Journal Onkologie

Medizin

Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Lenalidomid-Erhaltung beim Multiplen Myelom: Zeitlich begrenzt oder unbegrenzt?

Lenalidomid wird beim neu diagnostizierten multiplen Myelom bislang als Erhaltungstherapie bis zum Progress der Erkrankung eingesetzt. Wie lange diese Erhaltungstherapie tatsächlich erfolgen sollte, war jedoch unklar. Eine randomisierte Phase-III-Studie mit 516 Patient:innen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom mit Standardrisiko, die keine autologe Stammzelltransplantation erhielten, verglich nun eine zeitlich unbegrenzte mit einer auf zwei Jahre befristeten Lenalidomid-Erhaltungstherapie.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE

Primäres ZNS-Lymphom: Autologe Stammzelltransplantation verbessert das progressionsfreie Überleben

Für Patient:innen mit neu diagnostiziertem primärem ZNS-Lymphom ist die Konsolidierung nach der Induktionstherapie ein zentraler Bestandteil des Behandlungskonzepts. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Vergleichsdaten zu zwei Strategien: Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation oder nicht-myeloablative Chemoimmuntherapie.
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Kopf-Hals-Tumoren
 6 Min|
Zungenkarzinom im Rezidiv: Mikrochirurgische Rekonstruktion als Weg zum Funktionserhalt
Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V.

Zungenkarzinom im Rezidiv: Mikrochirurgische Rekonstruktion als Weg zum Funktionserhalt

Die chirurgische Behandlung eines fortgeschrittenen Zungenkarzinoms stellt eine besondere Herausforderung dar. Moderne mikrovaskuläre Lappenplastiken eröffnen jedoch auch in fortgeschrittenen Rezidivsituationen neue therapeutische Perspektiven. Ein auf der Online-Pressekonferenz zum 76. Fachkongress und Praxisführungsseminar der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG) in Ulm vorgestellter Fallbericht zeigt den aktuellen Stand der Technik und benennt offen die Grenzen der Methode sowie die Versorgungsrealität in Deutschland.
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Medizin
 3 Min|
Krebs-Screening: Menschen mit Behinderungen nehmen seltener teil

Krebs-Screening: Menschen mit Behinderungen nehmen seltener teil

Krebsfrüherkennung kann Leben retten. Doch nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Krebs-Screenings. Dies zeigt erstmals eine neue Übersichtsarbeit der Deutschen Krebsgesellschaft, die zusammen mit dem Centre for Cancer Detection Bruges/Belgien, dem Universitätskrankenhaus Leuven/Belgien und dem Cancer Registry of Norway veröffentlicht wurde. Personen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung stoßen auf zahlreiche Hürden bei der Teilnahme an Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen und nehmen somit seltener an Krebs-Screenings teil.
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Medizin
 3 Min|

Gebärmutterhalskrebs-Screening zeigt erste Erfolge

Das im Jahr 2020 eingeführte organisierte Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs zeigt erste positive Auswirkungen: Eine bundesweite Auswertung der deutschen Krebsregister weist darauf hin, dass Vorstufen von Adenokarzinomen des Gebärmutterhalses seit Einführung des kombinierten HPV- und Pap-Tests deutlich häufiger erkannt werden. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome bei Frauen ab 35 Jahren hin.
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Medizin
 2 Min|
Darmkrebs: Wie besonders aggressive Tumoren dem Immunsystem entkommen

Darmkrebs: Wie besonders aggressive Tumoren dem Immunsystem entkommen

Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Stammzell-Institut HI-STEM haben einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, mit dem eine besonders aggressive Form von Darmkrebs der Immunabwehr entkommt [1]. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aktivierung eines wichtigen Signalwegs den Krebszellen dabei hilft, das Immunsystem auszubremsen und so die bösartige Tumorentwicklung voranzutreiben.
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Zervixkarzinom
 2 Min|
Zervixkarzinom: Versorgungsbedarf in fortgeschrittenen Stadien

Zervixkarzinom: Versorgungsbedarf in fortgeschrittenen Stadien

Prävention und Früherkennung haben die Prognose beim Zervixkarzinom verbessert. Dennoch werden rund 40% der Fälle erst in Stadium III oder IV diagnostiziert. Eine Befragung von 90 Ärzt:innen beleuchtet die Versorgung bei fortgeschrittener Erkrankung. Prof. Dr. med. Linn Wölber (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Susanne Fechner (Deutsche Stiftung Eierstockkrebs) diskutierten die Ergebnisse.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

POLARGO-Studie: Polatuzumab Vedotin plus R-GemOx senkt Sterberisiko bei rezidiviertem/refraktärem DLBCL

Für Patient:innen mit rezidiviertem oder refraktärem diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (RR DLBCL), die für eine autologe Stammzelltransplantation nicht infrage kommen, bleibt die Prognose ungünstig. Die randomisierte Phase-III-Studie POLARGO hat geprüft, ob sich durch die Ergänzung von Polatuzumab Vedotin zu Rituximab, Gemcitabin und Oxaliplatin (R-GemOx) das Überleben in dieser Patientengruppe verbessern lässt.
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Medizin
 4 Min|
Krebsprotein p53: Struktur erstmals vollständig entschlüsselt

Krebsprotein p53: Struktur erstmals vollständig entschlüsselt

Krebs entsteht, wenn Zellen sich unkontrolliert teilen und gesunde Zellen verdrängen. Einen wichtigen Schutz davor leisten sogenannte Tumor-Suppressoren. Als molekulare Wachstumsbremsen verhindern sie, dass sich gesunde Zellen in Krebszellen verwandeln. Ein elementares Protein dieser Klasse ist p53, auch „Wächter des Genoms" genannt. Erkennt p53 Fehler in der DNA einer Zelle, stoppt es ihre Teilung. Ist die DNA irreparabel beschädigt, leitet p53 den Zelltod ein. Für beide Aufgaben wechselwirkt das Protein mit einer Vielzahl anderer Proteine. Ist p53 gehemmt oder verändert, teilen sich Zellen trotz Schäden ungebremst weiter – ein Tumor entsteht. Mehr als die Hälfte aller Tumoren gehen damit einher, dass p53 in den Zellen seiner Aufgabe nicht mehr nachkommt.
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Medizin
 3 Min|
Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs ist, früh entdeckt, in der Regel gut zu behandeln. Viele Patienten, deren Tumor früh entdeckt wird, haben eine gute Prognose. Schwieriger wird es allerdings, wenn der Krebs erst spät entdeckt wird. Dann kann er auf andere Körperregionen übergehen, wo er Metastasen bildet. Solche metastasierten Prostatakarzinome sind deutlich schwieriger zu therapieren, und in manchen Fällen gibt es kaum mehr Chancen, den Krebs zu besiegen, insbesondere dann, wenn die Krebszellen darüber hinaus noch kastrationsresistent sind.
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Medizin
 3 Min|
Neue Gene bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Neue Risikogene bei familiärem Brust- und Eierstockkrebs identifiziert

Brustkrebs tritt in den meisten Fällen sporadisch auf, kann aber auch erblich bedingt sein. Dann beruht er auf einer Veränderung bestimmter Gene. Derzeit sind für die genetische Diagnostik 13 Risikogene etabliert. Ein Team unter Leitung der MHH und der Universität Augsburg hat nun weitere Gene und Genvarianten identifiziert, die mit dem vermehrten Auftreten von Brustkrebs in Verbindung stehen. Ein solcher Nachweis ermöglicht Zugang zu Früherkennung, Risikoreduktion und Therapie.
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Medizin
 3 Min|

Adolf-Kußmaul-Preis 2026: TAK1 als neue Zielstruktur bei Pankreaskrebs

Für ihre wissenschaftlichen Leistungen bei der Aufklärung von molekularen Mechanismen bei der Entstehung von duktalen Adenokarzinomen des Pankreas ist Dr. rer. nat. Anne Theres Schneider vom Universitätsklinikum Düsseldorf mit dem Adolf-Kußmaul-Preis 2026 ausgezeichnet worden. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis wurde im Rahmen der 36. Jahrestagung der Südwestdeutschen Gesellschaft für Gastroenterologie in Heidelberg verliehen. Die Wissenschaftlerin erforscht seit Jahren zelltodassoziierte Signalwege bei Leber- und Pankreaskarzinomen mit dem Ziel, neue Therapieoptionen für bislang schwer behandelbare Tumoren zu ermöglichen. Jetzt konnte das Team um Frau Dr. Schneider einen zentralen molekularen Regulator in frühen Stadien der Pankreaskarzinom-Entstehung identifizieren und charakterisieren [1].
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SCLC
 2 Min|
Verbessertes Überleben beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom

Verbessertes Überleben beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom

Das kleinzellige Lungenkarzinom (SCLC) ist einer der aggressivsten soliden Tumoren mit hohen Rezidivraten nach der Erstlinientherapie und begrenzten Behandlungsmöglichkeiten. Die kürzliche Zulassung von Tarlatamab, des ersten und einzigen T-Zell-Engagers zur Behandlung des Karzinoms im fortgeschrittenen Stadium, bedeutet gemäß den Studiendaten und Praxiserfahrungen einen großen Gewinn für das Überleben der Patient:innen.
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Therapien
 3 Min|
CCL5-Blockade verbessert CAR-T-Zelltherapie bei soliden Tumoren

CCL5-Blockade verbessert CAR-T-Zelltherapie bei soliden Tumoren

Die CAR-T-Zelltherapie hat bei hämatologischen Malignomen bemerkenswerte Erfolge erzielt, bei soliden Tumoren blieb die Wirksamkeit jedoch begrenzt. Eine internationale präklinische Studie mit mehreren Mausmodellen deckte nun einen bislang unbekannten Mechanismus auf. Tumorinfiltrierende CAR-T-Zellen spielen eine doppelte Rolle – sie setzen zwar antitumorale Effektormoleküle wie Interferon-gamma und TNF-alpha frei, produzieren aber gleichzeitig das Chemokin CCL5. Dieses fördert das Tumorwachstum, indem es die VEGF-Expression und Angiogenese induziert.
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Medizin
 2 Min|

Sonesitatug vedotin verbessert Gesamtüberleben bei CLDN18.2-positivem Magenkarzinom

Ergebnisse der CLARITY-Gastric01-Studie zeigen für das gegen Claudin 18.2 (CLDN18.2) gerichtete Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Sonesitatug vedotin (Sone-Ve) eine statistisch signifikante Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) ab der Zweitlinie bei Patient:innen mit fortgeschrittenen oder metastasierten Adenokarzinomen des Magens, des gastroösophagealen Übergangs und des distalen Ösophagus (GC/GEJ/EAC) mit CLDN18.2-Expression in mindestens 25% der Tumorzellen (mit IHC+ jeglicher Farbintensität).
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

T-Zellen bei Multiplem Myelom und AML nur teils aktiviert

Ein Team unter der Leitung von Forschenden aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dem Stammzellinstitut HI-STEM* sowie der Medizinischen Klinik V des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD) hat beim Multiplen Myelom und bei akuter myeloischer Leukämie die T-Zellen im Knochenmark charakterisiert: Eine definierte Gruppe tumorreaktiver T-Zellen kann Krebszellen erkennen und grundsätzlich bekämpfen, ist aber häufig nicht ausreichend aktiviert. Trotzdem hat die Anzahl dieser Zellen Einfluss auf die Prognose. Eine spezielle Gensignatur weist die tumorreaktiven T-Zellen aus und könnte den Erfolg von Immuntherapien vorhersagen.
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Medizin
 4 Min|
Digitale Begleitung erleichtert Frauen mit metastasiertem Brustkrebs den Alltag

Digitale Begleitung erleichtert Frauen mit metastasiertem Brustkrebs den Alltag

Patientinnen mit metastasiertem Brustkrebs regelmäßig per App nach ihrem Befinden zu fragen – und darauf umgehend zu reagieren –, kann deren belastende Erschöpfung lindern und ihren Alltag erleichtern. Das belegen Forschende der Charité – Universitätsmedizin Berlin und der Deutschen Krebsgesellschaft in einer Studie, die heute im Fachmagazin JAMA Oncology erschienen ist [1]. Sie ist das Ergebnis des Innovationsfonds-Projekts PRO B, das zusammen mit den Krankenkassen BARMER, DAK-Gesundheit und mkk – meine krankenkasse umgesetzt wurde. Aufgrund der positiven Ergebnisse empfiehlt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das neue Behandlungskonzept in die Regelversorgung zu überführen.
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