News | Beiträge ab Seite 39
Gesundheitspolitik
Arbeitgeberverbände fordern neue Art der Praxisgebühr
Angesichts steigender Zusatzbeiträge bei den Krankenkassen schlägt der Geschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, Steffen Kampeter, eine Kontaktgebühr beim Arztbesuch vor. „Wir Arbeitgeber wollen, dass die Krankenversicherungsbeiträge endlich stabil werden. Das bedeutet aber, wir brauchen auch geringere Ausgaben. So kann eine Kontaktgebühr eine stärkere Patientensteuerung herbeiführen“, sagte er im „Berlin Playbook“-Podcast von „Politico“. Die Arbeitgeber zahlen wie die Versicherten die Krankenkassenbeiträge mit.
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Medizin
Leben mit Krebs – was ist bei einem Port zu beachten?
Mit einem Portkatheter oder kurz „Port“ können Krebsmedikamente wie z.B. eine Chemotherapie direkt in die Blutbahn geleitet, oder auch Blutproben entnommen werden. Der Vorteil: Die Ärzt:innen müssen nicht für jede Infusion oder Medikamentengabe eine Vene anstechen. Das kann zum einen manchmal schmerzhaft sein, zum anderen erhöht dieses Vorgehen das Risiko für Venenentzündungen. Infolgedessen wird es immer schwieriger, über die Vene einen Zugang zu legen. Zudem kann ein Port dazu beitragen, Krebserkrankten einen mobilen und aktiven Alltag zu ermöglichen. Antworten auf vier häufige Fragen zum Port liefert der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums.
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News
Zu wenig Medizinstudienplätze gegen Ärztemangel
Beim Angebot von Medizinstudienplätzen gibt es einer Studie zufolge enorme Unterschiede unter den Bundesländern und insgesamt zu wenig angehenden Nachwuchs, um den Ärztemangel zu beheben. Zu dem Ergebnis kommt eine Auswertung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE). Sie stellt zugleich heraus, dass Länder, die mehr Medizinstudienplätze bereitstellten, auch bei der ärztlichen Versorgung profitieren.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Übergewicht bei Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie: Dauer entscheidet über Prognose
In einer prospektiven Kohortenstudie mit 794 Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL) konnte gezeigt werden, dass nicht nur das Vorhandensein von Übergewicht oder Adipositas, sondern vor allem deren Dauer während der Behandlung maßgeblich die Überlebenschancen und das Rückfallrisiko der jungen Patient:innen beeinflusst.
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Gesundheitspolitik
Neue Regeln für die Lebendorganspende
Das Bundesgesundheitsministerium hat in einem Referentenentwurf neue Regeln für die Lebendorganspende formuliert. Die Bundesärztekammer begrüßt das Gesetzesvorhaben. „Es ist gut, wenn in Zukunft mehr Menschen, die das nach reiflicher Überlegung wünschen, eine Niere für andere geben können“, sagt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt.
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Medizin
Von der Studie in die Praxis: Lorlatinib ermöglicht nachhaltige Kontrolle beim ALK+ aNSCLC
Die Phase-III-Studie CROWN untersuchte Lorlatinib [1] als Erstlinien-Therapie im Vergleich zu Crizotinib bei Patient:innen mit zuvor unbehandeltem, anaplastische Lymphomkinase-positivem (ALK+), lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (aNSCLC) [2]. Lorlatinib erzielte dabei ein signifikant längeres progressionsfreies Überleben (PFS) sowie eine hohe intrakranielle Wirksamkeit [2]. Ziel der klinischen Praxis ist es, diese Studienergebnisse auch unter Real-World-Bedingungen zu erreichen und Patient:innen eine dauerhaft stabile Behandlung zu ermöglichen, so die Expert:innen im Rahmen des internationalen Fortbildungsformats ALKconnect.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
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Medizin
Signalprotein versetzt Hirntumorzellen in Schlafmodus
Jeder Hirntumor ist aus Zellen in aufeinander abfolgenden Aktivierungsstadien aufgebaut. Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Universität Heidelberg haben nun bei bösartigen Hirntumoren erstmals den individuellen Aufbau dieser Aktivierungs-Pyramiden analysiert. Dabei stießen sie auf ein Signalprotein, das den Übergang vom ruhenden zum aktivierten Zustand verlangsamt, indem es die Krebszellen epigenetisch umprogrammiert. Die Hoffnung ist, Krebszellen damit dauerhaft in einem Ruhezustand einzufrieren und so das Tumorwachstum aufzuhalten.
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Medizin
EU erteilt Zulassung für Nirogacestat bei Desmoidtumoren
Die Europäische Kommission hat die Marktzulassung für Nirogacestat als Monotherapie zur Behandlung fortschreitender Desmoidtumoren bei erwachsenen Patient:innen erteilt. Der Wirkstoff ist die erste und einzige in der EU zugelassene Therapie gegen diese seltenen Tumoren.
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Gesundheitspolitik
Rechnungshof: Zusatzbeiträge könnten stark steigen
Den Krankenversicherten in Deutschland drohen spürbar steigende Zusatzbeiträge. Nach einem Rekordwachstum bei den Ausgaben im vergangenen Jahr würden auch künftig die Einnahmen der Krankenkassen durchgängig unter den Ausgaben bleiben, sagt der Bundesrechnungshof in einem neuen Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestags voraus. Das jährliche Milliardendefizit hätte „einen Anstieg des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes von 0,3 Beitragssatzpunkten pro Jahr“ zur Folge. Die Finanzkontrolleure verweisen auf eine Prognose des Bundesgesundheitsministeriums, das in einem mittleren Szenario mit einem Anstieg auf 4,05% Zusatzbeitrag bis 2029 rechnet.
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Gesundheitspolitik
Viele wünschen sich mehr Angebote vom Betriebsarzt
Grippeschutzimpfung, Augenuntersuchung, Ergonomie-Check des Schreibtisches: Betriebsärzt:innen bieten vor allem Leistungen an, die mit der Sicherheit am Arbeitsplatz zu tun haben. Das ist schließlich ihr Auftrag.
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Medizin
Immunregulation im Tumormilieu: Polyamine schwächen das körpereigene Abwehrsystem
Forschende der Universitätsmedizin Mainz haben einen entscheidenden Mechanismus der körpereigenen Immunabwehr bei Krebserkrankungen aufgedeckt. Im Mittelpunkt stehen Polyamine – natürliche Moleküle, die sich im Tumorgewebe anreichern und dort die Funktion von T-Zellen schwächen. Die Erkenntnisse zeigen, wie sich die Immunantwort gezielt verstärken lässt, ohne dabei das Risiko für Autoimmunerkrankungen zu erhöhen [1].
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Mammakarzinom
Molekulare Analysen ermöglichen personalisierte Therapieentscheidungen
Eine endokrine Resistenz beim Östrogenrezeptor-positiven, HER2-negativen metastasierten Brustkrebs (ER+, HER2- mBC) wird insbesondere durch Mutationen in Genen wie ESR1, PIK3CA, AKT1 oder PTEN* hervorgerufen, die als Biomarker relevant sind [1]. Die AGO-Leitlinien unterstreichen die Bedeutung der Molekulardiagnostik beim mBC [2].
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Gesundheitspolitik
Apothekerverband: Rabatte ausländischer Versandhändler
Der Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, Thomas Preis, hat Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) aufgefordert, gegen die von ausländischen Versandapotheken gewährten Rabatte bei rezeptpflichtigen Medikamenten vorzugehen. „Das ist ein klarer Gesetzesbruch. Hier muss der Staat eingreifen und dieses Verhalten bestrafen und unterbinden“, sagte Preis dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Orale Erhaltungstherapie mit Decitabin und Cedazuridin nach HSCT bei AML oder MDS mit sehr hohem Rückfallrisiko
Eine französische Phase-II-Studie untersuchte die orale Kombination aus Decitabin und Cedazuridin (ASTX727) als Erhaltungstherapie nach allogener hämatopoetischer Stammzelltransplantation (HSCT) bei Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) oder myelodysplastischem Syndrom (MDS) mit sehr hohem Rückfallrisiko. Die krankheitsfreie Überlebensrate nach einem Jahr betrug 70,4% bei den ersten 28 behandelten Teilnehmenden. Die häufigsten schweren Nebenwirkungen waren hämatologischer Natur, wobei 74% der Erkrankten von Grad-3-Toxizitäten betroffen waren. Die Studie zeigt das Potenzial der oralen Therapie zur Rückfallprävention nach Transplantation.
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Gesundheitspolitik
Drei Länder wollen schärfere Regeln für Frühchen kippen
Die Länder Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein sehen ihre Rechte bei der Krankenhausplanung angegriffen und ziehen deswegen vor das Bundesverfassungsgericht. Man habe eine Klage eingereicht und wolle erreichen, dass Karlsruhe die Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) auf ihre Verfassungsmäßigkeit überprüfe, teilten die Gesundheitsminister:innen der drei Bundesländer mit.
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Gesundheitspolitik
Mehrheit ungewollt Schwangerer fühlt sich stigmatisiert
Laut einer aktuellen Studie zur Versorgungslage bei Schwangerschaftsabbrüchen fühlt sich ein Großteil der betroffenen Frauen stigmatisiert. Über diese Gefühle berichteten 83,5% der Befragten, wie aus der vom Bundesgesundheitsministerium geförderten „Elsa“-Studie hervorgeht.
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Medizin
Elektrochemotherapie bietet schonende Therapieoption bei Lebertumoren
Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) bietet mit der Elektrochemotherapie (ECT) eine minimalinvasive und gewebeschonende Behandlungsmöglichkeit für Patient:innen mit primären oder sekundären Lebertumoren.
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Gesundheitspolitik
Die meisten Kliniken haben keine Klimaanlagen
Bis zu 38 Grad können es werden: Krankenhäuser und Pflegeheime sind nach Einschätzung von Experten nicht gut genug auf Hitze vorbereitet. „Die meisten Kliniken verfügen nicht über Klimaanlagen oder ähnlich wirksame Kühlsysteme“, sagte die Vize-Chefin der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Henriette Neumeyer, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Grund sei ein jahrzehntelanger Investitionsstau. „Das belastet sowohl die Patientinnen und Patienten als auch die Beschäftigten.“
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Medizin
Enfortumab vedotin plus Pembrolizumab verlängert Überleben bei muskelinvasivem Blasenkrebs
Neue Daten aus der klinischen Phase-III-Studie EV-303 (auch bekannt als KEYNOTE-905) zeigen positive Ergebnisse für die Kombination aus Enfortumab vedotin (Antikörper-Wirkstoff-Konjugat) und Pembrolizumab (PD-1-Inhibitor) als neoadjuvante und adjuvante Behandlung im Vergleich zur alleinigen Operation bei erwachsenen Patient:innen mit muskelinvasivem Blasenkrebs (MIBC), die nicht für eine cisplatinhaltige Chemotherapie in Frage kommen oder diese ablehnen.
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News
Immuntherapie zeigt Vorteile bei seltenem Nierenkrebs
Nicht-klarzellige Nierenzellkarzinome (nccRCC) zählen zu den medizinisch besonders herausfordernden Tumorformen. Sie machen etwa 20–25% aller Nierenzellkarzinome aus und gelten aufgrund ihrer histologischen und molekularen Vielfalt als schwer behandelbar. Für viele Subtypen liegen nur begrenzte klinische Daten vor. Während für klarzellige Tumoren inzwischen mehrere etablierte Therapien verfügbar sind, mangelte es bislang an belastbaren klinischen Daten für die selteneren nccRCC-Subtypen. Diese Lücke wurde nun durch eine internationale Studie geschlossen, die unter Federführung von Prof. Dr. Lothar Bergmann, Medizinische Klinik 2: Hämatologie und Onkologie der Universitätsmedizin Frankfurt, durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der SUNNIFORECAST-Studie wurden im Fachjournal Annals of Oncology veröffentlicht [1].
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