Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 340

Endokrine Tumoren
 2 Min|

mRCC: Erstlinientherapie mit Sunitinib nicht zu früh abbrechen

Seit der Einführung der Kinase-Inhibitoren (TKIs) hat sich die Therapie des metastasierten RCC deutlich verbessert. Allerdings stellen Diagnostik und Therapie des mRCC oftmals eine Herausforderung dar. Laut Prof. Dr. Michael Staehler, Großhadern, ist die Kooperation des behandelnden Urologen und eines onkologischen Radiologen nicht nur bei der Diagnostik, sondern auch in der Beurteilung des Therapieerfolgs essenziell.
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Malignes Melanom
 3 Min|

Therapieoptionen für die adjuvante Therapie des malignen Melanoms

Beim 39. Fachpresse-Workshop der POMME-med GmbH in München stellte Prof. Dr. Carola Berking, München, Studiendaten zur adjuvanten Melanom-Therapie vor. Seit 2011 wurden 8 verschiedene Substanzen für die Behandlung des inoperablen metastasierten Melanoms neu zugelassen, darunter mutationsbasierte zielgerichtete Therapeutika wie BRAF- und MEK-Inhibitoren und Immun-Checkpoint-Inhibitoren. Da diese neuen Medikamente in der metastasierten Situation gut wirken und das Überleben verlängern, stelle sich die Frage, ob diese Therapeutika nicht auch schon adjuvant bei operierten Hochrisiko-Melanom-Patienten helfen, so die Dermatologin, denn in der Adjuvanz gab es bisher nur Interferon-α als einzige Option.
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Hämatologie
 2 Min|

Erfahrungen mit Ibrutinib in der Therapie der CLL

Ibrutinib ist der erste orale Bruton-Tyrosinkinase (BTK)-Inhibitor, der zur Therapie der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) zugelassen ist. Als Einzelsubstanz wird Ibrutinib in der Behandlung erwachsener Therapie-naiver CLL-Patienten eingesetzt, auch bei solchen mit 17p-Deletion oder TP53-Mutation. Prof. Dr. Stephan Stilgenbauer, Ulm, stellte die Daten der Zulassungsstudie vor, in der die Wirksamkeit von Ibrutinib im Vergleich zu Chlorambucil bei nicht vorbehandelten CLL-Patienten ohne 17p-Deletion untersucht wurde.
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Hämatologie
 3 Min|

ALL: Besseres Outcome mit Inotuzumab Ozogamicin gegenüber Standard-Salvagetherapie

Die größte Herausforderung bei der akuten lymphatischen Leukämie (ALL) bleibt der rezidivierte Patient. „40% erreichen nach den Ergebnissen einer Metaanalyse mit 1.700 ALL-Patienten zwar in der Erstlinie unter einer Salvagetherapie eine komplette Remission (CR), doch dies schlägt sich leider nicht im Outcome nieder“ (1), sagte Dr. Nikola Gökbuget, Frankfurt, Studienleiterin der GMALL*. Das seit Juni 2017 zugelassene Antikörper-Konjugat Inotuzumab Ozogamicin (Besponsa®) ermögliche deutlich bessere Remissionsraten und weniger minimale Resterkrankung (MRD). Diese neue Therapie sei daher ein wichtiger Meilenstein für Patienten mit rezidivierter oder refraktärer CD22-positiver B-Vorläufer-ALL, so Gökbuget. Gegenüber bisherigen Therapieoptionen mit einem 2-Jahres-Überleben unter 10% lässt sich mit Besponsa® eine Verdopplung auf beinahe 23% erreichen.
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Hämatologie
 2 Min|

CML: Dauerhafte und tiefe Remission unter Nilotinib als Voraussetzung für Absetzen/Aufnahme in die Fachinformation

Nilotinib ist der einzige TKI bei der CML, dessen Fachinformation einen Weg in die therapiefreie Remission (TFR) beinhaltet. Das Konzept der therapiefreien Remission kann nach der Zulassungserweiterung für Nilotinib (Tasigna®) im Mai 2017 grundsätzlich für folgende Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML) in Erwägung gezogen werden, so Dr. Jens Haenig, Novartis: Patienten mit Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+)-CML in der Erst- und Zweitlinie, die mindestens 3 Jahre mit Nilotinib behandelt wurden und darunter mindestens 1 Jahr eine anhaltende tiefe molekulare Remission (MR4,5) haben.
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Mammakarzinom
 4 Min|

CDK4/6-Inhibitoren neuer Therapiestandard in der Behandlung des metastasierten Mammakarzinoms?

Die Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie (AGO) bewertet die Kombinationstherapie mit Palbociclib (Ibrance®) bei HR-positivem/HER2-negativem fortgeschrittenen oder metastasierten Brustkrebs mit höchstem Empfehlungsgrad Doppelplus (++). Auf der Jahrestagung der DGHO berichteten PD Dr. Marc Thill, Frankfurt, und Prof. Dr. Frederik Marmé, Heidelberg, über den Paradigmenwechsel beim metastasierten Brustkrebs.
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NSCLC
 2 Min|

Komplementärmedizin: Patienten wollen selbst etwas für sich tun

Die Therapie des NSCLC erfordere mittlerweile bereits in der Erstlinie eine komplexe Therapieplanung. Es sei ein Kompliment für den Arzt, sagte Prof. Dr. Jutta Hübner, Jena, wenn der Patient sich traue, gegen Ende des Gesprächs zu fragen, was er oder sie selbst tun könnte, um die Krebsbehandlung zu unterstützen. „Auch ohne große Euphorie für Naturheilkunde sollte der Arzt mit diesem ihm entgegengebrachten Vertrauen verantwortungsvoll umgehen.“
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Medizin
 3 Min|

Topische Therapie der oralen chronischen Graft-versus-Host-Krankheit

Eine orale chronische Graft-versus-Host-Krankheit (cGvHD), die sich vor allem im Bereich der Mukosa manifestiert, beeinträchtigt die Lebensqualität der betroffenen Patienten erheblich. Topische Steroide sind die Therapie der Wahl. Noch ist allerdings kein Steroid für diese Indikation zugelassen. Im Fokus des Interesses steht eine 0,03%ige Budesonid-Mundspüllösung mit einer „robusten Evidenz“ hinsichtlich Wirksamkeit und Sicherheit, so Prof. Sharon Elad, Rochester/USA, mit Verweis auf die Ergebnisse kleinerer Studien. Mit Spannung erwartet werden deshalb nun die Daten einer zulassungsorientierten Phase-III-Studie, die vor kurzem abgeschlossen wurde.
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