Journal Onkologie

Medizin

Mammakarzinom
Empfehlungen der AGO Kommission Mamma
State of the Art Meeting 2026

Empfehlungen der AGO Kommission Mamma

Im März stellte die Kommission Mamma der Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie e.V. (AGO) wie jedes Jahr ihre aktualisierten Empfehlungen zur Therapie des Mammakarzinoms beim State of the Art Meeting in Frankfurt am Main vor. In folgendem Bericht mit dem Fokus Systemtherapie finden Sie eine Zusammenfassung wichtiger neuer Empfehlungen. Die umfangreichsten Änderungen betrafen das metastasierte Mammakarzinom (mBC).
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
LITESPARK-011: Belzutifan plus Lenvatinib verbessert PFS beim vorbehandelten Nierenzellkarzinom
ASCO-GU 2026

LITESPARK-011: Belzutifan plus Lenvatinib verbessert PFS beim vorbehandelten Nierenzellkarzinom

Erstmals wurden klinische Ergebnisse der Phase-III-Studie LITESPARK-011 zur Behandlung von Patient:innen mit fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (renal cell carcinoma, RCC) vorgestellt, deren Erkrankung während oder nach einer Anti-PD-1/L1-Therapie fortgeschritten war. Die Studie bewertet das duale orale Regime aus Belzutifan, einem oralen HIF-2α-Inhibitor der ersten Klasse seiner Art, in Kombination mit dem Multi-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Lenvatinib.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Früherkennung trägt zu sinkenden Brustkrebs-Sterberaten in Europa bei

Mit der Einführung von Mammographie-Screening-Programmen in Europa haben sich die Diagnosen von Brustkrebs deutlich verändert, begleitet von einem Rückgang der Brustkrebssterberaten. Das zeigt eine der bislang umfassendsten Auswertungen bevölkerungsbasierter Daten zu Brustkrebs in 21 europäischen Ländern unter Leitung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Das auffälligste Ergebnis: Nach Einführung des Screenings wurden deutlich mehr frühe, weniger fortgeschrittene Tumoren entdeckt.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Mirvetuximab-Soravtansin verbessert Überlebensendpunkte und patientinnenrelevante Aspekte der Lebensqualität
DKK 2026

Mirvetuximab-Soravtansin verbessert Überlebensendpunkte und patientinnenrelevante Aspekte der Lebensqualität

Im Rahmen eines Symposiums während des 37. Deutschen Krebskongresses wurden u. a. die finalen Datenschnitte zu Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) aus der MIRASOL-Studie präsentiert, ergänzt um patientinnenrelevante Endpunkte [1, 2]. Außerdem wurden die Stellung von MIRV in der vor kurzem aktualisierten S3-Leitlinie zu malignen Ovarialtumoren eingeordnet [3], das diagnostische Vorgehen zur Folatrezeptor-alpha(FRα)-Testung [4] erörtert und das ophthalmologische Therapiemanagement im Kontext der Behandlung [3, 5] beleuchtet.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Mammakarzinom
Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Frühes HR+/HER2– Mammakarzinom: Breite Patientengruppe profitiert von adjuvanter CDK4/6-Inhibition

Beim ESMO-Kongress 2025 bestätigten die 5-Jahres-Daten der Natalee-Studie bei Erkrankten mit Hormonrezeptor-positivem/HER2-negativem (HR+/HER2-) frühem Mammakarzinom (eBC) mit hohem Rezidivrisiko den Vorteil durch die Ergänzung der adjuvanten endokrinen Therapie (ET) mit Ribociclib – in allen untersuchten Subgruppen und auch bei Betroffenen ohne Lymphknotenbefall.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Mehr Arzneimittelsicherheit bei oraler Krebstherapie

Mehr Arzneimittelsicherheit bei oraler Krebstherapie

Immer mehr Krebsmedikamente sind in oraler Form, also als Tabletten oder Kapseln verfügbar und werden von Erkrankten zu Hause eingenommen. Nehmen sie viele verschiedene Medikamente gleichzeitig ein, kann es zu unerwünschten Wechsel- und Nebenwirkungen kommen. Um Betroffenen mehr Sicherheit zu geben, sind umfassende Aufklärung, Beratung und engmaschige Begleitung erforderlich. Dafür plädierten der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums und die Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) zum Tag der Pharmazie am 25. März 2026.
Lesen Sie mehr 
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Stammzelltherapie bei Multiplem Myelom: Ambulante Behandlung möglich

Das Multiple Myelom ist eine Krebserkrankung, bei der sich Plasmazellen, die normalerweise für die Produktion von Antikörpern zuständig sind, unkontrolliert im Knochenmark vermehren. Eine Heilung ist noch nicht möglich. Verschiedene Therapien können aber den Grad der Erkrankung stabil halten und Beschwerden mindern. Ein Ansatz ist die Behandlung mit Stammzellen des eigenen Körpers. Dies geht häufig mit wochenlangen Aufenthalten im Krankenhaus einher.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Ovarialkarzinom: Fettgewebe beeinflusst Wirksamkeit der Immuntherapie

Ovarialkarzinom: Fettgewebe beeinflusst Wirksamkeit der Immuntherapie

Bei Eierstockkrebs zeigen Immuntherapien mit Checkpoint-Inhibitoren bislang nur bei wenigen Betroffenen Wirkung. Forschende vom Helmholtz Institut für Translationale Onkologie (HI-TRON Mainz) haben nun entdeckt, dass Fettstoffwechsel-Prozesse im Tumorumfeld eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie gut solche Therapien wirken. Die Ergebnisse eröffnen neue Ansatzpunkte, um Immuntherapien gezielter einzusetzen, ihre Wirksamkeit zu steigern und Resistenzen zu durchbrechen [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Durvalumab plus FLOT bei Magenkrebs zugelassen

Der PD-L1-Inhibitor Durvalumab wurde in Kombination mit einer Chemotherapie nach FLOT-Regime (5-Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Docetaxel) als neoadjuvante und adjuvante Behandlung gefolgt von einer adjuvanten Durvalumab-Monotherapie (MATTERHORN-Regime) zur Behandlung von erwachsenen Patient:innen mit resezierbarem Adenokarzinom des Magens oder des gastroösophagealen Übergangs (GC/GEJ, Stadien II–IVA) zugelassen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Zulassungserweiterungen für Nivolumab beim Hodgkin-Lymphom in den USA und der EU

Der Checkpoint-Inhibitor Nivolumab hat sowohl in den USA und als auch in der EU eine Zulassungserweiterung für zwei neue Indikationen beim klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) erhalten. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA erteilte die Zulassung für Nivolumab in Kombination mit Doxorubicin, Vinblastin und Dacarbazin (AVD) zur Behandlung von erwachsenen und pädiatrischen Patient:innen ab 12 Jahren mit zuvor unbehandeltem cHL im Stadium III oder IV. In der EU hat die Europäische Kommission Nivolumab in Kombination mit Brentuximab Vedotin für die Behandlung von Kindern ab 5 Jahren, Jugendlichen und Erwachsenen bis zum Alter von 30 Jahren mit rezidiviertem oder refraktärem cHL nach einer vorangegangenen Therapiezeile zugelassen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Patient Reported Outcomes verbessern Nebenwirkungserfassung von Krebstherapien

Patient Reported Outcomes verbessern Nebenwirkungserfassung von Krebstherapien

Patient-Reported Outcomes (PROs) – von Patient:innen selbst berichtete Angaben zu Nebenwirkungen und Lebensqualität – sind in der Onkologie seit Jahren Bestandteil von klinischen Studien. Eine neue internationale Studie unter der Leitung des klinischen Psychologen Bernhard Holzner zeigt nun, dass der systematische Einsatz elektronisch erhobener PRO‑Daten die Zuverlässigkeit der Nebenwirkungsbeurteilung für viele Symptome verbessert.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Doppelplus für Inavolisib: AGO empfiehlt zielgerichtete Therapie bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2- Mammakarzinom

Doppelplus für Inavolisib: AGO empfiehlt zielgerichtete Therapie bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2- Mammakarzinom

Die AGO-Kommission Mamma hat ihre Therapieempfehlungen zum Mammakarzinom aktualisiert: Der PI3K-Inhibitor Inavolisib wird nun für Patientinnen mit Estrogenrezeptor-positivem (ER+), HER2-negativem (HER2-) metastasiertem Mammakarzinom und nachgewiesener PIK3CA-Mutation mit einem Doppelplus (++) empfohlen, wenn während der adjuvanten endokrinen Therapie oder innerhalb von 12 Monaten nach Abschluss der adjuvanten endokrinen Therapie ein Rezidiv auftritt. Dies ist die höchsten Empfehlungsstufe der AGO [1]. Damit würdigt die Fachgesellschaft die klinische Relevanz dieser zielgerichteten Therapieoption für eine Patientenpopulation mit bislang hohem ungedecktem medizinischen Bedarf.
Lesen Sie mehr 
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

RRMM: Elranatamab ermöglicht verlängerte Therapiepausen ohne Wirksamkeitsverlust

Auf dem Kongress der American Society of Hematology (ASH) 2025 in Orlando wurden neue Analysen zu Elranatamab [1] bei Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplem Myelom (RRMM) präsentiert. Eine retrospektive Analyse der MagnetisMM-3-Studie zeigt, dass verlängerte Behandlungspausen möglich sein können, ohne die Wirksamkeit der Therapie zu gefährden [2]. Zusätzlich bestätigen erste internationale Real-World-Daten die Wirksamkeit von Elranatamab auch außerhalb klinischer Studien [3].
Lesen Sie mehr 
Medizin
Magenkrebs: Neuer Wirkstoff 60-mal effektiver gegen H. pylori

Magenkrebs: Neuer Wirkstoff 60-mal effektiver gegen H. pylori

Bedeutender Fortschritt zur möglichen Vorbeugung von Magenkrebs: Forschende der Technischen Universität München (TUM) konnten durch chemische Anpassungen die Wirksamkeit eines Standard-Antibiotikums um das 60-Fache steigern. Im Labor und im Tierversuch bekämpft der neue Wirkstoff das mit Magenkrebs in engem Zusammenhang stehende Bakterium Helicobacter pylori sehr erfolgreich. Die Studienergebnisse wurden im Fachmagazin Nature Microbiology veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Patientenratgeber zur akuten myeloischen Leukämie aktualisiert

Die Deutsche Leukämie- & Lymphom-Hilfe hat den Patientenratgeber „Akute Myeloische Leukämie (AML)“ aktualisiert. Die Broschüre soll Patient:innen und ihren Angehörigen dabei helfen, das Krankheitsbild der AML und die verfügbaren Therapien besser zu verstehen, um im Austausch mit ihren Ärzt:innen gezielt nachfragen zu können. Auch soll sie Mut machen, denn die Behandlungschancen sind heute besser als noch vor einigen Jahren.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Amivantamab: Subkutane Darreichungsform in allen Linien des EGFR-mutierten NSCLC zugelassen

Ab sofort ist Amivantamab in allen Linien des fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit EGFR-Mutationen gleichermaßen als subkutane (s.c.) und als intravenöse (i.v.) Darreichungsform zugelassen. Die s.c. ist im Vergleich zur i.v. Darreichungsform mit einer reduzierten Häufigkeit verabreichungsbedingter Reaktionen (IRR bzw. ARR) sowie mit Applikationsvorteilen verbunden.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Die Europäische Kommission hat Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem oder inoperablem lokal rezidivierendem Plattenepithelkarzinom des Analkanals (SCAC) zugelassen [1]. Mit der Markteinführung steht der PD-1-Inhibitor zudem als Monotherapie zur Erstbehandlung des metastasierten oder rezidivierenden, lokal fortgeschrittenen Merkelzellkarzinoms (MCC) zur Verfügung. Beide Erkrankungen sind durch eine steigende Inzidenz und einen hohen Therapiebedarf gekennzeichnet.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Neue Schwachstelle bei therapieresistentem Brustkrebs entdeckt

Neue Schwachstelle bei therapieresistentem Brustkrebs entdeckt

Forschende der Philipps-Universität Marburg haben einen neuen Ansatz zur Behandlung spezieller therapieresistenter Formen des Brustkrebses identifiziert, genauer: des hormonrezeptor-positiven, HER2-negativen Mamakarzinoms. In experimentellen Modellen konnten sie zeigen, dass Tumorzellen, die gegen moderne Standardmedikationen wie CDK4/6-Inhibitoren resistent geworden sind, eine bislang unerkannte metabolische Verwundbarkeit entwickeln. Medikamente wie Metformin oder Dichloracetat, die in den Energiestoffwechsel eingreifen, versetzen diese Zellen unter massiven Energiestress und lösen ihr Absterben aus. Die Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden jetzt in der Fachzeitschrift Cell Death & Disease [1].
Lesen Sie mehr