Journal Onkologie

Entitätsübergreifend | Beiträge ab Seite 2

Überblick
Arzt und Patientin freundlich zugewandt

Shared Decision Making in der Onkologie: Kleiner Leitfaden für Ärzte

Shared Decision Making (SDM), oder partizipative Entscheidungsfindung, ist ein essenzielles Konzept in der modernen Onkologie. Dieser Ansatz setzt auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient, um Therapieentscheidungen basierend auf wissenschaftlicher Evidenz und individuellen Präferenzen gemeinsam zu treffen. Gerade in der Krebsbehandlung, wo es oft verschiedene Therapieoptionen mit unterschiedlichen Nebenwirkungsprofilen gibt, spielt SDM eine zentrale Rolle. Der folgende Artikel beleuchtet alle relevanten Aspekte von SDM in der Onkologie, inklusive Herausforderungen, internationaler Unterschiede und digitaler Unterstützungstools (1).
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Ärztin erklärt Patientin im Gespräch etwas

Shared Decision Making in der Hämatologie und Onkologie

Shared Decision Making (SDM, deutsch: Partizipative Entscheidungsfindung) gilt als Goldstandard der medizinischen Entscheidungsfindung zwischen Patient:innen und Ärzt:innen und nimmt insbesondere in kommunikationsintensiven Fächern mit oft komplexen Entscheidungsprozessen wie z.B. der Hämatologie und Onkologie eine zentrale Rolle ein. Der Einsatz von SDM wirkt sich nachweislich positiv auf das Befinden der Patient:innen und die Qualität der Versorgung aus. Bei präferenzsensitiven Therapieentscheidungen ist der aktive Einbezug der Patient:innen essenziell.
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Frau mit Krücken, ihr Schatten läuft sportlich

Zurück ins Leben – Onkologische Rehabilitation

Nach einer Krebserkrankung kämpfen viele Betroffene mit langfristigen Folgen der Behandlung – körperlich, psychisch und sozial. Die onkologische Rehabilitation setzt hier an und hilft, Lebensqualität zurückzugewinnen, Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen und Pflegebedürftigkeit zu vermeiden. Prof. Dr. Oliver Rick, Leiter der Klinik Reinhardshöhe in Bad Wildungen, erläutert im Podcast-Gespräch, was onkologische Reha leisten kann, wer sie nutzen sollte und wie der Weg dorthin gelingt.
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Frau mit zugewandter Krankenschwester
Pflegeberatung stärkt Patientenorientierung

Erfahrungen aus der hämato-onkologischen Ambulanz und neue Perspektiven im Tumorboard

Im Kontext der ambulanten onkologischen Versorgung gewinnt die strukturierte Pflegeberatung zunehmend an Bedeutung. Eine am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen/Universitäts KrebsCentrum Dresden (NCT/UCC) durchgeführte Evaluation untersuchte den Einfluss ergänzender pflegerischer Beratungsgespräche auf die Zufriedenheit und Informiertheit von Patient:innen mit ambulanter Chemo- oder Antikörpertherapie. Die Ergebnisse der Patientenbefragung zeigen eine signifikante Verbesserung der wahrgenommenen Versorgungsqualität sowie der therapiebezogenen Informationssicherheit. Darüber hinaus ermöglicht das interprofessionell organisierte supportive Tumorboard eine sys­tematische Identifikation patientenspezifischer Bedarfe und eine gezielte Zuweisung zu geeigneten supportiven und palliativen Angeboten. Die gewonnenen Erkenntnisse können von der Pflege zur strukturierten Vorbereitung zukünftiger Patientenkontakte und zur Weiterentwicklung der Pflegeberatung genutzt werden und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu einer patientenorientierten, qualitätsgesicherten onkologischen Versorgung.
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Cancer Survivorship Langzeitnachsorge

Langzeitüberleben nach Krebs: aktuelle und zukünftige Herausforderungen

Dank verbesserter Behandlungs- und Früherkennungsmaßnahmen leben immer mehr Menschen mit und nach einer Krebserkrankung. Aktuelle Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland jede:r 20. ein Krebsüberlebender bzw. eine Krebsüberlebende ist [1]. Höchste Zeit, sich in Versorgung und Forschung mehr mit dieser großen und stetig wachsenden Personengruppe zu beschäftigen und herauszufinden, welche Themen das Leben nach Krebs prägen und beeinflussen.
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Frau sitzt auf Sofa im Schneidersitz und liest ein Buch
Buchvorstellung

„Berührungsräume öffnen – Dialog und Verständnis in der Survivorship-Phase“

Krebs ist kein abgeschlossenes Kapitel: Für viele Betroffene bleibt die Erkrankung ein lebenslanger Begleiter, der körperlich, emotional und sozial nachwirkt. In der Zeit nach der Akutbehandlung – dem sog. Survivorship – verändert sich die Beziehung zwischen Patient:innen und Behandler:innen. Patient:innen wollen informiert sein, ihre Erfahrungen einbringen und aktiv an Entscheidungen teilnehmen. Sie suchen Dialog auf Augenhöhe, Wahrnehmung, Anerkennung mit ihren Ängsten und Unsicherheiten, in dem medizinische Fakten und persönliche Bedürfnisse gleichermaßen Raum finden. Damit Patient:innen langfristig handlungsfähig und selbstbestimmt bleiben, ist es entscheidend, dass die Krebserkrankung bewusst in die eigene Lebensgeschichte eingearbeitet wird. Sie soll nicht als isoliertes Ereignis verstanden werden, sondern als Teil der Biografie, der das Leben prägt und neue Perspektiven eröffnet. Psychoonkologin und Cancer Survivor Dr. Antje Petershagen hat das Buch „Berührungsräume öffnen – Dialog und Verständnis in der Survivorship-Phase“ geschrieben. Im Interview mit JOURNAL ONKOLOGIE beantwortet sie gemeinsam mit Monika Hesse-Haake, Arbeitsrechtlerin, Mediatorin und MHFA-Ersthelfende, Fragen zum Thema „Cancer Survivorship“.
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Seniorin sitzt mit Tochter im Frühling mit Tochter auf einer Bank im Park

PartnerCARE – eine innovative Online-­Intervention zur psychosozialen Unterstützung von Partner:innen krebskranker Menschen

Die Diagnose Krebs betrifft nicht nur die erkrankte Person selbst, sondern auch ihre familiären Bezugspersonen – v.a. Partner:innen, die häufig als eine primäre informelle Unterstützung fungieren. Trotz hoher psychosozialer Belastung gibt es bislang nur wenige niederschwellige, evidenzbasierte Unterstützungsangebote, die sich gezielt an diese Zielgruppe richten. Das Online-Training PartnerCARE wurde entwickelt, um diese Versorgungslücke zu schließen und den Partner:innen eine psychosoziale Begleitung zugänglich zu machen, die flexibel, ortsunabhängig und evidenzbasiert ist.
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Medizin
Mehr Arzneimittelsicherheit bei oraler Krebstherapie

Mehr Arzneimittelsicherheit bei oraler Krebstherapie

Immer mehr Krebsmedikamente sind in oraler Form, also als Tabletten oder Kapseln verfügbar und werden von Erkrankten zu Hause eingenommen. Nehmen sie viele verschiedene Medikamente gleichzeitig ein, kann es zu unerwünschten Wechsel- und Nebenwirkungen kommen. Um Betroffenen mehr Sicherheit zu geben, sind umfassende Aufklärung, Beratung und engmaschige Begleitung erforderlich. Dafür plädierten der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums und die Deutsche Gesellschaft für Onkologische Pharmazie (DGOP) zum Tag der Pharmazie am 25. März 2026.
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Medizin
Patient Reported Outcomes verbessern Nebenwirkungserfassung von Krebstherapien

Patient Reported Outcomes verbessern Nebenwirkungserfassung von Krebstherapien

Patient-Reported Outcomes (PROs) – von Patient:innen selbst berichtete Angaben zu Nebenwirkungen und Lebensqualität – sind in der Onkologie seit Jahren Bestandteil von klinischen Studien. Eine neue internationale Studie unter der Leitung des klinischen Psychologen Bernhard Holzner zeigt nun, dass der systematische Einsatz elektronisch erhobener PRO‑Daten die Zuverlässigkeit der Nebenwirkungsbeurteilung für viele Symptome verbessert.
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Medizin
Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Markteinführung von Retifanlimab beim fortgeschrittenen Analkarzinom und beim fortgeschrittenen Merkelzellkarzinom

Die Europäische Kommission hat Retifanlimab in Kombination mit Carboplatin und Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung von erwachsenen Patient:innen mit metastasiertem oder inoperablem lokal rezidivierendem Plattenepithelkarzinom des Analkanals (SCAC) zugelassen [1]. Mit der Markteinführung steht der PD-1-Inhibitor zudem als Monotherapie zur Erstbehandlung des metastasierten oder rezidivierenden, lokal fortgeschrittenen Merkelzellkarzinoms (MCC) zur Verfügung. Beide Erkrankungen sind durch eine steigende Inzidenz und einen hohen Therapiebedarf gekennzeichnet.
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Entitätsübergreifend
Onkologie von morgen – welche neuen Entwicklungen sind am Horizont?
DKK 2026

Onkologie von morgen – welche neuen Entwicklungen sind am Horizont?

Der Fortschritt in der Onkologie ist gekennzeichnet durch Sprunginnovationen. Ein Symposium beim 37. Deutschen Krebskongress beleuchtete zunächst, welche Substanzklassen in jüngerer Vergangenheit zu einem Paradigmenwechsel geführt hatten, und warf dann einen Blick in die Zukunft: Welche innovativen Substanzen könnten zu weiteren Therapiedurchbrüchen führen und wie wird Künstliche Intelligenz (KI) die Onkologie von morgen prägen?
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Entitätsübergreifend
Neurofibromatose Typ 1 – Selumetinib ergänzt Behandlung in jeder Altersgruppe ab 1 Jahr
DKK 2026

Neurofibromatose Typ 1 – Selumetinib ergänzt Behandlung in jeder Altersgruppe ab 1 Jahr

In Deutschland leben schätzungsweise rund 500.000 Menschen mit einem Krebsdispositionssyndrom. Während hereditärer Brust- und Eierstockkrebs oder familiärer Darmkrebs gut bekannt sind und nationale Konsortien für eine standardisierte Versorgung der Betroffenen sorgen, sind seltenere Syndrome weitgehend unbekannt und landesweite Netzwerke fehlen. Die Therapie der seltenen Neurofibromatose Typ 1 (NF1) sollte mit Zentrumsanbindung erfolgen, wobei die systemische Therapie mit einem MEK-Inhibitor heimatnah erfolgen kann. Seit kurzem können auch erwachsene Betroffene und Kinder ab 1 Jahr mit dem MEK-Inhibitor Selumetinib behandelt werden.
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O-Ton Onkologie Staffel 9
Cisplatin-induzierte Ototoxizität bei Kindern

Cisplatin-induzierte Ototoxizität bei Kindern

Wenn Kinder an Krebs erkranken, stehen Heilung und Überleben im Mittelpunkt – doch was passiert, wenn die lebensrettende Therapie selbst zu bleibenden Schäden führt? Die Cisplatin-induzierte Ototoxizität betrifft jedes zweite Kind unter Chemotherapie und wird oft übersehen, bis irreversible Hörschäden entstanden sind. Diese beginnen schleichend im hochfrequenten Bereich, haben aber dramatische Auswirkungen auf Sprachentwicklung und Schulerfolg. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. Astrid Heinl mit Dr. med. Urs Mücke von der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover über Risikofaktoren, neue Präventionsstrategien und warum in der Kinderonkologie nicht nur das Überleben, sondern auch die Lebensqualität zählt.
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Entitätsübergreifend
Geschlechtersensible Onkologie: Große Wissenslücken zwischen Forschung und Versorgung
DKK 2026

Geschlechtersensible Onkologie: Große Wissenslücken ­zwischen ­­
Forschung und Versorgung

Eine Sitzung des Deutschen Krebskongresses 2026 zur geschlechtersensiblen Onkologie offenbarte erhebliche Defizite in der Berücksichtigung biologischer und sozialer Geschlechtsunterschiede. Vier Expert:innen beleuchteten verschiedene Aspekte des Problems und zeigten: Trotz bekannter Unterschiede zwischen Männern und Frauen fehlt es an systematischer Umsetzung in der klinischen Praxis.
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Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland
DKK 2026

Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 zogen Expert:innen eine gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland. Während das Darmkrebsscreening als europäisches Erfolgsprogramm mit über 30% Inzidenzrückgang Erfolge zeigt, zeigen sich bei anderen Tumorentitäten erhebliche Defizite. Das ab April 2026 startende Lungenkrebsscreening und neue risikoadaptierte Ansätze beim Prostatakarzinom bieten jedoch vielversprechende Perspektiven. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit organisierter Programme mit systematischen Einladungsverfahren.
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Medizin
S3-Leitlinie onkologische Ernährungsmedizin aktualisiert: keine Empfehlungen für spezielle Diäten

S3-Leitlinie onkologische Ernährungsmedizin aktualisiert: keine Empfehlungen für spezielle Diäten

Die im Leitlinienprogramm Onkologie aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie" spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. Sogenannte Krebsdiäten und Fastenprogramme sind nicht geeignet, betonen die an der Leitlinie beteiligten Fachgesellschaften. Studien zeigen keinen Nutzen, aber ein hohes Risiko für Mangelernährung – was bei Krebspatient:innen zum Tod führen kann.
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