Journal Onkologie

Prostatakarzinom

Überblick

Prostatakarzinom – Häufigste Krebserkrankung des Mannes

Prostatakrebs ist mit Abstand die häufigste Krebserkrankung des Mannes in Deutschland – doch dank früher Diagnostik und differenzierter Therapieansätze sind die Heilungschancen in frühen Stadien sehr gut. In diesem Beitrag erfahren Sie unter anderem, welche Subtypen es gibt, wie sich Risikofaktoren auswirken und welche modernen Behandlungsstrategien – von aktiver Überwachung bis hin zur zielgerichteten Therapie – heute zur Verfügung stehen.
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Prostatakarzinom
 4 Min|
EIn Arzt im weißen Kittel hat ein 3D-Modell des männlcihen Urogenitaltraktes in der rechten Hand und klärt einen Patienten mit hellblauem Hemd über Prostataerkrankungen auf.
ESMO 2026

Prostatakarzinom: Darolutamid als Add-on zu ADT und Strahlentherapie senkt Risiko für Metastasierung oder Tod um 58%

Erkrankte mit Prostatakarzinom und sehr hohem Rezidivrisiko, die den selektiven Androgenrezeptor-Antagonisten Darolutamid ergänzend zur Standardtherapie aus Androgendeprivationstherapie (ADT) und Strahlentherapie (RT) erhalten, profitierten mit einer signifikanten und klinisch relevanten Reduktion des Risikos für Metastasierung oder Tod gegenüber Placebo. Das sind die Ergebnisse einer Zwischenanalyse der Phase-III-Studie DASL-HiCaP (ANZUP 1801), die als Late-Breaking Abstract im Presidential Symposium I beim Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) 2026 vorgestellt wurden [1]. Auch bei sekundären Endpunkten zeigten sich Verbesserungen [1]. Damit könnte Darolutamid künftig möglicherweise dazu beitragen, das Fortschreiten der Erkrankung bei Patienten, die trotz primär kurativ intendierter Behandlung ein sehr hohes Progressionsrisiko aufweisen, zu reduzieren bzw. zu verzögern. Die finale Analyse der Studie steht aber noch aus.
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Prostatakarzinom
 2 Min|
Perioperative hormonelle Therapie der alleinigen Operation beim Hochrisiko-Prostatakarzinom überlegen
ESMO 2026

Perioperative hormonelle Therapie der alleinigen Operation beim Hochrisiko-Prostatakarzinom überlegen

Die radikale Prostatektomie einschließlich Dissektion der Beckenlymphknoten ist ein Standard mit kurativem Anspruch beim lokalisierten oder lokal fortgeschrittenen Hochrisiko-Prostatakarzinom. In der Phase-III-Studie PROTEUS hat eine einjährige perioperative Therapie mit Apalutamid und einer Androgendeprivation (sechs Monate vor und sechs Monate nach der Operation) sowohl das pathologische Ansprechen als auch das metastasen- und das rezidivfreie Überleben signifikant verbessert. Weil auch der Kontrollarm hier eine perioperative Androgendeprivation erhalten hatte, wurde in einer Substudie, die Alberto Briganti, Mailand, beim ESMO-Kongress in Madrid vorstellte, auch noch die alleinige chirurgische Therapie getestet.
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Prostatakarzinom
 2 Min|
SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie
DGU 2026

SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie

Die Therapielandschaft beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) entwickelt sich stetig weiter und Ärzt:innen stehen verschiedene potenziell lebensverlängernde Optionen zur Verfügung. Aufgrund fehlender direkter Head-to-Head-Studien liegt das Augenmerk auf Real-world-Beobachtungsdaten, die Hinweise zur Wirksamkeit im Versorgungsalltag geben können.
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Prostatakarzinom
 3 Min|
Prostatakarzinom: Fettreiche Ernährung könnte Überleben beeinflussen

Prostatakarzinom: Fettreiche Ernährung könnte Überleben beeinflussen

Wie beeinflusst die Ernährung nach der Diagnose eines nichtmetastasierten Prostatakarzinoms das Langzeitüberleben der Patienten? Eine Kohortenstudie im Rahmen der Health Professionals Follow-Up Study ging dieser Frage nach und untersuchte den Zusammenhang zwischen der postdiagnostischen Aufnahme unterschiedlicher Nahrungsfette und der Gesamtmortalität sowie krankheitsspezifischen Todesursachen. Die Ergebnisse liefern konkrete Anhaltspunkte für evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen in der Survivorship-Betreuung.
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Medizin
 3 Min|
Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs ist, früh entdeckt, in der Regel gut zu behandeln. Viele Patienten, deren Tumor früh entdeckt wird, haben eine gute Prognose. Schwieriger wird es allerdings, wenn der Krebs erst spät entdeckt wird. Dann kann er auf andere Körperregionen übergehen, wo er Metastasen bildet. Solche metastasierten Prostatakarzinome sind deutlich schwieriger zu therapieren, und in manchen Fällen gibt es kaum mehr Chancen, den Krebs zu besiegen, insbesondere dann, wenn die Krebszellen darüber hinaus noch kastrationsresistent sind.
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Medizin
 2 Min|
Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Neuer Radiohybrid-Ansatz für passgenauere Prostatakrebs-Therapie

Prostatakrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Männern. Bei fortgeschrittenen, metastasierten Tumoren fehlen jedoch oft präzise Werkzeuge, um Strahlentherapien individuell zu planen. Ein Forschungsteam um Dr. Constantin Mamat vom Institut für Radiopharmazeutische Krebsforschung am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat nun einen neuartigen Diagnoseansatz erprobt, der zwei bildgebende Verfahren kombiniert und den Weg zu einer passgenauen Strahlentherapie ebnen könnte. Die Wilhelm Sander-Stiftung förderte die Studie mit 166.000 Euro. Die Ergebnisse wurden im Journal of Medicinal Chemistry veröffentlicht [1].
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Prostatakarzinom
 2 Min|
PSMA-positives metastasiertes Prostatakarzinom: Auch Subgruppenanalysen sprechen für ein Hinzufügen der Radioligandentherapie
ASCO 2026

PSMA-positives metastasiertes Prostatakarzinom: Auch Subgruppenanalysen sprechen für ein Hinzufügen der Radioligandentherapie

In der Phase-III-Studie PSMAddition führte die Kombination von 177Lu-PSMA-617 mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) und einem Hemmer des Androgenreptorsignalwegs (ARPI) zu einem signifikant verbesserten rPFS bei Patienten mit PSMA-positivem mHSPC im Vergleich zu ADT und ARPI allein (HR=0,72, 95% KI: 0,58, 0,90; p = 0,002). Während des ASCO 2026 wurden die Ergebnisse zu zwei wichtigen sekundären Endpunkten dieser Studie vorgestellt – die Subgruppenanalysen der Patienten mit hoher bzw. niedriger Tumorlast (DV) und derer mit de novo bzw. rezidiviertem mHSPC.
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Prostatakarzinom
 4 Min|
Ein Arzt im blauen Arztkittel hält in seiner rechten Hand mit weißen Handschuhen die Illustrazion einer Prostata mit kanzerösem Gewebe.
ASCO 2026

Neues Paradigma: Perioperative Intensivierung mit Apalutamid verbessert Krankheitskontrolle beim lokalisierten Hochrisiko-Prostatakarzinom

Etwa 75% der Prostatakarzinome (PC) sind bei der Diagnosestellung lokalisiert; 20% sind mit einem hohen Risiko assoziiert, gehen also – trotz radikaler Prostatektomie (RP) – mit erhöhtem Rückfallrisiko sowie höherer Mortalität einher. Nun zeigt die finale Analyse der Phase-III-Studie PROTEUS, dass die Einbeziehung des selektiven Androgenrezeptor-Inhibitors neuerer Generation Apalutamid zur Androgendeprivationstherapie (ADT) vor und nach der RP die pathologische Komplettremission und das metastasenfreie Überleben Betroffener mit lokalisierten oder lokal fortgeschrittenen Hochrisiko-Tumoren signifikant verbessert. Prof. Mary-Ellen Taplin vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston, MA, USA, stellte die praxisverändernden Daten in der Plenary Session der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 als Late Breaking Abstract vor (1).
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Medizin
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Cochrane Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Cochrane Review: PSA-Screening senkt wahrscheinlich die Sterblichkeit durch Prostatakrebs

Ein aktualisierter Cochrane-Review zeigt: Bluttests zur Früherkennung möglicher Anzeichen von Prostatakrebs senken innerhalb der untersuchten Zeitspanne von 23 Jahren wahrscheinlich das Risiko, an Prostatakrebs zu sterben. Prostatakrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten bei Männern. Ob die Tests auf das Prostata-spezifische Antigen (PSA) zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr Nutzen als Schaden bringen, wird auch hierzulande seit Jahren kontrovers diskutiert.
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Prostatakarzinom
 5 Min|
ARASEC-Studie bestätigt hohen klinischen Nutzen von Darolutamid + ADT und zeigt signifikanten Überlebensvorteil vs. ADT allein
Metastasiertes hormonsensitives Prostatakarzinom (mHSPC)

ARASEC-Studie bestätigt hohen klinischen Nutzen von Darolutamid + ADT und zeigt signifikanten Überlebensvorteil vs. ADT allein

Die Doublet-Therapie aus dem selektiven Androgenrezeptor-Antagonisten Darolutamid und Androgendeprivationstherapie (ADT) ist eine leitliniengerechte Behandlungsoption für Patienten mit mHSPC [1, 2]. In der zulassungsrelevanten Phase-III-Studie ARANOTE zeigte Darolutamid + ADT einen signifikanten Vorteil im radiologischen progressionsfreien Überleben (rPFS) gegenüber einer ADT-Monotherapie [3]. Nun bestätigen Daten der prospektiven US-amerikanischen Studie ARASEC – vorgestellt auf dem Kongress der American Urological Association (AUA) 2026 – die hohe Effektivität des gut verträglichen Darolutamid-Doublets und zeigen einen klinisch relevanten und signifikanten Vorteil im Gesamtüberleben (OS)* vs. ADT allein [4]. Grundlage der Analyse ist ein innovatives Studiendesign mit einem externen ADT-Kontrollarm aus der CHAARTED-Studie [5] und einer adjustierten Auswertung mittels strengen 1:1-Propensity-Score-Matchings zur Vergleichbarkeit der Patientengruppen [4].
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Medizin
 3 Min|
Darolutamid zeigt signifikanten Überlebensvorteil bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs

Darolutamid zeigt signifikanten Überlebensvorteil bei metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs

Primäre Ergebnisse der Phase-II-Studie ARASEC zeigen, dass Darolutamid in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) das Risiko der Krankheitsprogression um 71% und das Sterberisiko um 50% bei Patienten mit metastasiertem hormonsensitivem Prostatakrebs (mHSPC) im Vergleich zur Behandlung mit ADT allein signifikant reduziert. ARASEC ist eine multizentrische, offene Studie in den USA, zur Ergänzung der zulassungsrelevanten ARANOTE-Studie und um zusätzliche Daten zu Darolutamid in Kombination mit ADT zu liefern. Als Vergleichsarm wurde hierbei der ADT-Arm der CHAARTED Studie herangezogen. Die Ergebnisse wurden in der Plenarsitzung „P2s: Praxisverändernde, Paradigmenwechselnde Klinische Studien in der Urologie“ auf der AUA-Jahrestagung 2026 in Washington D.C. präsentiert.
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Medizin
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Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Update der EAU-Leitlinie Prostatakarzinom und neue Real-World-Daten zum PSA90-Ansprechen unter Apalutamid

Auf dem Genitourinary Cancers Symposium der American Society of Clinical Oncology (ASCO GU) und dem Jahreskongress der European Association of Urology (EAU), die im Februar und März 2026 stattgefunden haben, wurden neue Empfehlungen und Daten zu Apalutamid vorgestellt. Gemäß der beim EAU-Kongress veröffentlichten EAU-Leitlinie zum Prostatakarzinom von 2026 bleibt der moderne Androgenrezeptorsignalweg-Inhibitor (ARPI) in Kombination mit einer Androgendeprivationstherapie (ADT) ein Standard in der Behandlung des metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinoms (mHSPC) [1]. Eine beim ASCO-GU präsentierte Real-World-Studie lieferte zudem Hinweise auf einen stärkeren PSA-Abfall unter Apalutamid/ADT im direkten Vergleich mit Darolutamid/ADT im US-amerikanischen Behandlungsalltag [2].
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