Journal Onkologie

Thorakale Tumoren

Beiträge zum Thema Thorakale Tumoren

O-Ton Onkologie Staffel 9

Lungenkrebsscreening: Teamplay von Radiologie bis Hausarztpraxis

Warum scheitert die Lungenkrebsprävention in Deutschland und was soll das neue Lungenkrebsscreening daran ändern? In dieser Folge von O-Ton Onkologie sprechen Dr. Judith Besseling und Elisa Sophia Breuer mit Prof. Dr. Torsten Bauer, Chefarzt der Klinik für Pneumologie an der Lungenklinik Heckeshorn am Helios Klinikum Emil von Behring, Berlin. Der ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) gibt Einblicke in den Implementierungsprozess des Lungenkrebsscreenings in Deutschland, wie die Teilnahme ablaufen wird und warum dieses Programm nur zusammen mit Angeboten zur Rauchentwöhnung erfolgreich sein kann. Außerdem: Ein Blick auf internationale Vorbilder, wissenschaftliche Learnings aus Polen, UK und USA und auf die Frage, wie Deutschland verhindern kann, dass weiterhin die große Mehrheit der Lungenkrebspatient:innen an der Erkrankung stirbt.
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Medizin

5-Jahres-Daten der CROWN-Studie: Lorlatinib verlängert progressionsfreies Überleben bei ALK-positivem NSCLC

Mit den 5-Jahres-Daten der CROWN-Studie liegt erstmals ein medianes progressionsfreies Überleben (mPFS) von über fünf Jahren unter einer zielgerichteten Erstlinientherapie (1L) für Patient:innen mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC (ALK+ aNSCLC) vor. Mit ALK-Inhibitoren der zweiten Generation konnte bisher ein medianes PFS von etwa zwei bis drei Jahren erreicht werden.
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SCLC
Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben
DKK 2026

Kleinzelliges Lungenkarzinom: Nächstes Ziel Langzeitüberleben

Vorsichtiger Optimismus beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom: Die Immunchemotherapie (ICT) ist in der Erstlinie bereits etabliert, nun entwickeln sich Erhaltungskonzepte. In der Zweitlinie bahnt sich mit DLL3-gerichteten Therapien eine Innovation an. Prof. Dr. Niels Reinmuth, München-Gauting, sah guten Grund für Zuversicht. „Wir werden in den nächsten ein, zwei Jahren eine Vielzahl von neuen Daten sehen, die dieses Krankheitsspektrum auf den Kopf stellen“, sagte er zu Beginn eines Symposiums beim Deutschen Krebskongress (DKK) in Berlin.
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NSCLC
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom

Neues 5-Jahres-Update belegt: Überzeugende Langzeitwirksamkeit von Cemiplimab in der Kombination – insbesondere bei plattenepithelialer Histologie

Beim Kongress der europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie – Immunonkologie (ESMO-IO) im Dezember 2025 in London wurden erstmals die 5-Jahres-Daten der histologischen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC)-Subgruppen aus der Kombinationsstudie EMPOWER-Lung 3 (Cemiplimab + Chemotherapie (CTx) vs. CTx bei Programmierter Zelltod Ligand-1 (PD-L1) ≥ 1%) vorgestellt [1]. Die Kombinationstherapie mit Cemiplimab verdreifachte dabei fast die 5-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu alleiniger CTx [1]. Damit liegen für Cemiplimab nun 2 große Phase-III-Studien mit Langzeitdaten zur Mono- und Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen NSCLC vor. Cemiplimab überzeugte in beiden Studien in der Subgruppe mit plattenepithelialer Histologie (sqNSCLC) – ein historisch eher schwer zu therapierendes Kollektiv [4-7].
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NSCLC
EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit
EGFR-mutiertes NSCLC

Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit

Die finalen Daten zum Gesamtüberleben (sekundärer Endpunkt, OS) der FLAURA2-Studie belegen, dass Betroffene mit fortgeschrittenem EGFR-mutiertem (EGFRm) nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) durch die Erstlinien- Kombination aus dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der 3. Generation Osimertinib mit Platin-Pemetrexed Chemotherapie (CTx) im Vergleich zur Osimertinib-Monotherapie ein signifikant längeres OS erreichten [1]. Die Deutschen Leitlinien tragen diesem Wirksamkeitsvorteil bei, indem sie die intensivierte Kombinationstherapie empfehlen – insbesondere für Patient:innen mit ungünstiger Prognose aufgrund von ZNS-Metastasen [2].
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Medizin

Lungenkrebs-Screening bei Ex-Raucher:innen: risikoadaptierte Strategie sinnvoll

Ein Team vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat eine neue, risikoadaptierte Strategie für den Start des Lungenkrebs-Screenings bei ehemaligen starken Raucherinnen und Rauchern entwickelt. Ziel ist es, den Beginn der Früherkennung nicht pauschal festzulegen, sondern anhand der tatsächlichen Risikoreduktion zu bestimmen. Abhängig davon, wie lange der Rauchstopp zurückliegt, errechneten die Forschenden risikoangepasste Startalter zwischen etwa 53 und 67 Jahren.
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NSCLC
Hochintensives Intervalltraining für Lungenkrebs-Patient:innen – Implikationen für Immunantworten und klinischen Verlauf

Hochintensives Intervalltraining für Lungenkrebs-Patient:innen – Implikationen für Immunantworten und klinischen Verlauf

Die Evidenz für einen positiven Einfluss körperlicher Aktivität auf die Prognose onkologischer Erkrankungen nimmt zu. Die randomisierte HI AIM-Studie bei metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) untersuchte Effekte einer sechswöchigen, supervidierten, gruppenbasierten Hochintensitäts-Intervalltrainings (HIIT)-Intervention zusätzlich zur Standardtherapie (Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI), Chemoimmuntherapie oder Surveillance). 54 Patient:innen wurden eingeschlossen, die Adhärenz betrug 83%. Nach den HIIT-Einheiten zeigte sich im peripheren Blut eine deutliche Mobilisierung von NK- und CD8+ T-Zellen, begleitet von Katecholamin-Spitzen. Die maximale aerobe Kapazität und Leistung nahmen signifikant zu, relevante unerwünschte Ereignisse traten nicht auf. Vorläufige Analysen deuten auf weniger toxizitätsbedingte Therapieanpassungen, weniger ungeplante Hospitalisierungen und niedrigere Angst-Scores hin. HIIT erwies sich damit als sicher, immunaktivierend und potenziell synergistisch zu Immuntherapien.
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Medizin
KI verbessert Prognose bei Lungenkrebs

KI verbessert Prognose bei Lungenkrebs

Ein interdisziplinäres Forschungsteam von BIFOLD (Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data), der Technischen Universität Berlin, dem Universitätsklinikum Köln, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem KI-Unternehmen Aignostics und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat eine neuartige, auf künstliche Intelligenz (KI) gestützte Methode entwickelt, um präzisere Prognosen für Lungenkrebspatient:innen treffen zu können. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht [1].
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NSCLC
ALK+ aNSCLC: 5 Jahre progressionsfrei – „Können wir von Chronifizierung sprechen?“

ALK+ aNSCLC: Fünf Jahre progressionsfrei – „Können wir von Chronifizierung sprechen?“

Langzeitdaten belegen, dass Patient:innen mit ALK-positivem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) mit Lorlatinib ein progressionsfreies Überleben (PFS) von über fünf Jahren erreichen können [1]. Ein entscheidender Prädiktor dafür ist wohl die Tiefe des Ansprechens [2]. Doch eine Therapie über so einen langen Zeitraum erfordert auch ein bedarfsgerechtes Langzeitmanagement.
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Medizin
HER2-mutiertes NSCLC: FDA erteilt beschleunigte Zulassung für Sevabertinib

HER2-mutiertes NSCLC: FDA erteilt beschleunigte Zulassung für Sevabertinib

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat die beschleunigte Zulassung für Sevabertinib erteilt. Die Zulassung gilt für erwachsene Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-plattenepithelialen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC), deren Tumoren aktivierende Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne des humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (HER2) aufweisen, wie durch einen von der FDA zugelassenen Test nachgewiesen, und die zuvor eine systemische Therapie erhalten haben.
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Medizin
Lungenkrebs-Früherkennung: Erweiterte Kriterien könnten mehr Fälle aufdecken

Lungenkrebs-Früherkennung: Erweiterte Kriterien könnten mehr Fälle aufdecken

Um die hohe Sterblichkeitsrate bei Lungenkrebs zu senken, soll in Deutschland ein Früherkennungsprogramm eingeführt werden. Es richtet sich an Menschen ab 50, die lange stark geraucht haben. Eine Veröffentlichung der Charité – Universitätsmedizin Berlin, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), der LungenClinic Grosshansdorf und des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) zeigt jetzt: Werden die Teilnehmenden nicht nur anhand ihres Alters und ihrer Rauchhistorie ausgewählt, sondern nach zusätzlichen Kriterien, lassen sich mehr Krebsfälle frühzeitig entdecken. Wie das Forschungsteam im Fachmagazin The Lancet Oncology beschreibt, ist das insbesondere für Frauen relevant [1].
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NSCLC
NSCLC: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III
Kurativ intendierte Therapie des NSCLC

MDT-BRIDGE: Differenzierte Therapie mit Durvalumab in den Stadien II und III

Immuncheckpoint-Inhibitoren werden zunehmend in der perioperativen Behandlung des frühen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) eingesetzt. Dennoch bleiben zentrale Fragen offen – insbesondere hinsichtlich des optimalen Vorgehens bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem Tumor. Auch fehlten bislang belastbare Daten für den Fall, dass eine zunächst als resezierbar eingeschätzte Erkrankung sich doch nicht operieren lässt. Wichtige Antworten liefert hier die Interimsauswertung der Phase-II-Studie MDT-BRIDGE*, die beim Europäischen Krebskongress (ESMO) in Berlin vorgestellt wurde. Sie ist die erste globale Studie, die prospektiv eine neoadjuvante Therapie mit Durvalumab + Chemotherapie (CT) bei Patient:innen mit potenziell-resezierbarem NSCLC evaluiert.
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NSCLC
Tyrosinkinasehemmer bei HER2-mutiertem NSCLC in Sicht
ESMO 2025

Tyrosinkinasehemmer bei HER2-mutiertem NSCLC in Sicht

Beim diesjährigen ESMO-Kongress wurden erstmals Daten zu dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Zongertinib vorgestellt. Nicht-kleinzellige Lungentumoren (NSCLC) mit einer im Tyrosinkinase-Domänenbereich (TKD) befindlichen Mutation des HER2-Rezeptors scheinen sehr gut auf den TKI anzusprechen. Wie zu erfahren war, profitieren die Patient:innen deutlich in Bezug auf die Lebensqualität – verglichen mit der Gruppe, die eine Chemotherapie erhielt. In den USA und China gibt es eine „Breakthrough Therapy Designation“ für die Erstlinientherapie bei Erwachsenen.
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NSCLC
Atezolizumab-Monotherapie: Therapieoption für vulnerable NSCLC-Patient:innenen
DGHO 2025

Atezolizumab-Monotherapie: Therapieoption für vulnerable NSCLC-Patient:innen

Die Behandlung des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms bei Patient:innen mit niedrigem PD-L1-Status bleibt eine therapeutische Herausforderung. Während platinbasierte Kombinationstherapien den Standard darstellen, existiert eine relevante Patient:innenpopulation, die für diese intensiven Regime nicht geeignet ist. Aktuelle Daten einer Heidelberger Real-World-Analyse, die auf dem DGHO 2025 präsentiert wurden, quantifizieren erstmals systematisch diese Versorgungslücke und bewerten das Potenzial der Atezolizumab-Monotherapie.
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NSCLC
ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC: Lange leben und Lebensqualität erhalten mit Lorlatinib
ESMO 2025

ALK-positives fortgeschrittenes NSCLC: Lange leben und Lebensqualität erhalten mit Lorlatinib

Nachdem schon die ALK-Tyrosinkinaseinhibitoren der zweiten Generation Alectinib und Brigatinib den ersten Vertreter dieser Substanzklasse Crizotinib bzgl. der erreichten medianen progessionsfreien Überlebenszeiten bei Patient:innen mit ALK (+) aNSCLC übertroffen hatten, hat Lorlatinib die Messlatte nicht nur bei Lungenkrebs, sondern auch im Hinblick darauf, was zielgerichtete Therapien im Allgemeinen erreichen können, noch einmal deutlich höher gelegt. Da die entsprechenden Patient:innen diese Therapie wahrscheinlich über einige Jahre als Dauertherapie nehmen müssen, diskutierten Experten während des ESMO-Kongresses 2025 in Berlin darüber, wie sie begleitet werden sollten und wie mit möglichen Nebenwirkungen umgegangen werden kann.
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ESMO 2025
Fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom der Lunge: Subgruppenanalyse zum Gesamtüberleben in der RATIONALE-307-Studie
ESMO 2025

Fortgeschrittenes Plattenepithelkarzinom der Lunge: Subgruppenanalyse zum Gesamtüberleben in der RATIONALE-307-Studie

In der retrospektiven Langzeitauswertung der Phase-III-Studie RATIONALE-307 nach fast vier Jahren verbesserte sich bei Patient:innen mit fortgeschrittenem oder metastasiertem bronchialen Plattenepithelkarzinom (a/m sqNSCLC), die Tislelizumab (TIS) plus Paclitaxel/Carboplatin (PC) oder TIS plus nab-PC erhielten, im Vergleich zu PC allein die Gesamtüberlebenszeit (OS) langfristig und klinisch bedeutsam. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem ESMO-Kongress 2025 vorgestellt [1].
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