Journal Onkologie

Aktuelles | Beiträge ab Seite 112

Medizin
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Medizinalcannabis bei starken Tumorschmerzen – individuelle Ergänzung zur Standardtherapie

Medizinalcannabis kann eine wertvolle Ergänzung der Standardtherapie bei starken chronischen Schmerzen sein, wurde bei einem Pressegespräch während des Deutschen Schmerzkongresses in Mannheim betont. Zwar sind die Evidenzen für den Nutzen von Cannabinoiden bei Tumorschmerzen oder in der Palliativversorgung gering, es gibt aber Hinweise, dass eine Add-on-Therapie mit Cannabinoiden auch in diesen Patientengruppen u.a. zu einer Reduktion von Opioiden und anderen Analgetika führen kann.
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Zulassung von Pembrolizumab beim Endometriumkarzinom und Zervixkarzinom

Die Europäische Kommission hat Pembrolizumab für 2 neue Indikationen bei gynäkologischen Krebserkrankungen zugelassen. Die erste Zulassung betrifft Pembrolizumab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung bei Erwachsenen mit primär fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom, die für eine systemische Therapie geeignet sind. Die zweite Zulassung betrifft Pembrolizumab in Kombination mit einer Radiochemotherapie (RCT) zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen Zervixkarzinoms bei Erwachsenen, die keine vorherige definitive Therapie erhalten haben.
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Medizin
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ESMO 2024: CITRIC-Studie belegt Potenzial der Cetuximab-Irinotecan-Kombination bei mCRC

Auf dem Europäischen Krebskongress (ESMO) in Barcelona wurden ermutigende Daten zur Behandlung des therapierefraktären metastasierten Kolorektalkarzinoms (mCRC) vorgestellt. Die Phase-II-Studie CITRIC zeigt, dass die Kombination aus Cetuximab und Irinotecan bei Patient:innen mit RAS/BRAF/EGFR-Wildtyp-Tumoren eine höhere Krankheitskontrollrate und ein längeres progressionsfreies Überleben (PFS) im Vergleich zur Standardtherapie bietet.
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Zulassungsempfehlung für Catumaxomab zur Behandlung des malignen Aszites bei EpCAM-positiven Karzinomen

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine positive Empfehlung für die Marktzulassung von Catumaxomab, einem trifunktionalen anti-CD3 x anti-EpCAM Antikörper für die intraperitoneale Behandlung des malignen Aszites (MA), bei Patient:innen mit epithelial Zelladhäsionsmolekül (EpCAM)-positiven Karzinomen, für die keine weitere systemische Antikrebstherapie zur Verfügung steht, ausgesprochen. Daten belegen, dass die Behandlung mit der Kombination aus Parazentese und Catumaxomab der alleinigen Parazentese überlegen ist.
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mCRPC: Talazoparib in Kombination mit Enzalutamid verlängert das Gesamtüberleben

Kürzlich veröffentlichte Ergebnisse der TALAPRO-2-Studie (1, 2) zeigen, dass die Kombination eines oralen Poly-ADP-Ribose-Polymerase (PARP)-Inhibitors mit einem Androgenrezeptor-Signalweg-Inhibitor (ARPI) bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) das Gesamtüberleben im Vergleich zur Monotherapie signifikant verbessert (3). Dieser Überlebensvorteil zeigt sich sowohl bei Patienten mit als auch ohne HRR-Mutation (3).
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ESMO 2024: Ergebnisse der Phase-III-Studie CABINET bestätigen Wirksamkeit von Cabozantinib bei fortgeschrittenen NET

Die Therapieoptionen für fortgeschrittene neuroendokrine Tumoren (NET) sind begrenzt.1,2 Daten der CABINET-Studie belegen die Wirksamkeit von Cabozantinib bei fortgeschrittenen NET unabhängig von der Primärlokalisation. Im Vergleich zu Placebo konnte das Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung oder Tod statistisch signifikant und klinisch bedeutsam verringert werden.3,4
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Neues bildgebendes Analyseverfahren revolutioniert die Diagnostik von Kopf- und Halstumoren

Krebserkrankungen des Kopfes und Halses gehören weltweit zu den 10 häufigsten Krebsarten. Kopf-Hals-Tumoren machen etwa 3-5% aller Krebsfälle aus, wobei Plattenepithelkarzinome die vorherrschende Form sind. Sie treten in Bereichen wie Mundhöhle, Rachen und Kehlkopf auf. Ein internationales Forscherteam hat nun eine neue Technik entwickelt, mit der die Eigenschaften von Krebszellen und des sie umgebenden Gewebes auf der Ebene einzelner Zellen genau analysiert werden können. Diese Innovation ermöglicht eine umfassendere Beurteilung der Prognose und des Therapieansprechens bei Kopf-Hals-Krebs und ebnet den Weg für eine präzisere Diagnose.
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Phase-III-Studie: Kombinationstherapie verlängert PFS bei hepatozellulärem Karzinom

Ergebnisse der ersten Interimsanalyse der Phase-III-Studie LEAP-012 zeigen, dass die Kombination von Pembrolizumab und Lenvatinib mit transarterieller Chemoembolisation (TACE) bei Patient:innen mit nicht resezierbarem hepatozellulärem Karzinom (HCC) das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant im Vergleich zu TACE allein verbessert. Die Daten wurden im Rahmen des ESMO-Kongresses 2024 vorgestellt.
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Mitochondriale DNA-Mutationen: Bremse oder Antrieb der Krebsentwicklung?

Krebs entsteht häufig durch Mutationen in der DNA, wobei Mitochondrien eine eigene DNA, die mtDNA, besitzen. Auch in Krebszellen ist sie häufig verändert, jedoch welche Bedeutung diese Mutationen bei der Entstehung und Ausbreitung von Krebserkrankungen haben, war bislang unklar. Um dies zu untersuchen, haben Forschende der Universität Duisburg-Essen und der University of Texas (USA) neue Zelllinien entwickelt und die Studie in der Fachzeitschrift Science Advances veröffentlicht (1).  
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