Journal Onkologie

NSCLC

Überblick

Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom: Nicht nur ein Raucherproblem

Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) macht drei Viertel aller Bronchialkarzinome aus und stellt eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen dar (häufigste Krebstodesursache bei Männern, dritthäufigste bei Frauen) [1]. Daher werden optimale Therapiestrategien bei Lungenkrebs umso wichtiger. Im Folgenden werden die relevantesten Fragen zur Entstehung, möglichen Risikofaktoren, der Diagnose und Therapie des NSCLC beantwortet.
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NSCLC
 3 Min|
WCLC 2026

EGFR-mutiertes NSCLC: 8-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil unter adjuvantem Osimertinib

Aktualisierte Ergebnisse einer explorativen 8-Jahres-OS-Analyse der Phase-III-Studie ADAURA haben den anhaltenden Überlebensvorteil mit Osimertinib beim vollständig reseziertem EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IB–IIIA bekräftigt. Osimertinib führte zu einem anhaltenden, klinisch bedeutsamen Vorteil im Gesamtüberleben (OS). Die Ergebnisse wurden auf dem Presidential Symposium der World Conference on Lung Cancer (WCLC) 2026 der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) in Seoul (Korea) vorgestellt und zeitgleich im Journal of Thoracic Oncology publiziert [1, 2].
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NSCLC
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NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

Zur Behandlung von Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) steht eine Vielzahl von Therapieoptionen zur Verfügung – auch mehrere PD(L)1-Inhibitoren. Neben der Wirksamkeits-Evidenz ist damit auch die Wirtschaftlichkeit relevanter. Das wird durch das im Juli 2026 in Kraft getretene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz forciert. Ein Spannungsfeld, in dem sich der PD1-Inhibitor Tislelizumab positionieren möchte.
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NSCLC
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Interview mit Prof. Dr. med. Wolfgang Schütte, Krankenhaus Martha-Maria, Halle-Dölau

ALK+ NSCLC: Therapiesequenz im Wandel

Die Therapielandschaft beim ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (ALK+ NSCLC) ist heute so differenziert wie herausfordernd: Mehrere Generationen von Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) stehen zur Verfügung, langjährige Erfahrung trifft auf neue Studiendaten und erwartete Updates. Diese Dynamik macht die praktische Einordnung zur Therapiesequenz zunehmend komplex, was sich nicht nur verstärkt bei Ärztekongressen zeigt, sondern auch bei der Leitlinienüberarbeitung. Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Mitgestalter der Leitlinie und Stellvertretender Ärztlicher Direktor am Krankenhaus Martha-Maria, Halle-Dölau, bestätigt: Aktuell gibt es leider noch sehr viele offene Fragen.
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NSCLC
 5 Min|
Erstlinienbehandlung des ALK+ aNSCLC
Erstlinienbehandlung des ALK+ aNSCLC

Herausragende Langzeitwirksamkeit von Lorlatinib für die klinische Routine nutzen

Das 7-Jahres-Update der Phase-III-Studie CROWN bestätigte erneut die anhaltend gute Wirksamkeit von Lorlatinib, einem ALK-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der dritten Generation, in der Erstlinientherapie des ALK-positiven fort­geschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (ALK+ aNSCLC) gegenüber Crizotinib und setzte damit neue Maßstäbe für die Langzeitwirksamkeit [1, 2]. Die Daten zeigten, dass eine einzelne Substanz erstmalig in der Lage ist, den fortgeschrittenen Lungenkrebs anhaltend zu kontrollieren – sowohl systemisch als auch intrakraniell. Unerwünschte Ereignisse traten früh auf und waren durch Dosisanpassungen ohne Wirksamkeitsverlust gut handhabbar. Gute Aufklärung, ein geeignetes Therapiemanagement und die langfristige Begleitung der Patient:innen stellen sicher, dass die Behandelten im klinischen Alltag bestmöglich profitieren.
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NSCLC
 8 Min|
BRAF-V600E-mutiertes NSCLC
BRAF-V600E-mutiertes NSCLC

Datenupdate unterstreicht langanhaltendes Gesamtüberleben unter zielgerichteter Kombinationstherapie

Aktuelle Daten bei therapienaiven Betroffenen mit BRAF-V600E-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) unter der zielgerichteten Therapie aus Encorafenib und Binimetinib zeigen das bislang längste berichtete mediane Gesamtüberleben (mOS) von nahezu 4 Jahren [1]. Die Kombination aus BRAF-Inhibitor und MEK-Inhibitor ­bestätigt mit dem Update der einarmigen Phase-II-Studie PHAROS ihre anhaltende und klinisch bedeutsame anti­tumorale Wirksamkeit bei einem gut handhabbaren Sicherheitsprofil für Betroffene mit ungünstiger Prognose [1-4].
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NSCLC
 2 Min|
WCLC 2026

Erstlinientherapie des ALK+ NSCLC: Lorlatinib setzt neue Langzeitmaßstäbe

Das 7‑Jahres‑Update der Phase‑III‑Erstlinienstudie CROWN beim fortgeschrittenen ALK-positiven nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (ALK+ NSCLC) bestätigt die anhaltend hohe Wirksamkeit des Drittgenerations‑ALK‑Inhibitors Lorlatinib gegenüber Crizotinib [1]. Das weiterhin nicht erreichte mediane progressionsfreie Überleben (PFS) und der Schutz vor neuen bzw. die fehlende Progression vorhandener Hirnmetastasen weisen auf eine anhaltende systemische wie intrakraniellen Krankheitskontrolle hin. Darauf wiesen Expert:innen bei einem Symposium von Pfizer im Rahmen der World Conference on Lung Cancer (WCLC 2026) in Seoul, Südkorea, hin.
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Medizin
 2 Min|

Divarasib: neuer Maßstab beim KRAS-G12C-mutierten NSCLC?

Trotz erster Fortschritte bleibt der medizinische Bedarf beim KRAS-G12C-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) enorm. Inhibitoren der zweiten Generation eröffnen nun die Chance auf eine signifikant verlängerte Krankheitskontrolle bei gleichzeitig erhaltener Lebensqualität. „Besonders die Perspektive auf Chemotherapie-freie Kombinationstherapien in der Erstlinie, auch bei einer PD-L1-Expression < 50%, ist ein Meilenstein. Um dieses Potenzial für die Betroffenen voll auszuschöpfen, ist eine umfassende molekulare Testung direkt bei Diagnosestellung unerlässlich“, sagt PD Dr. Nikolaj Frost, Ärztliche Leitung Arbeitsbereich Thorakale Onkologie, Charité-Universitätsmedizin Berlin.
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Medizin
 3 Min|

CROWN-Studie: 7-Jahres-Daten setzen neue Maßstäbe beim ALK+ aNSCLC

Kürzlich wurden aktuelle Langzeit-Follow-up-Daten aus der Phase-III-Studie CROWN veröffentlicht, in der Lorlatinib im Vergleich zu Crizotinib bei Patient:innen mit nicht vorbehandeltem ALK-positivem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) in der Erstlinie untersucht wurde. Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von sieben Jahren wurde das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) basierend auf der Beurteilung durch die Prüfärzt:innen mit Lorlatinib nicht erreicht. 55% der mit Lorlatinib behandelten Patient:innen waren nach sieben Jahren noch am Leben und progressionsfrei, verglichen mit 3% im Crizotinib-Behandlungsarm.
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NSCLC
 26 Min|
Umfrage zu molekularen Analysen in der Therapie des NSCLC
Umfrage zu molekularen Analysen in der Therapie des NSCLC

Stimmt die Testbereitschaft mit den Empfehlungen der Leitlinien überein?

Für die Anwendung immunonkologischer und molekular zielgerichteter Therapieoptionen, die heute in nahezu allen Stadien des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) zur Verfügung stehen, sind die entsprechenden molekulargenetischen bzw. immunhistochemischen Testverfahren Grundvoraussetzung [1, 2]. Inwieweit die Empfehlungen der Leitlinien im klinischen Alltag tatsächlich umgesetzt werden, wurde 2025 zum 8. Mal in einer bundesweiten Umfrage unter Ärzt:innen an Universitätskliniken, nicht-universitären Kliniken, Lungenfachkliniken, onkologischen Praxen und medizinischen Versorgungszentren (MVZs) untersucht [3-8]. Dabei zeigten sich, den aktuellen Therapieempfehlungen folgend, unter anderem eine Verschiebung der Testraten in Richtung Neoadjuvanz sowie weiterhin hohe Testraten der jeweiligen Marker im Stadium IV. Leider beginnt jedoch nach wie vor ein Teil der Ärzt:innen mit einer Therapie, bevor alle molekularen Testergebnisse vorliegen. Dadurch wird den Betroffenen womöglich die für sie optimale Behandlung vorenthalten. Wie die Umfrage außerdem zeigt, werden größere Genpanels inzwischen häufiger für die Untersuchungen genutzt und auch die Relevanz molekularer Tumorboards sowie der stadienunabhängigen Reflextestung ist insbesondere in den frühen Stadien gestiegen.
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Medizin
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Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Zulassung von Serplulimab auf NSCLC erweitert

Die Europäische Kommission hat die Zulassung des PD-1-Inhibitors Serplulimab erweitert: Dadurch umfasst das Anwendungsgebiet neben dem fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC) nun auch das nicht-plattenepitheliale NSCLC [1]. Die Zulassungserweiterung beruht auf der Phase-III-Studie ASTRUM-002 [2, 3]. Dabei führte die Ergänzung von Serplulimab zu einem signifikant längeren progressionsfreien Überleben sowie Gesamtüberleben gegenüber der Chemotherapie allein mit einem gut kontrollierbaren Sicherheitsprofil [3]. Mit der Zulassungserweiterung steht für Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-plattenepithelialem NSCLC ohne EGFR-, ALK- oder ROS1-positive Mutationen eine zusätzliche immunonkologische Behandlungsoptionin der Erstlinie zur Verfügung.
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Medizin
 3 Min|
Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Tumoren können das Immunsystem austricksen, indem sie das Oberflächenprotein PD-L1 bilden. Bindet dieses Protein an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen, wird deren Angriff auf den Tumor gebremst. Moderne Immuntherapien lösen diese Bremse und reaktivieren so die körpereigene Krebsabwehr. Dennoch sprechen viele Patient:innen nicht ausreichend auf diese Behandlung an. Ein Grund dafür sind weitere immunsuppressive Mechanismen, wie der von vielen Tumoren produzierte Botenstoff GDF-15. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Würzburger Frauenklinik konnte gemeinsam mit ihrem Spin-off CatalYm in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die Wirksamkeit etablierter Immuntherapien deutlich verstärken kann.
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NSCLC
 2 Min|
7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

Über die Hälfte der Patient:innen mit ALK-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) erreichten mit Lorlatinib in der Erstlinie ein progressionsfreies Überleben (PFS) von 7 Jahren. Das geht aus den beim Kongress 2026 der ASCO vorgestellten Langzeit-Follow-up-Daten der Phase-III-Studie CROWN hervor. Zudem war nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7 Jahren das mediane PFS noch nicht erreicht [1].
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NSCLC
 6 Min|
Osimertinib beim EGFR-mutierten Lungenkarzinom

Osimertinib beim EGFR-mutierten Lungenkarzinom: Von der frühen bis zur fortgeschrittenen Erkrankung

Das Behandlungsspektrum des Tyrosinkinase-Inhibitors (TKI) Osimertinib beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Mutationen des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFRm) entwickelt sich seit der Zulassung vor 10 Jahren stetig weiter – von der adjuvanten Behandlung bis zur Erstlinie im fortgeschrittenen Stadium. Im Interview erklärt Dr. Florian Fuchs, wie Osimertinib in fast allen Stadien in der Praxis eingesetzt wird und wie er auf Basis der Phase-III-Studien zu Osimertinib gemeinsam mit Betroffenen die Entscheidung für eine individuell angepasste Therapie trifft.
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NSCLC
 2 Min|
In der 2L+-Therapie des mNSCLC punkten Kombinationen aus Immuntherapie und Tyrosinkinase-Inhibitor
ASCO 2026

In der 2L+-Therapie des mNSCLC punkten Kombinationen aus Immuntherapie und Tyrosinkinase-Inhibitor

Patient:innen mit mNSCLC, bei denen nach einer Immuntherapie (IO) plus Chemotherapie ein Progress eintritt, haben nur begrenzte Optionen, und der relative Überlebensvorteil von 2L+-Strategien bleibt ungewiss. Während des ASCO 2026 wurde eine Netzwerk-Metaanalyse (NMA) vorgestellt, in der die Überlebensergebnisse verschiedener Studien verglichen wurden. Bewertet wurde in dieser Analyse der Nutzen verschiedener experimenteller Behandlungen jeweils im Vergleich zur Standardtherapie bei nicht nach Biomarkern selektierten 2L+ mNSCLC-Patienten.
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NSCLC
 4 Min|
Das Bild zeigt 2 Personen, von denen jeweils vor allem die Arme sichtbar sind. Eine Person trägt ein grünes T.Shirt, der Arzt einen weiße Kittel. Er zeigt ein Tablet, auf dem das Röntgenbild einer Lunge mit kanzerösen Anteilen zu sehen ist.
ASCO 2026

Fortgeschrittenes Plattenepithelial-NSCLC: Ivonescimab als Add-on zur Chemotherapie verlängert Gesamtüberleben in chinesischer Population

PD-(L)1-basierte Checkpoint-Inhibitoren in Kombination mit einer Chemotherapie bilden die Standard-Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Plattenepithelkarzinom-Histologie, doch sind die Outcomes hinsichtlich des Überlebens ungünstiger als beim Adenokarzinom-NSCLC (1). Nun könnte mit dem bispezifischen Antikörper Ivonescimab, der neben dem Immuncheckpoint PD-1 auch den Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) adressiert und damit Immuntherapie und antiangiogene Therapie verbindet, ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Dr. Shung Lu vom Shanghai Chest Hospital, Jiao Tong University, Shanghai, China, präsentierte bei der Jahrestagung der American Society of Medical Oncology (ASCO) 2026 die Überlebensdaten der chinesischen Phase-III-Studie HARMONi-6, die einen zukünftigen neuen Behandlungsstandard für NSCLC-Plattenepithelkarzinome andeuten (2). Wirksamkeitsdaten für eine globale Population von Erkrankten aus der Studie HARMONi-3 stehen allerdings noch aus.
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NSCLC
 4 Min|
Das Bild zeigt einen pergamentartigen hellblauen Hintergrund, der an einer Stelle eingerissen steht, auf der Lung Cancer steht; darum herum sind die Umrisse einer Lunge gezeichnet ist eine Lunge
ASCO 2026

Adjuvante Therapie mit RET-Inhibitor Selpercatinib verlängert EFS beim frühen RET-Fusions-positiven NSCLC

Zielgerichtete Therapiestrategien sind beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Treiberalterationen fester Bestandteil des Therapiealgorithmus. Auch im adjuvanten Setting nach Tumorresektion beim frühen NSCLC sind diese Therapien, die onkogene Treiber gezielt adressieren, etabliert – beim EGFR- ebenso wie bei ALK-positiven NSCLC [1, 2]. Nun zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie LIBRETTO-432, die bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 vorgestellt wurden, dass auch bei RET-Fusions-positiven NSCLC im Stadium IB–III eine rationale zielgerichtete Therapie in der Adjuvanz möglich ist. Wie Prof. Jonathan Goldman, University of California, Los Angeles, Los Angeles, CA, USA, in der Plenary Session des Kongresses berichtete, verlängert die adjuvante Therapie mit dem RET-Inhibitor Selpercatinib signifikant das ereignisfreie Überleben (EFS) [3]. Damit qualifiziert sich Selpercatinib als weitere geprüfte zielgerichtete Therapie im adjuvanten Setting beim frühen NSCLC.
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NSCLC
 5 Min|
Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) haben die Prognose des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) nachhaltig verbessert und erstmals eine relevante Gruppe von Langzeitüberlebenden hervorgebracht. Mit diesem therapeutischen Erfolg rückt jedoch eine bislang ungelöste Frage zunehmend in den Fokus: Wie lange sollte eine Immuntherapie bei anhaltendem Ansprechen fortgeführt werden? In der klinischen Praxis wird die Behandlung häufig unbegrenzt fortgesetzt, trotz fehlender Evidenz, relevanter Langzeittoxizität und erheblicher Kosten. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Deeskalationskonzepte, diskutiert Limitationen konventioneller Bildgebung und molekularer mimimaler Resterkrankungs (MRD)-Ansätze und stellt eine Positronenemissionstomographie/Computertomographie (PET/CT)-gestützte Strategie zur strukturierten Immuntherapie-Beendigung vor.
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NSCLC
 10 Min|
Mikroskopie-Bild von menschlichen Lungengewebszellen in der Pathologie

Histopathologische Beurteilung des Ansprechens nach Chemoimmuntherapie beim NSCLC

Die Prognose des operablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) hat sich durch den Einsatz neoadjuvanter bzw. perioperativer Chemoimmuntherapie gegenüber einer alleinigen Chemotherapie signifikant verbessert, insbesondere wenn eine pathologische Komplettremission (pCR) erreicht werden kann. Hierdurch gewinnt die pathologische Beurteilung des Ansprechens von NSCLC nach neoadjuvanter Chemoimmuntherapie in der Praxis der Pathologie zunehmend an Bedeutung. Um eine adäquate und vergleichbare Beurteilung des Therapieerfolgs zu gewährleisten, ist ein standardisiertes diagnostisches Vorgehen notwendig. Der folgende Artikel soll einen Überblick über die aktuelle Praxis der pathologischen Aufarbeitung neoadjuvanter Lungenresektate und den gegenwärtigen Diskurs zum Thema geben. Darüber hinaus soll auf die Bedeutung von PD-L1 (programmed cell death ligand 1) als prädiktiver Biomarker für das Ansprechen auf die neoadjuvante Chemoimmuntherapie eingegangen werden.
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NSCLC
 8 Min|
Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Lungenkrebs zählt weltweit zu den häufigsten malignen Erkrankungen und ist die führende Ursache krebsbedingter Mortalität. Gleichzeitig hat sich die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt: Für zahlreiche molekulare Alterationen stehen inzwischen zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Voraussetzung hierfür ist jedoch der Zugang zu einer umfassenden molekularen Diagnostik. In Deutschland existieren etablierte Versorgungsstrukturen, die eine qualitätsgesicherte molekulare Diagnostik und damit personalisierte Therapien bundesweit ermöglichen. Dazu zählen insbesondere überregionale klinische Netzwerke, die Diagnostik, interdisziplinäre Therapieentscheidungen und den Zugang zu innovativen Behandlungsoptionen, auch in klinischen Studien, bündeln. Eine geografische Analyse zeigt jedoch, dass trotz intensiver Netzwerkarbeit weiterhin ein relevanter Anteil der Lungenkrebs-Patient:innen außerhalb dieser Strukturen versorgt wird.
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