Journal Onkologie

Entitätsübergreifend

Überblick
Arzt und Patientin freundlich zugewandt

Shared Decision Making in der Onkologie: Kleiner Leitfaden für Ärzte

Shared Decision Making (SDM), oder partizipative Entscheidungsfindung, ist ein essenzielles Konzept in der modernen Onkologie. Dieser Ansatz setzt auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient, um Therapieentscheidungen basierend auf wissenschaftlicher Evidenz und individuellen Präferenzen gemeinsam zu treffen. Gerade in der Krebsbehandlung, wo es oft verschiedene Therapieoptionen mit unterschiedlichen Nebenwirkungsprofilen gibt, spielt SDM eine zentrale Rolle. Der folgende Artikel beleuchtet alle relevanten Aspekte von SDM in der Onkologie, inklusive Herausforderungen, internationaler Unterschiede und digitaler Unterstützungstools (1).
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Entitätsübergreifend
Ältere Dame mit Rollator leidet unter Übelkeit und Bauchschmerzen
Supportive Therapien – Teil 5

Therapieassoziierte Nausea und Emesis

Übelkeit und Erbrechen ist ein hochkomplexes Krankheitsbild, an dem das zentrale und periphere Nervensystem sowie klassische Konditionierung beteiligt sind. Das Wissen um tumortherapiespezifische und patientenindividuelle Risikofaktoren, das emetogene Potenzial von Chemotherapeutika und Strahlentherapie sowie ein immer besseres Verständnis der Pathophysiologie bieten eine breite Basis für die Entwicklung effektiver Antiemetika, wie 5-Hydroxytryptamin-Typ-3-(5-HT3)-Rezeptor-Antagonisten, Neurokinin-1 (NK1)-Rezeptor-Antagonisten und Kortikosteroide.
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Entitätsübergreifend
Junge Krebspatientin mit blauer Bluse und beiger Mütze wird von einer Angehörigen oder Freundin, die lange braune Haare hat und eine helle Jacke trägt, umarmt.

Was haben Krebs und Ghosting gemeinsam?

Der Begriff Ghosting stammt aus den sozialen Medien und bedeutet das plötzliche Verschwinden einer Person ohne Erklärung. Cancerghosting ist weniger geläufig und beschreibt das Verhalten von Familienangehörigen, vom Freundes- und Bekanntenkreis oder von Kolleg:innen, die sich nach einer Krebsdiagnose zurückziehen, den Kontakt abbrechen oder vermeiden. Was macht das mit den Betroffenen? Und was kann man in so einer Situation besser machen? Diese Fragen beantwortet die Familienberaterin und Onkolotsin Daniela Tennie im Podcast O-Ton Onkologie. Lesen Sie im Folgenden eine Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen.
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Medizin
Protein NFIL3 gegen CAR-T-Zell-Erschöpfung entdeckt

Protein NFIL3 gegen CAR-T-Zell-Erschöpfung entdeckt

Forschende der Columbia University und des Universitätsklinikums Tübingen haben das Protein NFIL3 als entscheidenden Faktor identifiziert, der zur Erschöpfung von CAR-T-Zellen beiträgt. Wird NFIL3 ausgeschaltet, bleiben die Zellen länger aktiv und können Tumore effektiver bekämpfen. Die Erkenntnisse zeigen einen neuen Weg, um die vielversprechende CAR-T-Zelltherapie auch bei soliden Tumoren wirksamer zu machen. Die Studienergebnisse sind im renommierten Fachmagazin Cancer Discovery erschienen [1].
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Entitätsübergreifend
Neutropenie unter ADC-Therapie: Real-World-Daten zeigen erhebliche Substanzunterschiede

Neutropenie unter ADC-Therapie: Real-World-Daten zeigen erhebliche Substanzunterschiede

Welches Neutropenie-Risiko haben Patient:innen unter ADC-Therapie wirklich und welche Substanzen erfordern besonders engmaschiges Monitoring? Eine Multizenterstudie aus Kalifornien analysiert umfassende Real-World-Daten zu zehn zugelassenen Antibody-Drug Conjugates. Die Analyse von 3.511 Patient:innen zwischen 2012 und 2024 zeigt erhebliche Unterschiede zwischen den Substanzen, mit direkten Konsequenzen für supportive Therapie und Patientensicherheit.
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Entitätsübergreifend
Zwei Ärzte führen im OP-Saal eines Krankenhauses eine OP durch und tragen dabei AR-Headsets. 3D-Grafiken auf einem virtuellen KI-Hologramm-Display zeigen die Vitalwerte und den Zustand des KI-Patienten

KI-gestützte Präzisionschirurgie in der Onkologie: Tumoren und Gewebemarker sichtbarer machen

Künstliche Intelligenz (KI) hält Einzug in die onkologische Präzisionschirurgie: Während der OP sollen künftig bildgebende Verfahren mit der neuen Technologie kombiniert werden, um schneller und genauer Tumoren lokalisieren zu können. Das Bundesforschungsministerium (BMFTR) fördert in den kommenden 2 Jahren Projekte von Forschungsverbünden, die interaktive KI-Technologien zur Verbesserung der Präzisionschirurgie bei Krebserkrankungen entwickeln.
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Entitätsübergreifend
Medizinische Technologie mit KI-System auf dem Computermonitor eines Arztes
Interview mit Dr. med. Ina Pretzell, Essen

Molekulare Tumorboards und KI

Molekulare Tumorboards (MTBs) sind zu einem zentralen Instrument der Präzisionsonkologie geworden – doch ihre erfolgreiche Umsetzung stellt Zentren vor vielfältige Herausforderungen: Wie lassen sich komplexe molekulare Befunde klinisch sinnvoll einordnen? Wann ist eine zielgerichtete Therapie tatsächlich erfolgversprechend? Und wie können Patient:innen transparent und verständlich in Entscheidungsprozesse eingebunden werden? Dr. Ina Pretzell vom Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ), Essen, gibt im Interview einen Einblick in die praktische Arbeit eines standortübergreifenden MTB.
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Entitätsübergreifend
Krebsrisiko nach Organtransplantation bei vorbestehender Tumorerkrankung

Krebsrisiko nach Organtransplantation bei vorbestehender Tumorerkrankung

Sowohl Krebsüberlebende als auch Organtransplantierte tragen ein erhöhtes Risiko für maligne Erkrankungen. Doch was bedeutet es, wenn beide Risikofaktoren zusammentreffen? Eine aktuelle US-amerikanische Kohortenstudie hat nun systematisch untersucht, wie sich eine Tumorerkrankung vor der Transplantation auf das Krebsrisiko danach auswirkt – mit Ergebnissen, die auch für die klinische Nachsorge relevant sein könnten.
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Medizin
Photodynamische Therapie auch ohne Sauerstoff wirksam

Photodynamische Therapie auch ohne Sauerstoff wirksam

Die photodynamische Therapie (PDT) gegen Krebs basiert darauf, Patient:innen eine inaktive Substanz zu verabreichen, die erst im Tumor durch gezielte Lichtbestrahlung aktiviert wird. Dann erzeugt sie reaktive Sauerstoffspezies, die die Krebszellen töten. Die Methode stößt an Grenzen, wo kein Sauerstoff vorhanden ist. Die Gruppe von Prof. Dr. Johannes Karges von der Ruhr-Universität hat einen Durchbruch erzielt, der die Behandlung solcher Tumore ermöglicht: Wo kein Sauerstoff vorhanden ist, tritt ein alternativer Wirkmechanismus in Kraft. Er nutzt Wasserstoffperoxid, ein natürliches Stoffwechselprodukt der Zellen. Die Forschenden berichten im Journal of the American Chemical Society [1].
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Medizin
Metastasierungsmechanismus entschlüsselt

Metastasierungsmechanismus entschlüsselt

Metastasen sind bei vielen Krebsformen ein zentrales Problem. Als Abkömmlinge des Primärtumors können sie in entfernten Organen wachsen und sind oft schwer erkennbar. Ein Forschungsteam am Institut für Genetik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun molekulare Mechanismen entdeckt, die die Ansiedlung von Krebszellen in anderen Geweben ermöglichen können. Die Ergebnisse stellt das Team um Dr. Tobias Reiff in der Fachzeitschrift Nature Communications vor.
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Medizin
Neuer Kupfer-Wirkstoff zerstört Krebszellen gezielt

Neuer Kupfer-Wirkstoff zerstört Krebszellen gezielt

Erst 2022 wurde die sogenannte Cuproptose entdeckt: Eine zuvor unbekannte Art des Zelltods durch einen Überschuss an Kupfer. Diesen Mechanismus machte sich die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Johannes Karges an der Ruhr-Universität Bochum zunutze, um einen neuen Wirkstoffkomplex auf Kupferbasis zu entwickeln, der Zellen 100-mal effektiver tötet als im Einsatz befindliche Chemotherapeutika. Der Kupferkomplex ist eingebettet in Polymernanopartikel, die sich gezielt im Tumorgewebe anlagern. Erst durch eine Aktivierung mit Licht lösen sich die Partikel auf und geben den Wirkstoff frei. So tötet er gezielt Tumorzellen und verschont gesundes Gewebe.
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Entitätsübergreifend

Primäre und sekundäre Immundefekte

Das menschliche Immunsystem ist ein hochkomplexer Verteidigungsmechanismus, der gezielt Krankheitserreger wie Viren und Bakterien erkennt und bekämpft. Dieses System kann an verschiedenen Stellen gestört sein. Liegt ein solcher Defekt vor, spricht man von einem Immundefekt. Betroffene weisen eine Immunschwäche auf, das heißt, sie sind anfälliger für Infektionskrankheiten und leiden häufig an wiederkehrenden Infektionen, die länger und schwerer verlaufen als bei gesunden Menschen. Während primäre Immundefekte angeborene, seltene Erkrankungen darstellen, entwickeln sich sekundäre Immundefekte im Laufe des Lebens und sind besonders relevant im onkologischen und hämatologischen Kontext. Sie entstehen als Folge von Grunderkrankungen oder therapeutischen Interventionen und betreffen eine deutlich größere Patientenpopulation mit erheblicher klinischer Relevanz [1-3].
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Entitätsübergreifend
Frau sitzt mit Decke um die Schultern auf Sofa und ist erschöpft

Krebsassoziierte Fatigue – ­Integrativmedizinische Behandlungsansätze

Krebsbedingte Fatigue (CRF) ist eines der häufigsten und beeinträchtigendsten Symptome in allen Stadien der Krebs­erkrankung. Sie wird definiert als ein belastendes, anhaltendes Gefühl körperlicher, emotionaler und/oder kognitiver Müdigkeit oder Erschöpfung im Zusammenhang mit Krebs bzw. einer Krebsbehandlung, das die normale Funktionsfähigkeit beeinträchtigt und durch Ruhe nicht gelindert wird. Fatigue hat tiefgreifende emotionale Folgen für die Patient:innen, sie behindert eine Rückkehr an den Arbeitsplatz und hat Auswirkungen auf die Überlebensrate. Häufig bleibt Fatigue unerkannt und somit unbehandelt. Unterstützung bieten multimodale Therapiekonzepte. Konventionelle und Integrative Medizin sind wesentliche Bestandteile dieser Konzepte. Gemeinsames Ziel ist die Verbesserung der ­Lebensqualität durch Linderung der Fatigue-Symptomatik.
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