Journal Onkologie

Medizin

Gastrointestinale Tumoren
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Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren
ASCO-GI 2026

Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren

Aktuelle Daten zeigen, dass Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab das Langzeitüberleben bei Magen-, Gallengangs- und kolorektalen Karzinomen verbessern. Sie finden zunehmend Eingang in die klinische Routine. Im Fokus eines Symposiums anlässlich des diesjährigen ESMO-GI stand auch der Stellenwert des Biomarkers PD-L1 und der Mikrosatelliteninstabilität für die Therapieentscheidung.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: EU-Zulassung für Epcoritamab + Rituximab und Lenalidomid

Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Epcoritamab erteilt. Der subkutan zu verabreichende bispezifische Antikörper mit begrenzter Therapiedauer kann nun als Kombination mit Rituximab und Lenalidomid (R2) bei Erwachsenen mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt werden. Die chemotherapiefreie Kombinationstherapie ist auf 12 Zyklen begrenzt. Mit ihr können FL-Patient:innen in der EU erstmals ab dem ersten Rezidiv eine auf einem bispezifischen Antikörper basierende Behandlung erhalten. In der Zulassungsstudie EPCORE FL-1 war Epcoritamab + R2 gegenüber R2 bereits bei einem medianen Follow-up von 14,8 Monaten in beiden primären Endpunkten signifikant überlegen: in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Gesamtansprechrate (ORR). R2 zählt bislang zu den Standardtherapien des r/r FL.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE | EHA 2026

R/R LBCL: Neue Ansätze und eine differenzierte Tumorbiologie

Neue Konzepte jenseits von TCRTs (T-Cell redirecting therapies), wie ein niedermolekular-induzierter, zielgerichteter Proteinabbau (TPD, targeted protein degradation) zum Beispiel mit Golcadomid, haben das Potenzial den wirkstofftauglichen (druggable) Strukturraums und die therapeutischen Möglichkeiten beim großzelligem B-Zell-Lymphom (LBCL) zu erweitern, schilderte Prof. Dr. Eliza Hawkes, Fachärztin im Bereich Hämatologie und Onkologe in Melbourne (Australien) anlässlich des 31. EHA in Stockholm.
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EHA 2026
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EHA 2026

CEPHEUS-Studie bei NDMM: Hoher klinischer Nutzen für Daratumumab-basiertes Quadruplet in der nicht-Transplantations-geeigneten Situation

Moderne Quadruplet-Therapien unter Einbeziehen eine Anti-CD38-Antikörpers werden heute sowohl bei Erkrankten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) eingesetzt, die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sind (TE) als auch bei jenen, die Transplantations-ungeeignet (TI) sind – ein echter Paradigmenwechsel in der ersten Therapielinie. Wie groß der klinische Nutzen einer Vierfachtherapie aus dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Dara-VRd) speziell für TI-Erkrankte ist, bestätigten die finalen Daten der Phase-III-Studie CEPHEUS für diese Population, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: Bispezifischer Antikörper wird in der Erstlinie vs. CIT untersucht

Die Erstlinienbehandlung (1L) beim follikulären Lymphom (FL) wird weitestgehend von Chemo-Immuntherapie (CIT)-Regimen bestimmt, wodurch ein langfristiger Vorteil im Gesamtüberleben (OS) erreicht werden kann. Dies betreffe jedoch nur eine Subgruppe der Patient:innen, bei den meisten Betroffenen schreite die Erkrankung dennoch fort, erklärte Dr. Tara Graff, Iowa, USA, auf dem EHA-Kongress 2026.
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Medizin
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EU-Zulassung: Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab bei muskelinvasivem Blasenkarzinom

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Enfortumab Vedotin in Kombination mit Pembrolizumab als neoadjuvante Therapie und anschließend nach einer radikalen Zystektomie als adjuvante Therapie, für Erwachsene mit resektablem muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC), die für eine Cisplatin-haltige Chemotherapie nicht in Frage kommen, erteilt. Mit dieser Zulassung wird die erste zugelassene perioperative (neoadjuvante und adjuvante) Behandlungsoption für diese Patientengruppe in der EU geschaffen.
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EHA 2026
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EHA 2026

ATG/ATLG bleibt Standard zur GvHD-Prophylaxe bei allo-SCT

Sowohl Post-Transplant Cyclophosphamide (PTCy) als auch Anti T-Lymphozyten-Globulin (ATLG) oder Anti-Thymozyten-Globulin (ATG)– gewonnen aus Blut von Kaninchen, die mit der Jurkat-T-Zelllinie bzw. humanen Thymozyten immunisiert wurden – werden im Kontext einer allogenen Stammzelltransplantation (allo-SCT) zur Prophylaxe einer Graft-versus-host-Erkrankung (GvHD) bei HLA-kompatiblen nicht-verwandten oder verwandten Spender:innen eingesetzt. Erstmals wurden nun beide Strategien in einer großen Phase-III-Studie mit Nicht-Unterlegenheits-Design direkt miteinander verglichen, und zwar im Hinblick auf Überlebensparameter und ihre Fähigkeit, der GvHD vorzubeugen. Prof. Johannes Schetelig von der Bereichsleitung Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden, stellte die Daten, die mit ATG/ATLG einen Sieger hervorbrachten, beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vor [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

CEPHEUS-Daten untermauern Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie

Die finale Analyse der Phase-III-Studie CEPHEUS zeigt einen nachhaltigen Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie DVRd (Daratumumab plus Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason) bei nicht-transplantationsgeeigneten Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom. Die Ergebnisse wurden auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentiert und von PD Dr. Johannes Waldschmidt, Universitätsklinikum Würzburg, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz erläutert.
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EHA 2026
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EHA 2026

CLL: 3-Jahres-Daten der Beobachtungsstudie NAOS: Acalabrutinib 1L und ≥2L

Die Ergebnisse aus der bisher größten europäischen und französischen Beobachtungsstudie NAOS zur Behandlung von Patient:innen mit CLL in der Erstlinie (1L) sowie nach 2 oder mehr Vortherapien (≥2L) bei refraktärer/rezidivierender (rr) Erkrankung mit dem Bruton-Tyrosinkinase (BTKi) Acalabrutinib unterstützen die Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien (RCT). Die Ergebnisse von NAOS mit einem Follow-up von 3 Jahren wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-kongress präsentiert [1].
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Mammakarzinom
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DGS 2026

Das HER2-positive Mammakarzinom leitlinienkonform und evidenzbasiert behandeln

Die Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem (HER2+) Mammakarzinom wird sowohl in frühen als auch in fortgeschrittenen Stadien zunehmend differenzierter auf die Erkrankten zugeschnitten. Etablierte Standards wie das Antibody-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Emtansin (T-DM1) und die duale HER2-Blockade mit Pertuzumab und Trastuzumab gehören auch in einer sich rasch weiter entwickelnden Therapielandschaft zu den derzeitigen therapeutischen Standards.
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Mammakarzinom
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Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs
9. Mammakarzinom-Gipfelstürmer-Meeting

Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs

Beim jährlichen Gipfelstürmer-Treffen in München ordnen namhafte Expert:innen neue Studiendaten und Leitlinienempfehlungen zur Therapie des frühen und des fortgeschrittenen Mammakarzinoms in die Abläufe der klinischen Praxis in Deutschland ein. Das zum großen Teil interaktive Format des Meetings lebt vom persönlichen Austausch und der detaillierten Diskussion der Daten und klinischen Abläufe. Die Vorträge und Diskussionen verdeutlichten einmal mehr, dass personalisierte Therapiestrategien und damit die Relevanz der Biomarker-Testung im Bewusstsein angekommen sind. Im Fokus des folgenden Berichts stehen Daten, die aktuell für die klinische Praxis relevant sind.
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