Journal Onkologie

Medizin

Eine randomisierte Phase-II-Studie zeigt, dass die Kombination aus Atezolizumab und Tiragolumab nach neoadjuvanter Chemoradiotherapie (nCRT) bei Patient:innen mit lokal fortgeschrittenem Rektumkarzinom (LARC) zu einer signifikant verbesserten pathologischen Komplettremission (pCR) im Vergleich zu historischen Kontrollen führt. Die Studie wurde im Journal of Clinical Oncology veröffentlicht [1].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Ferroptose eröffnet neue Therapieperspektiven bei resistenter chronischer Leukämie

Ein interdisziplinäres Forschungsteam der Universitätsmedizin Magdeburg hat eine bislang wenig beachtete Schwachstelle im Stoffwechsel von Zellen der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) identifiziert. CLL ist die häufigste Form von Blutkrebs im Erwachsenenalter. Die Ergebnisse, veröffentlicht im Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy, könnten künftig dazu beitragen, neue Behandlungsstrategien für Patient:innen zu entwickeln, bei denen bisherige Therapien nicht mehr ausreichend wirken. Die Studie wurde unter der Leitung der Universitätsklinik für Hämatologie, Onkologie und Zelltherapie Magdeburg durchgeführt und entstand in enger Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnergruppen aus Zürich, Rotterdam, Düsseldorf, Regensburg, Erlangen und Heidelberg.
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Entitätsübergreifend
MELODY-Studie: Musiktherapie ebenso wirksam wie kognitive Verhaltenstherapie gegen Angststörungen bei Krebsüberlebenden

MELODY-Studie: Musiktherapie ebenso wirksam wie kognitive Verhaltenstherapie gegen Angststörungen bei Krebsüberlebenden

Eine randomisierte klinische Studie mit 300 Krebsüberlebenden zeigt, dass Musiktherapie per Telemedizin bei der Behandlung von Angstsymptomen der kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) nicht unterlegen ist. Beide Interventionen führten zu klinisch bedeutsamen und anhaltenden Verbesserungen der Angst über 26 Wochen, wie in einer im Journal of Clinical Oncology veröffentlichten Studie berichtet wurde [1].
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Urothelkarzinom

Metastasiertes Urothelkarzinom: Erdafitinib mit und ohne Cetrelimab bei Cisplatin-ungeeigneten Patient:innen

Für Patient:innen mit metastasiertem Urothelkarzinom (mUC) und FGFR-Alterationen, die nicht für eine Cisplatin-basierte Chemotherapie infrage kommen, sind die Erstlinientherapieoptionen begrenzt. Eine aktuelle Phase-II-Studie untersucht nun den FGFR-Inhibitor Erdafitinib sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor Cetrelimab. Die Ergebnisse zeigen ermutigende Ansprechraten von 44,2% bzw. 54,5% bei einem handhabbaren Nebenwirkungsprofil. Die Wirksamkeit zeigte sich auch bei Patient:innen mit niedriger PD-L1-Expression, die typischerweise schlechter auf Immuntherapien ansprechen.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Neue Therapieansätze bei T-Zell-Leukämie im Kindesalter

Kinder und Jugendliche mit einer schwer behandelbaren Form von Blutkrebs – der T-Zell akuten lymphoblastischen Leukämie (T-ALL) – sollen künftig wirksamer behandelt werden können. In einer internationalen Studie wird untersucht, ob ein zusätzliches Medikament die Leukämiezellen empfindlicher für Chemotherapie machen und so deren Wirkung verstärken kann. Durchgeführt wird die Studie unter Leitung von Prof. Dr. Gunnar Cario an der Klinik für Kinderonkologie und -rheumatologie des UKSH, Campus Kiel. Das Kieler Studienzentrum für Leukämie im Kindes- und Jugendalter koordiniert das Vorhaben und erhält dafür eine Förderung in Höhe von über 2,4 Millionen Euro durch die Deutsche Krebshilfe.
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Merkelzellkarzinom
Neoadjuvante Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim Merkelzellkarzinom

Neoadjuvante Kombinationstherapie zeigt vielversprechende Ergebnisse beim Merkelzellkarzinom

Das Merkelzellkarzinom ist ein seltener und aggressiver Hauttumor mit einem hohen Rezidivrisiko von etwa 40%. Während Checkpoint-Inhibitoren als Erstlinientherapie bei fortgeschrittenen Stadien etabliert sind, könnte die neoadjuvante Immuntherapie zunehmend an Bedeutung gewinnen. Eine aktuelle Phase-II-Studie untersuchte erstmals die Kombination aus dem Tyrosinkinase-Inhibitor Lenvatinib und dem PD-1-Antikörper Pembrolizumab als neoadjuvante Therapie bei resektablem Merkelzellkarzinom. Lenvatinib hemmt unter anderem Rezeptoren für den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) und trägt damit zur Modulation der immunsuppressiven Tumormikroumgebung bei. Die Kombination beider Substanzen hat sich bereits beim fortgeschrittenen Endometrium- und Nierenzellkarzinom bewährt.
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Medizin
Tübinger Forschende machen CAR-T-Zellen fit gegen aggressive Tumoren

Tübinger Forschende machen CAR-T-Zellen fit gegen aggressive Tumoren

Forschende des Universitätsklinikums Tübingen und des Exzellenzclusters iFIT haben eine Methode etabliert, um die CAR-T-Zelltherapie gezielt zu verbessern. Durch die Anwendung von CRISPR-Base-Editing was eine besonders präzise und sichere Gentherapie ermöglicht, lassen sich Immunzellen so verändern, dass sie Tumorzellen wirksamer bekämpfen – auch bei bisher schwer zu therapierenden soliden Tumoren. Die Ergebnisse der im Fachjournal Nature Cancer veröffentlichten präklinischen Studie könnten neue Wege für personalisierte Krebstherapien eröffnen [1].
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Medizin

Krebskachexie: Mehr als nur Muskelverlust

Ein Verlust von 10% Körpergewicht innerhalb von sechs Monaten – was für manche wünschenswert klingt – verursacht bei Krebspatient:innen mit Kachexie häufig Verunsicherung und Frustration, da sie gerne zunehmen würden, es aber nicht können. Kachexie (vom Griechischen κακός „schlecht“ und ἕξις „Zustand“) tritt bei 50-80% aller Krebspatient:innen auf, verschlechtert die Lebensqualität, reduziert die Wirksamkeit von Krebstherapien und erhöht die Sterblichkeit.
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Medizin
Zucker als Biomarker für Krebs-Immuntherapie

Zucker als Biomarker für Krebs-Immuntherapie

Unter den modernen Krebstherapien gehören die Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICI) zu den erfolgreichsten Behandlungsmethoden. Diese Antikörper aktivieren das Immunsystem und versetzen die T-Abwehrzellen wieder in die Lage, Tumorzellen aufzuspüren und zu zerstören. Auch beim klarzelligen Nierenzellkarzinom (ccRCC), der häufigsten Form von Nierenkrebs, ist die Immuncheckpoint-Hemmung ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Sie wird eingesetzt, wenn sich bereits Metastasen gebildet haben und eine Operation allein die Krebserkrankung nicht in den Griff bekommen kann. Allerdings ist die Behandlung nicht nur teuer, sondern sie hat auch Nebenwirkungen. Zudem sprechen nicht alle Patient:innen auf die Immuntherapie an. Derzeit gibt es jedoch keine Möglichkeit vorherzusagen, welchen Patient:innen mit ccRCC eine ICI tatsächlich nützen wird.
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Medizin
Neue Immuntherapie bei Eierstockkrebs durch gezielte Proteinblockade

Neue Immuntherapie bei Eierstockkrebs durch gezielte Proteinblockade

Eine besonders aggressive Form von Eierstockkrebs spricht schlecht auf herkömmliche Therapien an und kann sich effektiv vor dem Immunsystem verstecken. Forschenden der Universitätsmedizin Halle ist es nun gelungen, die Mechanismen dieser „Immunflucht" aufzudecken und sie in Zellkulturen sowie im Tiermodell gezielt zu blockieren. In den Versuchen wurden die Krebszellen dadurch wieder für das Immunsystem sichtbar. Die im Nature-Fachjournal Signal Transduction and Targeted Therapy vorgestellte Arbeit eröffnet neue Strategien für die Behandlung von Eierstockkrebs. Aktuell entwickelt und patentiert das Team zudem neue Wirkstoffkandidaten, die noch effektiver und stabiler sein sollen.
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SABCS 2025
SABCS 2025

Highlights zum metastasierten Mammakarzinom

Beim diesjährigen San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) wurden neue Erkenntnisse zum metastasierten Mammakarzinom präsentiert. Prof. Dr. med. Volkmar Müller, stellvertretender Klinikdirektor der Universitätsfrauenklinik am UKE Hamburg-Eppendorf, berichtet in diesem Video über seine persönlichen Highlights mit Fokus auf das HER2-positive (HER2+) Mammakarzinom. Besonders im Mittelpunkt stehen neue Konzepte zur Erhaltungstherapie, die das Potenzial haben, die Erstlinientherapie zu optimieren und das progressionsfreie Überleben deutlich zu verlängern.
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Medizin

Lungenkrebs-Screening bei Ex-Raucher:innen: risikoadaptierte Strategie sinnvoll

Ein Team vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat eine neue, risikoadaptierte Strategie für den Start des Lungenkrebs-Screenings bei ehemaligen starken Raucherinnen und Rauchern entwickelt. Ziel ist es, den Beginn der Früherkennung nicht pauschal festzulegen, sondern anhand der tatsächlichen Risikoreduktion zu bestimmen. Abhängig davon, wie lange der Rauchstopp zurückliegt, errechneten die Forschenden risikoangepasste Startalter zwischen etwa 53 und 67 Jahren.
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SABCS 2025
SABCS 2025

Patientenorientierte Versorgung im Fokus – Von Hormontherapie bis Ernährung beim Brustkrebs

Das San Antonio Breast Cancer Symposium (SABCS) 2025 lieferte wichtige Erkenntnisse zur patientenorientierten Versorgung. Prof. Dr. med. Rachel Würstlein stellt diese im Video vor. Unter anderem wurden neue Ergebnisse zur Hormonersatztherapie bei BRCA-Mutationsträgerinnen, neue Daten zu Checkpoint-Inhibitoren und Fertilität sowie ein innovatives eHealth-Tool für junge Brustkrebspatientinnen präsentiert.
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Medizin
Sekundäre Gallensäuren können Dickdarmkrebsentstehung fördern

Sekundäre Gallensäuren können Dickdarmkrebsentstehung fördern

Erstmals hat ein Team aus Expert:innen der Technischen Universität München (TUM), der RWTH Aachen und des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) in funktionellen Studien die kausale Rolle von mikrobiell gebildeten sekundären Gallensäuren bei der Entstehung von Dickdarmkrebs nachgewiesen. Die in der Fachzeitschrift Gut veröffentlichten Erkenntnisse stehen im Zusammenhang mit einer fettreichen, westlichen Ernährungsweise und liefern einen entscheidenden Schritt hin zu mikrobiom- und ernährungsbasierten Präventions- und Therapiemöglichkeiten.
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Medizin

Wirkstoffe zerstören tumorschützende Enzyme gezielt

Krebszellen haben Strategien, um dem Immunsystem zu entkommen – genau hier setzen moderne Immuntherapien an. Doch nicht immer sind sie erfolgreich. Ein Forschungsteam um Herbert Waldmann, Max-Planck-Institut für molekulare Physiologie in Dortmund, und Georg Winter, AITHYRA Institut in Wien, hat eine neue Klasse von Wirkstoffen entwickelt (iDegs), die gezielt das Enzym IDO1 zerstören – einen zentralen Schalter, den Tumor zur Immununterdrückung nutzt [1]. Sie konnten auch zeigen, dass iDegs das Tumorwachstum in Mäusen mit SKOV-3 Tumoren hemmen und so zu einer verlängerten Überlebenszeit führen können.
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ASH 2025
ASH 2025

B-ALL: Modifiziertes Behandlungsschema unabhängig vom MRD-Status verbessert Gesamtüberleben

Erhielten Patient:innen mit B-Vorläufer-akuter lymphoblastischer Leukämie (B-ALL) unabhängig vom Status der minimalen Resterkrankung (MRD) in der Erstlinie ein modifiziertes Behandlungsschema mit dem bispezifischen Antikörper Blinatumomab (Blina), verbesserte sich die Gesamtüberlebenszeit (OS) in dieser Kohorte. Zudem waren die Ergebnisse bei jüngeren Patient:innen verbessert, die eine strukturierte Behandlung im klinischen Setting erhielten.
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