Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 342

Mammakarzinom

Fortgeschrittener Brustkrebs: Fulvestrant gegenüber anderem Aromatasehemmer überlegen

In der Phase-III-Studie FALCON* war Fulvestrant 500 mg (Faslodex®) im direkten Vergleich einer Therapie mit Anastrozol 1 mg (Arimidex®) als Firstline-Behandlung bei postmenopausalen Patientinnen mit Hormonrezeptor-positivem (HR+) lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs überlegen und erreichte mit einer signifikanten Verlängerung des progressionsfreien Überlebens den primären Endpunkt. Das Verträglichkeitsprofil entsprach den bereits bekannten Daten zur Substanz.
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Kolorektales Karzinom

Peritoneal metastasiertes kolorektales Karzinom

Das kolorektale Karzinom (CRC) ist der am häufigsten diagnostizierte maligne Tumor in Europa (1). Ca. 50% der betroffenen Patienten entwickeln Metastasen. Bei etwa 8% aller Patienten mit CRC wird im Krankheitsverlauf eine Peritonealkarzinose diagnostiziert (peritoneal metastasiertes kolorektales Karzinom (pmCRC)) (2). Damit ist das Peritoneum der zweithäufigste Metastasierungsort des CRC. Das therapeutische Vorgehen bei Patienten mit pmCRC muss, unter Berücksichtigung von Allgemeinzustand, Komorbidität, Prognose und Wunsch des Patienten, interdisziplinär besprochen werden. Eine Therapieoption ist die multimodale Therapie, bestehend aus zytoreduktiver Operation (CRS = Cytoreductive Surgery), hyperthermer intraperitonealer Chemotherapie (HIPEC) und systemischer Chemotherapie (SC). Bei sorgfältig selektionierten Patienten kann durch diese kombinierte Therapie das derzeit beste onkologische Outcome bei gleichzeitig geringer Morbidität und Mortalität erreicht werden. Seit 2013 ist die multimodale Therapie des pmCRC Bestandteil der S3-Leitlinie des kolorektalen Karzinoms.
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Kolorektales Karzinom

Chirurgische Therapie des Kolorektalkarzinoms

Das kolorektale Karzinom (colorectal cancer, CRC) stellt mit etwa 65.000 Neuerkrankungen (www.RKI.de) die häufigste maligne Neubildung des Gastrointestinaltrakts dar. Die R0-Resektion mit radikaler en-bloc-Resektion des Tumors, zentralem Absetzen der zu- und abführenden Gefäße und systematischer Lymphadenektomie als mesokolische Exzision innerhalb der embryonalen Hüllfaszien ist der entscheidende Prognosefaktor für das Langzeitüberleben. Jede Operation eines CRCs wird in eine resezierende Phase (Laparoskopie/Laparotomie, Exploration, Mobilisation und Resektion) und eine rekonstruktive Phase (Wiederherstellung der Darmpassage ggf. mit Anlage eines protektiven oder eines definitiven Stomas) unterteilt. Eine Übersicht über die chirurgische Therapie des CRC soll Ihnen der vorliegende Artikel bieten.
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Diagnostik

PSMA in der Diagnostik und Therapie des Prostatakarzinoms

Im Fall eines biochemischen PSA(prostataspezifisches Antigen)-Rezidivs nach lokaler Behandlung des Prostatakarzinoms (PCa) ist es eine große Herausforderung, das Rezidiv frühzeitig zu lokalisieren. Die Positronen-Emissions-Tomographie(PET)/CT mit Cholin (C-11 bzw. F-18) gilt bislang als zuverlässigste bildgebende Methode, stößt aber bei niedrigen PSA-Werten an ihre Grenzen. Der Ansatz, das von PCa-Zellen exprimierte prostataspezifische Membranantigen (PSMA) nuklearmedizinisch nachzuweisen, scheint diesbezüglich vielversprechend. Obwohl die Methode erst seit wenigen Jahren verfügbar ist, könnte sie in Zukunft nicht nur in der Rezidivdiagnostik, sondern auch im Rahmen der Behandlung des PCa eine wichtige Rolle spielen. Im Folgenden sollen daher der Hintergrund und die aktuelle Datenlage zum PSMA, sowohl in der Diagnostik mittels Gallium-68-PSMA-PET/CT als auch als Radio-Liganden-Therapeutikum mit Lutetium-177, vorgestellt und diskutiert werden.
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Prostatakarzinom

Neue Entwicklungen in der Strahlentherapie des Prostatakarzinoms

Leitliniengerecht ist die Strahlentherapie eine der radikalen Prostatektomie gleichwertige Behandlungsoption des Prostatakarzinoms (1, 2). Die adjuvante Radiotherapie bei postoperativem PSA-Abfall unter die Nachweisgrenze führt eindeutig zur Erhöhung der lokalen Kontrollraten, reduziert die sekundäre Metastasierungsrate, und verbessert das Überleben in zumindest einer Studie (3-7). Zusätzlich stellt die perkutane Strahlentherapie bislang die einzige kurative Option in der Situation des biochemischen und klinischen Rezidivs dar (8). Im Rahmen des vorliegenden Übersichtsartikels sollen relevante Neuerungen im Bereich der klinischen Studienlage, aber auch aktuelle technische Weiterentwicklungen vorgestellt werden.
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Entitätsübergreifend

Mangelernährung bei Tumorpatienten – ein unabhängiger prognostischer Faktor

Eine Tumorkachexie ist eine häufige Folge von Krebserkrankungen. Wie erkennt man Mangelernährung bei Krebspatienten, welche Patienten sind besonders gefährdet und welche Strategien gibt es, einer Tumorkachexie entgegen zu wirken? Diesen Fragen stellte sich Prof. Matthias Pirlich, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin an der Evangelischen Elisabeth Klinik in Berlin.
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BNGO

BNGO/IQUO – Gemeinsames Ziel: Knochenkomplikationen vermeiden

BNGO und IQUO haben ein gemeinsames Ziel – sie wollen die Versorgung onkologischer Patienten in der Niederlassung verbessern. Obwohl die Patientenkollektive unterschiedlich sind – der BNGO beschäftigt sich in seinem Verband mit malignen gynäkologischen Erkrankungen und der IQUO seinerseits mit urologischen Tumoren – gibt es tumorübergreifende Strategien. Über die Antiemese hatten wir bereits berichtet. In dieser Ausgabe von JOURNAL ONKOLOGIE wollen wir die Knochenkomplikationen bei onkologischen Patientinnen und Patienten in der gynäko-onkologischen und uro-onkologischen Praxis ins Visier nehmen.
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Medizin

Fortgeschrittener Brustkrebs: Everolimus/Exemestan und Bewegung von Vorteil

Nahezu alle Patientinnen mit fortgeschrittenem Hormonrezeptor-positivem (HR+) Mammakarzinom entwickeln im Laufe der endokrinen Therapie eine Resistenz (1,2). Die kombinierte mTOR-Inhibition mit Everolimus (Afinitor®) und Aromatase-Inhibition zielt auf Resistenzüberwindung und Hemmung der Zellproliferation (3,4,5,6). Körperliche Aktivität verbessert auch im fortgeschrittenen Erkrankungsstadium die Lebensqualität und mindert Nebenwirkungen der Therapie (7).
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SCLC

Antikörper-Wirkstoff-Konjugat Rova-T vielversprechend beim SCLC

Rovalpituzumab tesirine (Rova-T) hat in einer ersten klinischen Studie eine vielversprechende Wirksamkeit beim rezidivierten kleinzelligen Lungenkrebs (SCLC) zeigen können (1). Rova-T ist ein neuartiger, gegen das Oberflächenprotein DLL3 (delta-like protein 3) gerichteter Antikörper, verbunden mit einem sehr effektiven Chemotherapeutikum. 89% der Patienten, deren Tumoren hohe Level von DLL3 exprimierten, erfuhren eine Krankheitsstabilisierung, und bei 39% schrumpfte der Tumor.
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