Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 144

Gastroösophageale Adenokarzinome (AEG) werden häufig in fortgeschrittenen metastasierten Stadien diagnostiziert. Dies limitiert die Möglichkeiten einer kurativen Behandlung. Bei lokal fortgeschrittenem Magenkarzinom und AEG ist die perioperative Chemotherapie nach FLOT (5-Fluorouracil, Folinsäure, Oxaliplatin, Docetaxel)-Regime eine etablierte Standardtherapie. Für die Übergangskarzinome wird derzeit die optimale Strategie – perioperative Chemotherapie vs. neoadjuvante Radio­chemotherapie (RCTx) – in Phase-III-Studien evaluiert. Die Implementierung der Immuntherapie in perioperative Konzepte zeigt Verbesserungen hinsichtlich pathologischer Komplettremissionen (pCR), jedoch ist der Einfluss auf das Langzeitüberleben noch unklar. Aktuelle Daten bei Patient:innen mit Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-H/dMMR) deuten darauf hin, dass bei diesen Tumoren ggf. eine neo­adjuvante/definitive Immuntherapie die perioperative Chemotherapie ersetzen könnte. Randomisierte Studien dazu stehen noch aus. Die sich rasch weiterentwickelnden Behandlungskonzepte zeigen das Potenzial personalisierter, multimodaler Therapieansätze und stellen zunehmend die Rolle der Chirurgie in Frage.
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Urologische Tumorerkrankungen machten in Deutschland laut Robert Koch-Institut (RKI) im Jahr 2020 etwa 38% aller Krebserkrankungen bei Männern und ca. 5% bzw. Frauen aus (1). Viele Fragen der ambulanten Diagnostik, Therapie und Nachsorge dieser Tumorerkrankungen sind in Deutschland leider unzureichend untersucht. In diesem Beitrag präsentieren wir aktuelle Daten zum Hodentumor aus der VERSUS-Studie von d-uo.
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Gastrointestinale Tumoren
 2 Min|

PHERFLOT/IKF-t053: HER2-positives, lokalisiertes gastroösophageales Adenokarzinom

Die PHERFLOT-Studie ist eine Arzt-initiierte (Dr. Eray Gökkurt, Hämatologisch-Onkologische Praxis Eppendorf) offene, einarmige, multizentrische Phase-II-Studie, welche die Wirksamkeit und Sicherheit einer perioperativen systemischen Behandlung mit einer Kombination aus FLOT-Chemotherapie + Pembrolizumab-Immuntherapie und dem Anti-HER2-Antikörper Trastuzumab untersucht.
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Urothelkarzinom
 3 Min|

Erhaltungstherapie beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom

Multizentrische, randomisierte, offene Parallelarm-Umbrella-Studie der Phase II zu Avelumab (MSB0010718C) in Kombination mit Sacituzumab Govitecan, M6223 und NKTR-255 als Erhaltungstherapie bei Teilnehmern mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Urothelkarzinom, deren Erkrankung unter einer Platin-haltigen Erstlinienchemotherapie nicht fortgeschritten ist – JAVELIN Bladder Medley – AB 88/23 der AUO.
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Prostatakarzinom
 3 Min|

mCRPC: Talazoparib und Enzalutamid als Kombinationstherapie ohne Biomarkertestung zugelassen

Bei einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom (mCRPC) kommt es trotz adäquater Androgendeprivationstherapie (ADT) zum Erkrankungsprogress. In dieser Situation steht nun eine weitere intensivierte Systemtherapie zur Verfügung: Unabhängig davon, ob eine Genmutation im DNA-Reparatursystem vorliegt, können Patienten den PARP-Inhibitor Talazoparib in Kombination mit Enzalutamid erhalten.
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Mammakarzinom
 6 Min|

Mammakarzinom: Subkutane Krebstherapien ­eröffnen neue Möglichkeiten

Die subkutane Gabe von Medikamenten erlaubt Behandler:innen und Patient:innen mehr Flexibilität im Vergleich zur intravenösen Applikation. Die Fixkombination von Pertuzumab und Trastuzumab bietet als subkutane Formulierung eine wichtige Zeitersparnis für das medizinische Fachpersonal. Damit eröffnet sie mögliche Lösungsansätze, um dem Fachkräftemangel im deutschen Gesundheitswesen entgegenzuwirken, denn diese Art der Darreichungsform verkürzt nicht nur die Injektionszeit, sondern ist auch direkt gebrauchsfertig sowie flexibel und einfach in der Handhabung. Seit Kurzem ist mit Atezolizumab auch die erste Krebsimmuntherapie (KIT) zur subkutanen Gabe in Europa verfügbar.
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NSCLC
 8 Min|
Interview mit Prof. Monika Hämmerle, Halle, und Dr. Petra Hoffknecht, Georgsmarienhütte

Molekulardiagnostik könnte die Ergebnisse von Immuntherapien beim NSCLC verbessern helfen

Der Stellenwert der Molekularpathologie beim metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) nimmt ständig zu – auch im Hinblick auf moderne Immuntherapien. Welche Rolle dabei Biomarker wie KRAS, STK11 und KEAP1 spielen und welche klinischen Konsequenzen ihr Nachweis hat, erläutern die Pathologin Prof. Monika Hämmerle, Halle, und die Klinikerin Dr. Petra Hoffknecht, Georgsmarienhütte, im Doppelinterview.
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Hämatologie
 5 Min|

Mosunetuzumab: First-in-Class beim follikulären Lymphom – Studien-Update unterstreicht Leitlinienempfehlung zur Therapie ab dem 2. Rezidiv im FL

Für Patient:innen mit refraktärem oder rezidiviertem follikulärem Lymphom (r/r FL) ergeben sich durch hochwirksame zielgerichtete Therapien neue Behandlungsoptionen. Mosunetuzumab ist in dieser Indikation seit Juni 2022 als erster vollständiger bispezifischer Antikörper ab dem 2. Rezidiv zugelassen und eine in der aktuellen Onkopedia-Leitlinie empfohlene Behandlungsoption (1). Mit dem 3-Jahres-Follow-up der Zulassungsstudie GO29781 wurde die anhaltende Wirksamkeit von Mosunetuzumab bestätigt.
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Thorakale Tumoren
 3 Min|

Update: Palliative Systemtherapie in der Thoraxonkologie

Die palliativmedizinische Behandlung in der Thoraxonkologie stellt einen zentralen Aspekt der Versorgung von Patient:innen mit fortgeschrittenen Lungenkarzinomen dar und gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung. Aus diesem Grund widmete sich ein Symposium auf dem 64. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie (DGP) in Mannheim diesem wichtigen Thema. Expert:innen gaben einen Überblick über die Therapielandschaft, beleuchteten, wie eine palliative Systemtherapie ausgewählt wird und informierten, für welche Patient:innen und in welchen Stadien die Palliativmedizin eine Rolle spielt.
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Medizin
 3 Min|

Neue Living Guideline zur Lungenkarzinom-Behandlung veröffentlicht

Das medizinische Umfeld bei der Behandlung des Lungenkarzinom ist aktuell geprägt durch eine große Dynamik – neue Studienergebnisse sowie ständige Weiter- und Neuentwicklungen von Diagnose- und Therapieverfahren spielen eine wichtige Rolle. Um dieser Dynamik besser gerecht werden zu können, wurde unter Federführung der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) eine sich regelmäßig aktualisierende Living Guideline der S3-Leitlinie „Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms“ veröffentlicht. Diese Leitlinie wurde von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie gefördert.
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Medizin
 3 Min|

Rheuma und Krebs – besteht ein Zusammenhang?

Studien weisen bereits seit Längerem auf einen Zusammenhang zwischen Autoimmunerkrankungen und Krebs hin. Forschende des Lehrstuhls für Epidemiologie der Universität Augsburg haben diesen Zusammenhang nun in einem systematischen Review und einer Meta-Analyse genauer untersucht und festgestellt, dass Patientinnen mit rheumatoider Arthritis ein etwas geringeres, Patientinnen mit Psoriasis jedoch ein leicht erhöhtes Risiko für bestimmte frauenspezifische Krebserkrankungen haben. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Journal of Autoimmunity veröffentlicht (1).
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News
 3 Min|

Darmkrebsmonat März: Früherkennung ab dem 35. Lebensjahr

Der Monat März steht im Zeichen der Darmkrebsvorsorge. Denn Darmkrebs führt eine traurige Statistik an: Er zählt mit jährlich rund 61.000 Neuerkrankungen zu den häufigsten Krebsdiagnosen in Deutschland. Dennoch eine gute Nachricht: Früh erkannt ist Darmkrebs in den meisten Fällen heilbar. Die Teilnahme an Vorsorgeangeboten der Krankenkassen spielt dabei eine besonders entscheidende Rolle. Der Arzt Dr. med. Gerd Herold informiert im Interview über die Bedeutung der Darmkrebsvorsorge.
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Medizin
 4 Min|

Zelluläre Immuntherapie: KI kann Entwicklung erheblich beschleunigen

Die Identifizierung geeigneter T-Zellen für die zelluläre Immuntherapie war bisher mühsam und zeitaufwendig. Vereinfachen und beschleunigen wollen das Verfahren Wissenschaftler:innen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Universitätsmedizin Mannheim. Ihr Ansatz basiert auf der Hochdurchsatz-Einzelzellsequenzierung von Immunzellen aus dem Tumor der Patient:innen. Aus den Sequenzdaten werden mithilfe von künstlicher Intelligenz diejenigen Rezeptoren auf den T-Zellen identifiziert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Merkmale des Tumors reagieren. Die Entwicklung personalisierter zellulärer Immuntherapien soll mit dieser Technologie vorangetrieben werden.
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Medizin
 3 Min|

Europäische Therapieempfehlungen für die akute lymphatische Leukämie

Führende europäische Expert:innen für die akute lymphatische Leukämie (ALL) der Erwachsenen haben nach 3-jähriger intensiver Zusammenarbeit Therapieempfehlungen für die ALL veröffentlicht. Eine der weltweit größten Studiengruppen für diese seltene und aggressive Krebserkrankung befindet sich am Universitätsklinikum Frankfurt. Sie konnte mit ihren systematischen Studien bereits dazu beigetragen, die Heilungsrate von Betroffenen deutlich zu steigern.
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