Kongressberichte | Beiträge ab Seite 2
NSCLC
4 Min|
ESMO 2026
Neuer zukünftiger Standard: Zweitgenerations-KRAS G12C-Inhibitor Divarasib toppt Sotorasib oder Adagrasib im Phase-III-Head-to-Head-Vergleich
Der KRAS‑G12C‑Inhibitor der zweiten Generation Divarasib ist den beiden zugelassenen Erstgenerations-Inhibitoren Sotorasib oder Adagrasib bei vorbehandelten Erkrankten mit fortgeschrittenem KRAS G12C-mutiertem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (NSCLC) hinsichtlich des primären Endpunkts progressionsfreien Überleben (PFS) sowie der sekundären Endpunkte Gesamtüberleben (OS) und objektive Ansprechrate (ORR) signifikant und klinisch relevant überlegen. Das sind die praxisverändernden Ergebnisse der Phase-III-Studie Krascendo 1, die bei der Jahresstagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 als Late Breaking Abstract im Presidential Symposium II vorgestellt wurden [1]. Sie markieren einen zukünftigen neuen Behandlungsstandard bei einer Erkrankung mit hohem medizinischem Bedarf – dies umso mehr, als auch das Nebenwirkungsprofil von Divarasib günstig war [1].
Lesen Sie mehr
NSCLC
2 Min|
ESMO 2026
Antikörper-Toxin-Konjugat empfiehlt sich für die Erstlinie beim HER2-positiven NSCLC
Beim fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit HER2-Mutationen scheint ein Antikörper-Toxin-Konjugat (ADC) dem derzeitigen Erstlinienstandard aus einem Immuncheckpoint-Inhibitor in Kombination mit einer Chemotherapie überlegen zu sein.
Lesen Sie mehr
SCLC
4 Min|
ESMO 2026
ES-SCLC: Erstlinien-Erhaltung mit Tarlatamab plus Durvalumab verlängert substanziell das Überleben
Eine Erstlinien-Erhaltungstherapie mit dem bispezifischen T-Zell-Engager (BiTE) Tarlatamab zusammen mit dem Checkpoint-Inhibitor Durvalumab nach Ansprechen auf eine initiale platinbasierte Chemotherapie plus Durvalumab verlängert bei Erkrankten mit kleinzelligem Lungenkarzinom im Stadium Extensive-Stage (ES-SCLC) das Gesamtüberleben gegenüber einer alleinigen Durvalumab-Erhaltung in klinisch relevantem Ausmaß. Das sind die Ergebnisse einer Zwischenanalyse der Phase‑III‑Studie DeLLphi-305, die bei der Jahresstagung der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 im Presidential Symposium I als Late Breaking Abstract vorgestellt wurde [1]. Es handelt sich um die erste Phase‑III‑Studie mit einer bispezifischen T‑Zell‑Engager‑(BiTE)‑Therapie, die im Setting der Erstlinien‑Erhaltung beim schwer behandelbaren ES‑SCLC einen relevanten Überlebensvorteil nachweist; das Fachpublikum in Madrid reagierte auf die vermutlich praxisverändernden Daten mit Standing Ovations.
Lesen Sie mehr
Weitere Inhalte:
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelles e-Journal von JOURNAL HÄMATOLOGIE
Lesen Sie 2x jährlich die digitale Ausgabe des JOURNAL HÄMATOLOGIE und bringen Sie sich auf den neuesten Stand zu Leukämien, Lymphomen, Anämien, Gerinnungsstörungen und mehr. Jetzt lesen!
Lesen Sie mehr
Urothelkarzinom
4 Min|
ESMO 2026
Perioperative Therapie mit Enfortumab-Vedotin und Pembrolizumab schränkt Lebensqualität gegenüber neoadjuvanter Chemotherapie nicht ein
Erkrankte mit muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) haben trotz neoadjuvanter Behandlung ein hohes Rezidivrisiko. In der jüngst publizierten Phase-III-Studie KEYNOTE-B15/EV-304 hatte die Kombination aus dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Enfortumab-Vedotin und dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab (EV/Pembro) gegenüber einer neoadjuvanten Chemotherapie mit Cisplatin/Gemcitabin (Cis/Gem) bei Cisplatin-geeigneten Erkrankten mit MIBC zu signifikant besseren Ergebnissen in überlebensrelevanten Endpunkten geführt [1]. Eine auf dem Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) vorgestellte Analyse zu Patient-Reported-Outcomes (PRO) ergab, dass sich beide Behandlungsarme in puncto gesundheitsbezogene Lebensqualität (HRQoL) kaum unterschieden [2].
Lesen Sie mehr
Malignes Melanom
4 Min|
ESMO 2026
BRAF-V600-mutiertes Melanom: Zielgerichtete Therapie plus Checkpoint-Inhibitor in der Erstlinie toppt alleinige Checkpoint-Inhibition
Die BRAF-Inhibition ist beim fortgeschrittenen Melanom mit BRAF-V600-Mutation ein relevanter Therapiebaustein. Eingesetzt wird er meist nach einer Checkpoint-Inhibitor-Therapie, nachdem die DREAMseq- und die 4-Jahres-Daten der SECOMBIT-Studie einen Vorteil für diese Sequenz gezeigt hatten [1, 2]. Auf dem Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) stellte Prof. Dirk Schadendorf, Universitätsklinikum Essen, nun die finale Analyse der STARBOARD-Studie vorgestellt, die bereits in der Erstlinie eine Kombination aus dem BRAF-Inhibitor Encorafenib, dem MEK-Inhibitor Binimetinib und dem Checkpoint-Inhibitor Pembrolizumab einsetzte und mit der alleinigen Immuntherapie verglich [3]. Die Wirksamkeit der Dreifachtherapie war alleinigem Pembrolizumab hinsichtlich der objektiven Ansprechrate (ORR; primärer Endpunkt) und des progressionsfreien Überlebens (PFS; sekundärer Endpunkt) signifikant und klinisch relevant überlegen.
Lesen Sie mehr
Ösophaguskarzinom
3 Min|
ESMO 2026
Ösophaguskarzinom: Pembrolizumab als Add-on zur definitiven Radiochemotherapie ohne Vorteil
Wird bei Erkrankten mit nicht resezierbarem, lokal fortgeschritteten Ösophaguskarzinom die standardmäßig verabreichte definitive Radiochemotherapie (dRCT) in der Erstlinie durch eine PD-1-Checkpoint-Inhibition mit Pembrolizumab ergänzt, wirkt sich das nicht positiv auf das ereignisfreie Überleben (EFS) aus – auch dann nicht, wenn die PD-L1-Expression sehr hoch ist (CPS ≥ 10). Das sind die Ergebnisse der Phase-III-Studie KEYNOTE-975, die beim Jahreskongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 präsentiert wurden [1]. Da sich in der vorgestellten zweiten Interimsanalyse beim koprimären Endpunkt EFS bei PD-L1-positiven (CPS ≥ 10) Erkrankten keine Vorteile durch die zusätzliche Immuntherapie zeigten, wird der zweite primäre Endpunkt Gesamtüberleben (OS) nicht mehr final ermittelt; die Studie wird vorzeitig gestoppt.
Lesen Sie mehr
Weitere Inhalte:
JOURNAL HÄMATOLOGIE
Aktuelle Informationen aus der Hämatologie
Auf unserer Webseite journalhaema.de finden Sie unsere Berichterstattung rund um maligne und benigne Bluterkrankungen – übersichtlich, modern und immer aktuell!
Lesen Sie mehr
Hämatologie
JOURNAL HÄMATOLOGIE | DGHO 2026
Multiples Myelom: Bispezifische Antikörper in der Praxis sicher aufdosieren
Bispezifische Antikörper erzielen beim rezidivierten oder refraktären Multiplen Myelom hohe Ansprechraten. Die meist stationäre Aufdosierung bindet jedoch Krankenhauskapazitäten und belastet Betroffene. Für eine sichere Verlagerung in die Praxis sind laut Prof. Peter Paschka, Ludwigshafen und Dr. Daniel Debatin, Heidelberg sorgfältige Patientenselektion, klare Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis entscheidend.
Lesen Sie mehr
Urothelkarzinom
3 Min|
DGU 2026
Biomarkeranalyse und deutsche Versorgungsdaten ergänzen Evidenz für Avelumab-Therapie bei fortgeschrittenem Urothelkarzinom
Auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vom 16. bis 19. September 2026 in Düsseldorf wurden zwei Datensätze zur Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Avelumab beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (la/mUC) vorgestellt. Eine explorative Post-hoc-Analyse der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 untersuchte die Behandlungsergebnisse in Abhängigkeit von der NECTIN-4- und HER2-Expression. Die deutsche Subgruppe der Real-World-Studie AVENUE lieferte ergänzend Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit im Versorgungsalltag.
Lesen Sie mehr
Medizin
2 Min|
Rinatabart Sesutecan zeigt hohe Ansprechrate beim platinresistenten Ovarialkarzinom
In der Studie RAINFOL-01 wurde Rinatabart Sesutecan (Rina-S), ein gegen den Folatrezeptor alpha (FRα) gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) mit einem Topoisomerase-I-Inhibitor (TOPO1-Inhibitor), untersucht. Die Ergebnisse zeigten, dass Rina-S bei 109 behandelten Patientinnen mit platinresistentem Ovarialkarzinom (PROC) eine bestätigte objektive Ansprechrate (ORR) von 45,9% (95%-KI: 36,3–55,7) erzielte, darunter fünf Fälle von vollständigem Ansprechen (CR). Die mediane Ansprechdauer (mDOR) betrug 12,1 Monate (95%-KI: 6,5–15,4); bei 51% der Patientinnen, die auf die Behandlung angesprochen hatten, bestand das Ansprechen nach einem Jahr weiterhin fort. Die Ergebnisse wurden erstmals auf dem Kongress der International Gynecologic Cancer Society (IGCS) in Montreal, Kanada, vorgestellt.
Lesen Sie mehr
Entitätsübergreifend
2 Min|
DGHO 2026
Individualisierte Therapiestrategien bei ITP und Immundefekten
Das Immunsystem gezielt beeinflussen, ohne zusätzliche Risiken aus dem Blick zu verlieren: Dafür braucht es individualisierte Therapiestrategien, die Wirksamkeit und mögliche Komplikationen berücksichtigen. Aktuelle Daten zur Immunthrombozytopenie (ITP) und zu sekundären Immundefekten unterstreichen, wie wichtig die Einschätzung von Risikofaktoren, eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Infektionsprävention ist.
Lesen Sie mehr
Hämatologie
2 Min|
DGHO 2026
Belantamab-Mafodotin: Neue Daten zu Folgetherapie und Sicherheit
Beim Multiplen Myelom gewinnen bei zunehmenden Resistenzen gegen etablierte Therapien neue Wirkmechanismen an Bedeutung. Seit Juli 2025 steht mit Belantamab-Mafodotin ein BCMA-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat ab dem ersten Rezidiv zur Verfügung. Neue Analysen beleuchten Gesamtüberleben und Infektionsrisiko im indirekten Therapievergleich sowie die Wirksamkeit T-Zell-umlenkender Therapien nach Belantamab-Mafodotin.
Lesen Sie mehr
Hämatologie
2 Min|
ADO 2026
Mogamulizumab bei CTCL: Verlängerung des progressionsfreien und Gesamtüberlebens
Zu dem gegen den Chemokininrezeptor 4 (CCR4) gerichteten Antikörper Mogamulizumab liegen mittlerweile aus dem klinischen Alltag Therapieerfahrungen über 6 Jahre bei kutanen T-Zell-Lymphomen (CTCL) vor.
Lesen Sie mehr
Hämatologie
2 Min|
DGHO 2026
Orale AML-Therapie: Weniger Klinikzeit, mehr Lebensqualität
Seit Juni 2026 ist die vollständig orale Kombination aus Decitabin/Cedazuridin und Venetoclax in der EU zur Behandlung von Erwachsenen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (AML) zugelassen, für die eine Standard-Induktionschemotherapie nicht infrage kommt. Die Behandlung kann Klinikbesuche reduzieren und die Lebensqualität verbessern, stellt aber höhere Anforderungen an Adhärenz, Aufklärung und Kommunikation.
Lesen Sie mehr
Nierenzellkarzinom
2 Min|
DGU 2026
Therapieentscheidungen beim metastasierten Nierenzellkarzinom
Für die Behandlung des Nierenzellkarzinoms stehen diverse Kombinationstherapien zur Verfügung, die sich in klinischen Studien Sunitinib, dem langjährigen ehemaligen Standard, als überlegen gezeigt haben. Im Rahmen eines Symposium beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) 2026 wurden Fälle diskutiert, denen ausgewählte Parameter für diverse Therapieentscheidungen beispielhaft zugrunde lagen.
Lesen Sie mehr
Prostatakarzinom
2 Min|
DGU 2026
SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie
Die Therapielandschaft beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) entwickelt sich stetig weiter und Ärzt:innen stehen verschiedene potenziell lebensverlängernde Optionen zur Verfügung. Aufgrund fehlender direkter Head-to-Head-Studien liegt das Augenmerk auf Real-world-Beobachtungsdaten, die Hinweise zur Wirksamkeit im Versorgungsalltag geben können.
Lesen Sie mehr
Urothelkarzinom
2 Min|
DGU 2026
Neue Therapie mit Nogapendekin alfa inbakicept kann vor radikaler Zystektomie schützen
Standardtherapie beim Bacillus Calmette-Guérin-therapierefraktären nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinom (BCG-unresponsives NMIBC) ist die radikale Zystektomie. Für Patient:innen, die diesen Eingriff ablehnen oder aufgrund ihrer Fitness dafür nicht infrage kommen, gewinnen blasenerhaltende Therapiealternativen an Bedeutung. Nogapendekin alfa inbakicept (NAI) in Kombination mit BCG ist das erste in Europa zugelassene Medikament beim BCG-unresponsiven NMIBC mit Carcinoma in situ (CIS) [1].
Lesen Sie mehr
NSCLC
8 Min|
Therapieinnovationen setzen Akzente bei Lungentumoren
Die WCLC 2026 lieferte wieder interessante neue Studiendaten zu malignen Lungentumoren, zum nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) – vor allem zu jenen mit adressierbaren Treiberalterationen – ebenso wie zum Kleinzeller (SCLC).
Lesen Sie mehr
NSCLC
3 Min|
WCLC 2026
EGFR-mutiertes NSCLC: 8-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil unter adjuvantem Osimertinib
Aktualisierte Ergebnisse einer explorativen 8-Jahres-OS-Analyse der Phase-III-Studie ADAURA haben den anhaltenden Überlebensvorteil mit Osimertinib beim vollständig reseziertem EGFR-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IB–IIIA bekräftigt. Osimertinib führte zu einem anhaltenden, klinisch bedeutsamen Vorteil im Gesamtüberleben (OS). Die Ergebnisse wurden auf dem Presidential Symposium der World Conference on Lung Cancer (WCLC) 2026 der International Association for the Study of Lung Cancer (IASLC) in Seoul (Korea) vorgestellt und zeitgleich im Journal of Thoracic Oncology publiziert [1, 2].
Lesen Sie mehr
Malignes Melanom
2 Min|
ADO 2026
Resektables malignes Melanom: Neoadjuvante Immuntherapie schlägt postoperative Behandlung
Beim resektablen Melanom hat sich die präoperative Immuntherapie mit oder ohne anschließende Gabe von Checkpoint-Inhibitoren (CPI) nach dem Eingriff dem adjuvanten Therapieansatz in zwei Studien als überlegen erwiesen.
Lesen Sie mehr
Dermatologische Tumoren
3 Min|
ADO 2026
Adjuvante Therapie beim kutanen Plattenepithelkarzinom: Cemiplimab in EADO-Leitlinie aufgenommen
Seit November 2025 ist der PD-1-Inhibitor Cemiplimab für die adjuvante Therapie von Hochrisikopatient:innen mit Plattenepithelkarzinomen der Haut (CSCC) zugelassen. Basis war die Phase-III-Studie C-POST, in der Cemiplimab das Rezidivrisiko nach chirurgischer Resektion und Bestrahlung signifikant reduzierte.
Lesen Sie mehr