Journal Onkologie

Medizin

Urologische Tumoren
 2|

KEYNOTE-905: EU-Zulassung beim muskelinvasiven Blasenkarzinom

Am 23. Juni 2026 hat die Europäische Kommission Pembrolizumab plus Enfortumab Vedotin zur neoadjuvanten und adjuvanten Behandlung nach radikaler Zystektomie bei Erwachsenen mit resezierbarem muskelinvasivem Blasenkarzinom zugelassen, die für Cisplatin ungeeignet sind. Damit steht in einem Setting mit hohem Rezidiv- und Progressionsrisiko erstmals ein zugelassenes perioperatives Therapieregime zur Verfügung. Grundlage sind die Ergebnisse der Phase-III-Studie KEYNOTE-905.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 4|

ESR1-Mutationen beim ER+/HER2– mBC: Treiber der endokrinen Resistenz? - Elacestrant überzeugt auch bei Co-mutierten PatientInnen1,2

Aktivierende ESR1-Mutationen sind ein zentraler Treiber der endokrinen Resistenz beim ER+/HER2-negaiven metastasierten Mammakarzinom (mBC) und mit einer ungünstigen Prognose verbunden. Post-hoc-Analysen der EMERALD-Studie sowie aktuelle Real-World-Daten untermauern den klinischen Nutzen von Elacestrant auch bei PatientInnen mit Co-Mutationen und heben die Bedeutung einer präzisen Mutationsdiagnostik hervor.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin
 2|
Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Prostatakrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Bei fortgeschrittenen, metastasierten Tumoren fehlen jedoch oft präzise Werkzeuge, um Strahlentherapien individuell zu planen. Ein Forschungsteam um Dr. Constantin Mamat vom Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat nun einen neuartigen Diagnoseansatz erprobt, der zwei bildgebende Verfahren kombiniert und den Weg zu einer passgenauen Strahlentherapie ebnen könnte. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte die Studie mit 166.000 Euro. Die Ergebnisse wurden im Journal of Medicinal Chemistry veröffentlicht [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
EU-Zulassung für Cetuximab-Kombination: Erstlinientherapie bei BRAF-V600E-mutiertem Darmkrebs

EU-Zulassung für Cetuximab-Kombination: Erstlinientherapie bei BRAF-V600E-mutiertem Darmkrebs

Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Cetuximab in der Europäischen Union genehmigt. Cetuximab ist nun in Kombination mit Encorafenib für die Behandlung von BRAF-V600E-mutiertem metastasiertem Kolorektalkarzinom (mCRC) indiziert – sowohl in der Erstlinie in Kombination mit FOLFOX als auch bei Patient:innen, die zuvor eine systemische Therapie erhalten haben.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3|
Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Tumoren können das Immunsystem austricksen, indem sie das Oberflächenprotein PD-L1 bilden. Bindet dieses Protein an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen, wird deren Angriff auf den Tumor gebremst. Moderne Immuntherapien lösen diese Bremse und reaktivieren so die körpereigene Krebsabwehr. Dennoch sprechen viele Patient:innen nicht ausreichend auf diese Behandlung an. Ein Grund dafür sind weitere immunsuppressive Mechanismen, wie der von vielen Tumoren produzierte Botenstoff GDF-15. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Würzburger Frauenklinik konnte gemeinsam mit ihrem Spin-off CatalYm in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die Wirksamkeit etablierter Immuntherapien deutlich verstärken kann.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Gastrointestinale Tumoren
 6|
Grafik: menschlicher Gastrointestinaltrakt
ESMO-GI 2026

Präzisionsmedizin, neue Wirkmechanismen und patientenzentrierte Therapieansätze im Fokus

Der ESMO-GI (European Society For Medical Oncology-Gastrointestinal Cancers) 2026 zeigte deutlich, wie sich die gastrointestinalen Tumorerkrankungen durch wissenschaftliche Innovationen neu ordnen. Über 4.000 Teilnehmende diskutierten aktuelle Daten zu Magen-, Leber-, Pankreas- und Kolonkarzinomen. Es ging auch um die Rolle moderner Tumorimpfstoffe, die Versorgung älterer Patient:innen sowie die Weiterentwicklung klinischer Studien. Die Kongressbotschaft war eindeutig: Präzise Biomarker, funktionelle Bewertung statt chronologischem Alter und intelligente Studiendesigns werden die gastrointestinale (GI) Onkologie der kommenden Jahre bestimmen.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Asciminib: 3-Jahres-Daten bestätigen überlegenes Nutzen-Risiko-Profil bei de novo CML

Der Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Asciminib hat sich seit seiner Zulassung 2022 als effektive und gut verträgliche Erstlinien-Therapie bei neu diagnostizierter, chronischer myeloischer Leukämie (CML) etabliert. Das belegen nicht nur die Daten der ASC4FIRST-Studie, sondern auch dass der G-BA dem TKI im Mai 2026 einen „beträchtlichen Zusatznutzen“ bei der Erstlinien-CML-Therapie zugesprochen hat [1].
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Isatuximab beim Myelom: Subkutane Gabe mit Einsparpotenzial

Nach EU-Zulassung der neuen Darreichungsform ist Isatuximab ab 1. Juli 2026 in Deutschland auch subkutan beim multiplen Myelom verfügbar. Die neue Applikationsweise gilt für alle bestehenden intravenösen Indikationen. Daten aus mehreren Settings stützen ihre klinische Einordnung. Das initial identische Induktionsschema für Personen mit und ohne Eignung für eine Hochdosistherapie ermöglicht Therapieflexibilität.
Lesen Sie mehr 
NSCLC
 2|
7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

7 Jahre progressionsfrei: Die Chronifizierung bei ALK+ aNSCLC geht weiter

Über die Hälfte der Patient:innen mit ALK-positivem, fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC) erreichten mit Lorlatinib in der Erstlinie ein progressionsfreies Überleben (PFS) von 7 Jahren. Das geht aus den beim Kongress 2026 der ASCO vorgestellten Langzeit-Follow-up-Daten der Phase-III-Studie CROWN hervor. Zudem war nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 7 Jahren das mediane PFS noch nicht erreicht [1].
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE

R/R LBCL: Effektivität eines Bridging-Regimes beeinflusst Wirksamkeit und Sicherheit von CAR-T-Zelltherapien

Anlässlich des 31. EHA in Stockholm (Schweden) erläuterten Fachmediziner, unter anderem wie effektive Regime zur Überbrückung der Zeit bis zur CAR-T-Zelltherapie-Infusion (Bridging-Therapy), die Behandlungsergebnisse in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit beim rezidivierten/refraktären großzelligen B-Zell-Lymphom (R/R LBCL) zugunsten eines höheren Ansprechens und weniger Toxizität beeinflussen könnten [1].
Lesen Sie mehr 
Gastrointestinale Tumoren
 2|
Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren
ESMO-GI 2026

Immuntherapie: Gutes Langzeitüberleben bei fortgeschrittenen GI-Tumoren

Aktuelle Daten zeigen, dass Checkpoint-Inhibitoren wie Pembrolizumab das Langzeitüberleben bei Magen-, Gallengangs- und kolorektalen Karzinomen verbessern. Sie finden zunehmend Eingang in die klinische Routine. Im Fokus eines Symposiums anlässlich des diesjährigen ESMO-GI stand auch der Stellenwert des Biomarkers PD-L1 und der Mikrosatelliteninstabilität für die Therapieentscheidung.
Lesen Sie mehr 
Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Follikuläres Lymphom: EU-Zulassung für Epcoritamab + Rituximab und Lenalidomid

Die Europäische Kommission hat eine Zulassungserweiterung für Epcoritamab erteilt. Der subkutan zu verabreichende bispezifische Antikörper mit begrenzter Therapiedauer kann nun als Kombination mit Rituximab und Lenalidomid (R2) bei Erwachsenen mit rezidivierendem oder refraktärem (r/r) follikulärem Lymphom (FL) ab der zweiten Therapielinie eingesetzt werden. Die chemotherapiefreie Kombinationstherapie ist auf 12 Zyklen begrenzt. Mit ihr können FL-Patient:innen in der EU erstmals ab dem ersten Rezidiv eine auf einem bispezifischen Antikörper basierende Behandlung erhalten. In der Zulassungsstudie EPCORE FL-1 war Epcoritamab + R2 gegenüber R2 bereits bei einem medianen Follow-up von 14,8 Monaten in beiden primären Endpunkten signifikant überlegen: in Bezug auf das progressionsfreie Überleben (PFS) und die Gesamtansprechrate (ORR). R2 zählt bislang zu den Standardtherapien des r/r FL.
Lesen Sie mehr 
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE | EHA 2026

R/R LBCL: Neue Ansätze und eine differenzierte Tumorbiologie

Neue Konzepte jenseits von TCRTs (T-Cell redirecting therapies), wie ein niedermolekular-induzierter, zielgerichteter Proteinabbau (TPD, targeted protein degradation) zum Beispiel mit Golcadomid, haben das Potenzial den wirkstofftauglichen (druggable) Strukturraums und die therapeutischen Möglichkeiten beim großzelligem B-Zell-Lymphom (LBCL) zu erweitern, schilderte Prof. Dr. Eliza Hawkes, Fachärztin im Bereich Hämatologie und Onkologe in Melbourne (Australien) anlässlich des 31. EHA in Stockholm.
Lesen Sie mehr 
EHA 2026
 4|
EHA 2026

CEPHEUS-Studie bei NDMM: Hoher klinischer Nutzen für Daratumumab-basiertes Quadruplet in der nicht-Transplantations-geeigneten Situation

Moderne Quadruplet-Therapien unter Einbeziehen eine Anti-CD38-Antikörpers werden heute sowohl bei Erkrankten mit neu diagnostiziertem Multiplen Myelom (NDMM) eingesetzt, die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sind (TE) als auch bei jenen, die Transplantations-ungeeignet (TI) sind – ein echter Paradigmenwechsel in der ersten Therapielinie. Wie groß der klinische Nutzen einer Vierfachtherapie aus dem Anti-CD38-Antikörper Daratumumab mit Bortezomib, Lenalidomid und Dexamethason (Dara-VRd) speziell für TI-Erkrankte ist, bestätigten die finalen Daten der Phase-III-Studie CEPHEUS für diese Population, die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
Lesen Sie mehr