Journal Onkologie

Medizin

Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Azacitidin + Venetoclax übertrifft Induktionschemotherapie bei fitten AML-Patient:innen

Die Induktionschemotherapie ist seit langem ein zentraler Bestandteil der kurativen Therapie bei fitten Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML), trotz häufig schwerer Nebenwirkungen und erheblicher Belastung des Gesundheitssystems. Für Patient:innen, die für eine Induktionschemotherapie nicht geeignet sind, gilt die Kombination aus hypomethylierender Therapie plus Venetoclax aufgrund ihrer Wirksamkeit und ihres Nebenwirkungsprofils als Standardbehandlung. Eine multizentrische randomisierte Phase-II-Studie mit 172 zuvor unbehandelten Erwachsenen, die grundsätzlich für eine Induktionschemotherapie geeignet waren, stellte nun die Frage, ob die Kombination aus Azacitidin und Venetoclax auch bei diesen fitten Patient:innen der Induktionschemotherapie überlegen war.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
3 D Illustration von Lyphozyten, T-Zellen oder Krebszellen

Warum manche Krebspatient:innen auf Immuntherapien ansprechen – und andere nicht

Immuntherapien haben die Krebsbehandlung grundlegend verändert, indem sie das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Tumoren nutzen. Während einige Patient:innen sehr gut auf die Therapie ansprechen, bleibt der Erfolg bei anderen aus. Warum das so ist, hat eine aktuelle Studie unter der gemeinsamen Leitung von Prof. Dvir Aran vom Technion (Haifa, Israel) und Prof. Dr. Jürgen C. Becker vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK) an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und der Universitätsmedizin Essen untersucht.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Seltene Leukämieform: Weltweit erstes Labor-Modell entwickelt

Forschende des Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH haben erstmals eine Modellzelllinie für eine seltene Form der akuten myeloischen Leukämie (AML) identifiziert. „Die Zelllinie KOPM-88 ist bislang die erste und einzige bekannte Zelllinie weltweit, die das Fusionsgen KMT2A::SEPTIN6 trägt“, erläutert Dr. Stefan Nagel, Leiter der Arbeitsgruppe Molekulargenetik in der Abteilung Menschliche und Tierische Zellkulturen der DSMZ. „Damit steht der Krebsforschung jetzt ein dringend benötigtes Modellsystem zur Verfügung, um diesen aggressiven Leukämie-Subtyp gezielt zu untersuchen und neue Therapieansätze zu entwickeln“, so Dr. Nagel weiter.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Mini-Tumore liefern neue Wirkstoffkombinationen gegen Leberkrebs

Mini-Tumore liefern neue Wirkstoffkombinationen gegen Leberkrebs

Leberkrebs ist schwierig zu behandeln, weil sich die Tumore verschiedener Patient:innen stark unterscheiden. Forschende der Universität Basel bilden diese Vielfalt in einer Sammlung aus Mini-Tumoren ab, um systematisch nach neuen Behandlungsmöglichkeiten zu suchen. Mithilfe dieser sogenannten Organoide testeten sie mehr als 1600 Wirkstoffe und entwickelten daraus vielversprechende Wirkstoffkombinationen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Trastuzumab deruxtecan plus Pertuzumab in der Erstlinie bei HER2-positivem Brustkrebs zugelassen

Die Europäische Kommission hat Trastuzumab deruxtecan in Kombination mit Pertuzumab als Erstlinientherapie für erwachsene Patient:innen mit inoperablem oder metastasiertem HER2-positivem Brustkrebs zugelassen. Die Entscheidung basiert auf Daten der Phase-III-Studie DESTINY-Breast09 [1], in der die Kombination gegenüber Taxan, Trastuzumab und Pertuzumab (THP) das Risiko für Krankheitsprogression oder Tod reduzierte.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
 2 Min|

Serplulimab – Bewährt beim ES-SCLC. NEU zugelassen beim NSCLC.1

Serplulimab, der erste zugelassene PD-1-Antikörper beim fortgeschrittenen kleinzelligen Lungenkarzinom (ES-SCLC)a, ist nun auch für die Therapie des nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) zugelassen.1 In den Zulassungsstudien ASTRUM-002b und ASTRUM-004 zeigte Serplulimab in der Erstlinientherapie einen deutlichen Vorteil im progressionsfreien Überleben sowie im Gesamtüberleben gegenüber Chemotherapiec alleine.2–4
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Basalzellkarzinom an einem Ohr einer alten Person
Machbarkeitsstudie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Hautkrebs finden, bevor er sichtbar wird

Bislang setzte die Diagnostik von Hauttumoren eine sichtbare Hautveränderung voraus. Dabei ist die sogenannte Line-Field Confocal Optical Coherence Tomography (LC-OCT) eine etablierte Untersuchungsmethode. Nun haben Forschende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) um Dr. Moritz Ronicke von der Hautklinik des Uniklinikums Erlangen einen neuen Ansatz entwickelt: In einer Machbarkeitsstudie hat das Team ein Verfahren vorgestellt, bei dem mit KI-gestützter Bilderkennung systematisch die gesamte Gesichtshaut von Risikopatient/innen gescannt wird [1]. Erstmals konnten die Forschenden damit Basalzellkarzinome ohne sichtbare Hautveränderung detektieren.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Real-World-Daten bestätigen Midostaurin-Nutzen bei FLT3-AML

Mutationen im FLT3-Gen finden sich bei rund 30% der erwachsenen Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) Sie sind mit einer ungünstigen Prognose assoziiert. Seit der RATIFY-Studie gilt die Kombination von Midostaurin mit intensiver Chemotherapie (IC) als Standardtherapie, doch umfassende Real-World-Daten über das gesamte Erwachsenenalter und beide Mutationstypen (ITD und TKD) hinweg waren bislang limitiert. Die retrospektive PETHRATIFY-Studie analysierte nun anhand des PETHEMA-Registers 1658 Erwachsene mit neu diagnostizierter FLT3-mutierter AML aus 129 Zentren.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Aderhautmelanom: Metastudie beziffert Risiko durch Therapieverzug

Aderhautmelanom: Metastudie beziffert Risiko durch Therapieverzug

Das Aderhautmelanom ist der häufigste bösartige Augentumor bei Erwachsenen. Eine internationale Metastudie zeigt erstmals mit konkreten Zahlen, wie schnell diese Tumoren wachsen und welche Folgen es hat, wenn ihre Behandlung verzögert wird. Die Auswertung macht deutlich: Je größer ein Aderhautmelanom wird, desto schneller wächst es – und desto stärker steigt das Risiko, innerhalb von zehn Jahren an Metastasen zu sterben. Die DOG-Sektion Ophthalmologische Onkologie weist vor diesem Hintergrund darauf hin, dass Zeit bei der Diagnose ebenso wie bei der Therapie ein entscheidender Faktor ist.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4 Min|
Mirvetuximab-Soravtansin im platinresistenten OC: Daten zur Lebensqualität (QoL) ergänzen das Wirksamkeitsprofil

Mirvetuximab-Soravtansin im platinresistenten OC: Daten zur Lebensqualität (QoL) ergänzen das Wirksamkeitsprofil1

Mirvetuximab-Soravtansin (MIRV) ist der Therapiestandarde im Folatrezeptor-alpha(FRα)-positiven platinresistenten Ovarialkarzinom (OC) mit signifikant überlegener Wirksamkeit gegenüber Chemotherapie.4–7,* Zusätzlich zeigte ein größerer Anteil an Patientinnen unter MIRV eine Verbesserung in patientinnenrelevanten Aspekten der Lebensqualität gegenüber Chemotherapiec, was die klinische Relevanz von MIRV in der Therapielandschaft des platinresistenten OC unterstreicht.1
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Lenalidomid-Erhaltung beim Multiplen Myelom: Zeitlich begrenzt oder unbegrenzt?

Lenalidomid wird beim neu diagnostizierten multiplen Myelom bislang als Erhaltungstherapie bis zum Progress der Erkrankung eingesetzt. Wie lange diese Erhaltungstherapie tatsächlich erfolgen sollte, war jedoch unklar. Eine randomisierte Phase-III-Studie mit 516 Patient:innen mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom mit Standardrisiko, die keine autologe Stammzelltransplantation erhielten, verglich nun eine zeitlich unbegrenzte mit einer auf zwei Jahre befristeten Lenalidomid-Erhaltungstherapie.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Primäres ZNS-Lymphom: Autologe Stammzelltransplantation verbessert das progressionsfreie Überleben

Für Patient:innen mit neu diagnostiziertem primärem ZNS-Lymphom ist die Konsolidierung nach der Induktionstherapie ein zentraler Bestandteil des Behandlungskonzepts. Eine randomisierte Phase-III-Studie liefert nun Vergleichsdaten zu zwei Strategien: Hochdosis-Chemotherapie mit autologer Stammzelltransplantation oder nicht-myeloablative Chemoimmuntherapie.
Lesen Sie mehr 
Kopf-Hals-Tumoren
 6 Min|
Zungenkarzinom im Rezidiv: Mikrochirurgische Rekonstruktion als Weg zum Funktionserhalt
Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V.

Zungenkarzinom im Rezidiv: Mikrochirurgische Rekonstruktion als Weg zum Funktionserhalt

Die chirurgische Behandlung eines fortgeschrittenen Zungenkarzinoms stellt eine besondere Herausforderung dar. Moderne mikrovaskuläre Lappenplastiken eröffnen jedoch auch in fortgeschrittenen Rezidivsituationen neue therapeutische Perspektiven. Ein auf der Online-Pressekonferenz zum 76. Fachkongress und Praxisführungsseminar der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V. (DGMKG) in Ulm vorgestellter Fallbericht zeigt den aktuellen Stand der Technik und benennt offen die Grenzen der Methode sowie die Versorgungsrealität in Deutschland.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Krebs-Screening: Menschen mit Behinderungen nehmen seltener teil

Krebs-Screening: Menschen mit Behinderungen nehmen seltener teil

Krebsfrüherkennung kann Leben retten. Doch nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Krebs-Screenings. Dies zeigt erstmals eine neue Übersichtsarbeit der Deutschen Krebsgesellschaft, die zusammen mit dem Centre for Cancer Detection Bruges/Belgien, dem Universitätskrankenhaus Leuven/Belgien und dem Cancer Registry of Norway veröffentlicht wurde. Personen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung stoßen auf zahlreiche Hürden bei der Teilnahme an Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen und nehmen somit seltener an Krebs-Screenings teil.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|

Gebärmutterhalskrebs-Screening zeigt erste Erfolge

Das im Jahr 2020 eingeführte organisierte Früherkennungsprogramm für Gebärmutterhalskrebs zeigt erste positive Auswirkungen: Eine bundesweite Auswertung der deutschen Krebsregister weist darauf hin, dass Vorstufen von Adenokarzinomen des Gebärmutterhalses seit Einführung des kombinierten HPV- und Pap-Tests deutlich häufiger erkannt werden. Gleichzeitig deuten die Daten auf einen Rückgang invasiver Adenokarzinome bei Frauen ab 35 Jahren hin.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
Darmkrebs: Wie besonders aggressive Tumoren dem Immunsystem entkommen

Darmkrebs: Wie besonders aggressive Tumoren dem Immunsystem entkommen

Forschende vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und vom Stammzell-Institut HI-STEM haben einen bislang unbekannten Mechanismus identifiziert, mit dem eine besonders aggressive Form von Darmkrebs der Immunabwehr entkommt [1]. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aktivierung eines wichtigen Signalwegs den Krebszellen dabei hilft, das Immunsystem auszubremsen und so die bösartige Tumorentwicklung voranzutreiben.
Lesen Sie mehr 
Zervixkarzinom
 2 Min|
Zervixkarzinom: Versorgungsbedarf in fortgeschrittenen Stadien

Zervixkarzinom: Versorgungsbedarf in fortgeschrittenen Stadien

Prävention und Früherkennung haben die Prognose beim Zervixkarzinom verbessert. Dennoch werden rund 40% der Fälle erst in Stadium III oder IV diagnostiziert. Eine Befragung von 90 Ärzt:innen beleuchtet die Versorgung bei fortgeschrittener Erkrankung. Prof. Dr. med. Linn Wölber (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) und Susanne Fechner (Deutsche Stiftung Eierstockkrebs) diskutierten die Ergebnisse.
Lesen Sie mehr