News | Beiträge ab Seite 213
Hämatologie
Antikoagulation bei Tumorpatienten – was gibt es Neues?
Wie problematisch die Antikoagulation bei Krebs sein kann, zeigte eine Studie von Pradoni et al. aus dem Jahr 2002 (1), in der Krebspatientinnen und -patienten unter Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) ein etwa 3x so hohes Rezidivrisiko für VTE (venöse Thromboembolien) und eine doppelt so hohes Blutungsrisiko hatten im Vergleich zu Patientinnen und Patienten ohne Krebs. In der CLOT-Studie (2) konnte mit dem NMH (niedermolekulares Heparin) Dalteparin die VTE-Rezidivrate im Vergleich zum VKA Warfarin um 52% signifikant gesenkt werden, ohne dabei das Blutungsrisiko zu erhöhen. Aufgrund dieser Ergebnisse und weiterer Studien wurden für die Therapie von tumorassoziierten VTE vorrangig NMH gegenüber VKA empfohlen.
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Gesundheitspolitik
Ärztevertreter für Abschaffung von Corona-Massentests an Schulen
Der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, hat sich für eine Abschaffung der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen ausgesprochen. „Wir brauchen die anlasslosen Corona-Massentests in Schulen nicht mehr“, sagte Fischbach. Denn Kinder erkrankten selten schwer an COVID-19.
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News
Patientenbefragung zur Versorgung Betroffener mit Krebs in Bayern
Das Institut für Medizinische Informationsverarbeitung Biometrie und Epidemiologie (IBE) der LMU und gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege führen gemeinsam eine wissenschaftliche Studie zur Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Krebs in Bayern durch.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
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Gesundheitspolitik
EU-Arzneimittelbehörde prüft neues Corona-Medikament
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat das Prüfverfahren für ein neues Corona-Medikament gestartet. Der schwedisch-britische Hersteller Astrazeneca habe das Kombinationspräparat Evusheld® entwickelt, das eine Erkrankung mit COVID-19 bei Erwachsenen verhindern soll, wie die EMA am Donnerstag in Amsterdam mitteilte. Erste Testergebnisse wiesen darauf hin, dass das Mittel wirksam sei als Schutz vor der Krankheit.
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Gesundheitspolitik
Berufsschule aus Stade gewinnt Junge Pflege Preis 2021
Zum 14. Mal verlieh der DBfK Nordwest e.V. dieses Jahr den Junge Pflege Preis. Die Beiträge standen unter dem Motto „Pflege verbindet – Nähe neu denken!“ und wurden der Jury am 8. Oktober 2021 in einem virtuellen Finale präsentiert. Die Ideen reichten von einer digitalen Pinnwand über den Tablet-Einsatz bis hin zum erklärenden Kinderbuch. Insgesamt 2.000 Euro Preisgeld kommen den 3 Gewinnerteams zugute. Platz 1 belegt in diesem Jahr das Team der Berufsbildenden Schulen BBS 3 aus Stade.
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Medizin
Ursache für GVHD identifiziert
Mehr als 40.000 allogene hämatopoetische Stammzelltransplantationen werden weltweit jährlich durchgeführt, zumeist bei Betroffenen von Leukämie oder mit anderen Erkrankungen des blutbildenden Systems. Sehr häufig kommt es dabei zur Spender-gegen-Empfänger-Reaktion, einer entzündlichen Erkrankung, die unterschiedliche Organe betreffen kann und durch eine ungewünschte Abwehrreaktion der Spenderzellen und körpereigenen T-Zellen entsteht. Forschende an CeMM, MedUni Wien und LBI-RUD unter der Leitung von Georg Stary zeigen nun, wie diese körpereigenen, gewebsständigen T-Zellen über das Blut in andere Organe, beispielsweise den Darm, kommen und dort zur Entzündung beitragen. Die Studie liefert wichtige Ansätze für eine bessere Therapie bei Stammzelltransplantation und neue Diagnosemöglichkeiten. Sie ist im Journal of Experimental Medicine erschienen.
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JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
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Medizin
Herpes zoster
Immunsupprimierte Patienten richtig schützen
Bakterielle und virale Infektionen sind für Patientinnen und Patienten mit Tumor- oder Krebserkrankungen doppelt gefährlich. Zum einen schwächt die Erkrankung das Immunsystem der Betroffenen, zum anderen führen Therapien und Medikamente mitunter zur Minderung der Abwehrkräfte. Infolge dessen erhöht sich das Ansteckungsrisiko und es drohen schwere Verläufe. Wie Onkologinnen und Onkologen ihre Patientinnen und Patienten am besten vor Infektionen schützen können, wurde auf der Jahrestagung der Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) diskutiert. Dabei standen auch Impfungen imFokus: Die Expertinnen und Experten waren sich einig, dass Impfungen von onkologischen Patientinnen und Patienten beispielsweise gegen Influenza, COVID-19 und Herpes zoster essenziell sind.
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Mammakarzinom
ESMO 2021
Paradigmenwechsel beim Mammakarzinom
Der diesjährige Jahreskongress der European Society of Medical Oncology (ESMO) fand vom 17. bis 21.09.2021 virtuell statt. Auch zum Mammakarzinom wurden bahnbrechende Erkenntnisse und Studien vorgestellt: Beim HER2-positivem, metastasiertem Brustkrebs zeigte Trastuzumab deruxtecan ein deutlich verbessertes progressionsfreies Überleben (PFS). Der Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab in Kombination mit Chemotherapie überzeugte in Erstlinie beim metastasierten triple-negativen Mammakarzinom (TNBC).
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Medizin
Supportivtherapie: Was aushaltbar ist, entscheidet der Patient
Erst adäquate Supportive Therapie ermöglicht eine erfolgreiche, spezifische Krebstherapie. Sie behandelt und verhindert Komplikationen der Krebstherapie und der Erkrankung“, fasst die Leitlinie Supportive Therapie bei onkologischen Patientinnen ihre Zielsetzung zusammen (1). Da die Begleiterscheinungen einer Krebserkrankung bzw. der Therapie vor allem auch in der Wahrnehmung der Patientinnen und Patienten sehr unterschiedlich sein können, ist hier ein interdisziplinärer Ansatz gefragt. So kann dem Anspruch einer individuellen Betrachtung der Patientinnen und Patienten und ihrer Bedürfnisse unter der Therapie Rechnung getragen werden.
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Medizin
Zurück in den Beruf nach Krebs
Eine Studie untersucht, wie nach einer Krebserkrankung Betroffene mehr Unterstützung bekommen können. Von einer Krebserkrankung Betroffene könnten bei der Rückkehr in die Erwerbstätigkeit künftig von Berufslotsinnen und Berufslotsen in der ambulanten Krebsberatung begleitet werden. In den nächsten 3 Jahren soll eine Studie dazu beitragen, ein entsprechendes Programm zu entwickeln und die Akzeptanz, Machbarkeit und die Implementierungsbedingungen dieses Angebots zu untersuchen. Die CARES-Studie (Cancer rehabilitation support by cancer counseling centers) hat zum 01. Oktober 2021 gestartet. Sie wird durch die Deutsche Rentenversicherung Bund mit 1,6 Millionen Euro finanziert.
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Gesundheitspolitik
Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen
Der Impfstoffhersteller Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen. Man wolle eine Anlage zur Produktion von Arzneimitteln bauen, in der jährlich bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen hergestellt, abgefüllt und verpackt werden können, teilte Moderna am Donnerstag mit. Die US-amerikanische Firma wolle 500 Millionen Dollar (432 Mio Euro) in die Anlage investieren. Der Standort sei noch nicht ausgewählt.
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Medizin
Warum sterben mehr Männer an Krebs als Frauen?
Auffällig viele lebensbedrohliche Krankheiten verlaufen bei Männern schwerer als bei Frauen. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die durch SARS-CoV-2 verursachte COVID-19-Erkrankung. Aber auch bei Krebserkrankungen tragen Männer ein deutlich höheres Risiko für einen schweren Verlauf. Eine molekulare Ursache für diesen Unterschied zwischen den Geschlechtern hat nun ein Forschungsteam der Technischen Universität München (TUM) im Rahmen eines von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Forschungsprojektes entdeckt.
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Medizin
Immunonkologie: Neue Wege im Kampf gegen Krebs
Die Immunonkologie eröffnet neue Wege im Kampf gegen Krebs. Verschiedene Ansätze wie BiTE®-Moleküle, andere T-Zell-aktivierende bispezifische Moleküle, CAR-T-Zell-Therapien und onkolytische Viren nutzen die Fähigkeiten des körpereigenen Abwehrsystems bei Krebserkrankungen. Die Zahl der Krebserkrankungen, bei denen Immuntherapien zur Anwendung kommen können, wächst (1). Auch das Programm der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) zeigt den steigenden Stellenwert der Immunonkologie. Viele Veranstaltungen auf dem wissenschaftlichen Kongress beschäftigen sich mit Immuntherapien bei verschiedenen Krebserkrankungen.
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Hämatologie
Aktuelle Daten zu Nivolumab beim fortgeschrittenen Melanom
Nach einem Follow-up von mindestens 6,5 Jahren zeigte sich in der Phase-III-Studie CheckMate 067, die Prof. James Larkin, London/UK, vorstellte, eine anhaltendes Tumoransprechen mit Nivolumab und der Kombination aus Nivolumab + Ipilimumab bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Melanom. Dabei handelt es sich um die längsten Follow-up Daten aus einer klinischen Studie zur Kombinations-Immuntherapie beim metastasierten Melanom. Im Vergleich zu Ipilimumab mono waren Ansprechen, Gesamtüberleben und progressionsfreies Überleben signifikant verbessert.
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Medizin
Neue Informationsplattform für Betroffene mit Bauchspeicheldrüsenkrebs
Jährlich erkranken rund 19.000 Menschen in Deutschland an der wohl heimtückischsten Krebserkrankung: Bauchspeicheldrüsenkrebs (1). Die Diagnose erschüttert sowohl Betroffene als auch Angehörige und stellt sie vor große Herausforderungen. Zahlreiche Fragen zur Erkrankung und den Behandlungsmöglichkeiten beschäftigen die Betroffenen. Ein neues Informationsportal soll Betroffenen dabei helfen, sich Wissen über die Erkrankung anzueignen und diese besser zu verstehen. Neben Hintergründen zur Erkrankung bietet die Website Informationen zu möglichen Symptomen, (genetischen) Ursachen sowie zu Diagnose und Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs – leicht verständlich und mit anschaulichen Grafiken aufgearbeitet.
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Gesundheitspolitik
Gewalt gegen psychisch kranke Kinder in Ost und West
Arbeitszwang, Ruhigstellung per Arznei, Essensentzug – psychisch kranke und geistig behinderte Minderjährige wurden in Deutschland über Jahrzehnte in Heimen gequält. Forscher mahnen, ihr Schicksal nicht zu vergessen.
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Prostatakarzinom
Hochrisiko-nmCRPC: Androgenrezeptor-Antagonisten im Kandidaten-Check
Der Anteil der Patienten mit einem nicht-metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (nmCRPC), die ein hohes Risiko für Metastasierung haben, ist zwar gering, gemessen an allen Patienten mit PSA-Rezidiv, die mit Androgendeprivationstherapie (ADT) behandelt werden. Doch stehen gerade für diese Patientengruppe wirksame Androgenrezeptor-Antagonisten zur Verfügung, die das metastasenfreie Überleben (MFS) um etwa 2 Jahre und das Gesamtüberleben (OS) um ca. ein Jahr verlängern können. Die Herausforderung liegt also darin, ein nmCRPC rechtzeitig zu erkennen.
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Medizin
ESMO 2021
Wie wirksam ist Erdafitinib + Cetrelimab beim Urothelkarzinom?
Beim Jahresmeeting der European Society for Medical Oncology (ESMO) wurden erste Resultate einer Zwischenauswertung der Phase-1b/2-Studie NORSE vorgestellt (1). Die NORSE-Studie untersucht den kombinierten Einsatz von Erdafitinib, einem pan-Inhibitor des Fibroblasten-Wachstumsfaktor-Rezeptors (FGFR), und Cetrelimab, einem gegen das Protein programmed cell death protein 1 (PD-1) gerichteten monoklonalen Antikörper, bei Cisplatin-ungeeigneten Patientinnen und Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom und FGFR2- oder FGFR3-Genveränderungen (1).
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Medizin
5 Jahre Palbociclib – Ein Resümee
Vor 5 Jahren wurde Palbociclib (1) als erster Vertreter seiner Wirkstoffklasse für die Therapie des HR+/HER2- lokal metastasierten oder fortgeschrittenen Brustkrebses in Deutschland eingeführt. Der wirksame und verträgliche CDK4/6-Inhibitor hat sich in klinischen Studien sowie in der Versorgungsrealität bewährt (2-8). Weltweit wurden bis heute etwa 450.000 Patientinnen mit Palbociclib behandelt (9). Die hohe Zufriedenheit der Patientinnen unter der Therapie wie auch die einfache Einnahme und ein praktischer Blister mit Wochentag-Markierungen tragen zu einer guten Compliance bei (1, 10, 11).
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Gesundheitspolitik
Sind Corona-Genesene wirklich nur etwa 6 Monate geschützt?
„2G“ bedeutet, dass in Corona-Zeiten nur Geimpfte und Genesene ins Restaurant dürfen. Für Genesene endet diese Gleichstellung 6 Monate nach der nachgewiesenen Infektion. Ist das gerechtfertigt?
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