Intelligenz (KI)-gestützte Erweiterung der ex-vivo KLM, um deren Anwendung in der Diagnostik und intraoperativen Schnitt­randkontrolle von Hauttumoren zu optimieren.
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Merkelzellkarzinom
Merkel cell cancer steht auf einem Tablet geschrieben, daneben Medikamente und ein Stethoskop

Wertigkeit der neuronenspezifischen Enolase bei Patient:innen mit Merkelzellkarzinom

Das Merkelzellkarzinom (MCC) ist ein seltenes, hochaggressives kutanes neuroendokrines Karzinom. Die neuronenspezifische Enolase (NSE) wird aufgrund der neuroendokrinen Differenzierung von MCC-Zellen sowohl immunhistochemisch als auch als Serumbiomarker eingesetzt. Während NSE bei anderen neuroendokrinen Malignomen etablierte diagnostische und verlaufsrelevante Bedeutung besitzt, ist ihre klinische Wertigkeit beim MCC bislang uneinheitlich beurteilt. Ziel dieses Beitrags ist es, die biologische Grundlage, die immunhistochemische Bedeutung und die serologische Aussagekraft der NSE bei Patient:innen mit MCC kritisch zu analysieren und die verfügbare Evidenz hinsichtlich diagnostischer, prognostischer und verlaufsbegleitender Aspekte einzuordnen.
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Sarkome
Klemmbrett mit Papier, auf dem "Sarcoma" steht, daneben eine Spritze und ein Stethoskop
Zwischen Evidenz und Erfahrung

Die Doppelperspektive als Ärztin und ehemalige Sarkom-Patientin

Eine ehemalige Sarkom-Patientin schildert, wie ihre eigenen Erfahrungen als Betroffene ihre Sicht als Ärztin auf die Arzt-Patienten-Kommunikation, das Shared Decision Making sowie eine strukturierte Nachsorge und kontinuierliche Begleitung geprägt hat – und warum gute Medizin ihr Augenmerk nicht nur auf die Krankheit, sondern ganzheitlich auf den Menschen richten sollte.
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Dermatologische Tumoren
Wortwolke zu "Melanom"

Akrolentiginöses Melanom in der Immuntherapie: Warum ein seltener Subtyp besondere Aufmerksamkeit verdient

Das Akrolentiginöse Melanom (ALM) ist ein seltener, aber bedeutsamer Subtyp kutaner Melanome (CM), der sich in klinischer Erscheinung, Prognose und Therapieansprechen grundlegend von anderen Typen unterscheidet. Insbesondere die immunsuppressiven Eigenschaften des Tumors und seiner Umgebung können die Wirkung einer Checkpoint-Inhibition (CPI) einschränken und führen so zu schlechteren Ansprechraten im Vergleich zu den anderen kutanen Melanomsubtypen. Mithilfe zellbasierter Therapien, die die Immunevasion des Tumors umgehen, könnten den Patient:innen in Zukunft neue Behandlungsoptionen mit verbesserten Ansprechraten zur Verfügung stehen.
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Sarkome
Weichgewebesarkom in Muskel in Bein

Grundlagen der interdisziplinären Behandlung von Weichteilsarkomen des Körperstamms und der Extremitäten

Weichteilsarkome (WTS) des Körperstamms und der Extremitäten sind seltene, biologisch heterogene Tumoren, deren optimale Behandlung ein spezialisiertes, interdisziplinäres Vorgehen erfordert. Dieser Übersichtsartikel stellt aktuelle evidenzbasierte Aspekte der Diagnostik, Therapie und Nachsorge dar. Schwerpunkte sind die leitliniengerechte Bildgebung, die histopathologische und molekulargenetische Charakterisierung sowie multimodale Therapiekonzepte aus Chirurgie, Strahlentherapie und systemischer Behandlung. Für eine optimale Therapie, den Funktionserhalt und eine möglichst gute Prognose sind zertifizierte Sarkomzentren und interdisziplinäre Tumorboards von zentraler Bedeutung.
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Dermatologische Tumoren

Präzisionsonkologie bei Hautkrebs: LC-OCT und KI für individualisierte Therapieplanung

Die nicht-invasive hochauflösende Bildgebung gewinnt in der Dermatoonkologie zunehmend an Bedeutung. Insbesondere die Line-field konfokale optische Kohärenztomographie (LC-OCT) ermöglicht eine dreidimensionale (3D)-Darstellung kutaner Strukturen mit nahezu histologischer Auflösung und ermöglicht somit neue Möglichkeiten in der Diagnostik, Therapieplanung und Verlaufskontrolle von Hauttumoren. In Kombination mit Künstlicher Intelligenz (KI) lassen sich komplexe Bilddatensätze automatisiert analysieren und objektivierbare Parameter zur Risikostratifizierung gewinnen. Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, das Potenzial der LC-OCT in Kombination mit KI für verschiedene Entitäten des Hautkrebses einschließlich aktinischer Keratosen (AK), Plattenepithelkarzinome (PEK), Basalzellkarzinome (BCC) sowie melanozytärer Läsionen darzustellen und aktuelle Entwicklungen sowie Limitationen dieser Technologie zu diskutieren.
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