Journal Onkologie

Prostatakarzinom

Überblick

Prostatakarzinom – Häufigste Krebserkrankung des Mannes

Prostatakrebs ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland – doch dank früher Diagnostik und differenzierter Therapieansätze sind die Heilungschancen in frühen Stadien sehr gut. In diesem Beitrag erfahren Sie unter anderem, welche Subtypen es gibt, wie sich Risikofaktoren auswirken und welche modernen Behandlungsstrategien – von aktiver Überwachung bis hin zur zielgerichteten Therapie – heute zur Verfügung stehen.
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Medizin
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Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Prostatakrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Bei fortgeschrittenen, metastasierten Tumoren fehlen jedoch oft präzise Werkzeuge, um Strahlentherapien individuell zu planen. Ein Forschungsteam um Dr. Constantin Mamat vom Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat nun einen neuartigen Diagnoseansatz erprobt, der zwei bildgebende Verfahren kombiniert und den Weg zu einer passgenauen Strahlentherapie ebnen könnte. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte die Studie mit 166.000 Euro. Die Ergebnisse wurden im Journal of Medicinal Chemistry veröffentlicht [1].
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Prostatakarzinom
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PSMA-positives metastasiertes Prostatakarzinom: Auch Subgruppenanalysen sprechen für ein Hinzufügen der Radioligandentherapie
ASCO 2026

PSMA-positives metastasiertes Prostatakarzinom: Auch Subgruppenanalysen sprechen für ein Hinzufügen der Radioligandentherapie

In der Phase-III-Studie PSMAddition führte die Kombination von 177Lu-PSMA-617 mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) und einem Hemmer des Androgenreptorsignalwegs (ARPI) zu einem signifikant verbesserten rPFS bei Patienten mit PSMA-positivem mHSPC im Vergleich zu ADT und ARPI allein (HR=0,72, 95% KI: 0,58, 0,90; p = 0,002). Während des ASCO 2026 wurden die Ergebnisse zu zwei wichtigen sekundären Endpunkten dieser Studie vorgestellt – die Subgruppenanalysen der Patienten mit hoher bzw. niedriger Tumorlast (DV) und derer mit de novo bzw. rezidiviertem mHSPC.
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Prostatakarzinom
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Ein Arzt im blauen Arztkittel hält in seiner rechten Hand mit weißen Handschuhen die Illustrazion einer Prostata mit kanzerösem Gewebe.
ASCO 2026

Neues Paradigma: Perioperative Intensivierung mit Apalutamid verbessert Krankheitskontrolle beim lokalisierten Hochrisiko-Prostatakarzinom

Etwa 75% der Prostatakarzinome (PC) sind bei der Diagnosestellung lokalisiert; 20% sind mit einem hohen Risiko assoziiert, gehen also – trotz radikaler Prostatektomie (RP) – mit erhöhtem Rückfallrisiko sowie höherer Mortalität einher. Nun zeigt die finale Analyse der Phase-III-Studie PROTEUS, dass die Einbeziehung des selektiven Androgenrezeptor-Inhibitors neuerer Generation Apalutamid zur Androgendeprivationstherapie (ADT) vor und nach der RP die pathologische Komplettremission und das metastasenfreie Überleben Betroffener mit lokalisierten oder lokal fortgeschrittenen Hochrisiko-Tumoren signifikant verbessert. Prof. Mary-Ellen Taplin vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston, MA, USA, stellte die praxisverändernden Daten in der Plenary Session der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 als Late Breaking Abstract vor (1).
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Medizin
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Cochrane Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Cochrane Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Ein aktualisierter Cochrane-Review zeigt: Bluttests zur Früherkennung möglicher Anzeichen von Prostatakrebs senken innerhalb der untersuchten Zeitspanne von 23 Jahren wahrscheinlich das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben. Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten bei Männern. Ob die Tests auf das Prostata-spezifische Antigen (PSA) zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr Nutzen als Schaden bringen, wird auch hierzulande seit Jahren kontrovers diskutiert.
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Prostatakarzinom
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ARASEC-Studie bestätigt hohen klinischen Nutzen von Darolutamid + ADT und zeigt signifikanten Überlebensvorteil vs. ADT allein
Metastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom (mHSPC)

ARASEC-Studie bestätigt hohen klinischen Nutzen von Darolutamid + ADT und zeigt signifikanten Überlebensvorteil vs. ADT allein

Die Doublet-Therapie aus dem selektiven Androgenrezeptor-Antagonisten Darolutamid und Androgendeprivationstherapie (ADT) ist eine leitliniengerechte Behandlungsoption für Patienten mit mHSPC [1, 2]. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie ARANOTE zeigte Darolutamid + ADT einen signifikanten Vorteil im radiologischen progressionsfreien Überleben (rPFS) gegenüber einer ADT-Monotherapie [3]. Nun bestätigen Daten der prospektiven US-amerikanischen Studie ARASEC – vorgestellt auf dem Kongress der American Urological Association (AUA) 2026 – die hohe Effektivität des gut verträglichen Darolutamid-Doublets und zeigen einen klinisch relevanten und signifikanten Vorteil im Gesamtüberleben (OS)* vs. ADT allein [4]. Grundlage der Analyse ist ein innovatives Studiendesign mit einem externen ADT-Kontrollarm aus der CHAARTED-Studie [5] und einer adjustierten Auswertung mittels strengen 1:1-Propensity-Score-Matchings zur Vergleichbarkeit der Patientengruppen [4].
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Medizin
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Darolutamid zeigt signifikanten Überlebensvorteil bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs

Darolutamid zeigt signifikanten Überlebensvorteil bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs

Primäre Ergebnisse der Phase-II-Studie ARASEC zeigen, dass Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) das Risiko der Krankheitsprogression um 71% und das Sterberisiko um 50% bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) im Vergleich zur Behandlung mit ADT allein signifikant reduziert. ARASEC ist eine multizentrische, offene Studie in den USA, zur Ergänzung der zulassungsrelevanten ARANOTE-Studie und um zusätzliche Daten zu Darolutamid in Kombination mit ADT zu liefern. Als Vergleichsarm wurde hierbei der ADT-Arm der CHAARTED Studie herangezogen. Die Ergebnisse wurden in der Plenarsitzung „P2s: Praxisverändernde, Paradigmenwechselnde Klinische Studien in der Urologie“ auf der AUA-Jahrestagung 2026 in Washington D.C. präsentiert.
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Medizin
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Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GU) und dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), die im Februar und März 2026 stattgefunden haben, wurden neue Empfehlungen und Daten zu Apalutamid vorgestellt. Gemäß der beim EAU-Kongress veröffentlichten EAU-Leitlinie zum Prostatakarzinom von 2026 bleibt der moderne Androgenrezeptorsignalweg-Inhibitor (ARPI) in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) ein Standard in der Behandlung des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) [1]. Eine beim ASCO-GU präsentierte Real-World-Studie lieferte zudem Hinweise auf einen stärkeren PSA-Abfall unter Apalutamid/ADT im direkten Vergleich mit Darolutamid/ADT im US-amerikanischen Behandlungsalltag [2].
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Prostatakarzinom
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DGN 2026

Wachsende Evidenz zur PSMA-Radioligandentherapie beim mCRPC und mHSPC

Mit der Zulassung von (177Lu)Lutetium-Vipivotidtetraxetan im Dezember 2022 gelang ein wichtiger Meilenstein im Bereich Radioligandentherapie (RLT) zur Versorgung des metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinoms (mCRPC), betonte Prof. Dr. Kambiz Rahbar, Facharzt für Nuklearmedizin in Münster. Vor diesem Hintergrund lud der Experte anlässlich der 64. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) in Münster dazu ein, die wachsende Evidenzlage im kollegialen Austausch zu diskutieren.
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Medizin
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Radioligandentherapie bei mCRPC: Real-World-Daten zeigen regionale Versorgungsunterschiede

Radioligandentherapie bei mCRPC: Real-World-Daten zeigen regionale Versorgungsunterschiede

Auf dem diesjährigen Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin (DGN) wurde die erste Interimsanalyse der laufenden, nicht-interventionellen Real-World-Studie PSMAreal präsentiert. Die Daten geben Aufschluss über die klinische Routineversorgung von Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC), die mit (177Lu)Lutetiumvipivotidtetraxetan behandelt werden [1]. Zudem wurden Daten des Instituts für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) beleuchtet, die regionale Unterschiede in der Versorgungslandschaft im mCRPC mit der PSMA-Radioligandentherapie in Deutschland aufzeigen [2].
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Prostatakarzinom
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mHSPC: ARANOTE-Studie zeigt signifikante Verzögerung der Schmerzprogression

Bei Patienten mit metastasiertem hormonempfindlichem Prostatakarzinom (mHSPC) hatte Darolutamid in der Phase-III-Studie ARANOTE bereits das radiologische progressionsfreie Überleben (rPFS) signifikant verlängert. Doch neben dem Überleben spielen auch Symptomkontrolle und Lebensqualität eine zentrale Rolle bei Therapieentscheidungen. Neu veröffentlichte Analysen der ARANOTE-Studie mit 669 Patienten zeigen, dass Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) die Schmerzprogression signifikant verzögert und die Zeit bis zur Verschlechterung des allgemeinen Wohlbefindens im Vergleich zu Placebo verlängert.
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Prostatakarzinom
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Zulassungserweiterung für Niraparib/Abirateron beim mHSPC mit BRCA1/2-Mutationen

Zulassungserweiterung für Niraparib/Abirateron beim mHSPC mit BRCA1/2-Mutationen

Im März 2026 wurde Niraparib/Abirateron plus Androgendeprivationstherapie (ADT) auch für das metastasierte hormonsensitive Prostatakarzinom (mHSPC) mit BRCA1/2-Mutation (BRCA1/2m) zugelassen [1]. In einer Fachpressekonferenz zur mHSPC-Therapie wurden die dafür relevante AMPLITUDE-Studie und eine aktuelle Post-hoc-Analyse der TITAN-Studie zu Apalutamid präsentiert [2-4].
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Medizin
 4 Min|
PSA-Screening bei Prostatakrebs so effektiv wie Mammographie

PSA-Screening bei Prostatakrebs so effektiv wie Mammographie

Das Prostatakrebs-Screening auf Basis eines PSA-Bluttests schneidet bei der Erkennung von Krebserkrankungen und beim Vermeiden von Überdiagnosen wahrscheinlich vergleichbar gut ab wie das Mammographie-Brustkrebs-Screening, so das Ergebnis einer neuen Analyse der PROBASE-Studie unter der Leitung von Forschenden des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ). Die Ergebnisse wurden auf dem Kongress der Europäischen Vereinigung für Urologie (EAU) in London vorgestellt.
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