Journal Onkologie

News | Beiträge ab Seite 211

Das geändert Infektionsschutzgesetz sieht eine Testpflicht für nahezu alle Beschäftigten im Gesundheitswesen vor – unabhängig von ihrem Impfstatus. Die Regelung führt zu einer großen organisatorischen und zeitlichen Belastung des derzeit ohnehin unter enormen Druck stehenden Gesundheitssystems. Eine umgehende Anpassung hin zu einer realistischen und umsetzbaren Regelung sei deshalb nötig, fordert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI).
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

10 Jahre Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

„Die Bedürfnisse und Nöte von schwerstkranken, sterbenden und auch suizidgefährdeten Menschen müssen in den gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen deutlich mehr Berücksichtigung finden.“ so Prof. Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP), anlässlich des zehnjährigen Jubiläums der ‚Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland‘, welches nach coronabedingter Verschiebung um ein Jahr diesen Mittwoch mit einem Bürgerforum und einem Festakt in Berlin nachgefeiert werden sollte: „In Anbetracht steigender Coronazahlen mussten wir die Feierlichkeiten leider absagen. Gerade jetzt möchten wir aber dringend darauf hinwirken, insbesondere in den vor uns liegenden Monaten das individuelle Leid  schwerkranker Menschen und ihrer Familien im Blick zu behalten und als Team mit ihnen zusammen Nähe, Gemeinschaft und Momente der Lebensfreude und Begegnung zu ermöglichen.“
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Die Delta-Variante von SARS-CoV-2 verbreitet sich in Westafrika rasant

Während die hochansteckende Delta-Variante sich in Deutschland und den meisten europäischen Ländern bereits durchgesetzt hat, war über seine Ausbreitung in Afrika bisher wenig bekannt. DZIF-Wissenschaftler und -Wissenschaftlerinnen an der Charité – Universitätsmedizin Berlin konnten nun in einer Studie in Benin, Westafrika, zeigen, dass sich diese von der WHO als besorgniserregend eingestufte Variante innerhalb von nur 2 Monaten zur dominanten Virusform entwickelte. Ein ebenfalls drastischer Anstieg an COVID-19-Erkrankungen in Benin hängt damit vermutlich eng zusammen.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin

Metastasiertes Prostatakarzinom: Radioligandtherapie verlängert Überlebenszeit

Das metastasierte Prostatakarzinom ist nach wie vor unheilbar. 2 neue Studien zeigen jedoch, dass die Radioligandtherapie (RLT) die Erkrankung auch dann noch erfolgreich zurückdrängen kann, wenn Patienten im fortgeschrittenen Stadium auf andere Behandlungen wie Medikamente, Hormon- oder Chemotherapie nicht mehr ansprechen. „Die RLT verlängert das Leben aktuellen Erkenntnissen zufolge um mehrere Monate“, sagt Dr. med. Norbert Czech vom Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e. V. (BDN). „Die Patienten spüren weniger Schmerzen und haben wieder Appetit.“ Ob eine RTL anschlagen wird, lässt sich am besten über eine PSMA-PET/CT ermitteln. Ist dies gegeben, können gesetzlich Versicherte die nebenwirkungsarme Therapie als Heilversuch in Anspruch nehmen. Expert:innen erwarten, dass die RLT bald regulär zugelassen wird.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Medizin

Lungenkrebs: Erste Mesotheliomeinheit Deutschlands zertifiziert

In Deutschland werden pro Jahr etwa 500.000 Krebserkrankungen neu diagnostiziert. Lungenkrebs ist in Deutschland bei Männern und mittlerweile auch bei Frauen die häufigste Krebstodesursache. Auch weltweit ist Lungenkrebs mit Abstand die tödlichste Krebserkrankung. „Wir freuen uns sehr, dass die Deutsche Krebsgesellschaft mit der erneuten Zertifizierung als Lungenkrebszentrum einmal mehr anerkennt und bestätigt, welch herausragende Arbeit für Patientinnen und Patienten in diesem Bereich im Westdeutschen Tumorzentrum der Universitätsmedizin Essen mit den Standorten Ruhrlandklinik und Universitätsklinikum geleistet wird. Bei kaum einer anderen Krebsform ist mit Blick auf Diagnosequalität und individuelle Therapiemöglichkeiten so wichtig, an einem Tumorzentrum – wie dem WTZ - behandelt zu werden“, sagt Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen.
Lesen Sie mehr 
Medizin
Verbesserte Prognosemöglichkeiten und Therapieinnovationen

Hautkrebspatienten profitieren von neuen dermato-onkologischen Strategien

Nach 3 rundum mit aktuellen Informationen, anregenden Vorträgen und komplexen Diskussionen angefüllten Tagen ging der 31. Deutsche Hautkrebskongress erfolgreich zu Ende. Über 1.000 Teilnehmer verfolgten den hybriden Fachkongress mit dem Fokus auf neuen Strategien in Diagnostik und Therapie beim malignen Melanom und anderen bösartigen Hauttumoren. Es war ein rundum gelungenes dermato-onkologisches Update für Mediziner und das beteiligte Behandlungsteam auf hohem Niveau mit aktuellen klinischen Daten und vielen neuen Erkenntnissen, wie Kongresspräsident Dr. Peter Mohr, Buxtehude, betonte – vor allem für Hautkrebs in fortgeschrittenen Stadien, sowohl des Melanoms als auch epithelialer Hautkrebsarten.
Lesen Sie mehr 
Medizin

Behandlung ohne Chemotherapie bei Morbus Waldenström

Der Morbus Waldenström kann mit derzeit vorhandenen Standardtherapien nicht geheilt werden. Das Ziel der Therapien ist deshalb, die Krankheit möglichst lange zu kontrollieren ohne dabei die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten einzuschränken. Unter der Leitung von Professor Dr. Christian Buske, Ärztlicher Direktor und Leiter des Instituts für Experimentelle Tumorforschung am Universitätsklinikum Ulm, wurde jetzt in Zusammenarbeit mit der Klinik für Innere Medizin III (Professor Dr. Hartmut Döhner) die finale Analyse der sogenannten iNNOVATE Studie im angesehenen Journal of Clinical Oncology veröffentlicht. In dieser Studie wurde die Kombination der Medikamente Ibrutinib und Rituximab gegen eine alleinige Rituximab-Therapie bei zuvor unbehandelten oder bereits behandelten Patientinnen und Patienten mit Morbus Waldenström geprüft.
Lesen Sie mehr 
Medizin

S3-Leitlinie Speiseröhrenkrebs aktualisiert

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e. V. die S3-Leitlinie zum Ösophaguskarzinom aktualisiert und neue Empfehlungen zur Diagnostik sowie zur kurativen und palliativen Therapie formuliert. Die Leitlinie soll dazu beitragen, für Betroffene mit Speiseröhrenkrebs eine angemessene und evidenzbasierte Gesundheitsversorgung sicherzustellen.
Lesen Sie mehr 
Medizin

PCa: Androgendeprivationstherapie – das Fundament der Behandlung

Die kontinuierliche Senkung des Testosteronspiegels unterhalb des Kastrationsgrenzwerts von < 20 ng/dl mittels Androgendeprivationstherapie (ADT) ist prognostisch relevant für das Überleben von Patienten mit fortgeschrittenem oder metastasiertem Prostatakarzinom (PCa). Dies zeigten von Expertinnen und Experten präsentierte Studienergebnisse und Erfahrungsberichte, welche in Vorträgen im Rahmen des 73. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) vorgestellt wurden (1).
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Ambulante Operationen – Gleiche Bedingungen für gleiche Leistungen

"Vor 2 Jahren hat der Gesetzgeber die Spitzenverbände der Krankenkassen, der Krankenhäuser und der niedergelassenen Ärzte beauftragt, eine neu überarbeitete Liste aller ambulant erbringbaren und stationsersetzenden Untersuchungen und Behandlungen aufzustellen, die ohne einen stationären Aufenthalt durchgeführt werden können", sagt Dr. Albert Beyer, der Vorsitzende des Berufsverbandes der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte. "Die dort verzeichneten Leistungen sollen dann von Kliniken und Praxen unter einheitlichen Bedingungen angeboten werden. Von einer Umsetzung sind wir allerdings immer immer noch weit entfernt."
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Verlässliche medizinische Informationen breit verfügbar machen

Die Corona-Pandemie hat die Defizite der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen in besonderer Deutlichkeit offenbart. Gleichzeitig ist offensichtlich geworden, wie wichtig verlässliche, fundierte medizinisch-wissenschaftliche Informationen sind. Umso dringlicher müssen jetzt die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, um die medizinische Versorgung von Patienten und Patientinnen zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) e.V. fordert daher von der künftigen Gesundheitspolitik, Leitlinienwissen verstärkt in digitale Versorgungsstrukturen zu implementieren. Aus Sicht der AWMF braucht es eine nationale Strategie, um evidenzbasiertes Wissen in digitalen Gesundheitsanwendungen, Patienteninformationen oder Arztinformationssystemen zu integrieren.
Lesen Sie mehr 
Gesundheitspolitik

Seed-Finanzierungsrunde für Digital-Health Start-up Cliniserve

Bayern Kapital, die Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern, beteiligt sich im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde erneut an Cliniserve. Das Software-as-a-Service-Unternehmen (SaaS) aus dem Bereich Digital Health entwickelt eine App, die Kommunikation und Prozessplanung zwischen Patienten und Pflegenden sowie zwischen dem Pflegepersonal in Gesundheitseinrichtungen deutlich vereinfacht. Die Lösung von Cliniserve soll unter anderem Laufwege verringern und so mehr Zeit für die persönliche Betreuung von Patienten schaffen. Neben Bayern Kapital und weiteren Bestandsinvestoren der Pre-Seed-Runde im Herbst 2019, darunter Plug and Play, steigt im Zuge der aktuellen Finanzierungsrunde im insgesamt siebenstelligen Bereich nun erstmals auch Miele Venture Capital bei dem jungen Münchener Unternehmen ein.
Lesen Sie mehr 
Medizin

CRISPR/Cas9: Sehr gute Behandlungsergebnisse mit Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie

Der Sichelzellkrankheit und Beta-Thalassämie liegen jeweils erblich bedingte Gendefekte zugrunde. Hoffnung auf Heilung bot bis vor einiger Zeit einzig eine Stammzelltransplantation. Mit Hilfe der CRISPR/Cas9-Gentherapie könnte sich das zukünftig ändern. Diese Annahme unterstreichen auch die bisher mehr als 15 Patienten mit diesen Gendefekten, die auch in der Abteilung für Pädiatrische Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Regensburg (UKR) erfolgreich behandelt wurden.
Lesen Sie mehr