Journal Onkologie

Medizin

EHA 2026
EHA 2026

CEPHEUS-Studie bei NDMM: Hoher klinischer Nutzen für Daratumumab-basiertes Quadruplet in der nicht-Transplantations-geeigneten Situation

Moderne Quadruplet-Therapien unter Einbeziehen eine Anti-CD38-Antikörpers werden heute sowohl bei Erkrankten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) eingesetzt, die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sind (TE) als auch bei jenen, die Transplantations-ungeeignet (TI) sind – ein echter Paradigmenwechsel in der ersten Therapielinie. Wie groß der klinische Nutzen einer Vierfachtherapie aus dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Dara-VRd) speziell für TI-Erkrankte ist, bestätigten die finalen Daten der Phase-III-Studie CEPHEUS für diese Population, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: Bispezifischer Antikörper wird in der Erstlinie vs. CIT untersucht

Die Erstlinienbehandlung (1L) beim follikulären Lymphom (FL) wird weitestgehend von Chemo-Immuntherapie (CIT)-Regimen bestimmt, wodurch ein langfristiger Vorteil im Gesamtüberleben (OS) erreicht werden kann. Dies betreffe jedoch nur eine Subgruppe der Patient:innen, bei den meisten Betroffenen schreite die Erkrankung dennoch fort, erklärte Dr. Tara Graff, Iowa, USA, auf dem EHA-Kongress 2026.
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Medizin

EU-Zulassung: Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab bei muskelinvasivem Blasenkarzinom

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Enfortumab Vedotin in Kombination mit Pembrolizumab als neoadjuvante Therapie und anschließend nach einer radikalen Zystektomie als adjuvante Therapie, für Erwachsene mit resektablem muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC), die für eine Cisplatin-haltige Chemotherapie nicht in Frage kommen, erteilt. Mit dieser Zulassung wird die erste zugelassene perioperative (neoadjuvante und adjuvante) Behandlungsoption für diese Patientengruppe in der EU geschaffen.
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EHA 2026
EHA 2026

ATG/ATLG bleibt Standard zur GvHD-Prophylaxe bei allo-SCT

Sowohl Post-Transplant Cyclophosphamide (PTCy) als auch Anti T-Lymphozyten-Globulin (ATLG) oder Anti-Thymozyten-Globulin (ATG)– gewonnen aus Blut von Kaninchen, die mit der Jurkat-T-Zelllinie bzw. humanen Thymozyten immunisiert wurden – werden im Kontext einer allogenen Stammzelltransplantation (allo-SCT) zur Prophylaxe einer Graft-versus-host-Erkrankung (GvHD) bei HLA-kompatiblen nicht-verwandten oder verwandten Spender:innen eingesetzt. Erstmals wurden nun beide Strategien in einer großen Phase-III-Studie mit Nicht-Unterlegenheits-Design direkt miteinander verglichen, und zwar im Hinblick auf Überlebensparameter und ihre Fähigkeit, der GvHD vorzubeugen. Prof. Johannes Schetelig von der Bereichsleitung Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden, stellte die Daten, die mit ATG/ATLG einen Sieger hervorbrachten, beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vor [1].
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

CEPHEUS-Daten untermauern Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie

Die finale Analyse der Phase-III-Studie CEPHEUS zeigt einen nachhaltigen Nutzen der Daratumumab-basierten Quadruplet-Therapie DVRd (Daratumumab plus Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason) bei nicht-transplantationsgeeigneten Patient:innen mit neu diagnostiziertem Multiplem Myelom. Die Ergebnisse wurden auf dem ASCO-Kongress 2026 präsentiert und von PD Dr. Johannes Waldschmidt, Universitätsklinikum Würzburg, im Rahmen einer virtuellen Pressekonferenz erläutert.
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EHA 2026
EHA 2026

CLL: 3-Jahres-Daten der Beobachtungsstudie NAOS: Acalabrutinib 1L und ≥2L

Die Ergebnisse aus der bisher größten europäischen und französischen Beobachtungsstudie NAOS zur Behandlung von Patient:innen mit CLL in der Erstlinie (1L) sowie nach 2 oder mehr Vortherapien (≥2L) bei refraktärer/rezidivierender (rr) Erkrankung mit dem Bruton-Tyrosinkinase (BTKi) Acalabrutinib unterstützen die Ergebnisse randomisierter kontrollierter Studien (RCT). Die Ergebnisse von NAOS mit einem Follow-up von 3 Jahren wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-kongress präsentiert [1].
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Mammakarzinom
DGS 2026

Das HER2-positive Mammakarzinom leitlinienkonform und evidenzbasiert behandeln

Die Behandlung von Patientinnen mit HER2-positivem (HER2+) Mammakarzinom wird sowohl in frühen als auch in fortgeschrittenen Stadien zunehmend differenzierter auf die Erkrankten zugeschnitten. Etablierte Standards wie das Antibody-Wirkstoff-Konjugat Trastuzumab Emtansin (T-DM1) und die duale HER2-Blockade mit Pertuzumab und Trastuzumab gehören auch in einer sich rasch weiter entwickelnden Therapielandschaft zu den derzeitigen therapeutischen Standards.
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Mammakarzinom
Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs
9. Mammakarzinom-Gipfelstürmer-Meeting

Neue Bausteine im Behandlungsalltag bei frühem und fortgeschrittenem Brustkrebs

Beim jährlichen Gipfelstürmer-Treffen in München ordnen namhafte Expert:innen neue Studiendaten und Leitlinienempfehlungen zur Therapie des frühen und des fortgeschrittenen Mammakarzinoms in die Abläufe der klinischen Praxis in Deutschland ein. Das zum großen Teil interaktive Format des Meetings lebt vom persönlichen Austausch und der detaillierten Diskussion der Daten und klinischen Abläufe. Die Vorträge und Diskussionen verdeutlichten einmal mehr, dass personalisierte Therapiestrategien und damit die Relevanz der Biomarker-Testung im Bewusstsein angekommen sind. Im Fokus des folgenden Berichts stehen Daten, die aktuell für die klinische Praxis relevant sind.
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Medizin

Triple-negativer Brustkrebs: EU-Zulassung von Sacituzumab Govitecan als erstes ADC in der Erstlinie

Die Europäische Kommission hat die Zulassung für Sacituzumab Govitecan als Monotherapie zur Behandlung erwachsener Patientinnen mit inoperablem oder metastasiertem triple-negativem Brustkrebs (TNBC) erteilt, die zuvor noch keine systemische Therapie erhalten haben und nicht für eine Therapie mit PD-1- oder PD-L1-Inhibitoren in Frage kommen. Sacituzumab Govitecan ist das erste Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC), das in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Norwegen, Island und Liechtenstein für die Erstlinienbehandlung des metastasierten TNBC zugelassen wurde.
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Medizin

mCRC: Zulassungserweiterung für Encorafenib

Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Encorafenib in der Indikation metastasiertes Kolorektalkarzinom (mCRC) erteilt. Diese umfasst den Einsatz des Kinase-Inhibitors, der selektiv auf die BRAFV600E-Mutation abzielt, in Kombination mit Cetuximab und FOLFOX (Folinsäure, 5-Fluorouracil, Oxaliplatin). Indiziert ist diese Therapie zur Behandlung therapienaiver erwachsener Patient:innen mit BRAFV600E-mutiertem mCRC. Die Zulassung basiert auf den Ergebnissen der Phase-III-Studie BREAKWATER. In dieser erreichten Patient:innen mit der Kombination aus Encorafenib plus Cetuximab plus mFOLFOX6 gegenüber einer Standardtherapie signifikant verbesserte Werte bezüglich Gesamtüberleben (OS), progressionsfreiem Überleben (PFS) und objektiver Ansprechrate (ORR) [1].
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Medizin

Living Guideline Lungenkarzinom aktualisiert: Neue Empfehlungen zu Immuntherapie und Operabilität

Die S3-Leitlinie „Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms“ ist jetzt in einer aktualisierten Fassung abrufbar. Die wichtigsten Neuerungen betreffen die Systemtherapie beim kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC), die Bewertung der Operabilität beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) sowie interventionelle Therapieverfahren. Unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) haben 29 weitere Fachgesellschaften und Organisationen an der Überarbeitung mitgewirkt [1].
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