Journal Onkologie

Hämatologie

EHA 2026
 5 Min|
Die Abbildung zeigt einen Arzzt im weißen Arztkittel und blauen Handschuehn, der eine Blutprobe in der Hand hält. Auf einem großen Bildschirm steht Multiple Myeloma in weißer Schrift.
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Melflufen in der Behandlung des Multiplen Myeloms: Therapiefortschritt und Patientenmanagement

Die Behandlungslandschaft des Multiplen Myeloms (MM) hat sich in den vergangenen Jahrzehnten fundamental gewandelt. Durch neuartige Wirkstoffe und verbesserte Behandlungsstrategien hat sich das mediane Gesamtüberleben (OS) von etwa zwei Jahren in den 1980er Jahren seit 2010 nahezu verdreifacht. Mit diesem kontinuierlichen therapeutischen Fortschritt erreichen heute mehr als die Hälfte der Patient:innen 3 oder mehr Therapielinien. Parallel dazu bleibt die Behandlungspipeline für das MM hochaktiv. Doch trotz der Fortschritte durch die Einführung moderner Immuntherapien wie CAR-T-Zellen und bispezifischen Antikörper stehen Ärzt:innen vor erheblichen Herausforderungen, wenn die Patient:innen gegenüber den primären Wirkstoffklassen eine Resistenz entwickeln. Besonders ungünstig ist die Prognose bei triple-class refraktären Patient:innen, deren Erkrankung unter Proteasom-Inhibitoren, immunmodulatorischen Substanzen und Anti-CD38-Antikörpern fortschreitet. Die zeigt den hohen Bedarf an Optionen ab der 4. Therapielinie  wie z.B. Melflufen auf. Auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) 2026 in Stockholm wurde der Einsatz des first-in-class Peptid-Wirkstoff-Konjugats (PDC) als Viertlinientherapie diskutiert.
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ATG/ATLG bleibt Standard zur GvHD-Prophylaxe bei allo-SCT

Sowohl Post-Transplant Cyclophosphamide (PTCy) als auch Anti T-Lymphozyten-Globulin (ATLG) oder Anti-Thymozyten-Globulin (ATG)– gewonnen aus Blut von Kaninchen, die mit der Jurkat-T-Zelllinie bzw. humanen Thymozyten immunisiert wurden – werden im Kontext einer allogenen Stammzelltransplantation (allo-SCT) zur Prophylaxe einer Graft-versus-host-Erkrankung (GvHD) bei HLA-kompatiblen nicht-verwandten oder verwandten Spender:innen eingesetzt. Erstmals wurden nun beide Strategien in einer großen Phase-III-Studie mit Nicht-Unterlegenheits-Design direkt miteinander verglichen, und zwar im Hinblick auf Überlebensparameter und ihre Fähigkeit, der GvHD vorzubeugen. Prof. Johannes Schetelig von der Bereichsleitung Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus in Dresden, stellte die Daten, die mit ATG/ATLG einen Sieger hervorbrachten, beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vor [1].
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 16 Min|
Diffus-großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL) - 3d-Darstellung
Ambition 2030 – Gemeinsam die Heilungschancen verbessern

DLBCL: Ein Positionspapier zur Optimierung von Patientenversorgung, Therapiesequenzen und Strukturen

Ambition 2030 ist eine multidisziplinäre Initiative deutscher Expert:innen, mit dem Ziel, die Überlebens- und Heilungschancen von Patient:innen mit diffusem großzelligen B-Zell-Lymphom (DLBCL) in Deutschland bis zum Jahr 2030 nachhaltig zu verbessern. Vor dem Hintergrund einer wachsenden Zahl innovativer Immun- und Zelltherapien rücken Fragen der optimalen Patient:innenauswahl, der Therapiesequenz sowie der strukturellen Umsetzung zunehmend in den Fokus. Im Mittelpunkt der Initiative steht die systematische Identifikation bestehender Versorgungslücken entlang des gesamten Behandlungspfades. Darauf aufbauend werden konkrete und praxisnahe Maßnahmen – in enger Zusammenarbeit mit Ärzt:innen, Fachgesellschaften, Gesundheitsinstitutionen und weiteren relevanten Stakeholdern – entwickelt. Die Vision: Patient:innen eine Heilung zu ermöglichen, bei gleichzeitig bestmöglicher Lebensqualität und einer Minimierung langfristiger Nebenwirkungen. Die vorliegende Publikation fasst die Empfehlungen der Expert:innen und mögliche Initiativen zur nachhaltigen Verbesserung der Versorgung sowie Überlebens- und Heilungschancen für Patient:innen mit DLBCL in Deutschland zusammen. Darüber hinaus soll das Positionspapier einen Beitrag zur strategischen Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen leisten und Impulse für eine koordinierte Implementierung innovativer Therapieoptionen im deutschen Gesundheitssystem geben.
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Real-world-Daten zu Asciminib bei fortgeschrittener Ph+ ALL

Bei stark vorbehandelten Patient:innen mit fortgeschrittener Philadelphia-Chromosom-positiver (Ph+) akuter lymphoblastischer Leukämie (ALL), die im Rahmen eines Managment Access Programms den Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI) Asciminib allein oder in Kombination erhileten, erreichten rund ein Drittel der Betroffenen innerhalb von 3 Monaten eine hämatologische Remission (vollständig oder partiell) im peripheren Blut. Die Ergebnisse dieser nicht-interventionellen retrospektiven Datenanalyse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress vorgestellt [1].
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Erstlinienbehandlung der CLL: Endergebnisse der CLL14-Studie validieren einjährige Therapie mit Ven-Obi

Die einjährige Behandlung mit Venetoclax-Obinutuzumab (Ven-Obi) gehört bei zuvor unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) inzwischen zum Versorgungsstandard. Grundlage dafür waren die Ergebnisse der randomisierten CLL14-Studie [1]. Auf dem EHA-Kongress wurden nun die finalen Studiendaten vorgestellt, die neue Erkenntnisse zu den Langzeitergebnissen fast zehn Jahre nach Therapieende liefern.
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BRUIN-CLL-322: Pirtobrutinib plus Venetoclax/Rituximab verlängert PFS bei vorbehandelter CLL

Der reversible, nicht-kovalente BTK-Inhibitor (BTKi) Pirtobrutinib ist seit März 2025 als Monotherapie zur Behandlung von Erkrankten mit rezidivierter/refraktärer chronischer lymphatischer Leukämie (RR CLL) zugelassen, die zuvor mit einem kovalenten BTK-Inhibitor behandelt wurden – basierend auf den positiven Daten der Phase-III-Studie BRUIN CLL-321 [1]. Aktuelle Daten der Phase-III-Studie BRUIN-CLL 322, vorgestellt als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026, zeigen nun, dass Pirtobrutinib in der BTKi-vorbehandelten Situation bei der RR CLL auch in Kombination mit der Standardtherapie aus dem BCL2-Inhibitor (BCL2i) Venetoclax und dem Anti-CD20-Antikörper Ritiuximab (VR) hochwirksam ist. Die Addition von Pirtubrutinib zu VR verlängerte signifikant und in klinisch relevantem Ausmaß das progressionsfreie Überleben (PFS) gegenüber alleinigem VR [2].
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Fortschritt in der Therapie der Myelofibrose durch Ergänzung der Standardtherapie mit Selinexor

Die Myelofibrose (MF) ist eine schwere myeloproliferative Neoplasie, die den Allgemeinzustand stark beeinträchtigt und eine reduzierte Lebenserwartung zur Folge hat. Derzeitiger Therapiestandard in der Erstlinie ist die Therapie mit JAK-Inhibitoren wie Ruxolitinib. Allerdings erreicht damit nur ein Drittel der Erkrankten eine Reduktion des Milzvolumens um ≥ 35% (SVR35). Auch die Symptomverbesserung, die Modifikation der Krankheitsbiologie und die Verbesserung des Gesamtüberlebens (OS) sind mit dem JAK-Inhibitor alleine moderat. Die beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract präsentierte Phase-III-Studie SENTRY zeigte, dass die Kombination aus Ruxolitinib mit dem XPO1-Inhibitor Selinexor bei JAK-Inhibitor-naiven MF-Patient:innen alleinigem Ruxolitinib überlegen war und relevante Endpunkte wie SVR35 und das Gesamtüberleben klinisch relevant verbesserte [1].
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Smoldering Multiples Myelom mit hohem Risiko: Erste Ergebnisse zum frühen Einsatz des T-Zell-Engagers Elranatamab in Phase-II-Studie ERASMM

Ein früher Einsatz eines Immunzell-stimulierenden bi-spezifischen Antikörpers (T-Zell-Engager) könnte beim Smoldering Multiplen Myelom (SMM) sinnvoll sein, da zu diesem Zeitpunkt das Immunsystem nicht durch vorangegangene Therapien beeinträchtigt ist. In der Phase-II-Studie ERASMM wurde der T-Zell-Engager Elranatamab (Elra; anti-BCMA-/anti-CD3-Antikörper) bei Patient:innen mit SMM untersucht. Erste Ergebnisse präsentierte Dr. Cyrille Touzeau, Nantes, Frankreich, auf dem EHA-Kongress [1].
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RR NHL: CD19/CD20-adressierende In-vivo-CAR-T-Zelltherapie LB2051 zeigt vielversprechende Aktivität bei guter Verträglichkeit

In‑vivo‑CAR‑T‑Zellen, die in Patient:innen selbst erzeugt werden und keine Lymphodepletion erfordern, könnten in Zukunft möglicherweise eine Off-the-shelf-Alternative für Ex‑vivo‑CAR‑T‑Zelltherapien bei Erkrankten mit rezidivierten/refraktären Non-Hodgkin-Lymphomen (RR NHL) darstellen. Das zumindest legen vorläufige Daten einer Phase-I-Studie aus China mit einer First‑in‑Class In-vivo‑CAR-T-Zelltherapie mit dualem CD19/CD20‑Targeting nahe, die als Late Breaking Abstract beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 vorgestellt wurden [1].
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SUCCESSOR-2-Studie: Dreierkombi aus Mezigdomid, Carfilzomib und Dexamethason senkt das Progressionsrisiko beim RRMM

Es gibt – gerade im Zeitalter moderner Quadruplet-Therapien – immer mehr Erkrankte mit Multiplem Myelom (MM), die nach Versagen der Erstlinientherapie bereits Anti-CD38-Antikörper- und Lenalidomid(Len)-exponiert oder gar -refraktär sind, was die Behandlungsoptionen für die Zweitlinie einschränkt. Mit Mezigdomid, einem potenten CELMoD (Cereblon E3 Ligase Modulator) als Add-on zur Standardtherapie mit Carfilzomib und Dexamethason (Kd) konnte nun im Phase-III-Setting der SUCCESSOR-2-Studie gegenüber alleinigem Kd eine signifikante Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (PFS) von Erkrankten mit rezidiviertem/refraktärem (RRMM) und vorheriger Anti-CD38-Antikörper- und Len-Exposition erreicht werden – über alle Subgruppen hinweg. Damit qualifiziert sich die neue Triplette als ein möglicher neuer Behandlungsstandard ab der 2. Linie beim RRMM, wie bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) 2026 zu hören war [1].
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Presidential-Symposium II: Die Zukunft für Hämophilie-Patient:innen gestalten

Die Entwicklung der Hämophilie-Therapie lässt sich als ein Weg von einer lebensbedrohlichen Erkrankung hin zu einer heute weitgehend kontrollierbaren chronischen Erkrankung zusammenfassen. Als letzter Vortrag während des 2. Präsidentensymposiums beim EHA 2026 skizierte Dr. Pratima Chowdary, University Collage, London, diesen Weg und wies auf die Zukunft einer personalisierten Medizin auch für Hämophilie-Patient:innen hin [1].
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Ermutigende Daten für R-Pola-mini-CHP vs. R-mini-CHOP bei älteren, gebrechlichen Erkrankten

Die laufende randomisierte akademische Phase‑III‑Studie POLAR BEAR der Nordic Lymphoma Group evaluiert, ob hochbetagte, gebrechliche Patient:innen mit diffus großzelligem B‑Zell‑Lymphom (DLBCL) vom Einbeziehen des Antikörper-Wirkstoff-Konjugats (ADC) Polatuzumab Vedotin (Pola) in die erste Behandlungslinie profitieren können. Im Regime R-Pola-mini-CHP ersetzt Pola dabei das Zytostatikum Vincristin in R-mini-CHOP, dem Behandlungsstandard für ältere gebrechliche Population [1]. Erste Daten der Studie, die beide Kombinationsregime direkt miteinander vergleicht, seien ermutigend, berichtete Prof. Dr. Mats Jerkeman von der Lund University in Lund, Schweden, beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 [2].
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Aggressive Non-Hodgkin-Lymphome: Tafasitamab + Lenalidomid verstärkt Wirkung von R-CHOP

Es kommt Bewegung in die Erstlinientherapie aggressiver Non-Hodgkin-Lymphome: Patient:innen mit diffus großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) sowie anderen hochgradigen B-Zell-Lymphomen (HGBL) profitieren von der Zugabe von Tafasitamab und Lenalidomid zum 2 Jahrzehnte alten Standard R-CHOP, wie die bei der Jahrestagung der European Hematology Association (EHA) in Stockholm vorgestellte Phase-III-Studie frontMIND nahelegt [1].
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RR/MRD+ AML: Switchable allogene CAR-T-Zellen zeigen vielversprechende Aktivität

In einer Phase-IA-Studie konnten erstmals bei Erkrankten mit CD123‑positiver rezidivierter/refraktärer (RR) oder messbare Resterkrankung‑positiver (MRD+) akuter myeloischer Leukämie (AML) mit Hilfe einer gegen CD123 gerichteten „switchable“ allogenen CAR‑T‑Technologie tiefe und anhaltende Remissionen bei handhabbarem Sicherheitsprofil erreicht werden. Prof. Dr. Martin Wermke vom Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden stellte die aus seiner Sicht „extrem vielversprechenden“ Daten beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) 2026 als Late Breaking Abstract vor [1].
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DLBCL: Real-world-Analyse deutet auf Überlebensvorteil mit Polatuzumab Vedotin-Kombination in asiatischer Studienkohorte hin

Frühe Daten einer Real-world-Analyse deuten auf einen signifikanten Überlebensvorteil mit dem Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) Polatuzumab Vedotin (Pola) plus R-CHP* im Vergleich zu R-CHOP** bei asiatischen Patient:innen mit diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL) hin, insbesondere bei hohem Risikoprofil (IPI-Score 3 –5) und beim nicht keimzentrumsartigen (GCB)-Subtyp. Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines Posters auf dem EHA-Kongress vorgestellt [1].
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Ruxolitinib-refraktäre cGvHD: Belumosudil + Ruxolitinib zeigt hohe Ansprechraten

Stammzelltransplantierte Patient:innen mit fortgeschrittener chronischer Graft-versus-Host-Erkrankung (cGvHD) nach mehreren Vortherapien benötigen eine gleichzeitige Blockade multipler Signalwege. Eine auf dem EHA präsentierte multizentrische Studie belegt die Wirksamkeit und Sicherheit der dualen JAK/ROCK-Inhibition bei Patient:innen mit mehrfach vorbehandelter, Ruxolitinib-refraktärer cGvHD [1].
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Calcineurin- und mTOR-Inhibitor-freie GvHD-Prophylaxe nach alloSCT – frühe Daten aus Phase-I/II

Ein neues Prophylaxe-Regime aus Post-Transplant-Cyclophosphamid (PTC), Bortezomib und Abatacept (=ABC) soll die Graft-versus-Host-Erkrankung (GvHD) nach allogener Stammzelltransplantation (alloSCT) verhindern – ohne Calcineurin- oder mTOR-Inhibitoren und mit einer geplanten Gesamtdauer von nur 4 Wochen. In der laufenden Phase-I/II-Studie (NCT06681922)* waren akute und chronische GvHD-Raten bislang niedrig; eine PTC-Dosisreduktion ging mit schnellerem Engraftment einher, ohne dass in den bislang verfügbaren Daten Nachteile bei GvHD, Rezidiv oder Immunrekonstitution sichtbar wurden [1].
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Hodgkin-Lymphom: Gesundheitsbezogene Lebensqualität bei Langzeitüberlebenden

Die meisten Patient:innen mit klassischem Hodgkin-Lymphom werden geheilt – die 5-Jahres-Überlebensrate liegt mittlerweile bei über 95%, selbst bei jüngeren Patient:innen mit fortgeschrittener Erkrankung. Allerdings erleiden etwa 10% innerhalb der ersten fünf Jahre ein Rezidiv und benötigen dann intensive Salvage-Chemotherapie mit Hochdosistherapie und autologer Stammzelltransplantation. Um die Nachsorge zu verbessern, ist es wichtig zu verstehen, wie sich ein Rezidiv auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität auswirkt. Eine auf dem Kongress der European Hematology Association (EHA) präsentierte Studie mit 872 Langzeitüberlebenden zeigt nun: Während globale Gesundheit und körperliche Funktionsfähigkeit bei Patient:innen mit und ohne Rezidiv ähnlich sind, berichten Rezidiv-Überlebende über eine konsistent höhere Symptombelastung, selbst mehr als ein Jahrzehnt nach der Diagnose.
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Venetoclax bei neu diagnostizierter AML: Wirksamkeit abhängig vom genetischen Risiko, nicht von der Therapiedauer

Der BCL2-Inhibitor Venetoclax (Ven) in Kombination mit einer hypomethylierenden Substanz (HMA) ist die Standardtherapie für unfitte Patient:innen mit neu diagnostizierter akuter myeloischer Leukämie (ND‑AML); Ven wird dabei üblicherweise über 28 Tage pro Zyklus gegeben [1]. Um sich der bestmöglichen Ven-Dauer über verschiedene Risikogruppen von ND-AML-Erkrankten hinweg anzunähern, führten Forschende der Mayo Clinic, Rochester, MN, USA, eine retrospektive Untersuchung zu Überlebens-Outcomes unter üblicher und verkürzter Ven-Dauer durch. Die Daten wurden beim Jahreskongress der European Hematology Association (EHA) als Poster vorgestellt [2].
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