Journal Onkologie

NSCLC | Beiträge ab Seite 2

Überblick

Nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom: Nicht nur ein Raucherproblem

Das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom (NSCLC) macht drei Viertel aller Bronchialkarzinome aus und stellt eine der häufigsten krebsbedingten Todesursachen dar (häufigste Krebstodesursache bei Männern, dritthäufigste bei Frauen) [1]. Daher werden optimale Therapiestrategien bei Lungenkrebs umso wichtiger. Im Folgenden werden die relevantesten Fragen zur Entstehung, möglichen Risikofaktoren, der Diagnose und Therapie des NSCLC beantwortet.
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NSCLC
 2 Min|
Langzeitüberleben unter Erstlinientherapie
Metastasiertes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (mNSCLC)

Langzeitüberleben unter Erstlinientherapie

Aktuelle 6-Jahres-Daten demonstrieren eine Chance auf ein Langzeitüberleben für mNSCLC-Patient:innen mit PD-L1-Expression < 1% unter der Kombination aus Nivolumab, Ipilimumab und 2 Zyklen Chemotherapie (CTx).  Die anhaltende Wirksamkeit zeigte sich durch eine Plateaubildung der Überlebenskurve, sodass nach 6 Jahren nach wie vor 20% der Patient:innen am Leben waren. Patient:innen mit Plattenepithel- oder Adenokarzinomen profitierten hierbei gleichermaßen.
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NSCLC
 14 Min|
Biologische und klinische Heterogenität <italic>KRAS</italic>-mutierter NSCLC – Implikationen für ein sich rasch entwickelndes Therapiespektrum

Biologische und klinische Heterogenität KRAS-mutierter NSCLC – Implikationen für ein sich rasch entwickelndes Therapiespektrum

Über 40 Jahre lang galten KRAS-Mutationen im nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) als nicht therapeutisch adressierbar – während andere Treiber-Aberrationen immer spektakulärere Therapieerfolge zu verzeichnen hatten, war die zielgerichtete KRAS-Therapie ein „unmet need“. Die ersten Erfolge bei KRAS-mutiertem NSCLC zeigten rasch auf, dass zur gezielten Therapie die genaue Kenntnis des Mutationssubtyps erforderlich ist – war doch zunächst ausnahmslos KRAS-G12C ein therapeutisches Target. Mit der G12C-Inhibierung als „proof of concept“ kommen aktuell in atemberaubender Geschwindigkeit auch die anderen Mutationssubtypen in den wissenschaftlichen und klinischen Fokus. Mit dieser Arbeit möchten wir einen Überblick über die biologischen Eigenschaften der verschiedenen KRAS-Mutationen und den aktuellen Stand in Bezug auf spezifische Therapien liefern.
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Medizin
 2 Min|

Sevabertinib erhält Priority-Review-Status der FDA als Erstlinientherapie bei HER2-mutiertem NSCLC

Die US‑amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat Sevabertinib den Priority‑Review‑Status für die Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit aktivierenden HER2-Mutationen erteilt. Dabei handelt es sich um Tumoren mit aktivierenden Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne des humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (HER2). Die Einstufung als Priority Review ist ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Therapien, die bei schweren Erkrankungen erhebliche Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit bieten.
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NSCLC
 10 Min|
BRAF-Gen-Mutationstest, Blut in Teströhrchen

BRAF-mutiertes NSCLC: Targeted Therapy vs. (Chemo-)Immuntherapie in der Erstlinie

Die Fortschritte der Molekularpathologie mit Identifikation zahlreicher onkogener Alterationen haben die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) grundlegend verändert. Bei Erstdiagnose erfolgt eine molekularpathologische Charakterisierung als Voraussetzung für zielgerichtete Behandlungsstrategien. Bei einigen Subentitäten, insbesondere dem NSCLC mit EGFR-Mutation, ALK-, ROS1- oder RET-Fusion, ist in der fortgeschrittenen Erkrankungssituation eine zielgerichtete Erstlinientherapie zum Standard geworden. Parallel dazu hat die Immuncheckpoint-Inhibition (ICI) die Prognose von NSCLC-Patient:innen ohne zielgerichtete Option deutlich verbessert: Wir sehen heutzutage einen relevanten Anteil von Patient:innen, deren Erkrankung unter Immuntherapie mittel- bis langfristig kontrolliert werden kann. Während sich diese Therapieprinzipien bei vielen molekularen Subgruppen klar voneinander abgrenzen lassen, stellt das BRAFV600-mutierte NSCLC eine besondere Entität dar, da sowohl die (Chemo-)Immuntherapie als auch die BRAF-/MEK-Inhibition Wirksamkeit zeigen. Dementsprechend muss die Wahl der Erstlinientherapie differenziert evaluiert werden.
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NSCLC
 5 Min|
MDT-BRIDGE untersucht Durvalumab beim NSCLC im Stadium II-III
Was tun bei grenzwertig resezierbaren Tumoren?

MDT-BRIDGE untersucht Durvalumab beim NSCLC im Stadium II-III

Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) im resezierbaren Stadium II-IIIB (N2) steht seit rund einem Jahr die perioperative Behandlung mit dem PD-L1-Inhibitor Durvalumab nach dem AEGEAN-Regime zur Verfügung [1-3]. Der Goldstandard für inoperable Erkrankte im Stadium III ist die Therapie mit Durvalumab nach dem PACIFIC*-Regime [4-6]. Nun verbindet die Phase-II-Studie MDT-BRIDGE# beide Konzepte in einem einheitlichen Studiendesign [7, 8]. Beim Deutschen Krebskongress in Berlin sprachen Dr. Carolin Groß-Ophoff, Köln, und Prof. Dr. Wolfgang Schütte, Halle, über die therapeutischen Fortschritte mit Durvalumab beim NSCLC.
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NSCLC
 3 Min|
Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom: Real-World-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Eine große retrospektive Multicenter-Studie aus Griechenland liefert Real-World-Evidenz zur Wirksamkeit der Immuntherapie beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC). Die Daten zeigen, dass der Einsatz von Immuncheckpoint-Inhibitoren, als Monotherapie oder in Kombination mit Chemotherapie, das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu einer alleinigen Chemotherapie signifikant verlängert. Gleichzeitig deckt die Studie bestehende Lücken in der molekularen Diagnostik auf.
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NSCLC
 2 Min|
Die Ilustrationzeigt eine rot-gelb-grün dargestellte Lunge mit tumörösem Anteil und grünem Hintergrund.
DGP 2026

NSCLC: Platin-ungeeignete Patient:innen profitieren von Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab

Wenn selbst ein bisschen Chemo bei älteren, vulnerablen Patient:innen zu viel ist: PD Dr. Diego Kauffmann-Guerrero vom Klinikum Großhadern der LMU in München erläuterte, dass in diesem metastasierten NSCLC-Kollektiv im Stadium IV mit Komorbiditäten oder reduziertem Allgemeinzustand eine platinhaltige Chemotherapie oft nicht möglich sei. Die Daten der IPSOS-Studie zeigen, dass diese Patient:innen von einer Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab mit einer nahezu Verdopplung der Zwei-Jahres-Überlebensrate (24,3% vs. 12,4%) profitieren können [1].
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NSCLC
 2 Min|
NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium
DGP 2026

NSCLC: Neue Daten von der perioperativen Therapie bis zum metastasierten Stadium

Beim diesjährigen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin standen unter anderem aktuelle Entwicklungen zur Immuntherapie beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Mittelpunkt. Professor Severin Schmid beleuchtete Fortschritte der perioperativen Chemoimmuntherapie beim resektablen NSCLC, Professor Niels Reinmuth die Langzeitergebnisse von Pembrolizumab im metastasierten Setting.
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NSCLC
 2 Min|
EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen
ELCC 2026

EGFR+ NSCLC: Hoher klinischer Nutzen von Osimertinib plus Chemotherapie auch bei TP53-Komutationen

Erkrankte mit EGFR‑mutiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkarzinom (EGFRm NSCLC) und begleitender TP53‑Mutation sprechen häufig schlecht auf eine Monotherapie mit EGFR‑Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) an. Die Phase‑III‑Studie FLAURA2 hatte im Erstliniensetting eine überlegene Wirksamkeit der Kombination aus dem Drittgenerations-TKI Osimertinib und Chemotherapie gegenüber einer Osimertinib‑Monotherapie gezeigt [1]. Unklar war jedoch, ob dieser Vorteil auch bei TP53‑Komutationen bestehen bleibt. Die Phase‑III‑Studie TOP, deren Interimsdaten beim Europäischen Lungenkrebskongress (ELCC) 2026 vorgestellt wurden, beantwortete dies nun mit „Ja“ [2].
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Thorakale Tumoren
 9 Min|
Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom

Immuntherapie beim fortgeschrittenen Lungenkarzinom: Wirksamkeit, Verträglichkeit und aktuelle Chancen beim SCLC und NSCLC

Häufig werden kleinzellige (SCLC) und nicht-kleinzellige Lungenkarzinome (NSCLC) im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Deshalb sind wirksame und verträgliche Therapieoptionen für die Erstlinie (1L) essenziell. Die Chemo-Immuntherapie (CIT) ist beim fortgeschrittenen SCLC (ES-SCLC) mittlerweile Standard: Die ZNS-wirksame Kombination aus Atezolizumab + Carboplatin/Etoposid (C/E) hat die Prognose der Patient:innen deutlich verbessert. Beim NSCLC gilt es, Patient:innen, die Platin-ungeeignet sind, frühzeitig zu identifizieren, um ihnen die verträglichere Atezolizumab-Monotherapie anbieten zu können.
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Medizin
 3 Min|

Amivantamab: Subkutane Darreichungsform in allen Linien des EGFR-mutierten NSCLC zugelassen

Ab sofort ist Amivantamab in allen Linien des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit EGFR-Mutationen gleichermaßen als subkutane (s.c.) und als intravenöse (i.v.) Darreichungsform zugelassen. Die s.c. ist im Vergleich zur i.v. Darreichungsform mit einer reduzierten Häufigkeit verabreichungsbedingter Reaktionen (IRR bzw. ARR) sowie mit Applikationsvorteilen verbunden.
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Medizin
 2 Min|

5-Jahres-Daten der CROWN-Studie: Lorlatinib verlängert progressionsfreies Überleben bei ALK-positivem NSCLC

Mit den 5-Jahres-Daten der CROWN-Studie liegt erstmals ein medianes progressionsfreies Überleben (mPFS) von über fünf Jahren unter einer zielgerichteten Erstlinientherapie (1L) für Patient:innen mit ALK-positivem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem NSCLC (ALK+ aNSCLC) vor. Mit ALK-Inhibitoren der zweiten Generation konnte bisher ein medianes PFS von etwa zwei bis drei Jahren erreicht werden.
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NSCLC
 5 Min|
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom
PD-1-Inhibition beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom

Neues 5-Jahres-Update belegt: Überzeugende Langzeitwirksamkeit von Cemiplimab in der Kombination – insbesondere bei plattenepithelialer Histologie

Beim Kongress der europäischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie – Immunonkologie (ESMO-IO) im Dezember 2025 in London wurden erstmals die 5-Jahres-Daten der histologischen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC)-Subgruppen aus der Kombinationsstudie EMPOWER-Lung 3 (Cemiplimab + Chemotherapie (CTx) vs. CTx bei Programmierter Zelltod Ligand-1 (PD-L1) ≥ 1%) vorgestellt [1]. Die Kombinationstherapie mit Cemiplimab verdreifachte dabei fast die 5-Jahres-Überlebensrate im Vergleich zu alleiniger CTx [1]. Damit liegen für Cemiplimab nun 2 große Phase-III-Studien mit Langzeitdaten zur Mono- und Kombinationstherapie beim fortgeschrittenen NSCLC vor. Cemiplimab überzeugte in beiden Studien in der Subgruppe mit plattenepithelialer Histologie (sqNSCLC) – ein historisch eher schwer zu therapierendes Kollektiv [4-7].
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NSCLC
 5 Min|
EGFR-mutiertes NSCLC: Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit
EGFR-mutiertes NSCLC

Osimertinib überzeugt als Kombinationstherapie mit langfristiger Wirksamkeit

Die finalen Daten zum Gesamtüberleben (sekundärer Endpunkt, OS) der FLAURA2-Studie belegen, dass Betroffene mit fortgeschrittenem EGFR-mutiertem (EGFRm) nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) durch die Erstlinien- Kombination aus dem Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) der 3. Generation Osimertinib mit Platin-Pemetrexed Chemotherapie (CTx) im Vergleich zur Osimertinib-Monotherapie ein signifikant längeres OS erreichten [1]. Die Deutschen Leitlinien tragen diesem Wirksamkeitsvorteil bei, indem sie die intensivierte Kombinationstherapie empfehlen – insbesondere für Patient:innen mit ungünstiger Prognose aufgrund von ZNS-Metastasen [2].
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NSCLC
 8 Min|
Hochintensives Intervalltraining für Lungenkrebs-Patient:innen – Implikationen für Immunantworten und klinischen Verlauf

Hochintensives Intervalltraining für Lungenkrebs-Patient:innen – Implikationen für Immunantworten und klinischen Verlauf

Die Evidenz für einen positiven Einfluss körperlicher Aktivität auf die Prognose onkologischer Erkrankungen nimmt zu. Die randomisierte HI AIM-Studie bei metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) untersuchte Effekte einer sechswöchigen, supervidierten, gruppenbasierten Hochintensitäts-Intervalltrainings (HIIT)-Intervention zusätzlich zur Standardtherapie (Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI), Chemoimmuntherapie oder Surveillance). 54 Patient:innen wurden eingeschlossen, die Adhärenz betrug 83%. Nach den HIIT-Einheiten zeigte sich im peripheren Blut eine deutliche Mobilisierung von NK- und CD8+ T-Zellen, begleitet von Katecholamin-Spitzen. Die maximale aerobe Kapazität und Leistung nahmen signifikant zu, relevante unerwünschte Ereignisse traten nicht auf. Vorläufige Analysen deuten auf weniger toxizitätsbedingte Therapieanpassungen, weniger ungeplante Hospitalisierungen und niedrigere Angst-Scores hin. HIIT erwies sich damit als sicher, immunaktivierend und potenziell synergistisch zu Immuntherapien.
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