Journal Onkologie

Urologische Tumoren

Beiträge zum Thema Urologische Tumoren

Urothelkarzinom
 3 Min|
Biomarkeranalyse und deutsche Versorgungsdaten ergänzen Evidenz für Avelumab-Therapie bei fortgeschrittenem Urothelkarzinom
DGU 2026

Biomarkeranalyse und deutsche Versorgungsdaten ergänzen Evidenz für Avelumab-Therapie bei fortgeschrittenem Urothelkarzinom

Auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) vom 16. bis 19. September 2026 in Düsseldorf wurden zwei Datensätze zur Erstlinien-Erhaltungstherapie mit Avelumab beim lokal fortgeschrittenen oder metastasierten Urothelkarzinom (la/mUC) vorgestellt. Eine explorative Post-hoc-Analyse der Phase-III-Studie JAVELIN Bladder 100 untersuchte die Behandlungsergebnisse in Abhängigkeit von der NECTIN-4- und HER2-Expression. Die deutsche Subgruppe der Real-World-Studie AVENUE lieferte ergänzend Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit im Versorgungsalltag.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
d-uo
 4 Min|
Ein männlicher Arzt sitzt an einem Schreibtisch in einem Krankenhaus und spricht über Modelle des männlichen Harntrakts

8 Jahre VERSUS-Studie von d-uo

Die Erhebung von Real-World-Daten gewinnt für die onkologische Versorgungsforschung zunehmend an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund initiierten die Deutschen Uro-Onkologen e.V. (d-uo) im Jahr 2018 die prospektive, multizen­trische und nicht-interventionelle VERSUS-Studie (VERSorgUngsStudie), die auf einer Verknüpfung der gesetzlich geforderten Krebsregister (KR)-Meldung mit einer zentralen Forschungsdatenbank basiert. Ziel ist die systematische Erfassung und Auswertung von Diagnostik, Therapie, Nachsorge und klinischen Verläufen bei Patienten mit urologischen Tumorerkrankungen im ambulanten und sektorenübergreifenden Versorgungsalltag. In die Studie werden Patienten mit Erstdiagnose einer urologischen Tumorerkrankung eingeschlossen. Die Datenerhebung orientiert sich am bundesweit etablierten onkologischen Basisdatensatz der KR und wurde um zusätzliche versorgungsrelevante Parameter ergänzt. Nach mehr als 8 Jahren Laufzeit umfasst die Datenbank mittlerweile 37.928 dokumentierte Patienten.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
 2 Min|
DGU 2026

Therapieentscheidungen beim metastasierten Nierenzellkarzinom

Für die Behandlung des Nierenzellkarzinoms stehen diverse Kombinationstherapien zur Verfügung, die sich in klinischen Studien Sunitinib, dem langjährigen ehemaligen Standard, als überlegen gezeigt haben. Im Rahmen eines Symposium beim Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie (DGU) 2026 wurden Fälle diskutiert, denen ausgewählte Parameter für diverse Therapieentscheidungen beispielhaft zugrunde lagen.
Lesen Sie mehr 
Weitere Inhalte:
Prostatakarzinom
 2 Min|
SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie
DGU 2026

SubZero-Studie bestätigt PSA-Abfall unter Apalutamid plus Androgendeprivationstherapie

Die Therapielandschaft beim metastasierten hormonsensitiven Prostatakarzinom (mHSPC) entwickelt sich stetig weiter und Ärzt:innen stehen verschiedene potenziell lebensverlängernde Optionen zur Verfügung. Aufgrund fehlender direkter Head-to-Head-Studien liegt das Augenmerk auf Real-world-Beobachtungsdaten, die Hinweise zur Wirksamkeit im Versorgungsalltag geben können.
Lesen Sie mehr 
Urothelkarzinom
 2 Min|
Neue Therapie mit Nogapendekin alfa inbakicept kann vor radikaler Zystektomie schützen
DGU 2026

Neue Therapie mit Nogapendekin alfa inbakicept kann vor radikaler Zystektomie schützen

Standardtherapie beim Bacillus Calmette-Guérin-therapierefraktären nicht-muskelinvasiven Blasenkarzinom (BCG-unresponsives NMIBC) ist die radikale Zystektomie. Für Patient:innen, die diesen Eingriff ablehnen oder aufgrund ihrer Fitness dafür nicht infrage kommen, gewinnen blasenerhaltende Therapiealternativen an Bedeutung. Nogapendekin alfa inbakicept (NAI) in Kombination mit BCG ist das erste in Europa zugelassene Medikament beim BCG-unresponsiven NMIBC mit Carcinoma in situ (CIS) [1].
Lesen Sie mehr 
Medizin
 2 Min|
CHMP empfiehlt Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab für breitere MIBC-Population

CHMP empfiehlt Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab für breitere MIBC-Population

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) hat eine positive Stellungnahme zur Zulassung von Enfortumab Vedotin plus Pembrolizumab abgegeben. Die Kombination soll als neoadjuvante Therapie und anschließend nach einer radikalen Zystektomie als adjuvante Therapie bei Erwachsenen mit resektablem muskelinvasivem Blasenkarzinom (MIBC) in der Europäischen Union (EU) zugelassen werden.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
 3 Min|
Schematische Darstellung von Nierenzellkrebs, Nieren rot in blau durchschimmerndem Körper

Therapie des RCC nach Versagen einer Sequenz- oder Kombinationstherapie mit CPI und VEGF-TKI

Eine randomisierte, doppelblinde klinische Prüfung der Phase III mit Belzutifan + Zanzalintinib im Vergleich zu Belzutifan + Placebo bei Patienten mit forgeschrittenem Nierenzellkarzinom (RCC), deren Erkrankung sowohl unter PD-1/L1- als auch unter VEGF-Tyrosinkinase-Inhibitor (TKI)-Therapie, die sequenziell oder in Kombination verabreicht wurde, fortgeschritten ist (LITESPARK-034) – Studie AN 72/25 der AUO.
Lesen Sie mehr 
Urothelkarzinom
 3 Min|
Schematische Darstellung von Harnblasenkrebs, bläulich durchschimmernder Mensch vor schwarzem Hintergrund

Zweitlinientherapie des high-risk NMIBC nach BCG-Gabe

Randomisierte, offene, multizentrische klinische Prüfung der Phase III zur Beurteilung der Wirksamkeit und Sicherheit des intravesikalen Erdafitinib-Verabreichungssystems TAR-210 im Vergleich zur vom Prüfarzt gewählten intravesikalen Chemotherapie bei Patienten mit nicht-muskelinvasivem Hochrisiko-Blasenkarzinom (HR-NMIBC) und spezifischen FGFR-Genveränderungen, die zuvor eine intravesikale Behandlung mit Bacillus Calmette-Guérin (BCG) erhalten hatten (MoonRISe-3) – AB 108/25 der AUO.
Lesen Sie mehr 
d-uo
 5 Min|
Arzt sitzt vor Laptop, Taschenrechner, Münzen und ein Sparschwein auf dem Tisch

Die OV und die Tumornachsorge im EBM aus Sicht einiger Urologen

Urologische Tumorerkrankungen stellen hohe Anforderungen an Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Deutsche Uro-Onkologen e.V. (d-uo) engagieren sich seit Jahren für eine bessere Dokumentation und Versorgungsforschung in der Uro-Onkologie. Vor diesem Hintergrund wurden die Vergütungssysteme von Onkologie-Vereinbarung (OV) und einheitlichem Bewertungsmaßstab (EBM) und deren unzureichende Honorierung der aufwendigen Patientenbetreuung analysiert.
Lesen Sie mehr 
Prostatakarzinom
 3 Min|
Prostatakarzinom: Fettreiche Ernährung könnte Überleben beeinflussen

Prostatakarzinom: Fettreiche Ernährung könnte Überleben beeinflussen

Wie beeinflusst die Ernährung nach der Diagnose eines nichtmetastasierten Prostatakarzinoms das Langzeitüberleben der Patienten? Eine Kohortenstudie im Rahmen der Health Professionals Follow-Up Study ging dieser Frage nach und untersuchte den Zusammenhang zwischen der postdiagnostischen Aufnahme unterschiedlicher Nahrungsfette und der Gesamtmortalität sowie krankheitsspezifischen Todesursachen. Die Ergebnisse liefern konkrete Anhaltspunkte für evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen in der Survivorship-Betreuung.
Lesen Sie mehr 
Nierenzellkarzinom
 3 Min|
Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Adjuvantes Pembrolizumab beim klarzelligen Nierenzellkarzinom: 5-Jahres-Daten bestätigen Überlebensvorteil

Die randomisierte Phase-III-Studie KEYNOTE-564 hat adjuvantes Pembrolizumab nach Nephrektomie bei Patient:innen mit klarzelligem Nierenzellkarzinom (ccRCC) und erhöhtem Rezidivrisiko als Therapiestandard etabliert. Die vierte präspezifizierte Interimsanalyse mit einer minimalen Nachbeobachtungszeit von fünf Jahren bestätigt einen anhaltenden Vorteil von Pembrolizumab gegenüber Placebo im krankheitsfreien Überleben (DFS) und im Gesamtüberleben (OS), konsistent über zentrale Subgruppen sowie mehrere explorative Endpunkte hinweg.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs: Individuelle Strahlentherapie hilft auch schwer erkrankten Patienten

Prostatakrebs ist, früh entdeckt, in der Regel gut zu behandeln. Viele Patienten, deren Tumor früh entdeckt wird, haben eine gute Prognose. Schwieriger wird es allerdings, wenn der Krebs erst spät entdeckt wird. Dann kann er auf andere Körperregionen übergehen, wo er Metastasen bildet. Solche metastasierten Prostatakarzinome sind deutlich schwieriger zu therapieren, und in manchen Fällen gibt es kaum mehr Chancen, den Krebs zu besiegen, insbesondere dann, wenn die Krebszellen darüber hinaus noch kastrationsresistent sind.
Lesen Sie mehr 
Medizin
 3 Min|
ASCO 2026

Cabozantinib zeigt konsistenten Vorteil bei RCC und NET unabhängig von Tumormerkmalen

Auf dem Kongress der American Society of Clinical Oncology (ASCO) 2026 präsentierte Subgruppenanalysen zeigen einen relativen Therapievorteil für den Multi-Tyrosinkinaseinhibitor Cabozantinib bei fortgeschrittenem Nierenzellkarzinom (aRCC, Kombinationstherapie mit Nivolumab) vs. Sunitinib und neuroendokrinen Tumoren (NET, Monotherapie) vs. Placebo unabhängig von patientenindividuellen Tumorcharakteristika.
Lesen Sie mehr 
Urologische Tumoren
 12 Min|
Auf Handydisplay steht "Erinnerungen: Tumornachsorge"

Risikogesteuerte Nachsorge bei testikulären Keimzelltumoren

Ziel der Nachsorge bei Keimzelltumoren ist das frühzeitige Erkennen von Rezidiven. Aufgrund der klinischen Vielfalt der Keimzelltumoren gibt es mehr als 20 verschiedene Risikokonstellationen mit jeweils spezifischen Häufigkeiten, Zeitfenstern und Lokalisationen für Rezidive. In der Praxis werden 3 Risikogruppen unterschieden: (1) Seminome, (2) Nichtseminome im Stadium I und (3) Nichtseminome alle anderen Stadien. In entsprechenden Nachsorgetafeln werden die erforderlichen Untersuchungen schematisch aufgelistet. Die hier vorgestellten Nachsorgeempfehlungen unterscheiden sich von den Empfehlungen der S3-Leitlinie (2020) vor allem durch Ersatz der Computertomographie (CT) durch Magnet­resonanztomographie (MRT) aus Strahlenschutzgründen und durch Verzicht auf Röntgen-Thorax in der Nachsorge des Seminoms. Die Nachsorge zielt auch auf die Erkennung von Sekundärerkrankungen und Spättoxizitäten, wie Hypogonadismus, Metabolisches Syndrom, kardiovaskuläre Erkrankungen und Zweitneoplasien ab.
Lesen Sie mehr 
Urologische Tumoren
 10 Min|
Die 3D-Abb. zeigt Penis und Hoden, im rechten Hoden ist eine tumoröse Masse.

Testikuläre Keimzelltumoren: Neue molekulare Erkenntnisse zur Tumorentstehung und Therapieresistenz

Testikuläre Keimzelltumoren (KZT) des Typs II sind die häufigste maligne Erkrankung junger Männer und stellen im klinischen Alltag trotz in den meisten Fällen hoher Heilungsraten eine Herausforderung bei metastasierten oder therapieresistenten Verläufen dar. Neue molekulare Erkenntnisse zeigen, dass zelluläre Plastizität und therapieinduzierte Differenzierungsprozesse maßgeblich zur Entstehung resistenter Tumorpopulationen beitragen, einschließlich seltener Entitäten wie dem sarkomatoiden Dottersacktumor (sarkDST), dem „Growing Teratoma“-Syndrom (GTS) oder der somatisch malignen Transformation (STM). Die Identifikation molekularer Marker und die Entwicklung zielgerichteter Therapien sind daher entscheidend, um die Behandlung und Prognose von diesen Hochrisiko-Patienten in Zukunft zu verbessern.
Lesen Sie mehr 
Urologische Tumoren
 10 Min|
Arzt hält Schild mit "Germ cell tumours". Symbolisiert digitale Medizin

Langzeit-Lebensqualität nach Therapie von Keimzelltumoren: Einfluss von Behandlungsstrategie und Tumortyp

Keimzelltumoren des Hodens zählen zu den onkologischen Erkrankungen mit exzellenter Prognose, insbesondere bei jungen Patienten. Mit Heilungsraten von über 90% rückt die langfristige Lebensqualität zunehmend in den Fokus der klinischen Versorgung. Therapieassoziierte Spätfolgen betreffen vor allem kardiovaskuläre Risiken, Sekundärmalignome, metabolische Veränderungen, Neuro- und Ototoxizität sowie Fertilität und endokrine Funktion. Darüber hinaus spielen psychosoziale Aspekte eine zentrale Rolle. Die Art und Intensität der Therapie erweisen sich als entscheidende Einflussfaktoren auf die Langzeitmorbidität. Moderne Strategien zielen daher auf eine risikoadaptierte Therapie unter Vermeidung von Übertherapie sowie auf strukturierte Survivorship-Konzepte. Der vorliegende Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Einflussfaktoren auf die Lebensqualität und diskutiert deren Relevanz für die klinische Praxis.
Lesen Sie mehr