Journal Onkologie

NSCLC

Überblick

Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom: Nicht nur ein Raucherproblem

Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) macht drei Viertel aller Bronchialkarzinome aus und stellt eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen dar (häufigste Krebstodesursache bei Männern, dritthäufigste bei Frauen) [1]. Daher werden optimale Therapiestrategien bei Lungenkrebs umso wichtiger. Im Folgenden werden die relevantesten Fragen zur Entstehung, möglichen Risikofaktoren, der Diagnose und Therapie des NSCLC beantwortet.
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NSCLC
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NSCLC: Therapiefortschritte allerorten – immunonkologisch und zielgerichtet

NSCLC: Therapiefortschritte allerorten – immunonkologisch und zielgerichtet

Es gibt kaum eine maligne Erkrankung, bei der therapeutische Fortschritte in den vergangenen Jahren eine solche Dynamik entfaltet haben wie beim NSCLC. Dies betrifft sowohl immunonkologische Strategien bei Erkrankten ohne adressierbare genetische Treiberalterationen (ADA) sowie zielgerichtete Therapien bei denjenigen mit ADA. Bei einem Symposium im Rahmen der Jahrestagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 in Madrid, Spanien, fassten Expert:innen aktuelle Erfolge zusammen und wagten einen Blick in die Zukunft.
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NSCLC
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TKI-Kombination bei Resistenz gegen Osimertinib aufgrund von Überexpression oder Amplifikation von MET
ESMO 2026

TKI-Kombination bei Resistenz gegen Osimertinib aufgrund von Überexpression oder Amplifikation von MET

Auch hochwirksame EGFR-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) der dritten Generation wie Osimertinib sind beim EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) nur für begrenzte Zeit wirksam; den daraufhin häufig angewendeten Chemotherapien ist ebenfalls meist kein längerer Erfolg beschieden. Mit einer Kombination aus einem EGFR- und einem MET-Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) lässt sich dieses Problem umgehen und die Prognose dieser Patient:innen deutlich verbessern, wie Shun Lu, Shanghai, beim ESMO-Kongress in Madrid berichtete.
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NSCLC
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Neues Antikörper-Toxin-Konjugat beim TKI-refraktären EGFR-mutierten Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge
ESMO 2026

Neues Antikörper-Toxin-Konjugat beim TKI-refraktären EGFR-mutierten Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge

Patient:innen mit EGFR-mutiertem nicht-squamösem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC), die auf einen Drittgenerations-EGFR-Tyrosinkinaseinhibitor (TKI) nicht mehr ansprechen, könnten künftig von einem in China entwickelten bispezifischen, gegen den EGFR und gegen HER3 gerichteten Antikörper-Toxin-Konjugat (ADC) profitieren: Es konnte in einer Phase-III-Studie das progressionsfreie Überleben verdoppeln, wie Li Zhang, Guangzhou, beim ESMO-Kongress in Madrid berichtete.
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NSCLC
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Antikörper-Toxin-Konjugat in der Erstlinie beim Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge hochwirksam
ESMO 2026

Antikörper-Toxin-Konjugat in der Erstlinie beim Nicht-Plattenepithelkarzinom der Lunge hochwirksam

Für Patient:innen mit nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Karzinomen der Lunge (nsq-NSCLC), die keine pharmazeutisch adressierbaren Treibermutationen tragen und negativ für die Expression des Immuncheckpoints PD-L1 sind, gibt es künftig eine neue Option: Das Antikörper-Toxin-Konjugat (ADC) Sacituzumab tirumotecan kann in Kombination mit dem PD-1-Inhibitor Pembrolizumab das progressionsfreie Überleben hier deutlich verlängern, wie Caicun Zhou, Shanghai, beiom ESMO-Kongress in Madrid berichtete.
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NSCLC
 4 Min|
Neuer Standard: Zweitgenerations-KRAS G12C-Inhibitor Divarasib toppt Sotorasib oder Adagrasib im Phase-III-Head-to-Head-Vergleich
ESMO 2026

Neuer zukünftiger Standard: Zweitgenerations-KRAS G12C-Inhibitor Divarasib toppt Sotorasib oder Adagrasib im Phase-III-Head-to-Head-Vergleich

Der KRAS‑G12C‑Inhibitor der zweiten Generation Divarasib ist den beiden zugelassenen Erstgenerations-Inhibitoren Sotorasib oder Adagrasib bei vorbehandelten Erkrankten mit fortgeschrittenem KRAS G12C-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) hinsichtlich des primären Endpunkts progressionsfreien Überleben (PFS) sowie der sekundären Endpunkte Gesamtüberleben (OS) und objektive Ansprechrate (ORR) signifikant und klinisch relevant überlegen. Das sind die praxisverändernden Ergebnisse der Phase-III-Studie Krascendo 1, die bei der Jahresstagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 als Late Breaking Abstract im Presidential Symposium II vorgestellt wurden [1]. Sie markieren einen zukünftigen neuen Behandlungsstandard bei einer Erkrankung mit hohem medizinischem Bedarf – dies umso mehr, als auch das Nebenwirkungsprofil von Divarasib günstig war [1].
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NSCLC
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NSCLC: Protonenpumpenhemmer und Antibiotika können Immuntherapie beeinträchtigen

Protonenpumpeninhibitoren (PPI) und Antibiotika gehören zu den am häufigsten verschriebenen Medikamenten. Doch diese Begleitmedikamente könnten die Wirksamkeit von Immuntherapien beeinträchtigen. Dies zeigt eine Post-hoc-Analyse der PACIFIC-Studie mit Patient:innen mit nicht operablem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium III. Die Einnahme von PPI oder Antibiotika kurz vor Beginn der Immuntherapie mit Durvalumab war mit einem schlechteren Krankheitsverlauf verbunden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass beide Medikamentengruppen die Darmflora verändern und dadurch die Immunantwort schwächen.
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NSCLC
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WCLC 2026

EGFR-mutiertes NSCLC: 8-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil unter adjuvantem Osimertinib

Aktualisierte Ergebnisse einer explorativen 8-Jahres-OS-Analyse der Phase-III-Studie ADAURA haben den anhaltenden Überlebensvorteil mit Osimertinib beim vollständig reseziertem EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IB–IIIA bekräftigt. Osimertinib führte zu einem anhaltenden, klinisch bedeutsamen Vorteil im Gesamtüberleben (OS). Die Ergebnisse wurden auf dem Presidential Symposium der World Conference on Lung Cancer (WCLC) 2026 der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) in Seoul (Korea) vorgestellt und zeitgleich im Journal of Thoracic Oncology publiziert [1, 2].
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NSCLC
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NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

Zur Behandlung von Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) steht eine Vielzahl von Therapieoptionen zur Verfügung – auch mehrere PD(L)1-Inhibitoren. Neben der Wirksamkeits-Evidenz ist damit auch die Wirtschaftlichkeit relevanter. Das wird durch das im Juli 2026 in Kraft getretene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz forciert. Ein Spannungsfeld, in dem sich der PD1-Inhibitor Tislelizumab positionieren möchte.
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NSCLC
 3 Min|
Interview mit Prof. Dr. med. Wolfgang Schütte, Krankenhaus Martha-Maria, Halle-Dölau

ALK+ NSCLC: Therapiesequenz im Wandel

Die Therapielandschaft beim ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (ALK+ NSCLC) ist heute so differenziert wie herausfordernd: Mehrere Generationen von Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) stehen zur Verfügung, langjährige Erfahrung trifft auf neue Studiendaten und erwartete Updates. Diese Dynamik macht die praktische Einordnung zur Therapiesequenz zunehmend komplex, was sich nicht nur verstärkt bei Ärztekongressen zeigt, sondern auch bei der Leitlinienüberarbeitung. Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Mitgestalter der Leitlinie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Martha-Maria, Halle-Dölau, bestätigt: Aktuell gibt es leider noch sehr viele offene Fragen.
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NSCLC
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Erstlinienbehandlung des ALK+ aNSCLC
Erstlinienbehandlung des ALK+ aNSCLC

Herausragende Langzeitwirksamkeit von Lorlatinib für die klinische Routine nutzen

Das 7-Jahres-Update der Phase-III-Studie CROWN bestätigte erneut die anhaltend gute Wirksamkeit von Lorlatinib, einem ALK-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der dritten Generation, in der Erstlinientherapie des ALK-positiven fort­geschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (ALK+ aNSCLC) gegenüber Crizotinib und setzte damit neue Maßstäbe für die Langzeitwirksamkeit [1, 2]. Die Daten zeigten, dass eine einzelne Substanz erstmalig in der Lage ist, den fortgeschrittenen Lungenkrebs anhaltend zu kontrollieren – sowohl systemisch als auch intrakraniell. Unerwünschte Ereignisse traten früh auf und waren durch Dosisanpassungen ohne Wirksamkeitsverlust gut handhabbar. Gute Aufklärung, ein geeignetes Therapiemanagement und die langfristige Begleitung der Patient:innen stellen sicher, dass die Behandelten im klinischen Alltag bestmöglich profitieren.
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NSCLC
 8 Min|
BRAF-V600E-mutiertes NSCLC
BRAF-V600E-mutiertes NSCLC

Datenupdate unterstreicht langanhaltendes Gesamtüberleben unter zielgerichteter Kombinationstherapie

Aktuelle Daten bei therapienaiven Betroffenen mit BRAF-V600E-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) unter der zielgerichteten Therapie aus Encorafenib und Binimetinib zeigen das bislang längste berichtete mediane Gesamtüberleben (mOS) von nahezu 4 Jahren [1]. Die Kombination aus BRAF-Inhibitor und MEK-Inhibitor ­bestätigt mit dem Update der einarmigen Phase-II-Studie PHAROS ihre anhaltende und klinisch bedeutsame anti­tumorale Wirksamkeit bei einem gut handhabbaren Sicherheitsprofil für Betroffene mit ungünstiger Prognose [1-4].
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NSCLC
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WCLC 2026

Erstlinientherapie des ALK+ NSCLC: Lorlatinib setzt neue Langzeitmaßstäbe

Das 7‑Jahres‑Update der Phase‑III‑Erstlinienstudie CROWN beim fortgeschrittenen ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (ALK+ NSCLC) bestätigt die anhaltend hohe Wirksamkeit des Drittgenerations‑ALK‑Inhibitors Lorlatinib gegenüber Crizotinib [1]. Das weiterhin nicht erreichte mediane progressionsfreie Überleben (PFS) und der Schutz vor neuen bzw. die fehlende Progression vorhandener Hirnmetastasen weisen auf eine anhaltende systemische wie intrakraniellen Krankheitskontrolle hin. Darauf wiesen Expert:innen bei einem Symposium von Pfizer im Rahmen der World Conference on Lung Cancer (WCLC 2026) in Seoul, Südkorea, hin.
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Medizin
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Divarasib: neuer Maßstab beim KRAS-G12C-mutierten NSCLC?

Trotz erster Fortschritte bleibt der medizinische Bedarf beim KRAS-G12C-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) enorm. Inhibitoren der zweiten Generation eröffnen nun die Chance auf eine signifikant verlängerte Krankheitskontrolle bei gleichzeitig erhaltener Lebensqualität. „Besonders die Perspektive auf Chemotherapie-freie Kombinationstherapien in der Erstlinie, auch bei einer PD-L1-Expression < 50%, ist ein Meilenstein. Um dieses Potenzial für die Betroffenen voll auszuschöpfen, ist eine umfassende molekulare Testung direkt bei Diagnosestellung unerlässlich“, sagt PD Dr. Nikolaj Frost, Ärztliche Leitung Arbeitsbereich Thorakale Onkologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin.
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Medizin
 3 Min|

CROWN-Studie: 7-Jahres-Daten setzen neue Maßstäbe beim ALK+ aNSCLC

Kürzlich wurden aktuelle Langzeit-Follow-up-Daten aus der Phase-III-Studie CROWN veröffentlicht, in der Lorlatinib im Vergleich zu Crizotinib bei Patient:innen mit nicht vorbehandeltem ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) in der Erstlinie untersucht wurde. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von sieben Jahren wurde das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) basierend auf der Beurteilung durch die Prüfärzt:innen mit Lorlatinib nicht erreicht. 55% der mit Lorlatinib behandelten Patient:innen waren nach sieben Jahren noch am Leben und progressionsfrei, verglichen mit 3% im Crizotinib-Behandlungsarm.
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NSCLC
 26 Min|
Umfrage zu molekularen Analysen in der Therapie des NSCLC
Umfrage zu molekularen Analysen in der Therapie des NSCLC

Stimmt die Testbereitschaft mit den Empfehlungen der Leitlinien überein?

Für die Anwendung immunonkologischer und molekular zielgerichteter Therapieoptionen, die heute in nahezu allen Stadien des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) zur Verfügung stehen, sind die entsprechenden molekulargenetischen bzw. immunhistochemischen Testverfahren Grundvoraussetzung [1, 2]. Inwieweit die Empfehlungen der Leitlinien im klinischen Alltag tatsächlich umgesetzt werden, wurde 2025 zum 8. Mal in einer bundesweiten Umfrage unter Ärzt:innen an Universitätskliniken, nicht-universitären Kliniken, Lungenfachkliniken, onkologischen Praxen und medizinischen Versorgungszentren (MVZs) untersucht [3-8]. Dabei zeigten sich, den aktuellen Therapieempfehlungen folgend, unter anderem eine Verschiebung der Testraten in Richtung Neoadjuvanz sowie weiterhin hohe Testraten der jeweiligen Marker im Stadium IV. Leider beginnt jedoch nach wie vor ein Teil der Ärzt:innen mit einer Therapie, bevor alle molekularen Testergebnisse vorliegen. Dadurch wird den Betroffenen womöglich die für sie optimale Behandlung vorenthalten. Wie die Umfrage außerdem zeigt, werden größere Genpanels inzwischen häufiger für die Untersuchungen genutzt und auch die Relevanz molekularer Tumorboards sowie der stadienunabhängigen Reflextestung ist insbesondere in den frühen Stadien gestiegen.
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Medizin
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Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Die Europäische Kommission hat die Zulassung des PD-1-Inhibitors Serplulimab erweitert: Dadurch umfasst das Anwendungsgebiet neben dem fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC) nun auch das nicht-plattenepitheliale NSCLC [1]. Die Zulassungserweiterung beruht auf der Phase-III-Studie ASTRUM-002 [2, 3]. Dabei führte die Ergänzung von Serplulimab zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben sowie Gesamtüberleben gegenüber der Chemotherapie allein mit einem gut kontrollierbaren Sicherheitsprofil [3]. Mit der Zulassungserweiterung steht für Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-plattenepithelialem NSCLC ohne EGFR-, ALK- oder ROS1-positive Mutationen eine zusätzliche immunonkologische Behandlungsoptionin der Erstlinie zur Verfügung.
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Medizin
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Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Tumoren können das Immunsystem austricksen, indem sie das Oberflächenprotein PD-L1 bilden. Bindet dieses Protein an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen, wird deren Angriff auf den Tumor gebremst. Moderne Immuntherapien lösen diese Bremse und reaktivieren so die körpereigene Krebsabwehr. Dennoch sprechen viele Patient:innen nicht ausreichend auf diese Behandlung an. Ein Grund dafür sind weitere immunsuppressive Mechanismen, wie der von vielen Tumoren produzierte Botenstoff GDF-15. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Würzburger Frauenklinik konnte gemeinsam mit ihrem Spin-off CatalYm in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die Wirksamkeit etablierter Immuntherapien deutlich verstärken kann.
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