Journal Onkologie

NSCLC

Überblick

Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom: Nicht nur ein Raucherproblem

Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) macht drei Viertel aller Bronchialkarzinome aus und stellt eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen dar (häufigste Krebstodesursache bei Männern, dritthäufigste bei Frauen) [1]. Daher werden optimale Therapiestrategien bei Lungenkrebs umso wichtiger. Im Folgenden werden die relevantesten Fragen zur Entstehung, möglichen Risikofaktoren, der Diagnose und Therapie des NSCLC beantwortet.
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NSCLC
NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium
DGP 2026

NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium

Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin standen unter anderem aktuelle Entwicklungen zur Immuntherapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Mittelpunkt. Professor Severin Schmid beleuchtete Fortschritte der perioperativen Chemoimmuntherapie beim resektablen NSCLC, Professor Nils Reinmuth die Langzeitergebnisse von Pembrolizumab im metastasierten Setting.
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NSCLC
EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen
ELCC 2026

EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen

Erkrankte mit EGFR‑mutiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkarzinom (EGFRm NSCLC) und begleitender TP53‑Mutation sprechen häufig schlecht auf eine Monotherapie mit EGFR‑Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) an. Die Phase‑III‑Studie FLAURA2 hatte im Erstliniensetting eine überlegene Wirksamkeit der Kombination aus dem Drittgenerations-TKI Osimertinib und Chemotherapie gegenüber einer Osimertinib‑Monotherapie gezeigt [1]. Unklar war jedoch, ob dieser Vorteil auch bei TP53‑Komutationen bestehen bleibt. Die Phase‑III‑Studie TOP, deren Interimsdaten beim Europäischen Lungenkrebskongress (ELCC) 2026 vorgestellt wurden, beantwortete dies nun mit „Ja“ [2].
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Thorakale Tumoren
Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom

Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom: Wirksamkeit, Verträglichkeit und aktuelle Chancen beim SCLC und NSCLC

Häufig werden kleinzellige (SCLC) und nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Deshalb sind wirksame und verträgliche Therapieoptionen für die Erstlinie (1L) essenziell. Die Chemo-Immuntherapie (CIT) ist beim fortgeschrittenen SCLC (ES-SCLC) mittlerweile Standard: Die ZNS-wirksame Kombination aus Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid (C/E) hat die Prognose der Patient:innen deutlich verbessert. Beim NSCLC gilt es, Patient:innen, die Platin-ungeeignet sind, frühzeitig zu identifizieren, um ihnen die verträglichere Atezolizumab-Monotherapie anbieten zu können.
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Medizin

Amivantamab: Subkutane Darreichungsform in allen Linien des EGFR-mutierten NSCLC zugelassen

Ab sofort ist Amivantamab in allen Linien des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit EGFR-Mutationen gleichermaßen als subkutane (s.c.) und als intravenöse (i.v.) Darreichungsform zugelassen. Die s.c. ist im Vergleich zur i.v. Darreichungsform mit einer reduzierten Häufigkeit verabreichungsbedingter Reaktionen (IRR bzw. ARR) sowie mit Applikationsvorteilen verbunden.
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Medizin

5-Jahres-Daten der CROWN-Studie: Lorlatinib verlängert progressionsfreies Überleben bei ALK-positivem NSCLC

Mit den 5-Jahres-Daten der CROWN-Studie liegt erstmals ein medianes progressionsfreies Überleben (mPFS) von über fünf Jahren unter einer zielgerichteten Erstlinientherapie (1L) für Patient:innen mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC (ALK+ aNSCLC) vor. Mit ALK-Inhibitoren der zweiten Generation konnte bisher ein medianes PFS von etwa zwei bis drei Jahren erreicht werden.
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NSCLC
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom

Neues 5-Jahres-Update belegt: Überzeugende Langzeitwirksamkeit von Cemiplimab in der Kombination – insbesondere bei plattenepithelialer Histologie

Beim Kongress der europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie – Immunonkologie (ESMO-IO) im Dezember 2025 in London wurden erstmals die 5-Jahres-Daten der histologischen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC)-Subgruppen aus der Kombinationsstudie EMPOWER-Lung 3 (Cemiplimab + Chemotherapie (CTx) vs. CTx bei Programmierter Zelltod Ligand-1 (PD-L1) ≥ 1%) vorgestellt [1]. Die Kombinationstherapie mit Cemiplimab verdreifachte dabei fast die 5-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu alleiniger CTx [1]. Damit liegen für Cemiplimab nun 2 große Phase-III-Studien mit Langzeitdaten zur Mono- und Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen NSCLC vor. Cemiplimab überzeugte in beiden Studien in der Subgruppe mit plattenepithelialer Histologie (sqNSCLC) – ein historisch eher schwer zu therapierendes Kollektiv [4-7].
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NSCLC
EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit
EGFR-mutiertes NSCLC

Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit

Die finalen Daten zum Gesamtüberleben (sekundärer Endpunkt, OS) der FLAURA2-Studie belegen, dass Betroffene mit fortgeschrittenem EGFR-mutiertem (EGFRm) nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) durch die Erstlinien- Kombination aus dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der 3. Generation Osimertinib mit Platin-Pemetrexed Chemotherapie (CTx) im Vergleich zur Osimertinib-Monotherapie ein signifikant längeres OS erreichten [1]. Die Deutschen Leitlinien tragen diesem Wirksamkeitsvorteil bei, indem sie die intensivierte Kombinationstherapie empfehlen – insbesondere für Patient:innen mit ungünstiger Prognose aufgrund von ZNS-Metastasen [2].
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NSCLC
Hochintensives Intervalltraining für Lungenkrebs-Patient:innen – Implikationen für Immunantworten und klinischen Verlauf

Hochintensives Intervalltraining für Lungenkrebs-Patient:innen – Implikationen für Immunantworten und klinischen Verlauf

Die Evidenz für einen positiven Einfluss körperlicher Aktivität auf die Prognose onkologischer Erkrankungen nimmt zu. Die randomisierte HI AIM-Studie bei metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) untersuchte Effekte einer sechswöchigen, supervidierten, gruppenbasierten Hochintensitäts-Intervalltrainings (HIIT)-Intervention zusätzlich zur Standardtherapie (Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI), Chemoimmuntherapie oder Surveillance). 54 Patient:innen wurden eingeschlossen, die Adhärenz betrug 83%. Nach den HIIT-Einheiten zeigte sich im peripheren Blut eine deutliche Mobilisierung von NK- und CD8+ T-Zellen, begleitet von Katecholamin-Spitzen. Die maximale aerobe Kapazität und Leistung nahmen signifikant zu, relevante unerwünschte Ereignisse traten nicht auf. Vorläufige Analysen deuten auf weniger toxizitätsbedingte Therapieanpassungen, weniger ungeplante Hospitalisierungen und niedrigere Angst-Scores hin. HIIT erwies sich damit als sicher, immunaktivierend und potenziell synergistisch zu Immuntherapien.
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NSCLC
ALK+ aNSCLC: 5 Jahre progressionsfrei – „Können wir von Chronifizierung sprechen?“

ALK+ aNSCLC: Fünf Jahre progressionsfrei – „Können wir von Chronifizierung sprechen?“

Langzeitdaten belegen, dass Patient:innen mit ALK-positivem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) mit Lorlatinib ein progressionsfreies Überleben (PFS) von über fünf Jahren erreichen können [1]. Ein entscheidender Prädiktor dafür ist wohl die Tiefe des Ansprechens [2]. Doch eine Therapie über so einen langen Zeitraum erfordert auch ein bedarfsgerechtes Langzeitmanagement.
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Medizin
HER2-mutiertes NSCLC: FDA erteilt beschleunigte Zulassung für Sevabertinib

HER2-mutiertes NSCLC: FDA erteilt beschleunigte Zulassung für Sevabertinib

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat die beschleunigte Zulassung für Sevabertinib erteilt. Die Zulassung gilt für erwachsene Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), deren Tumoren aktivierende Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne des humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (HER2) aufweisen, wie durch einen von der FDA zugelassenen Test nachgewiesen, und die zuvor eine systemische Therapie erhalten haben.
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NSCLC
NSCLC: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III
Kurativ intendierte Therapie des NSCLC

MDT-BRIDGE: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III

Immuncheckpoint-Inhibitoren werden zunehmend in der perioperativen Behandlung des frühen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt. Dennoch bleiben zentrale Fragen offen – insbesondere hinsichtlich des optimalen Vorgehens bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem Tumor. Auch fehlten bislang belastbare Daten für den Fall, dass eine zunächst als resezierbar eingeschätzte Erkrankung sich doch nicht operieren lässt. Wichtige Antworten liefert hier die Interimsauswertung der Phase-II-Studie MDT-BRIDGE*, die beim Europäischen Krebskongress (ESMO) in Berlin vorgestellt wurde. Sie ist die erste globale Studie, die prospektiv eine neoadjuvante Therapie mit Durvalumab + Chemotherapie (CT) bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem NSCLC evaluiert.
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NSCLC
Tyrosinkinasehemmer bei HER2-mutiertem NSCLC in Sicht
ESMO 2025

Tyrosinkinasehemmer bei HER2-mutiertem NSCLC in Sicht

Beim diesjährigen ESMO-Kongress wurden erstmals Daten zu dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Zongertinib vorgestellt. Nicht-kleinzellige Lungentumoren (NSCLC) mit einer im Tyrosinkinase-Domänenbereich (TKD) befindlichen Mutation des HER2-Rezeptors scheinen sehr gut auf den TKI anzusprechen. Wie zu erfahren war, profitieren die Patient:innen deutlich in Bezug auf die Lebensqualität – verglichen mit der Gruppe, die eine Chemotherapie erhielt. In den USA und China gibt es eine „Breakthrough Therapy Designation“ für die Erstlinientherapie bei Erwachsenen.
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NSCLC
Atezolizumab-Monotherapie: Therapieoption für vulnerable NSCLC-Patient:innenen
DGHO 2025

Atezolizumab-Monotherapie: Therapieoption für vulnerable NSCLC-Patient:innen

Die Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms bei Patient:innen mit niedrigem PD-L1-Status bleibt eine therapeutische Herausforderung. Während platinbasierte Kombinationstherapien den Standard darstellen, existiert eine relevante Patient:innenpopulation, die für diese intensiven Regime nicht geeignet ist. Aktuelle Daten einer Heidelberger Real-World-Analyse, die auf dem DGHO 2025 präsentiert wurden, quantifizieren erstmals systematisch diese Versorgungslücke und bewerten das Potenzial der Atezolizumab-Monotherapie.
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NSCLC
ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC: Lange leben und Lebensqualität erhalten mit Lorlatinib
ESMO 2025

ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC: Lange leben und Lebensqualität erhalten mit Lorlatinib

Nachdem schon die ALK-Tyrosinkinaseinhibitoren der zweiten Generation Alectinib und Brigatinib den ersten Vertreter dieser Substanzklasse Crizotinib bzgl. der erreichten medianen progessionsfreien Überlebenszeiten bei Patient:innen mit ALK (+) aNSCLC übertroffen hatten, hat Lorlatinib die Messlatte nicht nur bei Lungenkrebs, sondern auch im Hinblick darauf, was zielgerichtete Therapien im Allgemeinen erreichen können, noch einmal deutlich höher gelegt. Da die entsprechenden Patient:innen diese Therapie wahrscheinlich über einige Jahre als Dauertherapie nehmen müssen, diskutierten Experten während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin darüber, wie sie begleitet werden sollten und wie mit möglichen Nebenwirkungen umgegangen werden kann.
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ESMO 2025
Fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom der Lunge: Subgruppenanalyse zum Gesamtüberleben in der RATIONALE-307-Studie
ESMO 2025

Fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom der Lunge: Subgruppenanalyse zum Gesamtüberleben in der RATIONALE-307-Studie

In der retrospektiven Langzeitauswertung der Phase-III-Studie RATIONALE-307 nach fast vier Jahren verbesserte sich bei Patient:innen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem bronchialen Plattenepithelkarzinom (a/m sqNSCLC), die Tislelizumab (TIS) plus Paclitaxel/Carboplatin (PC) oder TIS plus nab-PC erhielten, im Vergleich zu PC allein die Gesamtüberlebenszeit (OS) langfristig und klinisch bedeutsam. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem ESMO-Kongress 2025 vorgestellt [1].
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ESMO 2025
Längeres Follow-Up bestätigt adjuvantes Alectinib beim frühen ALK+ NSCLC
ESMO 2025

Längeres Follow-Up bestätigt adjuvantes Alectinib beim frühen ALK+ NSCLC

Seit der Primäranalyse der Phase-III-Studie ALINA hat sich der ALK-Inhibitor Alectinib zum adjuvanten Standard beim resezierten, frühen und ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) entwickelt. Ein aktuelles Update nach rund vier Jahren Follow-Up bekräftigte die Vorteile beim krankheitsfreien Überleben (DFS), speziell auch im Hinblick auf eine ZNS-Beteiligung [1].
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ESMO 2025
Inoperables NSCLC im Stadium III: Konsolidierung mit Durvalumab bleibt Standard
ESMO 2025

Inoperables NSCLC im Stadium III: Konsolidierung mit Durvalumab bleibt Standard

Der therapeutische Standard für das inoperable nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium III besteht derzeit aus einer gleichzeitigen, platinbasierten Radiochemotherapie und bei Patient:innen, die danach ohne Progression sind, einer nachfolgenden Konsolidierung mit dem PD-L1-Immuncheckpoint-Inhibitor Durvalumab. Die Kombination eines anderen PD-L1-Inhibitors, Atezolizumab, mit dem TIGIT-Checkpoint-Inhibitor Tiragolumab brachte in einer Phase-III-Studie demgegenüber keinen Vorteil.
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ESMO 2025
Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse bei NSCLC-Patient:innen mit Hirnmetastasen
ESMO 2025

Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse bei NSCLC-Patient:innen mit Hirnmetastasen

Patient:innen mit aktiven Hirnmetastasen werden häufig von klinischen Studien ausgeschlossen, obwohl sie eine besonders vulnerable Patientengruppe darstellen. Die Break-B5-Studie, deren Daten auf dem ESMO 2025 vorgestellt wurden, schließt speziell Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) und unbehandelten Hirnmetastasen ein. Das Therapieregimen kombiniert die Checkpoint-Inhibitoren Nivolumab und Ipilimumab mit Chemotherapie und dem Anti-VEGF-Antikörper Bevacizumab, der als steroid-sparende, antiödematöse Therapie eingesetzt wird [1].
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