Journal Onkologie

News

Unter dem Motto „United by Unique" lenkt der am 4. Februar stattfindende internationale Weltkrebstag den Blick auf die individuellen Lebensrealitäten von Menschen mit Krebs. Für junge Erwachsene bedeutet eine überstandene Erkrankung jedoch häufig nicht das Ende der Belastung. Beim Abschluss von Versicherungen, der Kreditvergabe, bei Verbeamtungen oder in Adoptionsverfahren erfahren viele weiterhin Benachteiligung. Diese Gesetzeslücke ist bislang wenig bekannt, erfordert aber dringenden politischen Handlungsbedarf.
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Gesundheitspolitik

Push-Mitteilungen bei E-Patientenakten geplant

Die neuen elektronischen Patientenakten (ePA) sollen für Versicherte attraktiver werden. Ab Herbst soll es in der App eine Funktion mit Push-Benachrichtigungen geben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf eine Kleine Anfrage der Grünen antwortete. „Dadurch erhalten Versicherte umgehend die Information zu neuen Dokumenten und Inhalten in ihrer ePA und können sich aktiv damit befassen.“ Ab Jahresende soll für Ärzt:innen außerdem eine Volltextsuche verfügbar sein, was einen großen Mehrwert im Praxisalltag biete.
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Mammakarzinom

Sacituzumab Govitecan plus Pembrolizumab: Signifikante Verbesserung bei PD-L1-positivem triple-negativem Mammakarzinom

Das triple-negative Mammakarzinom (TNBC) gilt als besonders aggressive Tumorentität mit ungünstiger Prognose. Trotz therapeutischer Fortschritte besteht weiterhin ein erheblicher Bedarf an wirksamen Erstlinientherapien für Patientinnen mit lokal fortgeschrittenem, nicht resektablem oder metastasiertem TNBC. Eine aktuelle Phase-III-Studie liefert nun vielversprechende Daten zur Kombination des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats Sacituzumab Govitecan mit dem Immuncheckpoint-Inhibitor Pembrolizumab. Bei PD-L1-positiven Patientinnen verlängerte diese Kombination das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant um median 3,4 Monate im Vergleich zu konventioneller Chemotherapie plus Pembrolizumab.
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Medizin
WHO aktualisiert Europäischen Kodex gegen Krebs: 14 Empfehlungen für wirksame Krebsprävention

WHO aktualisiert Europäischen Kodex gegen Krebs: 14 Empfehlungen für wirksame Krebsprävention

Pünktlich zum Weltkrebstag liegt die aktualisierte, fünfte Auflage des Europäischen Kodex gegen Krebs in deutscher Sprache vor. Der Kodex wird von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO veröffentlicht und enthält 14 wissenschaftlich fundierte Handlungsempfehlungen, mit denen Menschen ihr persönliches Krebsrisiko senken können. Erstmalig beinhaltet der Kodex auch konkrete Handlungsempfehlungen für politische Entscheidungsträger. Die Deutsche Krebshilfe und das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) fordern, dass Deutschland seine Präventionspolitik stärker an den Empfehlungen der WHO ausrichtet, um das Potenzial der Krebsprävention auszuschöpfen.
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Dermatologische Tumoren
Real-World-Erfahrungen mit Cemiplimab bei Patient:innen mit fortgeschrittenem kutanem Plattenepithelkarzinom

Real-World-Erfahrungen mit Cemiplimab bei Patient:innen mit fortgeschrittenem kutanem Plattenepithelkarzinom

Das kutane Plattenepithelkarzinom (cSCC) ist die zweithäufigste Form nicht-melanozytärer Hauttumoren mit zunehmender Inzidenz vor allem bei älteren Patient:innen. Während lokalisierte Tumorformen durch chirurgische Exzision, Kryotherapie oder Radiotherapie erfolgreich behandelt werden können, entwickeln etwa 5% aller cSCC nicht-resezierbare, lokal fortgeschrittene (lacSCC) oder metastasierte Formen (mcSCC), die eine systemische Therapie erfordern. Historisch wurden fortgeschrittene cSCC mit platinbasierten Chemotherapien behandelt, die bei partiellen Ansprechraten von etwa 40% jedoch schlecht toleriert wurden, insbesondere bei älteren und fragilen Patient:innen. Das cSCC ist durch eine hohe Tumurmutationslast und Hochregulation von PD-1/PD-L1 charakterisiert, was die Rationale für eine Immuntherapie liefert. Cemiplimab, ein humaner monoklonaler IgG4-Anti-PD-1-Antikörper, hat die Behandlung verändert. Eine retrospektive Studie untersuchte nun die Wirksamkeit und Sicherheit von Cemiplimab bei älteren Patient:innen mit fortgeschrittenem cSCC unter Real-World-Bedingungen.
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Gesundheitspolitik

500 Millionen für Postinfektions-Erkrankungen

Die Bundesregierung will gemeinsam mit der Wissenschaft und Betroffenenvertreter:innen die Erforschung von Folgeerkrankungen von Infektionen vorantreiben. Forschungsministerin Dorothee Bär rief dazu gemeinsam mit Expert:innen in Berlin eine sogenannte nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen aus. Die CSU-Politikerin kündigte für die kommenden zehn Jahre Forschungsmittel in Höhe von 500 Millionen Euro aus dem laufenden Haushalt ihres Ministeriums an.
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Pankreaskarzinom
Phase-II-Studie: Salmonella-IL2 mit FOLFIRINOX verlängert Überleben beim metastasierten Pankreaskarzinom

Phase-II-Studie: Salmonella-IL2 mit FOLFIRINOX verlängert Überleben beim metastasierten Pankreaskarzinom

Eine Phase-II-Studie untersuchte erstmals die Kombination des oral verabreichten lebenden Biotherapeutikums Salmonella-IL2 mit der Standardchemotherapie FOLFIRINOX (Folinsäure, 5-Fluorouracil, Irinotecan, Oxaliplatin) bei Patient:innen mit metastasiertem Pankreaskarzinom. Die Ergebnisse zeigen vielversprechende Verbesserungen des Überlebens ohne schwerwiegende Nebenwirkungen durch das bakterielle Therapeutikum.
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Gesundheitspolitik

Chroniker:innen warten auf vereinfachte Rezeptausstellung

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz beklagt Verzögerungen bei einer gesetzlichen Neuregelung, die chronisch Kranken häufige Praxisbesuche nur zum Rezeptholen ersparen soll. „Es kann nicht sein, dass eine sinnvolle Lösung für Patient:innen weiter auf die lange Bank geschoben wird“, sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Er rief Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zum Eingreifen auf.
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Hepatozelluläres Karzinom
Hepatozelluläres Karzinom: NTIS als ungünstiger Prognosefaktor unter Atezolizumab plus Bevacizumab

Hepatozelluläres Karzinom: NTIS als ungünstiger Prognosefaktor unter Atezolizumab plus Bevacizumab

Eine retrospektive Analyse zeigt, dass Schilddrüsenfunktionsstörungen unter der Erstlinientherapie mit Atezolizumab plus Bevacizumab beim hepatozellulären Karzinom (HCC) prognostisch relevante Auswirkungen haben. Während immunbedingte Schilddrüsennebenwirkungen mit günstigeren Behandlungsergebnissen assoziiert sind, erweist sich das Non-Thyroidal-Illness-Syndrom (NTIS) als ungünstiger Prognosefaktor.
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Medizin

Neue Kostenpauschale für subkutane Tumortherapie ab Januar 2026

Seit 1. Januar 2026 gilt die neue Onkologie-Vereinbarung, wonach eine Kostenpauschale für die subkutane medikamentöse Tumortherapie abgerechnet werden kann. KBV und GKV-Spitzenverband berücksichtigen damit das wachsende Spektrum an subkutan zugelassenen tumorspezifischen Medikamenten [1]. Über zwei Drittel der Patient:innen empfinden die subkutane Therapie (SC) als komfortabler und emotional weniger anstrengend, unter anderem durch die kürzere Dauer der Verabreichung gegenüber einer Infusion (IV) [2].
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Gesundheitspolitik

Drohender Engpass bei Antibiotika

Wegen drohender kritischer Lieferengpässe bei bestimmten Antibiotika greifen für sie jetzt Sonderregeln zum Sichern der Versorgung. Das Bundesgesundheitsministerium gab bei Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Benzylpenicillin-Benzathin, die gespritzt werden, einen Versorgungsmangel bekannt. Diese Feststellung erlaubt nun befristet Abweichungen von Vorgaben, um ein leichteres Ausweichen auf importierte Produkte zu ermöglichen.
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Gesundheitspolitik

Hoher Krankenstand kostet Wirtschaft 160 Milliarden

Die häufigen Ausfälle von Beschäftigten wegen Krankheit kosten die deutsche Wirtschaft Milliarden. „Seit vier Jahren ist der Krankenstand auf einem weit überdurchschnittlichen Niveau mit erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen“, heißt es in einer Studie des Pharmaverbands VFA, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Arbeitnehmer:innen in Deutschland seien häufiger krank als in anderen Ländern.
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Entitätsübergreifend

Frühzeitige HPV-Impfung bietet die besten Aussichten auf Krebsverhinderung

Dass gegen Krebs geimpft werden kann, zählt zu den großen Fortschritten der modernen Medizin. Dass aber gerade einmal 55% der 15-jährigen Mädchen von dem wirksamen und sicheren Schutz vor Zervixkarzinomen Gebrauch machen, erscheint kaum nachvollziehbar. 19 Jahre nach Einführung der Impfung gegen humane Papillomaviren (HPV) stagnieren gemäß regelmäßig erhobenen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) die Quoten einer vollständigen Immunisierung. Dabei wäre die HPV-Impfung noch vor der Pubertät, aus zwei Gründen am effektivsten, HPV-assoziierte Krebserkrankungen von vornherein zu verhindern, betonte Prof. Dr. Martina Prelog von der Universitäts-Kinderklinik Würzburg.
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Medizin
Neue Studiendaten zeigen Vorteile von Ribociclib bei frühem und metastasiertem HR+/HER2- Brustkrebs

Neue Studiendaten zeigen Vorteile von Ribociclib bei frühem und metastasiertem HR+/HER2- Brustkrebs

Anlässlich des San Antonio Breast Cancer Symposiums (SABCS) wurden neue Ergebnisse aus einer gepoolten, explorativen post-hoc-Analyse der MONALEESA-Studien sowie eine Fünf-Jahres-Analyse der Phase-III-Studie NATALEE zu Ribociclib präsentiert. Die Analysen zeigen Vorteile bei Patientinnen mit HR+/HER2- Brustkrebs sowohl im metastasierten als auch im frühen Stadium.
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Gesundheitspolitik

Auftakt für die Zuerst-zum-Hausarzt-Reform

Wie schnell kann man zur Orthopädin oder zum Hautarzt gehen? Häufig müssen Kassenpatient:innen darauf wochenlang warten. Für verlässlichere Termine bei Fachärzt:innen soll nach Plänen der schwarz-roten Koalition künftig eine gezieltere Patientensteuerung sorgen. Und zwar nach der Maxime: in der Regel erst einmal in die Hausarztpraxis. Gesundheitsministerin Nina Warken CDU) lädt am Dienstag zum Auftakt für einen Dialog mit den Akteur:innen von Ärztevertretern bis zu den Krankenkassen. Die oppositionellen Grünen sehen ein großes Potenzial, warnen aber vor neuen Überlastungen.
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Medizin

Schonendere Achsel-Operationen bei Brustkrebs – neue Ergebnisse der AXSANA-Studie veröffentlicht

In Europa wird jedes Jahr bei mehr als 500.000 Frauen Brustkrebs diagnostiziert. Welche Operationen sind wirklich nötig, damit Brustkrebspatientinnen sicher behandelt werden – und trotzdem möglichst wenige Spätfolgen haben? Auf diese für viele Frauen entscheidende Frage liefert die internationale AXSANA-Studie wichtige Antworten. Die Ergebnisse sind jetzt im renommierten Journal of Clinical Oncology veröffentlicht worden [1].
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ZNS-Tumoren
Abemaciclib zeigt vielversprechende Aktivität bei progressiven Meningeomen mit NF2- oder CDK-Signalweg-Alterationen

Abemaciclib zeigt vielversprechende Aktivität bei progressiven Meningeomen mit NF2- oder CDK-Signalweg-Alterationen

Eine Phase-II-Studie zeigt, dass der CDK4/6-Inhibitor Abemaciclib bei Patient:innen mit wiederkehrenden oder fortschreitenden Grad-2- oder Grad-3-Meningeomen mit NF2-Mutationen oder CDK-Signalweg-Alterationen eine rückfallfreie Überlebensrate über sechs Monate (PFS6) von 58% erreichte und damit den primären Endpunkt erfüllte. Die Studie wurde in Nature Medicine veröffentlicht [1].
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Medizin
JOURNAL HÄMATOLOGIE

Neuartiges Immunzytokin gegen akute myeloische Leukämie entwickelt

Forschende um Prof. Dr. Salih vom Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung am DKFZ-Partnerstandort Tübingen haben mit Förderung der Wilhelm Sander-Stiftung in Höhe von 528.000 € über sechs Jahre ein Immunzytokin (therapeutischer Antikörper mit einem daran gekoppelten Zytokin) entwickelt. Das „modifizierte Immunzytokin" (MIC-Molekül) aktiviert gezielt Immunzellen gegen Leukämiezellen und kann die schwerwiegenden Nebenwirkungen vermeiden, die bisher verfügbare Immunzytokine auslösen. In Labor- und Tiermodellen zeigten die MIC-Moleküle eine starke und vor allem gezielte Immunaktivierung gegen die Leukämie – ein vielversprechender Schritt in Richtung klinische Anwendung.
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