Journal Onkologie

Thorakale Tumoren | Beiträge ab Seite 2

Beiträge zum Thema Thorakale Tumoren

NSCLC
 8 Min|
Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Lungenkrebs zählt weltweit zu den häufigsten malignen Erkrankungen und ist die führende Ursache krebsbedingter Mortalität. Gleichzeitig hat sich die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt: Für zahlreiche molekulare Alterationen stehen inzwischen zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Voraussetzung hierfür ist jedoch der Zugang zu einer umfassenden molekularen Diagnostik. In Deutschland existieren etablierte Versorgungsstrukturen, die eine qualitätsgesicherte molekulare Diagnostik und damit personalisierte Therapien bundesweit ermöglichen. Dazu zählen insbesondere überregionale klinische Netzwerke, die Diagnostik, interdisziplinäre Therapieentscheidungen und den Zugang zu innovativen Behandlungsoptionen, auch in klinischen Studien, bündeln. Eine geografische Analyse zeigt jedoch, dass trotz intensiver Netzwerkarbeit weiterhin ein relevanter Anteil der Lungenkrebs-Patient:innen außerhalb dieser Strukturen versorgt wird.
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NSCLC
 6 Min|
Interleukin-1β als Biomarker für die adjuvante Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom

Interleukin-1β als Biomarker für die adjuvante Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom

Die adjuvante platinbasierte Chemotherapie ist nach kompletter Resektion eines nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in den Stadien II und IIIA weiterhin ein etablierter Bestandteil der postoperativen Behandlung. Ihr klinischer Nutzen ist jedoch begrenzt. In der LACE-Metaanalyse betrug der absolute Vorteil durch die adjuvante Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Beobachtung im 5-Jahres-Gesamtüberleben (OS) lediglich 5,4%, sodass die Frage nach einer besseren Selektion seit Langem im Raum steht. Vor diesem Hintergrund untersuchte die vorliegende Arbeit, ob die intratumorale Expression von Zytokinen als prädiktiver Biomarker für den Nutzen einer adjuvanten platinbasierten Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom geeignet ist.
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NSCLC
 5 Min|
NSCLC: Durvalumab zeigte stadienübergreifend klinische Vorteile
Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)

Konsistente Erfolgsstrategie: Durvalumab zeigte stadienübergreifend klinische Vorteile

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Durvalumab ist beim NSCLC in unterschiedlichen Krankheitsstadien Bestandteil etablierter Behandlungskonzepte [1, 2]. Im Stadium IV zeigte er in Kombination mit Tremelimumab und platinbasierter Chemotherapie (CT) auch bei Vorliegen von Risikomutationen in KRAS langfristig positive Effekte auf das Gesamtüberleben (OS) [3]. Beim inoperablen NSCLC im Stadium III kann Durvalumab als Konsolidierungstherapie nach Radio-CT (RCT) eine Chance auf Kuration bieten [4]. In der perioperativen Therapie des resezierbaren NSCLC (Stadium IIA - IIIB (N2)) unterstreicht Durvalumab außerdem das kurative Potenzial einer frühen Immunonkologika (IO)-basierten Behandlung [5].
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NSCLC
 2 Min|
Langzeitüberleben unter Erstlinientherapie
Metastasiertes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (mNSCLC)

Langzeitüberleben unter Erstlinientherapie

Aktuelle 6-Jahres-Daten demonstrieren eine Chance auf ein Langzeitüberleben für mNSCLC-Patient:innen mit PD-L1-Expression < 1% unter der Kombination aus Nivolumab, Ipilimumab und 2 Zyklen Chemotherapie (CTx).  Die anhaltende Wirksamkeit zeigte sich durch eine Plateaubildung der Überlebenskurve, sodass nach 6 Jahren nach wie vor 20% der Patient:innen am Leben waren. Patient:innen mit Plattenepithel- oder Adenokarzinomen profitierten hierbei gleichermaßen.
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NSCLC
 14 Min|
Biologische und klinische Heterogenität <italic>KRAS</italic>-mutierter NSCLC – Implikationen für ein sich rasch entwickelndes Therapiespektrum

Biologische und klinische Heterogenität KRAS-mutierter NSCLC – Implikationen für ein sich rasch entwickelndes Therapiespektrum

Über 40 Jahre lang galten KRAS-Mutationen im nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) als nicht therapeutisch adressierbar – während andere Treiber-Aberrationen immer spektakulärere Therapieerfolge zu verzeichnen hatten, war die zielgerichtete KRAS-Therapie ein „unmet need“. Die ersten Erfolge bei KRAS-mutiertem NSCLC zeigten rasch auf, dass zur gezielten Therapie die genaue Kenntnis des Mutationssubtyps erforderlich ist – war doch zunächst ausnahmslos KRAS-G12C ein therapeutisches Target. Mit der G12C-Inhibierung als „proof of concept“ kommen aktuell in atemberaubender Geschwindigkeit auch die anderen Mutationssubtypen in den wissenschaftlichen und klinischen Fokus. Mit dieser Arbeit möchten wir einen Überblick über die biologischen Eigenschaften der verschiedenen KRAS-Mutationen und den aktuellen Stand in Bezug auf spezifische Therapien liefern.
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Medizin
 2 Min|

Sevabertinib erhält Priority-Review-Status der FDA als Erstlinientherapie bei HER2-mutiertem NSCLC

Die US‑amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat Sevabertinib den Priority‑Review‑Status für die Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit aktivierenden HER2-Mutationen erteilt. Dabei handelt es sich um Tumoren mit aktivierenden Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne des humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (HER2). Die Einstufung als Priority Review ist ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Therapien, die bei schweren Erkrankungen erhebliche Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit bieten.
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NSCLC
 10 Min|
BRAF-Gen-Mutationstest, Blut in Teströhrchen

BRAF-mutiertes NSCLC: Targeted Therapy vs. (Chemo-)Immuntherapie in der Erstlinie

Die Fortschritte der Molekularpathologie mit Identifikation zahlreicher onkogener Alterationen haben die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) grundlegend verändert. Bei Erstdiagnose erfolgt eine molekularpathologische Charakterisierung als Voraussetzung für zielgerichtete Behandlungsstrategien. Bei einigen Subentitäten, insbesondere dem NSCLC mit EGFR-Mutation, ALK-, ROS1- oder RET-Fusion, ist in der fortgeschrittenen Erkrankungssituation eine zielgerichtete Erstlinientherapie zum Standard geworden. Parallel dazu hat die Immuncheckpoint-Inhibition (ICI) die Prognose von NSCLC-Patient:innen ohne zielgerichtete Option deutlich verbessert: Wir sehen heutzutage einen relevanten Anteil von Patient:innen, deren Erkrankung unter Immuntherapie mittel- bis langfristig kontrolliert werden kann. Während sich diese Therapieprinzipien bei vielen molekularen Subgruppen klar voneinander abgrenzen lassen, stellt das BRAFV600-mutierte NSCLC eine besondere Entität dar, da sowohl die (Chemo-)Immuntherapie als auch die BRAF-/MEK-Inhibition Wirksamkeit zeigen. Dementsprechend muss die Wahl der Erstlinientherapie differenziert evaluiert werden.
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NSCLC
 5 Min|
MDT-BRIDGE untersucht Durvalumab beim NSCLC im Stadium II-III
Was tun bei grenzwertig resezierbaren Tumoren?

MDT-BRIDGE untersucht Durvalumab beim NSCLC im Stadium II-III

Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im resezierbaren Stadium II-IIIB (N2) steht seit rund einem Jahr die perioperative Behandlung mit dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab nach dem AEGEAN-Regime zur Verfügung [1-3]. Der Goldstandard für inoperable Erkrankte im Stadium III ist die Therapie mit Durvalumab nach dem PACIFIC*-Regime [4-6]. Nun verbindet die Phase-II-Studie MDT-BRIDGE# beide Konzepte in einem einheitlichen Studiendesign [7, 8]. Beim Deutschen Krebskongress in Berlin sprachen Dr. Carolin Groß-Ophoff, Köln, und Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Halle, über die therapeutischen Fortschritte mit Durvalumab beim NSCLC.
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NSCLC
 3 Min|
Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Eine große retrospektive Multicenter-Studie aus Griechenland liefert Real-World-Evidenz zur Wirksamkeit der Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC). Die Daten zeigen, dass der Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren, als Monotherapie oder in Kombination mit Chemotherapie, das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu einer alleinigen Chemotherapie signifikant verlängert. Gleichzeitig deckt die Studie bestehende Lücken in der molekularen Diagnostik auf.
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NSCLC
 2 Min|
Die Ilustrationzeigt eine rot-gelb-grün dargestellte Lunge mit tumörösem Anteil und grünem Hintergrund.
DGP 2026

NSCLC: Platin-ungeeignete Patient:innen profitieren von Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab

Wenn selbst ein bisschen Chemo bei älteren, vulnerablen Patient:innen zu viel ist: PD Dr. Diego Kauffmann-Guerrero vom Klinikum Großhadern der LMU in München erläuterte, dass in diesem metastasierten NSCLC-Kollektiv im Stadium IV mit Komorbiditäten oder reduziertem Allgemeinzustand eine platinhaltige Chemotherapie oft nicht möglich sei. Die Daten der IPSOS-Studie zeigen, dass diese Patient:innen von einer Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab mit einer nahezu Verdopplung der Zwei-Jahres-Überlebensrate (24,3% vs. 12,4%) profitieren können [1].
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Medizin
 2 Min|
CHMP empfiehlt Lurbinectedin plus Immuntherapie bei kleinzelligem Lungenkarzinom

CHMP empfiehlt Lurbinectedin plus Immuntherapie bei kleinzelligem Lungenkarzinom

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zur Zulassung von Lurbinectedin in Kombination mit Atezolizumab als Erstlinien-Erhaltungstherapie für erwachsene Patient:innen mit fortgeschrittenem kleinzelligem Lungenkarzinom (ES-SCLC) abgegeben, deren Erkrankung nach einer Standard-Induktionstherapie keine Progression gezeigt hat.
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NSCLC
 2 Min|
NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium
DGP 2026

NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium

Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin standen unter anderem aktuelle Entwicklungen zur Immuntherapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Mittelpunkt. Professor Severin Schmid beleuchtete Fortschritte der perioperativen Chemoimmuntherapie beim resektablen NSCLC, Professor Niels Reinmuth die Langzeitergebnisse von Pembrolizumab im metastasierten Setting.
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NSCLC
 2 Min|
EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen
ELCC 2026

EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen

Erkrankte mit EGFR‑mutiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkarzinom (EGFRm NSCLC) und begleitender TP53‑Mutation sprechen häufig schlecht auf eine Monotherapie mit EGFR‑Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) an. Die Phase‑III‑Studie FLAURA2 hatte im Erstliniensetting eine überlegene Wirksamkeit der Kombination aus dem Drittgenerations-TKI Osimertinib und Chemotherapie gegenüber einer Osimertinib‑Monotherapie gezeigt [1]. Unklar war jedoch, ob dieser Vorteil auch bei TP53‑Komutationen bestehen bleibt. Die Phase‑III‑Studie TOP, deren Interimsdaten beim Europäischen Lungenkrebskongress (ELCC) 2026 vorgestellt wurden, beantwortete dies nun mit „Ja“ [2].
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Thorakale Tumoren
 9 Min|
Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom

Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom: Wirksamkeit, Verträglichkeit und aktuelle Chancen beim SCLC und NSCLC

Häufig werden kleinzellige (SCLC) und nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Deshalb sind wirksame und verträgliche Therapieoptionen für die Erstlinie (1L) essenziell. Die Chemo-Immuntherapie (CIT) ist beim fortgeschrittenen SCLC (ES-SCLC) mittlerweile Standard: Die ZNS-wirksame Kombination aus Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid (C/E) hat die Prognose der Patient:innen deutlich verbessert. Beim NSCLC gilt es, Patient:innen, die Platin-ungeeignet sind, frühzeitig zu identifizieren, um ihnen die verträglichere Atezolizumab-Monotherapie anbieten zu können.
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Medizin
 3 Min|

Amivantamab: Subkutane Darreichungsform in allen Linien des EGFR-mutierten NSCLC zugelassen

Ab sofort ist Amivantamab in allen Linien des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit EGFR-Mutationen gleichermaßen als subkutane (s.c.) und als intravenöse (i.v.) Darreichungsform zugelassen. Die s.c. ist im Vergleich zur i.v. Darreichungsform mit einer reduzierten Häufigkeit verabreichungsbedingter Reaktionen (IRR bzw. ARR) sowie mit Applikationsvorteilen verbunden.
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O-Ton Onkologie Staffel 9
 2 Min|

Lungenkrebsscreening: Teamplay von Radiologie bis Hausarztpraxis

Warum scheitert die Lungenkrebsprävention in Deutschland und was soll das neue Lungenkrebsscreening daran ändern? In dieser Folge von O-Ton Onkologie sprechen Dr. Judith Besseling und Elisa Sophia Breuer mit Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie an der Lungenklinik Heckeshorn am Helios Klinikum Emil von Behring, Berlin. Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gibt Einblicke in den Implementierungsprozess des Lungenkrebsscreenings in Deutschland, wie die Teilnahme ablaufen wird und warum dieses Programm nur zusammen mit Angeboten zur Rauchentwöhnung erfolgreich sein kann. Außerdem: Ein Blick auf internationale Vorbilder, wissenschaftliche Learnings aus Polen, UK und USA und auf die Frage, wie Deutschland verhindern kann, dass weiterhin die große Mehrheit der Lungenkrebspatient:innen an der Erkrankung stirbt.
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