Journal Onkologie

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Überblick
Arzt und Patientin freundlich zugewandt

Shared Decision Making in der Onkologie: Kleiner Leitfaden für Ärzte

Shared Decision Making (SDM), oder partizipative Entscheidungsfindung, ist ein essenzielles Konzept in der modernen Onkologie. Dieser Ansatz setzt auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient, um Therapieentscheidungen basierend auf wissenschaftlicher Evidenz und individuellen Präferenzen gemeinsam zu treffen. Gerade in der Krebsbehandlung, wo es oft verschiedene Therapieoptionen mit unterschiedlichen Nebenwirkungsprofilen gibt, spielt SDM eine zentrale Rolle. Der folgende Artikel beleuchtet alle relevanten Aspekte von SDM in der Onkologie, inklusive Herausforderungen, internationaler Unterschiede und digitaler Unterstützungstools (1).
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 5 Min|
vision zero - gemeinsam gegen Krebs (Logo)

Mehr Patient:innen in klinischen Studien in Deutschland: Zwei Vorschläge für eine Vision Zero

Zu den Zielen von Vision Zero gehört eine bessere Verzahnung von Grundlagenforschung, klinischer Entwicklung und praktischer Anwendung im Gesundheitswesen [1]. Klinische Studien spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Patient:innen frühzeitig Zugang zu innovativen Therapien ermöglichen. Vor diesem Hintergrund möchten wir einen patienten- und arztzentrierten Ansatz vorstellen, um die Rekrutierung in onkologische Studien in Deutschland zu erhöhen.
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 10 Min|
Künstliche Intelligenz (KI). Arzt zeigt auf digitales medizinisches Interface. Text umgeben von Icons, angeordnet im Kreis.
Vertrauen entscheidet, ob aus Wissen vorbeugendes Handeln wird

Wenn Algorithmen unser Leben durchrechnen

Deutschland gibt Milliarden für Gesundheit aus und landet bei der Lebenserwartung in Westeuropa trotzdem fast am Ende des Rankings. Für Ethiker:innen eine „verpasste Präventionschance“. An einem Wintermorgen stehe ich im Flur der Abteilung „Künstliche Intelligenz in der Onkologie“ in Heidelberg. Hinter den Türen: Videokonferenzen, Programmcode, Datensätze. Das Ziel: den Krankheitsverlauf von Millionen Menschen Jahrzehnte im Voraus zu berechnen und Präventionsfenster zu öffnen. Wie viel unserer Zukunft wären wir bereit, auf die Vorhersagen eines Algorithmus zu setzen?
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Mann trägt Sonnencreme auf seinen Arm auf während er im Sommer eine Wanderung macht

Hautkrebs und Sport – Präventionsdefizite in einem Risikosetting

Sport im Freien gilt als Risikosetting für die Entstehung von Hautkrebs. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind in Sportarten wie Fußball, Tennis, Leichtathletik, Wasser- und Bergsport regelmäßig der Sonne und damit UV-Strahlung ausgesetzt. Trainer:innen und Übungsleiter:innen stehen in der Verantwortung, die in ihrer Obhut befindlichen Sportler:innen vor den schädlichen Folgen langfristiger UV-Exposition zu schützen. Eine aktuelle repräsentative Studie belegt deutliche Wissens- und Präventionsdefizite unter Trainer:innen und Übungsleiter:innen in Deutschland. Der vorliegende Beitrag fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und zeigt aktuelle Präventionsansätze auf.
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 6 Min|
health care industry or health care costs
Von Arzneimittel-Rabatten bis Zuckersteuer

Spardruck im Gesundheitswesen nimmt trotz Reformbedarf weiter zu

Trotz des umfassenden Sparpakets zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) soll es ­weitere Einsparungen im Gesundheitswesen geben. Auch die onkologische Versorgung ist betroffen: Krankenkassen werden künftig über Rabattverträge bei der Verordnung von patentgeschützten Krebsarzneien mitreden. Die Tabak- und die Alkoholsteuer werden kräftig erhöht.
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 6 Min|
Medical technology, innovation health and medical research, healthcare and medicine concept. Doctor or technician working with AI data analysis, lab experiment, data science
Interview mit Dr. Konstanze Blatt, Berlin

Gesundheitsdaten für die Krebsmedizin – viele Bausteine für die datenbasierte Forschung

Für eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung bringt die Bundesregierung eine Reihe von Gesetzesinitiativen auf den Weg. Dazu zählt das Medizinregistergesetz, das auch die Qualität und Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten optimieren soll. Für die Zusammenführung von klinischen Krebsregisterdaten ist die IT-Plattform PLATO 2 [1] in Vorbereitung. Welche Hürden die datenbasierte Krebsforschung noch nehmen muss, erläutert Dr. Konstanze Blatt, Generalsekretärin der Deutschen Krebsgesellschaft, im Interview.
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Medizin
 3 Min|
Tumorprotein ADAMTSL4 treibt Krebskachexie an

Tumorprotein ADAMTSL4 treibt Krebskachexie an

Forschende von Helmholtz Munich, der Medizinischen Fakultät Heidelberg der Universität Heidelberg, dem Deutschen Zentrum für Diabetesforschung (DZD) und der Technischen Universität München (TUM) haben einen bisher unbekannten Mechanismus identifiziert, der die sogenannte Krebskachexie antreiben kann – Abbauprozesse im Körper, die vor allem Muskel- und Fettgewebe betreffen. Eine zentrale Rolle spielt dabei ein von Tumoren ausgeschüttetes Protein mit der Bezeichnung ADAMTSL4: Es aktiviert in Muskel- und Fettgewebe lokal einen molekularen Signalweg und setzt dadurch ein Abbauprogramm in Gang. Die Ergebnisse machen ADAMTSL4 zu einem möglichen neuen Angriffspunkt für künftige Therapien gegen Krebskachexie.
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Medizin
 3 Min|
Krebs-Screening: Menschen mit Behinderungen nehmen seltener teil

Krebs-Screening: Menschen mit Behinderungen nehmen seltener teil

Krebsfrüherkennung kann Leben retten. Doch nicht alle Menschen haben gleichermaßen Zugang zu Krebs-Screenings. Dies zeigt erstmals eine neue Übersichtsarbeit der Deutschen Krebsgesellschaft, die zusammen mit dem Centre for Cancer Detection Bruges/Belgien, dem Universitätskrankenhaus Leuven/Belgien und dem Cancer Registry of Norway veröffentlicht wurde. Personen mit Unterstützungsbedarf und kognitiver Beeinträchtigung stoßen auf zahlreiche Hürden bei der Teilnahme an Krebsfrüherkennungs-Untersuchungen und nehmen somit seltener an Krebs-Screenings teil.
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Medizin
 4 Min|
Krebsprotein p53: Struktur erstmals vollständig entschlüsselt

Krebsprotein p53: Struktur erstmals vollständig entschlüsselt

Krebs entsteht, wenn Zellen sich unkontrolliert teilen und gesunde Zellen verdrängen. Einen wichtigen Schutz davor leisten sogenannte Tumor-Suppressoren. Als molekulare Wachstumsbremsen verhindern sie, dass sich gesunde Zellen in Krebszellen verwandeln. Ein elementares Protein dieser Klasse ist p53, auch „Wächter des Genoms" genannt. Erkennt p53 Fehler in der DNA einer Zelle, stoppt es ihre Teilung. Ist die DNA irreparabel beschädigt, leitet p53 den Zelltod ein. Für beide Aufgaben wechselwirkt das Protein mit einer Vielzahl anderer Proteine. Ist p53 gehemmt oder verändert, teilen sich Zellen trotz Schäden ungebremst weiter – ein Tumor entsteht. Mehr als die Hälfte aller Tumoren gehen damit einher, dass p53 in den Zellen seiner Aufgabe nicht mehr nachkommt.
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Medizin
 3 Min|
S3-Leitlinie zur Palliativmedizin bei nicht heilbarer Krebserkrankung aktualisiert

S3-Leitlinie zur Palliativmedizin bei nicht heilbarer Krebserkrankung aktualisiert

Die S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient:innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ liegt in aktualisierter Fassung vor. Neu hinzugekommen sind Kapitel zur Angehörigenbetreuung und Spiritualität. Zahlreiche bestehende Empfehlungen wurden überarbeitet. Ziel der Leitlinie ist es, die Lebensqualität von Krebsbetroffenen in palliativen Situationen und die ihrer Angehörigen zu erhalten oder zu verbessern. Die Leitlinie entstand unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin e. V. (DGP) und unter Mitwirkung von 70 weiteren Fachgesellschaften und Organisationen. Finanziert wurde das Leitlinienupdate von der Deutschen Krebshilfe im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie.
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Medizin
 3 Min|
Neu entdeckte Proteinstruktur als potenzielles Ziel für Krebsmedikamente

Neu entdeckte Proteinstruktur als potenzielles Ziel für Krebsmedikamente

Mehrere Krebsarten werden durch Mutationen ausgelöst, die mit einem Protein namens B-Raf in Zusammenhang stehen. Forschende am Paul Scherrer Institut PSI haben eine bislang unbekannte Proteinstruktur gefunden und entschlüsselt, die B-Raf während der Zellteilung bildet. Ihre Studie, die nun in der Fachzeitschrift Molecular Cell veröffentlicht wurde, eröffnet neue Ansätze für Krebstherapien.
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Entitätsübergreifend
 7 Min|
Patientin mit Fatigue sitzt im halbdunklen Zimmer auf dem Bett und hält sich den Kopf
Serie: Supportive Therapien – Teil 7

Tumorassoziierte Fatigue – Screening, Bewegung und psychotherapeutische Intervention mit positivem Effekt

Ein mit Krebs assoziiertes Gefühl von Erschöpfung lässt sich nicht unbedingt durch Ruhe und Schlaf aushebeln. Bewegung und psychologische Betreuung haben sich bewährt und werden übergreifend von den Leitlinien empfohlen, um die Lebensqualität der Patient:innen zu verbessern und ihre Krebstherapie nicht zu gefährden.
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Medizin
 3 Min|
Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase

Blutgefäße lotsen Immunzellen zur Metastase

Seit Langem vermuten Forschende, dass Endothelzellen entscheidend beeinflussen, wie das Immunsystem auf Tumoren reagiert. Wissenschaftler:innen vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg haben nun bei Mäusen erstmals spezialisierte Endothelzellen entdeckt, die eine Immunabwehr von Krebsmetastasen in der Leber ermöglichen. Die Ergebnisse eröffnen Perspektiven für die Entwicklung neuartiger kombinierter Krebstherapien [1].
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Entitätsübergreifend
 3 Min|
Einfluss von Übergewicht auf das Krebsrisiko möglicherweise deutlich unterschätzt

Einfluss von Übergewicht auf das Krebsrisiko möglicherweise deutlich unterschätzt

Übergewicht und Adipositas tragen möglicherweise zu deutlich mehr Krebserkrankungen bei als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forschende im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ). Ihre Analyse zeigt: Werden aussagekräftigere Maße für Körperfett sowie methodische Verzerrungen berücksichtigt, sind mehr als 10% aller Krebserkrankungen auf erhöhtes Körpergewicht zurückzuführen – fast doppelt so viele wie bisherige Schätzungen vermuten ließen.
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Medizin
 3 Min|
Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Visugromab zeigt Potenzial bei Krebsimmuntherapie-Resistenz

Tumoren können das Immunsystem austricksen, indem sie das Oberflächenprotein PD-L1 bilden. Bindet dieses Protein an den PD-1-Rezeptor auf T-Zellen, wird deren Angriff auf den Tumor gebremst. Moderne Immuntherapien lösen diese Bremse und reaktivieren so die körpereigene Krebsabwehr. Dennoch sprechen viele Patient:innen nicht ausreichend auf diese Behandlung an. Ein Grund dafür sind weitere immunsuppressive Mechanismen, wie der von vielen Tumoren produzierte Botenstoff GDF-15. Die tumorimmunologische Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Jörg Wischhusen an der Würzburger Frauenklinik konnte gemeinsam mit ihrem Spin-off CatalYm in präklinischen Modellen demonstrieren, dass eine Blockade von GDF-15 die Wirksamkeit etablierter Immuntherapien deutlich verstärken kann.
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Gesundheitspolitik
 3 Min|
Zwei Laborärzte mit chirirgischer blauer Kopfbedeckung und Mundschutz forschen mit dem Mikroskop.

Gesundheit 2030: Zukunftsszenarien und therapeutischer Fortschritt durch medizinische Innovationen

Angesichts des rasanten wissenschaftlichen Fortschritts und des Potenzials künftiger Therapien, Krankheiten nicht nur zu behandeln, sondern zu heilen oder eine lebenslange Remission zu ermöglichen, ist der frühzeitige Zugang zu Innovationen von entscheidender Bedeutung. Medizinische Innovationen sind mehr als technologischer Fortschritt – sie sind Investitionen in Gesundheit, Produktivität und Zukunftsfähigkeit. Doch der Weg dorthin wird komplexer: Regulatorische Anforderungen verschärfen sich, Versorgungserwartungen steigen, geopolitische Verschiebungen verändern die Rahmenbedingungen. Wie wirken sich diese Faktoren auf Investitionsentscheidungen aus? Und welche Konsequenzen hat das für die medizinische Versorgung in Deutschland 2030? Über mögliche Zukunftsszenarien und den gesellschaftliche Wert von Innovation diskutierten Expert:innen aus Politik, GKV, Wirtschaft und Forschung.
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