Journal Onkologie

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Überblick
Arzt und Patientin freundlich zugewandt

Shared Decision Making in der Onkologie: Kleiner Leitfaden für Ärzte

Shared Decision Making (SDM), oder partizipative Entscheidungsfindung, ist ein essenzielles Konzept in der modernen Onkologie. Dieser Ansatz setzt auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient, um Therapieentscheidungen basierend auf wissenschaftlicher Evidenz und individuellen Präferenzen gemeinsam zu treffen. Gerade in der Krebsbehandlung, wo es oft verschiedene Therapieoptionen mit unterschiedlichen Nebenwirkungsprofilen gibt, spielt SDM eine zentrale Rolle. Der folgende Artikel beleuchtet alle relevanten Aspekte von SDM in der Onkologie, inklusive Herausforderungen, internationaler Unterschiede und digitaler Unterstützungstools (1).
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Entitätsübergreifend
Onkologie von morgen – welche neuen Entwicklungen sind am Horizont?
DKK 2026

Onkologie von morgen – welche neuen Entwicklungen sind am Horizont?

Der Fortschritt in der Onkologie ist gekennzeichnet durch Sprunginnovationen. Ein Symposium beim 37. Deutschen Krebskongress beleuchtete zunächst, welche Substanzklassen in jüngerer Vergangenheit zu einem Paradigmenwechsel geführt hatten, und warf dann einen Blick in die Zukunft: Welche innovativen Substanzen könnten zu weiteren Therapiedurchbrüchen führen und wie wird Künstliche Intelligenz (KI) die Onkologie von morgen prägen?
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Neurofibromatose Typ 1 – Selumetinib ergänzt Behandlung in jeder Altersgruppe ab 1 Jahr
DKK 2026

Neurofibromatose Typ 1 – Selumetinib ergänzt Behandlung in jeder Altersgruppe ab 1 Jahr

In Deutschland leben schätzungsweise rund 500.000 Menschen mit einem Krebsdispositionssyndrom. Während hereditärer Brust- und Eierstockkrebs oder familiärer Darmkrebs gut bekannt sind und nationale Konsortien für eine standardisierte Versorgung der Betroffenen sorgen, sind seltenere Syndrome weitgehend unbekannt und landesweite Netzwerke fehlen. Die Therapie der seltenen Neurofibromatose Typ 1 (NF1) sollte mit Zentrumsanbindung erfolgen, wobei die systemische Therapie mit einem MEK-Inhibitor heimatnah erfolgen kann. Seit kurzem können auch erwachsene Betroffene und Kinder ab 1 Jahr mit dem MEK-Inhibitor Selumetinib behandelt werden.
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O-Ton Onkologie Staffel 9
Cisplatin-induzierte Ototoxizität bei Kindern

Cisplatin-induzierte Ototoxizität bei Kindern

Wenn Kinder an Krebs erkranken, stehen Heilung und Überleben im Mittelpunkt – doch was passiert, wenn die lebensrettende Therapie selbst zu bleibenden Schäden führt? Die Cisplatin-induzierte Ototoxizität betrifft jedes zweite Kind unter Chemotherapie und wird oft übersehen, bis irreversible Hörschäden entstanden sind. Diese beginnen schleichend im hochfrequenten Bereich, haben aber dramatische Auswirkungen auf Sprachentwicklung und Schulerfolg. In dieser Folge von O-Ton Onkologie spricht Dr. Astrid Heinl mit Dr. med. Urs Mücke von der Klinik für Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover über Risikofaktoren, neue Präventionsstrategien und warum in der Kinderonkologie nicht nur das Überleben, sondern auch die Lebensqualität zählt.
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Geschlechtersensible Onkologie: Große Wissenslücken zwischen Forschung und Versorgung
DKK 2026

Geschlechtersensible Onkologie: Große Wissenslücken ­zwischen ­­
Forschung und Versorgung

Eine Sitzung des Deutschen Krebskongresses 2026 zur geschlechtersensiblen Onkologie offenbarte erhebliche Defizite in der Berücksichtigung biologischer und sozialer Geschlechtsunterschiede. Vier Expert:innen beleuchteten verschiedene Aspekte des Problems und zeigten: Trotz bekannter Unterschiede zwischen Männern und Frauen fehlt es an systematischer Umsetzung in der klinischen Praxis.
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Entitätsübergreifend
Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland
DKK 2026

Gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 zogen Expert:innen eine gemischte Bilanz der Krebsfrüherkennung in Deutschland. Während das Darmkrebsscreening als europäisches Erfolgsprogramm mit über 30% Inzidenzrückgang Erfolge zeigt, zeigen sich bei anderen Tumorentitäten erhebliche Defizite. Das ab April 2026 startende Lungenkrebsscreening und neue risikoadaptierte Ansätze beim Prostatakarzinom bieten jedoch vielversprechende Perspektiven. Einigkeit herrschte über die Notwendigkeit organisierter Programme mit systematischen Einladungsverfahren.
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Medizin
S3-Leitlinie onkologische Ernährungsmedizin aktualisiert: keine Empfehlungen für spezielle Diäten

S3-Leitlinie onkologische Ernährungsmedizin aktualisiert: keine Empfehlungen für spezielle Diäten

Die im Leitlinienprogramm Onkologie aktualisierte S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie" spricht sich gegen restriktive Diäten bei Krebs aus. Sogenannte Krebsdiäten und Fastenprogramme sind nicht geeignet, betonen die an der Leitlinie beteiligten Fachgesellschaften. Studien zeigen keinen Nutzen, aber ein hohes Risiko für Mangelernährung – was bei Krebspatient:innen zum Tod führen kann.
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Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel
DKK 2026

Krebsprävention durch Ernährung: Individualisierte Ansätze statt Nahrungsergänzungsmittel

Auf dem Deutschen Krebskongress 2026 widmete sich eine Sitzung dem komplexen Zusammenspiel zwischen Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Krebsprävention. Die drei Vorträge von Prof. Dr. Johann Ockenga (Klinikum Bremen-Mitte), Dr. Eunike Velleuer (Helios Klinikum Krefeld) und Prof. Dr. Jutta Hübner (Universitätsklinikum Jena) behandelten verschiedene Aspekten der Prävention – von der Primär- bis zur Tertiärprävention.
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Entitätsübergreifend
Neue Studiendaten: TTFields-Therapie mit signifikanten Überlebensvorteilen
DKK 2026

Neue Studiendaten: TTFields-Therapie mit signifikanten Überlebensvorteilen

Beim diesjährigen Deutschen Krebskongress präsentierten Prof. Dr. med. Thomas Seufferlein vom Universitätsklinikum Ulm und Prof. Dr. med. Thomas Wehler vom Universitätsklinikum Marburg und Gießen, vielversprechende Ergebnisse zur TTFields-Therapie. Sowohl die PANOVA-3-Studie beim Pankreaskarzinom als auch die LUNAR-Studie beim metastasierten nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (mNSCLC) zeigten signifikante Verbesserungen des Gesamtüberlebens.
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Medizin
Beruflicher Wiedereinstieg nach Krebserkrankung: Neue Daten zeigen Chancen und Hürden
DKK 2026

Beruflicher Wiedereinstieg nach Krebserkrankung: Neue Daten zeigen Chancen und Hürden

Die Chancen auf eine Rückkehr in den Beruf nach einer Krebserkrankung sind ungleich verteilt. Das zeigen neue Analysen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) auf Basis von Daten der Deutschen Rentenversicherung: Während Fach- und Führungskräfte mit flexiblen Arbeitsbedingungen häufig früher und dauerhaft wieder erwerbstätig sind, gelingt der Wiedereinstieg Menschen in körperlich belastenden, wenig flexiblen Tätigkeiten deutlich seltener. Die Zahlen wurden auf dem Deutschen Krebskongress 2026 vorgestellt.
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Medizin
Metastasen können weitere Metastasen bilden

Metastasen können weitere Metastasen bilden

Metastasen galten lange Zeit als relativ „passiv". Hatten sie sich einmal in einem Organ angesiedelt, so die gängige Annahme, wuchsen sie dort lokal weiter, ohne selbst neue Metastasen zu bilden. Eine aktuelle Studie der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III des Universitätsklinikums Regensburg und der Universität Erlangen widerlegt diese Vorstellung nun eindeutig. Die Forschungsteams zeigen erstmals, dass sich bestimmte Metastasen innerhalb eines Organs weiter ausbreiten können, während andere dazu nicht in der Lage sind.
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Entitätsübergreifend
Prävention von Frakturen und skelettalen Komplikationen – Zwei neue Denosumab-Biosimilars erweitern das osteologische Versorgungsspektrum in der Onkologie
Prävention von Frakturen und skelettalen Komplikationen

Zwei neue Denosumab-Biosimilars erweitern das osteologische Versorgungsspektrum in der Onkologie

Antiresorptive Therapien spielen bei onkologischen Patient:innen eine wichtige Rolle zur Prävention und Behandlung von Osteoporose. Darüber hinaus werden Wirkstoffe wie der monoklonale Antikörper Denosumab auch zur Vorbeugung von skelettbezogenen Ereignissen eingesetzt. Die beiden neu verfügbaren Denosumab-Biosimilars Stoboclo™ (60 mg) und Osenvelt™ (120 mg) des Biosimilar-Spezialisten Celltrion Healthcare erweitern hier das osteologische Versorgungsspektrum in der Onkologie [1, 2].
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