Journal Onkologie

Infotheken

Medizin
 2 Min|
Zelloberflächenprotein CD44 als Ansatz gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Zelloberflächenprotein CD44 als Ansatz gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs gehört zu den aggressivsten und am schwersten zu behandelnden Krebsarten. Ein Grund dafür ist das umgebende Gewebe, das den Tumor schützt und die Immunabwehr schwächt. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben nun einen Mechanismus entdeckt, mit dem sich dieses Umfeld gezielt verändern lässt. Im Mittelpunkt steht das Molekül CD44, das bestimmte Bindegewebszellen im direkten Umfeld von Tumoren steuert.
Lesen Sie mehr 
Entitätsübergreifend
 4 Min|
Individuelle Betrachtung von molekularen Therapien

Individuelle Betrachtung von molekularen Therapien

Immer mehr Patient:innen profitieren dank der molekularen Charakterisierung von Tumoren von neuen Therapieoptionen. Die Belastbarkeit dieser Ansätze diskutierten Stefan Fröhling, Sonja Loges und Saskia Biskup bei der 5. Nationalen Konferenz „Patienten als Partner der Krebsforschung“ im September in Essen. Veranstalter war das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), initiiert wurde die Konferenz vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
 4 Min|

Mikrobielle Stoffwechselprodukte entscheiden über den Erfolg einer CAR-T-Zelltherapie

Immuntherapien, insbesondere die CAR-T-Zelltherapie, haben die Krebsbehandlung in den vergangenen Jahren vor allem bei bestimmten Formen von Leukämien und Lymphomen grundlegend verändert. Dennoch sprechen nicht alle Tumore gleichermaßen auf die Behandlung an. Warum das so ist und wie sich der Therapieerfolg etwa durch das Darmmikrobiom gezielt verbessern lässt, ist häufig unklar. Eine neue multizentrische Studie zeigt nun, dass nicht allein die Zusammensetzung der Darmbakterien über den Erfolg einer CAR-T-Zelltherapie entscheidet, sondern vor allem deren Stoffwechselprodukte [1].
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
NSCLC
 2 Min|
NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

NSCLC: Kann wirksame PD(L)1-Inhibition auch wirtschaftlich sein?

Zur Behandlung von Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) steht eine Vielzahl von Therapieoptionen zur Verfügung – auch mehrere PD(L)1-Inhibitoren. Neben der Wirksamkeits-Evidenz ist damit auch die Wirtschaftlichkeit relevanter. Das wird durch das im Juli 2026 in Kraft getretene GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz forciert. Ein Spannungsfeld, in dem sich der PD1-Inhibitor Tislelizumab positionieren möchte.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
 3 Min|
Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Die randomisierte Phase-III-Studie KEYNOTE-564 hat adjuvantes Pembrolizumab nach Nephrektomie bei Patient:innen mit klarzelligem Nierenzellkarzinom (ccRCC) und erhöhtem Rezidivrisiko als Therapiestandard etabliert. Die vierte präspezifizierte Interimsanalyse mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren bestätigt einen anhaltenden Vorteil von Pembrolizumab gegenüber Placebo im krankheitsfreien Überleben (DFS) und im Gesamtüberleben (OS), konsistent über zentrale Subgruppen sowie mehrere explorative Endpunkte hinweg.
Lesen Sie mehr 
Mammakarzinom
 1 Min|
EU-Kommission erweitert Zulassung von Sacituzumab govitecan bei metastasiertem triple-negativem Brustkrebs

EU-Kommission erweitert Zulassung von Sacituzumab govitecan bei metastasiertem triple-negativem Brustkrebs

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Sacituzumab govitecan in Kombination mit Pembrolizumab zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) erteilt. Die Zulassung gilt für Patient:innen, die noch keine systemische Therapie für die metastasierte Erkrankung erhalten haben und deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score (CPS ≥ 10) exprimieren.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Gebärmutterhalskrebs-Screening zeigt erste Erfolge

Das im Jahr 2020 eingeführte organisierte Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs zeigt erste positive Auswirkungen: Eine bundesweite Auswertung der deutschen Krebsregister weist darauf hin, dass Vorstufen von Adenokarzinomen des Gebärmutterhalses seit Einführung des kombinierten HPV- und Pap-Tests deutlich häufiger erkannt werden. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome bei Frauen ab 35 Jahren hin.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Darmkrebs: Wie besonders aggressive Tumoren dem Immunsystem entkommen

Darmkrebs: Wie besonders aggressive Tumoren dem Immunsystem entkommen

Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Stammzell-Institut HI-STEM haben einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, mit dem eine besonders aggressive Form von Darmkrebs der Immunabwehr entkommt [1]. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aktivierung eines wichtigen Signalwegs den Krebszellen dabei hilft, das Immunsystem auszubremsen und so die bösartige Tumorentwicklung voranzutreiben.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs ist, früh entdeckt, in der Regel gut zu behandeln. Viele Patienten, deren Tumor früh entdeckt wird, haben eine gute Prognose. Schwieriger wird es allerdings, wenn der Krebs erst spät entdeckt wird. Dann kann er auf andere Körperregionen übergehen, wo er Metastasen bildet. Solche metastasierten Prostatakarzinome sind deutlich schwieriger zu therapieren, und in manchen Fällen gibt es kaum mehr Chancen, den Krebs zu besiegen, insbesondere dann, wenn die Krebszellen darüber hinaus noch kastrationsresistent sind.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Neue Gene bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Neue Risikogene bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Brustkrebs tritt in den meisten Fällen sporadisch auf, kann aber auch erblich bedingt sein. Dann beruht er auf einer Veränderung bestimmter Gene. Derzeit sind für die genetische Diagnostik 13 Risikogene etabliert. Ein Team unter Leitung der MHH und der Universität Augsburg hat nun weitere Gene und Genvarianten identifiziert, die mit dem vermehrten Auftreten von Brustkrebs in Verbindung stehen. Ein solcher Nachweis ermöglicht Zugang zu Früherkennung, Risikoreduktion und Therapie.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Adolf-Kußmaul-Preis 2026: TAK1 als neue Zielstruktur bei Pankreaskrebs

Für ihre wissenschaftlichen Leistungen bei der Aufklärung von molekularen Mechanismen bei der Entstehung von duktalen Adenokarzinomen des Pankreas ist Dr. rer. nat. Anne Theres Schneider vom Universitätsklinikum Düsseldorf mit dem Adolf-Kußmaul-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen der 36. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie in Heidelberg verliehen. Die Wissenschaftlerin erforscht seit Jahren zelltodassoziierte Signalwege bei Leber- und Pankreaskarzinomen mit dem Ziel, neue Therapieoptionen für bislang schwer behandelbare Tumoren zu ermöglichen. Jetzt konnte das Team um Frau Dr. Schneider einen zentralen molekularen Regulator in frühen Stadien der Pankreaskarzinom-Entstehung identifizieren und charakterisieren [1].
Lesen Sie mehr 
SCLC
 2 Min|
Verbessertes Überleben beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom

Verbessertes Überleben beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom

Das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC) ist einer der aggressivsten soliden Tumoren mit hohen Rezidivraten nach der Erstlinientherapie und begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Die kürzliche Zulassung von Tarlatamab, des ersten und einzigen T-Zell-Engagers zur Behandlung des Karzinoms im fortgeschrittenen Stadium, bedeutet gemäß den Studiendaten und Praxiserfahrungen einen großen Gewinn für das Überleben der Patient:innen.
Lesen Sie mehr 
Therapien
 3 Min|
CCL5-Blockade verbessert CAR-T-Zelltherapie bei soliden Tumoren

CCL5-Blockade verbessert CAR-T-Zelltherapie bei soliden Tumoren

Die CAR-T-Zelltherapie hat bei hämatologischen Malignomen bemerkenswerte Erfolge erzielt, bei soliden Tumoren blieb die Wirksamkeit jedoch begrenzt. Eine internationale präklinische Studie mit mehreren Mausmodellen deckte nun einen bislang unbekannten Mechanismus auf. Tumorinfiltrierende CAR-T-Zellen spielen eine doppelte Rolle – sie setzen zwar antitumorale Effektormoleküle wie Interferon-gamma und TNF-alpha frei, produzieren aber gleichzeitig das Chemokin CCL5. Dieses fördert das Tumorwachstum, indem es die VEGF-Expression und Angiogenese induziert.
Lesen Sie mehr