Journal Onkologie

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Chemotherapie-induzierte Myelosuppression: Wenn die Chemotherapie das Knochenmark schädigt

Chemotherapie-induzierte Myelosuppression: Wenn die Chemotherapie das Knochenmark schädigt

„Eine intensive Chemotherapie tötet einerseits effektiv die Tumorzellen, kann andererseits auch im Knochenmark das blutbildende System schädigen“, erläuterte Prof. Dr. med. Christian Grohé, Berlin, im Rahmen einer Presseveranstaltung. Dies führe zu einer Myelosuppression, die mit ausgeprägten Anämien, Neutropenien und Thrombozytopenien einhergehen kann. Fatigue, Atemnot sowie ein erhöhtes Infektions- und Blutungsrisiko können die Folgen sein [1], bestätigte auch Dr. med. Jens Kisro, Lübeck. Die Chemotherapie-induzierte Myelosuppression (CIM) stelle eine sehr häufige Nebenwirkung antitumoraler Behandlungen, unter anderem beim kleinzelligen Lungenkarzinom (SCLC) dar [2]. Die beiden Experten beleuchteten bei der Presse-Veranstaltung zudem die Konsequenzen einer CIM sowohl für Patient:innen als auch Ärzt:innen und diskutierten zur Supportiv-Therapie beim SCLC.
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BRAF-V600E-mutiertes mCRC: CHMP empfiehlt Encorafenib plus Cetuximab und mFOLFOX6 als Erstlinientherapie

BRAF-V600E-mutiertes mCRC: CHMP empfiehlt Encorafenib plus Cetuximab und mFOLFOX6 als Erstlinientherapie

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zur Zulassung von Encorafenib in Kombination mit Cetuximab und FOLFOX (Fluorouracil, Leucovorin und Oxaliplatin) für die Erstlinienbehandlung erwachsener Patient:innen mit BRAF-V600E-mutiertem metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) abgegeben. Die Entscheidung der Europäischen Kommission wird noch in diesem Jahr erwartet.
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Cochrane Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Cochrane Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Ein aktualisierter Cochrane-Review zeigt: Bluttests zur Früherkennung möglicher Anzeichen von Prostatakrebs senken innerhalb der untersuchten Zeitspanne von 23 Jahren wahrscheinlich das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben. Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten bei Männern. Ob die Tests auf das Prostata-spezifische Antigen (PSA) zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr Nutzen als Schaden bringen, wird auch hierzulande seit Jahren kontrovers diskutiert.
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G-BA erkennt beträchtlichen Zusatznutzen für Asciminib bei CML an

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat im Rahmen der frühen Nutzenbewertung einen Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen für Asciminib zur Behandlung neudiagnostizierter erwachsener Patient:innen mit Philadelphia-Chromosom-positiver chronischer myeloischer Leukämie in der chronischen Phase (Ph+ CML-CP) zuerkannt [1]. Ein beträchtlicher Zusatznutzen beschreibt eine deutliche, bisher nicht erreichte Verbesserung des therapierelevanten Nutzens eines Medikaments im Vergleich zu einer etablierten Standardtherapie [2].
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O-Ton Onkologie Staffel 9

Kindertrauer

Wenn ein Elternteil an Krebs erkrankt oder stirbt, bricht für Kinder eine Welt zusammen. Doch wie viel Wahrheit verträgt ein Kind? Und wie findet man die richtigen Worte, wenn man selbst kaum sprechen kann? In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. Astrid Heinl mit Tanja Hagl, Fachkraft für Palliativpflege und Hospizarbeit sowie Trauerbegleiterin für Kinder und Jugendliche beim Christophorus Hospizverein Erding, über den einfühlsamen Umgang mit Kindertrauer und warum offene, ehrliche Kommunikation der wichtigste Schutz ist, den Erwachsene Kindern in dieser Zeit geben können.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE

Positive Studiendaten stärken Acalabrutinib bei CLL und MCL

Acalabrutinib ist seit 2020 in der Europäischen Union für die kontinuierliche Erstlinientherapie sowie die rezidivierte/refraktäre CLL zugelassen. Mit den Zulassungserweiterungen 2025 kamen die zeitlich begrenzte CLL-Therapie sowie neue Einsatzmöglichkeiten in der Erstlinie und in der rezidivierten/refraktären Situation beim MCL hinzu. In einem von AstraZeneca veranstalteten Update wurden nun aktuelle ASH-Daten und Langzeitupdates eingeordnet.
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Blasenkrebs: Weltweite Umfrage zeigt auch in Deutschland Kommunikationslücken und Wunsch nach neuen Therapieoptionen

Blasenkrebs: Weltweite Umfrage zeigt auch in Deutschland Kommunikationslücken und Wunsch nach neuen Therapieoptionen

Behandlungen, die traditionell zur Blasenkrebs-Therapie eingesetzt werden, können Betroffene psychisch und emotional erheblich belasten – ein Leid, über das im Praxisalltag oft nicht gesprochen wird. Dies und noch mehr zeigt eine aktuelle weltweite Umfrage unter Blasenkrebs-Betroffenen und Urolog:innen, durchgeführt vom Marktforschungsunternehmen The Harris Poll in Zusammenarbeit mit Johnson & Johnson sowie der International Bladder Cancer Group (IBCG), der World Bladder Cancer Patient Coalition (WBCPC) und dem Bladder Cancer Advocacy Network (BCAN). Die Ergebnisse wurden im Vorfeld der Jahrestagung der American Urological Association (AUA) veröffentlicht. Insgesamt nahmen 817 Patient:innen mit nicht-muskelinvasivem Blasenkrebs (NMIBC) und 802 Urolog:innen in sechs Ländern an der Umfrage teil: USA, Mexiko, Brasilien, Japan, Frankreich und Deutschland [1].
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Protein NFIL3 gegen CAR-T-Zell-Erschöpfung entdeckt

Protein NFIL3 gegen CAR-T-Zell-Erschöpfung entdeckt

Forschende der Columbia University und des Universitätsklinikums Tübingen haben das Protein NFIL3 als entscheidenden Faktor identifiziert, der zur Erschöpfung von CAR-T-Zellen beiträgt. Wird NFIL3 ausgeschaltet, bleiben die Zellen länger aktiv und können Tumore effektiver bekämpfen. Die Erkenntnisse zeigen einen neuen Weg, um die vielversprechende CAR-T-Zelltherapie auch bei soliden Tumoren wirksamer zu machen. Die Studienergebnisse sind im renommierten Fachmagazin Cancer Discovery erschienen [1].
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Darolutamid zeigt signifikanten Überlebensvorteil bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs

Darolutamid zeigt signifikanten Überlebensvorteil bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs

Primäre Ergebnisse der Phase-II-Studie ARASEC zeigen, dass Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) das Risiko der Krankheitsprogression um 71% und das Sterberisiko um 50% bei Patient:innen mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) im Vergleich zur Behandlung mit ADT allein signifikant reduziert. ARASEC ist eine multizentrische, offene Studie in den USA, zur Ergänzung der zulassungsrelevanten ARANOTE-Studie und um zusätzliche Daten zu Darolutamid in Kombination mit ADT zu liefern. Als Vergleichsarm wurde hierbei der ADT-Arm der CHAARTED Studie herangezogen. Die Ergebnisse wurden in der Plenarsitzung „P2s: Praxisverändernde, Paradigmenwechselnde Klinische Studien in der Urologie“ auf der AUA-Jahrestagung 2026 in Washington D.C. präsentiert.
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Mammakarzinom

Wechseljahrsbeschwerden: Neue Option zur Behandlung nun in Deutschland verfügbar

Seit dem 1. April 2026 ist Elinzanetant auf dem deutschen Markt zur nicht hormonellen Behandlung von moderaten bis schweren Wechseljahrsbeschwerden verfügbar. Die Zulassung umfasst auch menopausale Beschwerden bei Brustkrebspatientinnen. Schließlich kann die adjuvante endokrine Therapie schwere Hitzewallungen und Schlafstörungen auslösen und die Lebensqualität der betroffenen Frauen zusätzlich belasten.
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Sevabertinib erhält Priority-Review-Status der FDA als Erstlinientherapie bei HER2-mutiertem NSCLC

Die US‑amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) hat Sevabertinib den Priority‑Review‑Status für die Erstlinienbehandlung von Erwachsenen mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht‑kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) mit aktivierenden HER2-Mutationen erteilt. Dabei handelt es sich um Tumoren mit aktivierenden Mutationen in der Tyrosinkinase-Domäne des humanen epidermalen Wachstumsfaktor-Rezeptors 2 (HER2). Die Einstufung als Priority Review ist ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Therapien, die bei schweren Erkrankungen erhebliche Verbesserungen hinsichtlich der Sicherheit oder Wirksamkeit bieten.
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Nierenzellkarzinom
Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Metastasiertes Nierenzellkarzinom: Therapiefreies Intervall entscheidend für ICI-Rechallenge

Eine große retrospektive Real-World-Studie liefert erstmals systematische Daten zur Wirksamkeit einer erneuten Therapie mit Immuncheckpoint-Inhibitoren (ICIs) beim metastasierten klarzelligen Nierenzellkarzinom (mccRCC). Die Ergebnisse zeigen, dass der Zeitabstand zwischen zwei ICI-basierten Therapielinien – und nicht die Wahl des spezifischen Wirkstoffs – ein entscheidender Faktor für die klinische Wirksamkeit der erneuten ICI-Therapie sein könnte.
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Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GU) und dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), die im Februar und März 2026 stattgefunden haben, wurden neue Empfehlungen und Daten zu Apalutamid vorgestellt. Gemäß der beim EAU-Kongress veröffentlichten EAU-Leitlinie zum Prostatakarzinom von 2026 bleibt der moderne Androgenrezeptorsignalweg-Inhibitor (ARPI) in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) ein Standard in der Behandlung des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) [1]. Eine beim ASCO-GU präsentierte Real-World-Studie lieferte zudem Hinweise auf einen stärkeren PSA-Abfall unter Apalutamid/ADT im direkten Vergleich mit Darolutamid/ADT im US-amerikanischen Behandlungsalltag [2].
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Medizin

Mangelernährung im Krankenhaus: Welche Ernährungsmaßnahmen helfen älteren Patient:innen?

Mangelernährung ist ein unterschätztes Gesundheitsproblem – auch in Deutschland. Ein neuer Cochrane Review hat untersucht, ob gezielte orale Ernährungsmaßnahmen älteren Menschen helfen, die von Mangelernährung bedroht oder bereits mangelernährt sind und wegen einer Verletzung oder Erkrankung ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Das Ergebnis: Spezielle Trinknahrung „für besondere medizinische Zwecke“ statt der Standardversorgung senkt möglicherweise das Sterberisiko und das Risiko für schwerwiegende Komplikationen innerhalb von einem Monat bzw. bis zur Entlassung. Für die anderen untersuchten Ernährungsansätze – etwa zusätzliche Eiweißgabe oder individuelle Hilfe beim Essen – zeigten sich keine klaren Unterschiede zur Standardversorgung oder die Datenlage war zu schlecht, um belastbare Aussagen ableiten zu können.
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