Journal Onkologie

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Überblick
Arzt und Patientin freundlich zugewandt

Shared Decision Making in der Onkologie: Kleiner Leitfaden für Ärzte

Shared Decision Making (SDM), oder partizipative Entscheidungsfindung, ist ein essenzielles Konzept in der modernen Onkologie. Dieser Ansatz setzt auf eine gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen Arzt und Patient, um Therapieentscheidungen basierend auf wissenschaftlicher Evidenz und individuellen Präferenzen gemeinsam zu treffen. Gerade in der Krebsbehandlung, wo es oft verschiedene Therapieoptionen mit unterschiedlichen Nebenwirkungsprofilen gibt, spielt SDM eine zentrale Rolle. Der folgende Artikel beleuchtet alle relevanten Aspekte von SDM in der Onkologie, inklusive Herausforderungen, internationaler Unterschiede und digitaler Unterstützungstools (1).
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DGHO 2026

Individualisierte Therapiestrategien bei ITP und Immundefekten

Das Immunsystem gezielt beeinflussen, ohne zusätzliche Risiken aus dem Blick zu verlieren: Dafür braucht es individualisierte Therapiestrategien, die Wirksamkeit und mögliche Komplikationen berücksichtigen. Aktuelle Daten zur Immunthrombozytopenie (ITP) und zu sekundären Immundefekten unterstreichen, wie wichtig die Einschätzung von Risikofaktoren, eine frühzeitige Diagnostik und gezielte Infektionsprävention ist.
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Roboter- und Menschenhand zeigen auf eine leuchtende digitale Netzwerk-Sphäre
Medical Care Pathways

Die Kraft innovativer KI-Plattformen

Eine Krebsdiagnose ist für Patient:innen kein klar strukturierter Prozess. Sie ist zunächst ein Bruch im Leben. Zwischen Screening, auffälligem Befund, weiterführender Diagnostik und Therapieentscheidung liegen nicht nur medizinische Schritte, sondern Unsicherheit, Wartezeiten, Informationslücken und die Frage: Wie geht es jetzt weiter? Gerade in dieser Phase entscheidet sich, ob Versorgung als kohärenter Weg erlebt wird – oder als Abfolge voneinander getrennter Episoden.
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Erstes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat mit tumoragnostischer Zulassung

Erstes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat mit tumoragnostischer Zulassung

Trastuzumab deruxtecan (T-DXd) ist das erste und bislang einzige Antikörper-Wirkstoff-Konjugat (ADC) mit tumor­agnostischer Zulassung [1]. Damit steht erstmals eine HER2-gerichtete Therapie entitätenübergreifend zur Verfügung, vorausgesetzt, der Tumor weist eine starke HER2-Proteinüberexpression (IHC 3+) auf, die Patient:innen sind vorbehandelt und ohne zufriedenstellende Behandlungsoption [1]. Diese Zulassungserweiterung eröffnet für Patient:innen mit inoperablen oder metastasierten soliden Tumoren eine neue Perspektive.
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 4 Min|
Individuelle Betrachtung von molekularen Therapien

Individuelle Betrachtung von molekularen Therapien

Immer mehr Patient:innen profitieren dank der molekularen Charakterisierung von Tumoren von neuen Therapieoptionen. Die Belastbarkeit dieser Ansätze diskutierten Stefan Fröhling, Sonja Loges und Saskia Biskup bei der 5. Nationalen Konferenz „Patienten als Partner der Krebsforschung“ im September in Essen. Veranstalter war das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), initiiert wurde die Konferenz vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT).
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 3 Min|
Unterschiedliche Ansätze für die moderne Krebstherapie

Unterschiedliche Ansätze für die moderne Krebstherapie

Wie leuchtende Hefe bei der Suche nach neuen Medikamenten helfen kann, zeigte Felix Richter eindrucksvoll im Rahmen der 5. Nationalen Konferenz „Patienten als Partner der Krebsforschung“ im September in Essen. In der Session „Fortschritt für morgen: Neue Wege in der Krebsforschung“ präsentierten insgesamt 4 Referenten verschiedene Forschungsansätze für die moderne Krebstherapie.
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Medizin
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Neue Zielstruktur für CAR-T-Zellen gegen solide Tumoren

Neue Zielstruktur für CAR-T-Zellen gegen solide Tumoren

CAR-T-Zelltherapien haben sich bei der Behandlung mehrerer Blut- und Lymphdrüsenkrebserkrankungen als erfolgreich erwiesen. Bei anderen Tumoren ist ihr Einsatz jedoch deutlich schwieriger, unter anderem, weil geeignete Zielstrukturen fehlen. Ein Team unter der Leitung von Wissenschaftlern der Medizinischen Fakultät Heidelberg am Pathologischen Institut des Universitätsklinikums Heidelberg in Kooperation mit Forschenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) hat nun einen Ansatz entwickelt: Sie nehmen Proteine ins Visier, die zwar keine typischen Krebstreiber sind, aber in großen Mengen auf der Oberfläche von Krebszellen sitzen.
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Medizin
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LorviCARE: Telefonische Therapiebegleitung durch onkologische Pflegefachkräfte

Mit LorviCARE gibt es ab sofort ein Patienten-Support-Programm (PSP) speziell für Menschen mit ALK-positivem fortgeschrittenem nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (ALK+ aNSCLC), die mit Lorlatinib behandelt werden. Onkologische Pflegefachkräfte unterstützen die Patient:innen telefonisch ab Therapiebeginn bei Fragen zu Erkrankung und Therapie, im Umgang mit Herausforderungen des Therapiealltags sowie bei individuellen Sorgen und Anliegen. Alle nötigen Informationen zur Anmeldung liefert die LorviCARE-Patientenmappe, die Patient:innen von ihren behandelnden Ärzt:innen erhalten. Ziel ist es, Therapie- und Nebenwirkungsmanagement ergänzend zu unterstützen und die Therapietreue durch individuelle Unterstützung zu fördern.
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Jede achte Krebserkrankung weltweit durch Infektionen verursacht

Infektionen sind weltweit eine wichtige und vermeidbare Ursache von Krebserkrankungen. Eine umfassende globale Analyse lieferte nun aktuelle Zahlen dazu. Im Jahr 2024 waren schätzungsweise 2,3 Millionen neue Krebsfälle weltweit auf Infektionen zurückzuführen. Das entspricht etwa jedem achten Krebsfall. Die Forschenden untersuchten zwölf verschiedene Krankheitserreger, die alle als sicher krebserregend eingestuft sind. Am häufigsten waren Helicobacter pylori und humane Papillomviren (HPV) beteiligt, die zusammen für über 1,5 Millionen Krebsfälle verantwortlich waren. Viele dieser Krebserkrankungen wären durch Impfungen, Behandlung von Infektionen und Vorsorgeuntersuchungen vermeidbar.
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vision zero - gemeinsam gegen Krebs (Logo)

Mehr Patient:innen in klinischen Studien in Deutschland: Zwei Vorschläge für eine Vision Zero

Zu den Zielen von Vision Zero gehört eine bessere Verzahnung von Grundlagenforschung, klinischer Entwicklung und praktischer Anwendung im Gesundheitswesen [1]. Klinische Studien spielen dabei eine zentrale Rolle, da sie Patient:innen frühzeitig Zugang zu innovativen Therapien ermöglichen. Vor diesem Hintergrund möchten wir einen patienten- und arztzentrierten Ansatz vorstellen, um die Rekrutierung in onkologische Studien in Deutschland zu erhöhen.
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 10 Min|
Künstliche Intelligenz (KI). Arzt zeigt auf digitales medizinisches Interface. Text umgeben von Icons, angeordnet im Kreis.
Vertrauen entscheidet, ob aus Wissen vorbeugendes Handeln wird

Wenn Algorithmen unser Leben durchrechnen

Deutschland gibt Milliarden für Gesundheit aus und landet bei der Lebenserwartung in Westeuropa trotzdem fast am Ende des Rankings. Für Ethiker:innen eine „verpasste Präventionschance“. An einem Wintermorgen stehe ich im Flur der Abteilung „Künstliche Intelligenz in der Onkologie“ in Heidelberg. Hinter den Türen: Videokonferenzen, Programmcode, Datensätze. Das Ziel: den Krankheitsverlauf von Millionen Menschen Jahrzehnte im Voraus zu berechnen und Präventionsfenster zu öffnen. Wie viel unserer Zukunft wären wir bereit, auf die Vorhersagen eines Algorithmus zu setzen?
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 9 Min|
Mann trägt Sonnencreme auf seinen Arm auf während er im Sommer eine Wanderung macht

Hautkrebs und Sport – Präventionsdefizite in einem Risikosetting

Sport im Freien gilt als Risikosetting für die Entstehung von Hautkrebs. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind in Sportarten wie Fußball, Tennis, Leichtathletik, Wasser- und Bergsport regelmäßig der Sonne und damit UV-Strahlung ausgesetzt. Trainer:innen und Übungsleiter:innen stehen in der Verantwortung, die in ihrer Obhut befindlichen Sportler:innen vor den schädlichen Folgen langfristiger UV-Exposition zu schützen. Eine aktuelle repräsentative Studie belegt deutliche Wissens- und Präventionsdefizite unter Trainer:innen und Übungsleiter:innen in Deutschland. Der vorliegende Beitrag fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und zeigt aktuelle Präventionsansätze auf.
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health care industry or health care costs
Von Arzneimittel-Rabatten bis Zuckersteuer

Spardruck im Gesundheitswesen nimmt trotz Reformbedarf weiter zu

Trotz des umfassenden Sparpakets zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) soll es ­weitere Einsparungen im Gesundheitswesen geben. Auch die onkologische Versorgung ist betroffen: Krankenkassen werden künftig über Rabattverträge bei der Verordnung von patentgeschützten Krebsarzneien mitreden. Die Tabak- und die Alkoholsteuer werden kräftig erhöht.
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Medical technology, innovation health and medical research, healthcare and medicine concept. Doctor or technician working with AI data analysis, lab experiment, data science
Interview mit Dr. Konstanze Blatt, Berlin

Gesundheitsdaten für die Krebsmedizin – viele Bausteine für die datenbasierte Forschung

Für eine bessere Nutzung von Gesundheitsdaten für die Forschung bringt die Bundesregierung eine Reihe von Gesetzesinitiativen auf den Weg. Dazu zählt das Medizinregistergesetz, das auch die Qualität und Vergleichbarkeit von Gesundheitsdaten optimieren soll. Für die Zusammenführung von klinischen Krebsregisterdaten ist die IT-Plattform PLATO 2 [1] in Vorbereitung. Welche Hürden die datenbasierte Krebsforschung noch nehmen muss, erläutert Dr. Konstanze Blatt, Generalsekretärin der Deutschen Krebsgesellschaft, im Interview.
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