Journal Onkologie

Medizin

Medizin
Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

Pembrolizumab-Kombination bei Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen

In der Europäischen Union (EU) ist eine neue Behandlungsoption für Patientinnen mit Platin-resistentem Ovarialkarzinom zugelassen worden. Pembrolizumab kann nun in Kombination mit Paclitaxel, mit oder ohne Bevacizumab, zur Behandlung des Platin-resistenten epithelialen Ovarialkarzinoms, Eileiterkarzinoms oder primären Peritonealkarzinoms bei erwachsenen Patientinnen eingesetzt werden, deren Tumoren PD-L1 mit einem Combined Positive Score (CPS) ≥ 1 exprimieren und die zuvor eine oder zwei systemische Therapielinien erhalten haben. Damit steht erstmals eine PD-1-Inhibitor-basierte Behandlungsoption für diese Indikation in der EU zur Verfügung.
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Medizin
Molekulare Signatur für aggressives Wachstum von Kopf-Hals-Tumoren entdeckt

Molekulare Signatur für aggressives Wachstum von Kopf-Hals-Tumoren entdeckt

Forschende der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg und der Technischen Universität München haben die genetische Aktivität „knospender" Karzinome des Kopf-Hals-Bereichs untersucht. In den „Knospen“ – sich vom Tumor ablösende Zellverbände, die mit einer ungünstigen Prognose einhergehen – fanden sie ein charakteristisches Muster der Genaktivität. Diese Marker-Signatur gibt Einblicke in die Biologie dieser Tumoren, könnte zukünftig die diagnostische Einordnung erleichtern und liefert erste Hinweise auf mögliche Behandlungsstrategien. Die Ergebnisse sind aktuell im Fachjournal Genome Medicine erschienen [1].
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Medizin
Darmkrebs-Screening: Keine aussagekräftige Evidenz zur Anpassung der Altersgrenzen oder Koloskopie-Frequenz

Darmkrebs-Screening: Keine aussagekräftige Evidenz zur Anpassung der Altersgrenzen oder Koloskopie-Frequenz

Gesetzlich Versicherte haben gemäß den aktuellen Regelungen ab einem Alter von 50 Jahren Anspruch auf eine Darmkrebs-Früherkennung. Denn mit der Früherkennungsuntersuchung kann man Krebsvorstufen im Dickdarm (Polypen) oder Krebs entdecken und meist sehr gut behandeln. Auf diese Weise lassen sich fortgeschrittene Krebsstadien, belastende Therapien und krebsbedingte Sterblichkeit vermindern. Zur Früherkennung von Dickdarmkrebs stehen sowohl die Darmspiegelung (Koloskopie) als auch der Test auf Blut im Stuhl zur Verfügung.
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NSCLC
NSCLC: Platin-ungeeignete Patient:innen profitieren von Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab
DGP 2026

NSCLC: Platin-ungeeignete Patient:innen profitieren von Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab

Wenn selbst ein bisschen Chemo bei älteren, vulnerablen Patient:innen zu viel ist: PD Dr. Diego Kauffmann-Guerrero vom Klinikum Großhadern der LMU in München erläuterte, dass in diesem metastasierten NSCLC-Kollektiv im Stadium IV mit Komorbiditäten oder reduziertem Allgemeinzustand eine platinhaltige Chemotherapie oft nicht möglich sei. Die Daten der IPSOS-Studie zeigen, dass diese Patient:innen von einer Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab mit einer nahezu Verdopplung der Zwei-Jahres-Überlebensrate (24,3% vs. 12,4%) profitieren können [1].
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Medizin
Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Drei Leitlinien, ein Konsens: Mirvetuximab-Soravtansin im FRα+ platinresistenten Ovarialkarzinom empfohlen

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist der Therapiestandard im Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven platinresistenten Ovarialkarzinom (OC), mit signifikant überlegener Wirksamkeit gegenüber Chemotherapie.1,4–6,* Die Therapieempfehlung wurde im Update der S3-Leitlinie im Januar 2026 veröffentlicht.1,a Zusätzlich zur S3-Leitlinie wurde MIRV als Therapieempfehlung in die ESMOb- und ESGO-Leitliniec aufgenommen.2,3
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Prostatakarzinom

mHSPC: ARANOTE-Studie zeigt signifikante Verzögerung der Schmerzprogression

Bei Patienten mit metastasiertem hormonempfindlichem Prostatakarzinom (mHSPC) hatte Darolutamid in der Phase-III-Studie ARANOTE bereits das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) signifikant verlängert. Doch neben dem Überleben spielen auch Symptomkontrolle und Lebensqualität eine zentrale Rolle bei Therapieentscheidungen. Neu veröffentlichte Analysen der ARANOTE-Studie mit 669 Patienten zeigen, dass Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) die Schmerzprogression signifikant verzögert und die Zeit bis zur Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens im Vergleich zu Placebo verlängert.
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Pankreaskarzinom
Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Adjuvante Chemotherapie beim Pankreaskarzinom zeigt stadienabhängige Wirksamkeit

Aktuelle Leitlinien empfehlen eine adjuvante Chemotherapie nach chirurgischer Resektion des Pankreaskarzinoms für alle UICC-Stadien I–III. Doch die Datenlage zur stadienspezifischen Wirksamkeit dieser Behandlung ist begrenzt. Eine retrospektive Studie aus China untersuchte nun systematisch den Einfluss der postoperativen Chemotherapie auf die Prognose von Patient:innen mit unterschiedlichen Stadien des Pankreaskarzinoms.
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O-Ton Onkologie Staffel 9

Tiergestützte Therapie in der Onkologie

Krebskranke Kinder und Jugendliche erfahren mit der Diagnose Krebs oft einen abrupten Verlust an Autonomie und sozialer Teilhabe. Genau hier setzt die tiergestützte Therapie an. Am Universitätsklinikum Essen besuchen Therapiehunde wie Retriever Flip und bald auch Zwergspitz Coco regelmäßig die pädiatrische Onkologiestation. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. med vet. Astrid Heinl mit Prof. Dr. med. Michael Schündeln, stellvertretender Klinikdirektor und Facharzt für pädiatrische Hämatologie und Onkologie, Essen. Prof. Schündeln schildert im Podcast unter anderem, wie eine Schlittenhundefreizeit mit Langzeitüberlebenden in Schweden ihn vor rund zwölf Jahren zur Idee bewog, Therapiehunde bereits in der Akutbehandlung einzusetzen.
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Medizin
Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Atezolizumab halbiert Rezidivrisiko bei Darmkrebs im Stadium III

Die im New England Journal of Medicine publizierten Ergebnisse der Phase-III-Studie ATOMIC zeigen einen deutlichen Benefit für Patient:innen mit kolorektalem Karzinom (CRC) im Stadium III und defizientem Mismatch-Reparatur-System (dMMR). Durchgeführt wurde die Studie von Forschenden der Alliance for Clinical Trials in Oncology (Alliance)/USA unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie (AIO) und mit Förderung des National Cancer Institute (NCI). Im Falle einer Zulassung könnte Atezolizumab einen neuen Standard für Patient:innen mit dMMR-CRC setzen.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Belumosudil erhält bedingte EU-Zulassung für chronische Graft-versus-Host-Erkrankung

Die Europäische Kommission hat eine bedingte Marktzulassung für Belumosudil zur Behandlung der chronischen Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD) bei Erwachsenen und Kindern ab 12 Jahren mit einem Körpergewicht von mindestens 40 kg erteilt [1]. Belumosudil wird angewendet, wenn andere Behandlungsoptionen einen begrenzten klinischen Nutzen bieten, nicht geeignet sind oder ausgeschöpft wurden. Die bedingte Marktzulassung ist an den Abschluss einer bestätigenden, randomisierten kontrollierten Studie geknüpft. Sie folgt der positiven Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur vom 30. Januar 2026.
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Medizin
Molekulare Analysen eröffnen neue Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor

Molekulare Analysen eröffnen neue Behandlungschancen bei seltenem Weichteiltumor

Der desmoplastische klein- und rundzellige Tumor ist selten, aggressiv und schwer zu behandeln. Forschende am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) haben 30 Tumoren umfassend analysiert und für fast alle Betroffenen potenzielle personalisierte Therapieoptionen abgeleitet. Bei einzelnen Patient:innen konnten neue zielgerichtete Ansätze die Krankheit überraschend lange aufhalten.
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Medizin
expanda Hämophilie und Hämostase 2026

EHR-CAT-Score und Checkpoint-Inhibitoren: Neue Maßstäbe in der VTE-Prophylaxe bei Krebspatient:innen

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Hämophilie und Hämostase" referierte Prof. Dr. med. Hanno Riess, Ärztlicher Leiter der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Onkologie und Hämatologie der Charité Berlin, über das venöse Thromboembolierisiko bei onkologischen Therapien. In diesem Video erläutert er aktuelle Risikoassessment-Modelle und gibt Empfehlungen zur medikamentösen VTE-Prophylaxe bei ambulanten Krebspatient:innen.
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Medizin

FET-PET und MRT gleichwertig bei Bestrahlung von Glioblastom-Rezidiven

Eine präzise Bestrahlungsplanung ist entscheidend beim rezidivierten Glioblastom. Die deutsche, multizentrische GLIAA-Studie zeigte erstmals die Gleichwertigkeit von FET-PET sowie kontrastmittelverstärkter T1-MRT: Die Bestrahlungsvolumina, das mediane progressionsfreie Überleben (4,0 vs. 4,9 Monate) und die lokale Tumorkontrolle nach einem Jahr (22% vs. 20%) unterscheiden sich nicht signifikant. Die stereotaktische Re-Bestrahlung war gut verträglich. Die Ergebnisse bestätigen die Planungsqualität beider Verfahren und liefern Evidenz für die Rezidivtherapie.
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Hämatologie
EBMT 2026

CAR-T-Zell-Therapien rücken immer mehr in den wissenschaftlichen Fokus

Das Motto der Jahrestagung der European Group for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026 lautete „Advancing the Art of Patient Care“. Damit unterstreicht die Fachgesellschaft einmal mehr die traditionell enge Partnerschaft zwischen ärztlicher Community und betroffenen Patient:innen. Wissenschaftlich richtet die EBMT den Blick weiterhin auf ihre beiden zentralen Säulen – Stammzelltransplantationen und zelluläre Therapien. Letztere, insbesondere CAR‑T‑Zell-Therapien, gewinnen zunehmend an Bedeutung, was sich auch in den hochrangigen Abstracts zu dieser Thematik widerspiegelte.
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Medizin
Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zelltherapie

Tumorzelleigenes „Alarmsystem“ verbessert Wirksamkeit der CAR-T-Zelltherapie

Forschende um Dr. Nadia El Khawanky, Dr. Simon Heidegger und Dr. Nardine Soliman von der Medizinischen Klinik und Poliklinik III des Klinikums der Technischen Universität München (TUM Klinikum) haben zentrale Resistenzmechanismen von Tumorzellen gegenüber CAR-T-Zellen aufgedeckt. Die Wissenschaftler:innen zeigten, dass ein angeborenes zelluläres Warnsystem, das normalerweise Virusinfektionen erkennt, eine entscheidende Rolle dabei spielt, wie empfänglich Tumorzellen für den Angriff durch CAR-T-Zellen sind. Damit eröffnen sich neue Ansätze, um CAR-T-Zelltherapien auch bei soliden Tumoren wirksam zu machen [1, 2].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Proteinhemmung schwächt Leukämiezellen erfolgreich

In einer Studie der Universitätsmedizin Mainz konnten Krebszellen bei akuter myeloischer Leukämie durch einen neu entdeckten Mechanismus gezielt geschwächt werden. Die Hemmung bestimmter Proteine, die die Genaktivität beeinflussen, löste eine starke Abwehrreaktion der Krebszellen aus. Diese Immunantwort ähnelte der einer Grippe, schwächte die Tumorzellen und konnte deren Zelltod auslösen. Mit immunstimulierenden Botenstoffen konnten die Forschenden diesen Effekt sogar verstärken. Langfristig könnten die Ergebnisse dazu beitragen, eine neue, gezielt entwickelte Kombinationstherapie für akute myeloische Leukämie zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Blood veröffentlicht.
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Medizin
Speiseröhrenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Früherkennung

Speiseröhrenkrebs: Neue Erkenntnisse zur Früherkennung

Mit zunehmendem Alter sammeln sich im gesunden Gewebe Mutationen, die Krebs auslösen können. Allerdings entwickeln sich nur wenige dieser veränderten Zellen zu Tumoren. Erkenntnisse moderner Studien deuten darauf hin, dass die Entstehung von Tumoren von komplexen Wechselwirkungen zwischen den mutierten Zellen und ihrer Umgebung abhängt. Das Verständnis dieser Prozesse und der dazugehörigen Umweltfaktoren ist bislang jedoch begrenzt. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung der Universität Cambridge und mit Beteiligung der Medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden (TUD) sowie des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI‑CBG) hat nun einen bislang unbekannten Mechanismus beschrieben, der das Überleben von Tumorzellen in einem sehr frühen Stadium fördert. Die Erkenntnisse um diese frühen biologischen Hinweise können dazu beitragen, die Früherkennung von Speiseröhrenkrebs zu verbessern.
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