Journal Onkologie

Thorakale Tumoren

Beiträge zum Thema Thorakale Tumoren

Medizin
 3 Min|
Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Tumoren können das Immunsystem austricksen, indem sie das Oberflächenprotein PD-L1 bilden. Bindet dieses Protein an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen, wird deren Angriff auf den Tumor gebremst. Moderne Immuntherapien lösen diese Bremse und reaktivieren so die körpereigene Krebsabwehr. Dennoch sprechen viele Patient:innen nicht ausreichend auf diese Behandlung an. Ein Grund dafür sind weitere immunsuppressive Mechanismen, wie der von vielen Tumoren produzierte Botenstoff GDF-15. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Würzburger Frauenklinik konnte gemeinsam mit ihrem Spin-off CatalYm in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die Wirksamkeit etablierter Immuntherapien deutlich verstärken kann.
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NSCLC
 2 Min|
7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

Über die Hälfte der Patient:innen mit ALK-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) erreichten mit Lorlatinib in der Erstlinie ein progressionsfreies Überleben (PFS) von 7 Jahren. Das geht aus den beim Kongress 2026 der ASCO vorgestellten Langzeit-Follow-up-Daten der Phase-III-Studie CROWN hervor. Zudem war nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7 Jahren das mediane PFS noch nicht erreicht [1].
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NSCLC
 6 Min|
Osimertinib beim EGFR-mutierten Lungenkarzinom

Osimertinib beim EGFR-mutierten Lungenkarzinom: Von der frühen bis zur fortgeschrittenen Erkrankung

Das Behandlungsspektrum des Tyrosinkinase-Inhibitors (TKI) Osimertinib beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Mutationen des epidermalen Wachstumsfaktorrezeptors (EGFRm) entwickelt sich seit der Zulassung vor 10 Jahren stetig weiter – von der adjuvanten Behandlung bis zur Erstlinie im fortgeschrittenen Stadium. Im Interview erklärt Dr. Florian Fuchs, wie Osimertinib in fast allen Stadien in der Praxis eingesetzt wird und wie er auf Basis der Phase-III-Studien zu Osimertinib gemeinsam mit Betroffenen die Entscheidung für eine individuell angepasste Therapie trifft.
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SCLC
 7 Min|
ED-SCLC-Therapie in der Versorgungsrealität

ED-SCLC-Therapie in der Versorgungsrealität: Interpretation und Einordnung von Real-World-Studien

Neue Medikamente werden auf Basis von randomisierten kontrollierten Studien (RCT) zugelassen. Allerdings entspricht die Patientenpopulation meist nicht dem Behandlungsalltag. So werden beispielsweise Erkrankte mit schlechtem Allgemeinzustand oder Komorbiditäten ausgeschlossen. Dadurch fehlen RCT wichtige Informationen, die jedoch durch Real-World-Studien (RWS) generiert werden können. Diese ergänzen RCT mit Resultaten aus der klinischen Praxis, wobei die methodische Qualität und mögliche Limitationen der RWS bedacht werden müssen [1]. Mehrere vergleichende RWS mit Daten zur Wirksamkeit und Verträglichkeit geben derzeit Hinweise für einen günstigen Verlauf einer ED-SCLC (kleinzelliges Lungenkarzinom im Stadium Extensive Disease)-Therapie mit dem PD-L1 (programmed cell death-ligand 1)-Inhibitor Durvalumab als Erstlinientherapie von Beginn der Induktion an [2-4].
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Medizin
 2 Min|

Living Guideline Lungenkarzinom aktualisiert: Neue Empfehlungen zu Immuntherapie und Operabilität

Die S3-Leitlinie „Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms“ ist jetzt in einer aktualisierten Fassung abrufbar. Die wichtigsten Neuerungen betreffen die Systemtherapie beim kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC), die Bewertung der Operabilität beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) sowie interventionelle Therapieverfahren. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) haben 29 weitere Fachgesellschaften und Organisationen an der Überarbeitung mitgewirkt [1].
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Medizin
 2 Min|
EU-Zulassung für Tarlatamab in der Zweitlinientherapie bei ES-SCLC

EU-Zulassung für Tarlatamab in der Zweitlinientherapie bei ES-SCLC

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Tarlatamab als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patient:innen mit kleinzelligem Lungenkarzinom im fortgeschrittenen Stadium (extensive-stage small cell lung cancer, ES-SCLC), die nach Krankheitsprogression während oder nach einer Erstlinienbehandlung basierend auf platinhaltiger Chemotherapie eine systemische Therapie benötigen, erteilt [1].
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Medizin
 3 Min|

ES-SCLC: Zulassung von Atezolizumab + Lurbinectedin

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Kombination aus Atezolizumab und Lurbinectedin zur Erhaltungstherapie nach der Induktion mit Atezolizumab und Chemotherapie bei der Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen kleinzelligen Bronchialkarzinoms (ES-SCLC) zugelassen. Das Regime reduzierte in der Phase-III-Studie IMforte das Risiko für Krankheitsprogress oder Tod signifikant gegenüber der alleinigen Erhaltungstherapie mit Atezolizumab – bei insgesamt günstigem Sicherheitsprofil [1, 2].
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NSCLC
 2 Min|
In der 2L+-Therapie des mNSCLC punkten Kombinationen aus Immuntherapie und Tyrosinkinase-Inhibitor
ASCO 2026

In der 2L+-Therapie des mNSCLC punkten Kombinationen aus Immuntherapie und Tyrosinkinase-Inhibitor

Patient:innen mit mNSCLC, bei denen nach einer Immuntherapie (IO) plus Chemotherapie ein Progress eintritt, haben nur begrenzte Optionen, und der relative Überlebensvorteil von 2L+-Strategien bleibt ungewiss. Während des ASCO 2026 wurde eine Netzwerk-Metaanalyse (NMA) vorgestellt, in der die Überlebensergebnisse verschiedener Studien verglichen wurden. Bewertet wurde in dieser Analyse der Nutzen verschiedener experimenteller Behandlungen jeweils im Vergleich zur Standardtherapie bei nicht nach Biomarkern selektierten 2L+ mNSCLC-Patienten.
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NSCLC
 4 Min|
Das Bild zeigt 2 Personen, von denen jeweils vor allem die Arme sichtbar sind. Eine Person trägt ein grünes T.Shirt, der Arzt einen weiße Kittel. Er zeigt ein Tablet, auf dem das Röntgenbild einer Lunge mit kanzerösen Anteilen zu sehen ist.
ASCO 2026

Fortgeschrittenes Plattenepithelial-NSCLC: Ivonescimab als Add-on zur Chemotherapie verlängert Gesamtüberleben in chinesischer Population

PD-(L)1-basierte Checkpoint-Inhibitoren in Kombination mit einer Chemotherapie bilden die Standard-Erstlinientherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Plattenepithelkarzinom-Histologie, doch sind die Outcomes hinsichtlich des Überlebens ungünstiger als beim Adenokarzinom-NSCLC (1). Nun könnte mit dem bispezifischen Antikörper Ivonescimab, der neben dem Immuncheckpoint PD-1 auch den Vascular Endothelial Growth Factor (VEGF) adressiert und damit Immuntherapie und antiangiogene Therapie verbindet, ein neues Kapitel aufgeschlagen werden. Dr. Shung Lu vom Shanghai Chest Hospital, Jiao Tong University, Shanghai, China, präsentierte bei der Jahrestagung der American Society of Medical Oncology (ASCO) 2026 die Überlebensdaten der chinesischen Phase-III-Studie HARMONi-6, die einen zukünftigen neuen Behandlungsstandard für NSCLC-Plattenepithelkarzinome andeuten (2). Wirksamkeitsdaten für eine globale Population von Erkrankten aus der Studie HARMONi-3 stehen allerdings noch aus.
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NSCLC
 4 Min|
Das Bild zeigt einen pergamentartigen hellblauen Hintergrund, der an einer Stelle eingerissen steht, auf der Lung Cancer steht; darum herum sind die Umrisse einer Lunge gezeichnet ist eine Lunge
ASCO 2026

Adjuvante Therapie mit RET-Inhibitor Selpercatinib verlängert EFS beim frühen RET-Fusions-positiven NSCLC

Zielgerichtete Therapiestrategien sind beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Treiberalterationen fester Bestandteil des Therapiealgorithmus. Auch im adjuvanten Setting nach Tumorresektion beim frühen NSCLC sind diese Therapien, die onkogene Treiber gezielt adressieren, etabliert – beim EGFR- ebenso wie bei ALK-positiven NSCLC [1, 2]. Nun zeigen aktuelle Daten der Phase-III-Studie LIBRETTO-432, die bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 vorgestellt wurden, dass auch bei RET-Fusions-positiven NSCLC im Stadium IB–III eine rationale zielgerichtete Therapie in der Adjuvanz möglich ist. Wie Prof. Jonathan Goldman, University of California, Los Angeles, Los Angeles, CA, USA, in der Plenary Session des Kongresses berichtete, verlängert die adjuvante Therapie mit dem RET-Inhibitor Selpercatinib signifikant das ereignisfreie Überleben (EFS) [3]. Damit qualifiziert sich Selpercatinib als weitere geprüfte zielgerichtete Therapie im adjuvanten Setting beim frühen NSCLC.
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SCLC
 5 Min|
Kleine Tumoren auf Lungengewebe

HER2-Blockade als neuer therapeutischer Ansatz zur Überwindung MHC-I-Verlust-bedingter Immuntherapieresistenzen bei SCLC

Das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC) zählt nach wie vor zu den tödlichsten Krebserkrankungen und macht etwa 15% aller Lungenkarzinome aus. Charakteristisch sind eine frühe Metastasierung und die schnelle Entwicklung von Resis­tenzen gegenüber klassischen Therapien. Eine Kombination aus Chemo- und Immuntherapie ist mittlerweile Standard in der Behandlung der disseminierten Erkrankung (Extensive Stage, ED) [1, 2]. Trotz initialen Therapieansprechens kommt es jedoch bei den meisten Patient:innen bereits nach kurzer Zeit zu einem Fortschreiten der Erkrankung [3]. Sowohl die Metastasierung als auch die Ausbildung von Resistenzen gegenüber der Immuncheckpoint-Blockade stellen weiterhin zentrale Herausforderungen in der Behandlung des SCLCs dar.
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NSCLC
 5 Min|
Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Strukturierte Immuntherapie-Deeskalation beim Lungenkarzinom

Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) haben die Prognose des metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) nachhaltig verbessert und erstmals eine relevante Gruppe von Langzeitüberlebenden hervorgebracht. Mit diesem therapeutischen Erfolg rückt jedoch eine bislang ungelöste Frage zunehmend in den Fokus: Wie lange sollte eine Immuntherapie bei anhaltendem Ansprechen fortgeführt werden? In der klinischen Praxis wird die Behandlung häufig unbegrenzt fortgesetzt, trotz fehlender Evidenz, relevanter Langzeittoxizität und erheblicher Kosten. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über aktuelle Deeskalationskonzepte, diskutiert Limitationen konventioneller Bildgebung und molekularer mimimaler Resterkrankungs (MRD)-Ansätze und stellt eine Positronenemissionstomographie/Computertomographie (PET/CT)-gestützte Strategie zur strukturierten Immuntherapie-Beendigung vor.
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NSCLC
 10 Min|
Mikroskopie-Bild von menschlichen Lungengewebszellen in der Pathologie

Histopathologische Beurteilung des Ansprechens nach Chemoimmuntherapie beim NSCLC

Die Prognose des operablen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) hat sich durch den Einsatz neoadjuvanter bzw. perioperativer Chemoimmuntherapie gegenüber einer alleinigen Chemotherapie signifikant verbessert, insbesondere wenn eine pathologische Komplettremission (pCR) erreicht werden kann. Hierdurch gewinnt die pathologische Beurteilung des Ansprechens von NSCLC nach neoadjuvanter Chemoimmuntherapie in der Praxis der Pathologie zunehmend an Bedeutung. Um eine adäquate und vergleichbare Beurteilung des Therapieerfolgs zu gewährleisten, ist ein standardisiertes diagnostisches Vorgehen notwendig. Der folgende Artikel soll einen Überblick über die aktuelle Praxis der pathologischen Aufarbeitung neoadjuvanter Lungenresektate und den gegenwärtigen Diskurs zum Thema geben. Darüber hinaus soll auf die Bedeutung von PD-L1 (programmed cell death ligand 1) als prädiktiver Biomarker für das Ansprechen auf die neoadjuvante Chemoimmuntherapie eingegangen werden.
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Thorakale Tumoren
 14 Min|
Schematische Darstellung eines menschlichen Oberkörpers mit Lungenkrebs

Die Behandlung von Pancoast-Tumoren – Update

Unter den Lungenkarzinomen stellt der Pancoast- bzw. Superior-Sulcus-Tumor (SST) eine besondere Herausforderung dar. Während er lange als unheilbar galt, ist inzwischen mittels multimodaler Therapie ein tumorfreies Überleben möglich. Die Operation steht hierbei im Zentrum. Die mögliche Tumorinfiltration von Brustwand, Wirbelkörpern, Gefäßen und Plexus brachialis erfordert die Kenntnis verschiedener operativer Zugänge und interdisziplinäres operatives Vorgehen. Insgesamt besteht das Therapiekonzept aus Systemtherapie, Operation und Radiatio. Als Alternative zur Leitlinienempfehlung mit neoadjuvanter Radiochemotherapie (RCT) sollte eine induktive Systemtherapie mit adjuvanter Radiatio diskutiert werden. Ziel dieses Updates ist es, einen Einblick der Integration neuer operativer und systemischer Ansätze, insbesondere der Immuntherapeutika, in die Therapiekonzepte der SST zu geben.
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NSCLC
 8 Min|
Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Versorgungslücken in der personalisierten Lungenkrebstherapie: White-Spot-Analyse für Deutschland

Lungenkrebs zählt weltweit zu den häufigsten malignen Erkrankungen und ist die führende Ursache krebsbedingter Mortalität. Gleichzeitig hat sich die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in den vergangenen Jahren grundlegend gewandelt: Für zahlreiche molekulare Alterationen stehen inzwischen zielgerichtete Therapien zur Verfügung. Voraussetzung hierfür ist jedoch der Zugang zu einer umfassenden molekularen Diagnostik. In Deutschland existieren etablierte Versorgungsstrukturen, die eine qualitätsgesicherte molekulare Diagnostik und damit personalisierte Therapien bundesweit ermöglichen. Dazu zählen insbesondere überregionale klinische Netzwerke, die Diagnostik, interdisziplinäre Therapieentscheidungen und den Zugang zu innovativen Behandlungsoptionen, auch in klinischen Studien, bündeln. Eine geografische Analyse zeigt jedoch, dass trotz intensiver Netzwerkarbeit weiterhin ein relevanter Anteil der Lungenkrebs-Patient:innen außerhalb dieser Strukturen versorgt wird.
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NSCLC
 6 Min|
Interleukin-1β als Biomarker für die adjuvante Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom

Interleukin-1β als Biomarker für die adjuvante Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom

Die adjuvante platinbasierte Chemotherapie ist nach kompletter Resektion eines nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) in den Stadien II und IIIA weiterhin ein etablierter Bestandteil der postoperativen Behandlung. Ihr klinischer Nutzen ist jedoch begrenzt. In der LACE-Metaanalyse betrug der absolute Vorteil durch die adjuvante Chemotherapie im Vergleich zur alleinigen Beobachtung im 5-Jahres-Gesamtüberleben (OS) lediglich 5,4%, sodass die Frage nach einer besseren Selektion seit Langem im Raum steht. Vor diesem Hintergrund untersuchte die vorliegende Arbeit, ob die intratumorale Expression von Zytokinen als prädiktiver Biomarker für den Nutzen einer adjuvanten platinbasierten Chemotherapie beim komplett resezierten Lungenadenokarzinom geeignet ist.
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NSCLC
 5 Min|
NSCLC: Durvalumab zeigte stadienübergreifend klinische Vorteile
Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)

Konsistente Erfolgsstrategie: Durvalumab zeigte stadienübergreifend klinische Vorteile

Der Immuncheckpoint-Inhibitor Durvalumab ist beim NSCLC in unterschiedlichen Krankheitsstadien Bestandteil etablierter Behandlungskonzepte [1, 2]. Im Stadium IV zeigte er in Kombination mit Tremelimumab und platinbasierter Chemotherapie (CT) auch bei Vorliegen von Risikomutationen in KRAS langfristig positive Effekte auf das Gesamtüberleben (OS) [3]. Beim inoperablen NSCLC im Stadium III kann Durvalumab als Konsolidierungstherapie nach Radio-CT (RCT) eine Chance auf Kuration bieten [4]. In der perioperativen Therapie des resezierbaren NSCLC (Stadium IIA - IIIB (N2)) unterstreicht Durvalumab außerdem das kurative Potenzial einer frühen Immunonkologika (IO)-basierten Behandlung [5].
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