Journal Onkologie

Medizin

Diagnostik
Interview

Neue Bildgebungssysteme Spektrales Zählungs-CT und Total-Body-PET/CT

Spektrale Zählungs-Computertomographien (CT) und Total-Body-Positronenemissionstomographie (PET)/CT sind zwei neue Bildgebungstechnologien in der Onkologie. Im Kurzinterview erläutern Christian Bernhard und Jan Beger, CE Healthcare, welche diagnostischen Vorteile die neuen Verfahren bei Staging und Therapiemonitoring bieten, wie sie sich in interdisziplinäre Tumorboards integrieren lassen und ob sich damit die Strahlen- und Kontrastmittelbelastung für Patient:innen senken lässt.
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Medizin
Wie Glioblastome das gesamte Gehirnnetzwerk beeinflussen

Wie Glioblastome das gesamte Gehirnnetzwerk beeinflussen

Glioblastome sind nicht nur isolierte Tumoren, sondern Erkrankungen des gesamten Gehirns. Eine neue Studie der Karl Landsteiner Privatuniversität zeigt, dass die Überlebensdauer eng damit zusammenhängt, wie stark der Tumor großräumige Verbindungen der weißen Substanz beeinträchtigt, also jener Bahnen, über die weit voneinander entfernte Hirnregionen Informationen austauschen. Auf Basis präoperativer MRT-Daten und computergestützter Analysen fand die internationale Arbeitsgruppe heraus, dass netzwerkbezogene Parameter das Ein-Jahres-Überleben genauer vorhersagen konnten als grundlegende klinische Faktoren allein. Die Arbeit steht exemplarisch für einen Wandel der Hirntumorforschung: weg vom ausschließlichen Blick auf den Tumor selbst und hin zur Frage, wie er die Funktion des umgebenden Gehirns beeinträchtigt. Dies könnte dabei helfen, die Prognose zu verfeinern und Therapieentscheidungen stärker zu individualisieren.
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Medizin
Genveränderung eröffnet neue Angriffspunkte bei Neuroblastomen

Genveränderung eröffnet neue Angriffspunkte bei Neuroblastomen

Neuroblastome sind aggressive kindliche Tumoren, die bei ungünstiger Genetik oft schwer heilbar sind. Ein Team um Dr. Jan Dörr untersuchte nun, wie das Gen DDX1 die Tumorzellen beeinflusst. Die Forscher:innen zeigten, dass DDX1 bei aggressiven Verläufen häufig gemeinsam mit dem Onkogen MYCN vervielfacht auftritt. Dies verändert den Zellstoffwechsel und erzeugt eine Abhängigkeit vom mTOR-Signalweg. Zudem beeinflusst das Gen die Reaktion der Krebszellen auf Chemotherapien. Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise auf neue Angriffsstellen für zukünftige Therapien, die Heilungschancen betroffener Kinder nachhaltig zu verbessern.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

CAR-T-Stammgedächtniszellen erzielen in niedrigen Dosen komplette Remissionen ohne vorhergehende Chemotherapie

T-Stammzell-Gedächtniszellen (TSCM) erneuern sich selbst, überleben langfristig und können starke Anti-Tumor-Reaktionen erzeugen. Deshalb sind sie vielversprechende Kandidaten für CAR-T-Zelltherapien der nächsten Generation. Bisher fehlte der Nachweis für die Wirksamkeit beim Menschen. Ein Team unter Leitung von Prof. Luca Gattinoni vom Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) und Dr. James Kochenderfer vom National Cancer Institute berichtet in der Fachzeitschrift Cell, dass CAR-T-Zellen mit TSCM-Phänotyp in einer frühen klinischen Studie sicher und verträglich waren [1]. Zudem bewirkten sie in niedrigen Dosen komplette Tumorrückbildungen – und das ohne eine chemotherapeutische Vorbehandlung.
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Medizin

Freiburger Zentrum für Weichgewebssarkome zertifiziert

Das Sarkomzentrum am Tumorzentrum Freiburg – CCCF des Universitätsklinikums Freiburg ist seit März 2026 von der Deutschen Krebsgesellschaft als Sarkomzentrum für Weichgewebesarkome zertifiziert. Damit erfüllt das Zentrum hohe Anforderungen an Diagnostik, Therapie und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Für Patient:innen mit diesen seltenen bösartigen Tumoren bedeutet das eine Behandlung nach klaren Qualitätsstandards in einem spezialisierten Zentrum.
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Mammakarzinom

Risikobasiertes vs. jährliches Brustkrebs-Screening – Ergebnisse der WISDOM-Studie

Die WISDOM-Studie mit 28.372 Frauen aus den USA verglich risikobasiertes Brustkrebs-Screening mit jährlicher Mammographie. Das Ergebnis: Risikobasiertes Screening, bei dem Untersuchungsintervalle und Risikoreduktionsberatung auf das individuelle Risiko zugeschnitten werden, war genauso sicher wie jährliches Screening. Frauen in der höchsten Risikokategorie, die alle sechs Monate untersucht wurden, entwickelten keine Karzinome im Stadium ≥IIB. Die Biopsierate wurde jedoch nicht reduziert. In der Beobachtungskohorte bevorzugten 89% der Teilnehmerinnen das risikobasierte Vorgehen.
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

AML: Zulassungsempfehlung für Decitabin/Cedazuridin plus Venetoclax

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat die Zulassung für die Kombination aus Decitabin, Cedazuridin und Venetoclax zur Therapie von Erwachsenen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML), für die eine Standard-Induktionschemotherapie nicht in Frage kommt, empfohlen. Im Falle einer Zulassung erweitert sich damit die Indikation der Kombination aus Decitabin und Cedazuridin, die seit September 2023 bereits als Monotherapie für Erwachsene mit neu diagnostizierter AML, für die eine Standard-Induktionschemotherapie (SIC) nicht in Frage kommt, zugelassen ist.
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Magenkarzinom
Resektable Karzinome des gastroösophagealen Übergangs und des Magens
DCG 2026

Resektable Karzinome des gastroösophagealen Übergangs und des Magens

Karzinome des Magens und des gastroösophagealen Übergangs (GEJ) treten mit über 110.000 Neuerkrankungen jährlich in Deutschland auf. Trotz erheblicher Fortschritte in der Systemtherapie bleibt die Chirurgie die zentrale Säule der kurativen Behandlung. Neue Entwicklungen in der perioperativen Therapie und die Teambildung der verschiedenen Disziplinen aus Onkologie, Chirurgie und Endoskopie verbessern die Prognose für Patient:innen deutlich und wurden anlässlich des Deutschen Chirurgenkongress in Leipzig nicht nur diskutiert, sondern im Panel der Vortragenden gleich abgebildet.
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Medizin
expanda Hämophilie und Hämostase 2026

Von-Willebrand-Erkrankung: Leitlinien-Update und neue Daten zur Prophylaxe

Im Rahmen des Online-Seminars „expanda Hämophilie und Hämostase" referierte Dr. Carmen Escuriola-Ettingshausen, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin in der Praxisgemeinschaft am Hämophilie-Zentrum Rhein Main (HZRM) in Frankfurt, über aktuelle Entwicklungen bei der Von-Willebrand-Erkrankung. In diesem Video gibt sie einen Überblick über den Stand der internationalen Leitlinien und stellt neue Studiendaten zur Langzeitprophylaxe mit plasmatischen und rekombinanten Von-Willebrand-Faktor-Konzentraten vor.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Hodgkin Lymphom: Standardchemotherapie auch bei älteren Patient:innen effektiv

Ältere Patient:innen mit klassischem Hodgkin-Lymphom (cHL) haben im Vergleich zu jüngeren Menschen häufig schlechtere Behandlungsergebnisse. Ursache sind vor allem Begleiterkrankungen und funktionelle Einschränkungen, die die Verträglichkeit intensiver Chemotherapien beeinträchtigen. Eine retrospektive Studie zeigte nun, dass Standardtherapien auch bei älteren Patient:innen gute Resultate erzielen können und dass das Lebensalter allein kein ausreichendes Kriterium für Therapieentscheidungen ist.
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Kolorektales Karzinom

Frühe Rezidive nach Darmkrebs-Operation mit erhöhter Sterblichkeit assoziiert

Rezidive stellen einen bedeutenden Risikofaktor für die Sterblichkeit nach Behandlung eines kolorektalen Karzinoms dar. Die postoperative Nachsorge zielt darauf ab, Rezidive früh zu diagnostizieren, um die Heilungschancen zu verbessern. Doch möglicherweise repräsentieren frühe Rezidive aggressive Tumoren mit ungünstiger Prognose. Eine dänische Kohortenstudie untersuchte den Zusammenhang zwischen dem Zeitpunkt des Rezidivs und der Sterblichkeit danach. Bei 7.027 identifizierten Rezidiv-Patient:innen zeigte sich, dass das Sterberisiko in den folgenden fünf Jahren umso höher war, je früher das Rezidiv auftrat.
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Entitätsübergreifend
Krebsrisiko nach Organtransplantation bei vorbestehender Tumorerkrankung

Krebsrisiko nach Organtransplantation bei vorbestehender Tumorerkrankung

Sowohl Krebsüberlebende als auch Organtransplantierte tragen ein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen. Doch was bedeutet es, wenn beide Risikofaktoren zusammentreffen? Eine aktuelle US-amerikanische Kohortenstudie hat nun systematisch untersucht, wie sich eine Tumorerkrankung vor der Transplantation auf das Krebsrisiko danach auswirkt – mit Ergebnissen, die auch für die klinische Nachsorge relevant sein könnten.
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