Journal Onkologie

Kongressberichte | Beiträge ab Seite 14

Die Phase-III-Studie INAVO120 evaluierte, ob bei Patient:innen mit fortgeschrittenem PIK3CA-mutiertem Hormonrezeptor-positivem, HER2-negativem (HR+/HER2– mBC) Mammakarzinom, die unter oder nach adjuvanter endokriner Therapie schnell progredient geworden sind, die Ergänzung der Erstlinien-Standardbehandlung aus endokriner Therapie (ET) und CDK4/6-Inhibitor mit dem hochselektiven PI3Kα-Inhibitor Inavolisib, einen klinischen Nutzen bringt. Nachdem bereits eine signifikante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) durch die Triplett-Therapie gegenüber dem Standard plus Placebo gezeigt werden konnte (1), wurde beim Jahreskongress der American Society of Medical Oncology (ASCO) 2025 erstmals ein Überlebensvorteil durch zusätzliches Inavolisib bei handhabbarer Verträglichkeit belegt (2).
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Magenkarzinom
Stomach Cancer
ASCO 2025

DESTINY-Gastric04: T-DXd verbessert Überleben im Zweitliniensetting beim HER2+ GC/GEJ vs. Ramucirumab/Paclitaxel

Das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) ist seit Ende 2022 als Monotherapie zur Behandlung von Patient:innen mit fortgeschrittenem HER2-positivem Adenokarzinom des Magens (GC) oder des gastroösophagealen Übergangs (GEJ zugelassen, die bereits ein vorhergehendes Trastuzumab-basiertes Therapieschema erhalten haben. Nachdem die Zulassung auf Basis von Phase-II-Studien erfolgt war, konnte nun die konfirmatorische Studie DESTINY-Gastric 04 auch im Phase-III-Setting einen signifikanten und klinisch relevanten Überlebensvorteil nach Trastuzumab-basierter Vorbehandlung gegenüber dem Zweitlinienstandard Ramucirumab plus Paclitaxel zeigen (1).
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Hämatologie
ASCO 2025

r/r MM: Phase-III-Studie evaluiert Stellenwert des bispezifischen Antikörpers Elranatamab bereits ab dem zweiten Rezidiv

Der gegen das B-Zell-Reifungsantigen (BCMA) auf Myelomzellen und CD3 auf T-Zellen gerichtete humanisierte bispezifische Antikörper Elranatamab ist seit Ende 2023 für stark vorbehandelte Patient:innen mit rezidiviertem und refraktärem Multiplen Myelom (r/r MM) zugelassen. In der zulassungsrelevanten Phase-II-Studie MagnetisMM-3 hatte die Substanz tiefe und anhaltende Remissionen bei handhabbarem Sicherheitsprofil gezeigt (1). Die zweiarmige Studie MagnetisMM-32 wird nun im Phase-III-Setting evaluieren, ob der bispezifische Antikörper auch in früheren Linien, nämlich ab dem zweiten Rezidiv, einen Stellenwert hat. Das bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 als Poster vorgestellte Studiendesign offenbart, dass sich Elranatamab im direkten Vergleich gegen bewährte Triplett- und Doublet-Regime bewähren muss (2).
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Kolorektales Karzinom
ASCO 2025

BREAKWATER-Regime aus Encorafenib, Cetuximab und mFOLFOX6 etabliert neuen Erstlinienstandard für das BRAF-V600-mutierte mCRC

Patient:innen mit BRAF-V600-mutiertem metastasiertem kolorektalem Karzinom (mCRC) – betroffen sind etwa 8-12% der mCRC-Erkrankten – weisen eine ungünstige Prognose auf und sprechen nur begrenzt auf Erstlinien-Chemotherapieregime an. Die Phase-III-Studie BREAKWATER, deren Interimsdaten bei der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 vorgestellt wurden, etabliert mit der Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib, dem EGFR-Inhibitor Cetuximab und dem Chemotherapieregime mFOLFOX6 einen zukünftigen neuen Erstlinienstandard für diese schwer behandelbare Population. Die Studie erreichte beide koprimären Endpunkte, die objektive Ansprechrate (ORR) und das progressionsfreie Überleben (PFS). Das mediane Überleben, wichtiger sekundärer Endpunkt, wurde im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie verdoppelt (1).
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Mammakarzinom
Brain
ASCO 2025

TUXEDO-3: Neues ADC HER3-DXd zeigt vielversprechende Wirksamkeit bei ZNS-Beteiligung solider Tumoren

Hirnmetastasen (BM) und insbesondere eine leptomeningeale Metastasierung (LM) stellen bei Erkrankten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren schwere und gefürchtete Komplikation mit fataler Prognose dar, zumal die Therapieoptionen noch immer sehr limitiert sind. Beim Jahreskongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 wurden nun die Ergebnisse der Phase-II-Studie TUXEDO-3 vorgestellt, die das gegen HER3 gerichtete Antibody-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Patritumab Deruxtecan (HER3-DXd) bei beiden ZNS-Komplikationen mit vielversprechenden Ergebnissen untersuchte [1].
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Endometriumkarzinom
Endometriumkarzinom
ASCO 2025

Dostarlimab erhält Lebensqualität bei fortgeschrittenem Endometriumkarzinom – Vorteile für MSI-H-Subgruppe

Die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 vorgestellten Daten der Phase-III-Studie ENGOT-EN6-NSGO/GOG-3031/RUBY zeigen: Der Zusatz von Dostarlimab zur Chemotherapie beeinträchtigt die Lebensqualität bei Patientinnen mit fortgeschrittenem oder rezidivierendem Endometriumkarzinom (pA/R EC) nicht – und bietet insbesondere für die dMMR/MSI-H-Subgruppe deutliche Vorteile. Der Verlust an Lebensqualität war in mehreren Bereichen wie globaler Lebensqualität, Schmerz und Sexualfunktion signifikant verzögert [1].
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NSCLC
ADC Sacituzumab Govitecan zeigt numerischen Überlebensvorteil beim mNSCLC
ASCO 2025

Langzeitdaten aus der EVOKE-01-Studie: Sacituzumab Govitecan zeigt numerischen Überlebensvorteil beim mNSCLC

In der Phase-III-Studie EVOKE-01 wurde das Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Sacituzumab Govitecan (SG) mit Docetaxel bei Patient:innen mit vorbehandeltem metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) verglichen. Langzeitdaten, die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 präsentiert wurden, liefern neue Einblicke in die Verträglichkeit von SG über einen längeren Zeitraum hinweg [1].
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Merkelzellkarzinom
Merkelzellkarzinom
ASCO 2025

Avelumab beim MCC auch bei IC-Patient:innen wirksam

Die auf dem ASCO 2025 vorgestellten Ergebnisse des deutschen MCC-TRIM-Registers belegen den Nutzen der Immuntherapie mit Avelumab in der klinischen Routine, auch bei zuvor unterrepräsentierten Patientengruppen. In der bislang größten prospektiven Real-World-Analyse zum Merkelzellkarzinom (MCC) zeigte sich, dass die Therapie auch bei immungeschwächten Patient:innen wirksam und sicher ist [1].
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Hämatologie
ASCO 2025

AML: Studie untersucht reduzierte Cyclophosphamid-Dosis nach Transplantation

Die Prophylaxe der Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) mittels posttransplantativem Cyclophosphamid (PTCy) ist ein etabliertes Verfahren, geht jedoch häufig mit erheblichen Nebenwirkungen einher. Auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2025 wurden nun erste Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die eine reduzierte PTCy-Dosis bei Patient:innen mit akuter myeloischer Leukämie (AML) untersuchte [1].
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Mammakarzinom
HR+/HER2- metastasiertes Mammakarzinom: aktuelle Therapieoptionen und neue Entwicklungen
ESMO Breast Cancer 2025

HR+/HER2- metastasiertes Mammakarzinom: aktuelle Therapieoptionen und neue Entwicklungen

Die Erstlinientherapie beim Hormonrezeptor-positiven (HR+) HER2-negativen (HER2-) Mammakarzinom stößt an ihre Grenzen. Im Rahmen des diesjährigen Brustkrebskongresses der European Society for Medical Oncology (ESMO) haben Expert:innen anhand von aktuellen Forschungsergebnissen aufgezeigt, wie sich therapeutische Lücken möglicherweise schließen lassen.
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Mammakarzinom
HER2+ Mammakarzinom: Bei der Therapiesequenzierung ZNS-Wirksamkeit berücksichtigen
ESMO Breast Cancer 2025

Metastasiertes HER2+ Mammakarzinom: Bei der Therapiesequenzierung ZNS-Wirksamkeit berücksichtigen

Trotz der immensen Verbesserungen der Therapie von Patientinnen mit HER2-positivem (HER2+) metastasiertem Mammakarzinom (mBC) gibt es noch eine Reihe von Herausforderungen, insbesondere in späteren Therapielinien. Dazu gehören neben Resistenzen in besonderem Maße Hirnmetastasen. Wie in späteren Therapielinien auf die Herausforderungen reagiert werden kann, diskutierten Expert:innen bei einem Symposium beim ESMO Breast Cancer 2025.
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NSCLC
Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab verdoppelt 2-Jahres-Überlebensrate
DGP 2025

Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab verdoppelt 2-Jahres-Überlebensrate

Patient:innen mit nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) werden vorwiegend im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Die dann noch zur Verfügung stehenden Therapieoptionen sind in aller Regel nicht mehr kurativ. Sie zielen vielmehr darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und die verbleibende Lebenszeit bei bestmöglicher Lebensqualität zu verlängern. Dabei beeinflussen insbesondere Komorbiditäten und ein alters- bzw. tumorbedingt reduzierter Allgemeinzustand die Therapiewahl. Doch auch bei einem mittleren Alter von 69 Jahren bei Diagnose eines NSCLC steigen die Chancen dank moderner, innovativer Behandlungsfortschritte. So kann die Mono-Immuntherapie mit Atezolizumab inzwischen auch bei NSCLC-Patient:innen eingesetzt werden, für die eine Platin-haltige Therapie nicht in Frage kommt.
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Medizin
ELCC 2025

Studie bestätigt Nichtunterlegenheit von subkutanem Pembrolizumab beim NSCLC

Im Rahmen des European Lung Cancer Congress (ELCC) 2025 wurden erstmals Ergebnisse der Phase-III-Studie 3475A-D77 vorgestellt, die die subkutane Gabe von Pembrolizumab in Kombination mit Berahyaluronidase alfa untersuchte. Die Daten zeigen, dass die subkutane Formulierung im Vergleich zur intravenösen Standardgabe – jeweils kombiniert mit einer Chemotherapie – bei metastasiertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) eine Nichtunterlegenheit in der Pharmakokinetik (PK) sowie ein vergleichbares Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil aufweist.
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Medizin
ESTRO 2025

Strahlentherapie neu gedacht: Schutz für das Herz während Lungenkrebsbehandlung

Klassische randomisierte klinische Studien sind aufwendig, zeitintensiv und häufig nicht repräsentativ für reale Patientenkollektive. Die RAPID-RT-Studie, vorgestellt auf dem diesjährigen Kongress der europäischen Gesellschaft für Strahlentherapie und Onkologie (ESTRO), verwendet einen Rapid-Learning-Ansatz zur Bewertung der Auswirkungen von Behandlungsänderungen in der Strahlentherapie und bietet damit eine Alternative. Die Forschenden haben diese Methode bei Lungenkrebspatient:innen angewandt, um zu prüfen, ob eine Verringerung der Strahlendosis für den oberen Teil des Herzens – ein vermuteter Risikobereich – zu einer geringeren kardialen Toxizität führt (1).
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Medizin
GTH 2025

Neue Erkenntnisse in der Zweitlinie – Update zur ITP

In einem Symposium im Rahmen der 69. Jahrestagung der Gesellschaft für Thrombose- und Hämostaseforschung (GTH) wurde die in der aktuellen Onkopedia-Leitlinie vorgestellte potenzielle neue Stadieneinteilung der Immunthrombozytopenie (ITP) diskutiert. Dies könnte v.a. in der Zweitlinie mehr Flexibilität bieten. Zudem wurden Ergebnisse aus verschiedenen Registern und Real-world-Studien präsentiert, die u.a. die Ergebnisse aus der Avatrombopag-Zulassungsstudie untermauern.
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Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE | EBMT 2025

alloSCT: Psychologische Unterstützung bei Patient:innen mit akuter Leukämie

Die allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation (alloSCT) wird zur Behandlung von hämatologischen Malignomen, insbesondere bei akuter Leukämie, eingesetzt. Doch trotz der Fortschritte dieser Therapie ist eine alloSCT mit enormen psychosozialen Problemen assoziiert. Psychotherapeutische Hilfestellungen könnten dazu beitragen, sich besser mit den durch eine alloSCT hervorgerufenen emotionalen Situationen auseinanderzusetzen.
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