Journal Onkologie
Gesundheitspolitik

„Menschen nicht alleine lassen“

Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat angesichts eines erwarteten Milliarden-Defizits der Pflegeversicherung einen Entwurf mit Ausgaben bremsen und zusätzlichen Einnahmen vorgelegt, der allgemeine Beitragserhöhungen vermeiden soll. Im Blick stehen auch Kürzungen bei Rentenbeiträgen, die die Pflegekassen unter bestimmten Voraussetzungen für Menschen zahlen, die Angehörige pflegen - aktuell bis zu 740 Euro im Monat. Geplant ist, dass für künftige Rentenansprüche noch 70% der entsprechenden Beträge gezahlt werden sollen.

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Hoffmann sagte, es gelte nun, das Reformpaket gründlich anzuschauen, und zwar unter der Überschrift: „Wie schaffen wir es einerseits, das Defizit decken zu können, aber wie gelingt es zweitens, die Menschenin einer ganz schwierigen Situation nicht alleine stehenzulassen?“ Auch Menschen, die sonst eigentlich nicht auf den Staat setzten, erwarteten sich beim Thema Pflege „womöglich dieses eine Mal im Leben, dass der Staat einen nicht alleine lässt“. Vor diesem Hintergrund müsse über die Pflegereform diskutiert werden.

Quelle:

dpa